Autor: Walter Kraus

Ich bin, also denke ich.
Motorpsycho

Motorpsycho – The Crucible

Nach dem hochgradig spannenden wie überaus abwechslungsreichen „The Tower“ legten sich Motorpsycho keinesfalls auf die faule Haut. Nicht umsonsten gelten die Norweger als wohl aktivste, am härtesten arbeitende Band im Prog- und Psych-Bereich. Eben jenen decken sie nun auch auf „The Crucible“ ab. Als eine Art Fortsetzung des zuvor erwähnten Doppelalbums zu verstehen, geht das Trio in diesen 40 Minuten unheimlich konzentriert zu Werke und erreicht zugleich einen neuen Songwriting-Level.

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Hi! Spencer

Hi! Spencer – Nicht raus, aber weiter

Bloß nichts überstürzen, dachten sich wohl Hi! Spencer, und schraubten gleich mehrere Jahre an ihrem zweiten Album. Die sympathischen Indie-Punks befassen sich mit Ängsten, inneren Konflikten, Resignation und Aufbruch, und kleiden diese Zerrissenheit in kraftvolle, mitunter peitschende und schon mal angenehm schroffe Arrangements. In „Nicht raus, aber weiter“ steckt hörbares Herzblut, Liebe zum Detail und Mut zur Introspektive.

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William The Conqueror

William The Conqueror – Bleeding On The Soundtrack

Die eigene musikalische Laufbahn auf Albumlänge gleich mit einer Trilogie zu beginnen, zeugt von einer semi-gesunden Mischung aus Mut und Wahnsinn. William The Conqueror aus Cornwall ließen sich von Hermann Hesses Essay-Trilogie über Unschuld, Desillusionierung und Glauben inspirieren, und gehen nach „Proud Disturber Of The Peace“ nun den zweiten Teil an. Weiterhin im überaus ansprechenden Spannungsfeld zwischen Indie Rock, Blues und Americana unterwegs, weiß „Bleeding On The Soundtrack“ zu bewegen.

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Monza

Monza – Der Tag an dem Berge aus dem Himmel wuchsen

Monza liegt neuerdings in Bayern. Oder liegen in Bayern, wobei die drei Herren hinter diesem Pseudonym alles andere als auf der faulen Haut liegen. Vor sieben Jahren in München gegründet, befinden sie sich meilenweit entfernt von jeglichem Szenedenken und stellen sich geschickt quer, wenn es darum geht, ihre Musik in irgendeiner Form zu kategorisieren. Auf ihrem Debütalbum „Der Tag an dem Berge aus dem Himmel wuchsen“ – neben dem Digital-Release nur auf Vinyl erhältlich – treffen Alternative, Post-Something, ein wenig Prog und bärbeißige Riffs aufeinander.

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Hayes Carll

Hayes Carll – What It Is

Hayes Carll zählt zu den wichtigsten Country-, Folk- und Americana-Musikern der letzten Jahre. Eine Grammy-Nominierung, diverse Americana-Award-Auszeichnungen und prominente Fans sprechen eine deutliche Sprache. Zuletzt versuchte der Texaner auf „Lovers And Leavers“ seine ernsthafte Seite zu zeigen, begleitet von vergleichsweise nüchternen Singer/Songwriter-Klängen. Die Nachwehen davon sind auch auf „What It Is“ zu spüren, begleitet von Carlls typischem Sarkasmus und bissigen Humor.

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Nathan Gray

Nathan Gray – Live In Wiesbaden / Iserlohn

Nach seinem umjubelten Soloalbum „Feral Hymns“ ging Nathan Gray auf Tour und spielte zwei Konzerte in besonders intimem Rahmen. Diese „An Evening With Nathan Gray“-Darbietungen in der imposanten Ringkirche von Wiesbaden und der mystischen Dechenhöhle zu Iserlohn zeigten einen Künstler, der nach Jahren und Jahrzehnten des Kampfes und des Herumirrens endlich zu sich gefunden hatte. „Live In Wiesbaden / Iserlohn“ fasst diese beiden Abende nun auf CD und DVD zusammen.

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Ageist

Ageist – Babyface

Mitglieder so prominenter Bands wie Thursday, Freedom Fighters, Primitive Man, God Fires Man, I Hate Our Freedom und Errortype:11 suchten ein neues Betätigungsfeld. Nun sind sie, so die süffisante Anmerkung im Pressetext, „alte Männer, die in einer Band spielen, von der niemand je gehört hat“. Das wird sich aber ändern, denn das herrlich angepisste Alternative-Rock-Outfit Ageist hält, wie schon der Name verrät, rein gar nichts vom Altenteil. „Babyface“ erweist sich als angenehm schroffes und zugleich hochgradig eingängiges Debüt.

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Lex Audrey

Lex Audrey – No Intention Of Changing The World

Selbst ist die Band, dachten sich Lex Audrey, und kümmerten sich vom Songwriting über die Aufnahme bis zur Abmischung komplett um ihr Debütalbum. Das österreichische Trio war bereits im vergangenen Jahr mit seinem elektronischen, lebhaften Rock positiv aufgefallen, die EP „GodGiven“ hallt noch nach. „No Intention Of Changing The World“ setzt den lässigen Indie- und Alternative-Charme nun im XL-Format um und widmet sich zudem, wie das Albumcover bereits herrlich andeutet, der Rolle zwischenmenschlicher Beziehungen in digital schnelllebigen Zeiten.

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Spielbergs

Spielbergs – This Is Not The End

Im April vergangenen Jahres gelang Spielbergs mit ihrer ersten EP „Distant Star“ eine echte Punktlandung. Durch die Bank Hits und ein echter Überflieger schraubten die Erwartungen auf das Debütalbum der Norweger in schier außerirdische Sphären. Davon ließ sich das Trio aus Oslo kein Stück beeindrucken und wurde im Laufe der Monate sogar noch eine Spur lauter und kratzbürstiger. „This Is Not The End“ darf gut und gerne als Kampfansage verstanden werden.

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NEØV

NEØV – Volant

Manchmal scheint wichtiger zu sein, was zwischen den Noten passiert. So zumindest lässt sich der Sound von NEØV erklären. Das finnische Trio scheint die Lücke zwischen lokaler, folkloristischer Melancholie und bewegender Indie-Magie schließen zu wollen. Ihre Songs wirken reduziert und sprechen doch eine deutliche Sprache, geben Gitarre und Loops nahezu gleichberechtigte Rollen. Ihr Debütalbum „Volant“ kann sich absolut hören lassen.

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