Kategorie: Singles & EPs

HEALTH

HEALTH – Addendum

Einmal mehr steht für HEALTH das Ende einer Ära an. Dieses Mal ist es der Releasezyklus rund um die beiden Geschwisteralben „Rat Wars“ und „Conflict DLC“, der nun abgeschlossen wird. So etwas wie Resteverwertung kommt den Noise-, Industrial- und Electro-Meistern aber keinesfalls in den Sinn. Ihr neuestes Mini-Album verbindet vergangene prominente Kollaborationen mit diversen anderen Tracks. Oder wie es die Band auf den Punkt bringt: „Das Müll-Jahrzehnt geht weiter“. Von Schrott ist „Addendum“ aber meilenweit entfernt, sondern findet eine Art musikalischen Mittelweg der letzten beiden Platten, kleine Überraschungen inklusive.

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The Props

The Props – Arrow

Eine The-Band spielt zeitlosen, leicht rückwärtsgewandten Rock, der auch vor 20 Jahren mehr als prima funktioniert hätte: Irgendwo zwischen Indie Rock, Alternative, Post Punk und Pop platzieren sich The Props. Das erst Ende 2023 in Los Angeles gegründete Quartett machte mit ersten Singles, zahlreichen Konzerten und DIY-Ethos auf sich aufmerksam. Blue Grape Music ist nun ihre Heimat und brachte sie mit dem Grammy-prämierten Produzenten Carlos de la Garza zusammen, der bereits mit Paramore und Best Coast arbeitete – das ‚fehlende Puzzlestück‘, wie ihn Sänger Nick Ruiz nennt. Auf der ersten EP „Arrow“ finden sich fünf sympathische Hits.

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Melechesh

Melechesh – Sentinels Of Shamash

Nach fast einem Jahrzehnt der Funkstille melden sich Melechesh endlich aus der Versenkung zurück. Das ursprünglich in Israel von Bandkopf Ashmedi gegründete und heute in den Niederlanden ansässige Quartett gilt als Pionier des Sumerian Black Metal. Während ihr 2006er Meilenstein „Emissaries“ bis heute als unerreichtes Karriere-Highlight thront, markierte das letzte Lebenszeichen im Jahr 2015 den Beginn einer quälend langen Pause. Mit der neuen EP „Sentinels Of Shamash“ bricht die Band nun das Schweigen und beweist, dass ihr markanter Mix aus okkulter Raserei und nahöstlicher Mystik nichts von seiner Faszination verloren hat.

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Die weiteren Aussichten

Die weiteren Aussichten – Das alles hier ist Liebe

Wie man Negatives spielerisch leicht in Positives verkehrt, zeigt Patrick Scheuermann. 100 % im Burnout-Test und frisch arbeitslos – beste weitere Aussichten, wenn man Mitte 20 ist, so die pointierte Reaktion. Daraus entstand Die weiteren Aussichten, erst als Singer/Songwriter-artiges Projekt im Alleingang, das 2024 mit der EP „Heiter bis wolkig“ Sympathisches fürs Herz vermittelte. Im Popkurs Hamburg fand er seine Live-Band, seither geht es deutlich lauter, energischer und beherzter ans Werk. „Das alles hier ist Liebe“ beeindruckt durch musikalische Evolution und hat verdammt gute Songs mit pochendem Indie-Herz im Gepäck.

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Bright Eyes

Bright Eyes – Kids Table

Wenn es läuft, dann so richtig: „Five Dice, All Threes“ bannte alle Stärken der Bright Eyes auf eine Platte, so kauzig und harmoniebedürftig wie eh und je, begleitet von spannenden Gästen und nicht minder interessanten Ideen. Wenig überraschend haben Conor Oberst, Mike Mogis und Nate Walcott Nachschub im Gepäck. Von Anfang an sollte jenes Material, das nicht 100%ig zum Fluss des Albums passte, zu einem späteren Zeitpunkt nachgereicht werden. Begleitet von einigen weiteren Tracks, überrascht „Kids Table“ mit spannenden bis ungewöhnlichen Ansätzen, die sowohl die aktuelle Platte erweitern als auch komplett für sich selbst stehen können sollten.

