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Kind Kaputt

Kind Kaputt – Ins Blau

Einfach machen. Nicht erst auf Morgen warten. Den Tag siezen. Letzterer Punkt sollte anders lauten, ist aber egal. Denn Kind Kaputt regen dazu an, ewiges Grübeln abzulegen und ausnahmsweise im Hier und Jetzt zu leben, ohne stets an die Vergangenheit oder die Zukunft zu denken. Das äußerte sich unter anderem im Songwriting für ihr mittlerweile drittes Album. Anstatt erst instrumental genau auszuarbeiten und danach die Lyrics zu schreiben, entstanden sämtliche Elemente bevorzugt gleichzeitig. Dadurch auf das Wesentliche reduzierte Arrangements und das Bekenntnis zum Leben im Moment lässt „Ins Blau“ gekonnt wachsen und gedeihen.

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Kind Kaputt – Morgen ist auch noch kein Tag

Die Eskalation klopft an und hat Durst. Nach dem Release ihres ersten Albums „Zerfall“ gingen Kind Kaputt auf Headliner-Tour, veröffentlichten in der erzwungenen Downtime mehrere, später zu einer EP zusammengefasste Singles und machten sich schließlich an eine neue Platte. Wut, Enttäuschung und Hoffnung spielen auf „Morgen ist auch noch kein Tag“ eine zentrale Rolle. Stets greifbare Schwere, eskalierende Gefühlswelten und wertvolles Verständnis legen den Grundstein für das bislang vielfältigste Werk des Quartetts.

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Kind Kaputt – Zerfall

Musikalisch klingt das, was Kind Kaputt auf ihrem Debütalbum „Zerfall“ zelebrieren, durchaus vertraut. Alternative Rock, Post-Hardcore und ein wenig Emo mit deutschen Texten erinnern im besten Sinne an Fjørt, Lyvten und Heisskalt. So weit, so gut? Nicht ganz, denn beim Aufbau orientierte sich das Quartett am literarischen Genre des Bildungsromans. Über zwölf Songs wird die Entwicklung einer Figur an der Schwelle zur Reife in steter Kollision mit der harschen Realität ausgebreitet. Klingt anspruchsvoll, ist es auch.

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