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Werewolf Etiquette

Werewolf Etiquette – Werewolf Etiquette

Als sich Mother Tongue nach sechsjähriger Auflösungsphase wieder zurückmeldeten, war Drummer Geoff Haba nicht an Bord. Über Jahre hinweg lud er Bassist und Mitbegründer David „Davo“ Gould zu Coffee & Conversation ein, der zögerte jedoch erst. Irgendwann traf man sich doch, jedoch unter ganz anderen Voraussetzungen: Instrumente einstecken und rocken. Daraus entstand Werewolf Etiquette, ein rhythmisches Duo komplett ohne Gitarren, das Bass und Schlagzeug in den Mittelpunkt rückt und zugleich musikalische Erwartungen ad absurdum führt. Bevor man gemeinsam mit Mother Tongue unter anderem zur Noisolution Party kommt, erscheint eine erste EP mit dem knappen wie einfachen Titel „Werewolf Etiquette“.

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Aua

Aua – Painkiller No. 2

Es tut immer noch (etwas) weh: Vor etwa einem Jahr wagten sich Aua noch weiter in synthetische, elektronische Gefilde vor und trieben ihre krautige Entfremdung gen Spitze. „Painkiller No. 1“ zeigte das Duo von einer spannenden, erfrischenden und gerne mal mystischen Seite. Damit ist allerdings noch lange nicht alles gesagt, wie sich nun zeigt, denn im Zuge der dazugehörigen Sessions entstanden weitere Tracks, die es nicht auf das fertige Album, den Abschluss einer Trilogie, geschafft haben. Fabian Bremer und Henrik Eichmann legen frischen Stoff in Form der EP „Painkiller No. 2“ nach und erweitern den Klangkosmos ihrer jüngsten Platte ein wenig.

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Ende

Ende – Utopia

Zu zweit als Kreativzelle, live als Quartett, zudem stets irgendwo zwischen Wien und Linz unterwegs: Ende stehen erst am Anfang, um dieses schwache wie offensichtliche Wortspiel zu bemühen. Seit Frühjahr 2023 veröffentlichen die Österreicher ihre Singles, die irgendwo zwischen Post Punk, dem aktuell grassierenden NDW-Mini-Revival, Indie und Pop angesiedelt sind. Nun wird erstmals ein klein wenig gebündelt: Mit „Utopia“ legt das Duo eine EP vor, die sich unter anderem mit kaputten Beziehungen, unerfüllten Sehnsüchten sowie dem oft fließenden Übergang zwischen Hoffnung und Untergang befasst.

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Palila

Palila – Later

Rund um den Release ihres aktuellen Albums hatten Palila ein echtes Luxusproblem: zu viel Musik. Das angenehm vielschichtige „Children Will Be Furious“ zeigte zahlreiche neue Facetten der Indie-Multitalente, doch schaffte es längst nicht jeder Track auf die fertige Platte. Anstatt das Material im Archiv verschimmeln zu lassen, musste nachgelegt werden. Und so landet, nur fünf Monate später, eine EP mit vier weiteren Perlen aus den fruchtbaren Sessions. „Later“ bringt in aller gebotenen Kürze auf den Punkt, was diese Band so stark und so sympathisch macht.

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Red Ocean

Red Ocean – Mad For It

Am Wasserfall geträumt, am Hafen gereift, in der Hauptstadt flügge geworden: Bernhard Pausch gründete seine erste Band im Alter von 15 Jahren in Gastein im Salzburger Pongau, bevor er vier Jahre später nach Hamburg zog, um Musikproduktion zu studieren. Nach einer experimentellen Phase konzentrierte er sich später wieder auf Rock, ging nach Berlin und gründete Red Ocean. Gemeinsam mit Drummer Danny Weber geht es um die elementaren Bestandteile des Genres, mit einem hörbaren Faible für die 60s, 70s und 90s. Exakt das zeigt sich auf „Mad For It“, der zweiten EP des Duos.

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