Autor: Walter Kraus

Ich bin, also denke ich.
Will Joseph Cook

Will Joseph Cook – Something To Feel Good About

Gerade mal 21 Jahre alt und schon ein Liebling der jungen Indie- und Alternative-Welt: Ein Vampire Weekend-Album stellte einst die Welt von Will Joseph Cook auf den Kopf. Der junge Brite war verblüfft, wie poppig und vielschichtig Gitarrenmusik klingen kann, und nahm noch als Teenager das mehr als beachtliche Debütwerk „Sweet Dreamer“ auf. In den drei Jahren seither fand er die richtige Balance aus Touren, Erholung und Songwriting-Bursts – mehrere intensive Tage und Wochen zwischen Los Angeles und London, von wertvollen Pausen unterbrochen. Auf „Something To Feel Good About“ zeigt sich schnell, dass das Aha-Erlebnis des Einstands kein Zufall war.

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Morgan Rose

Morgan Rose – Controlled Chaos

So etwas wie ‚zu viel Zeit‘ kennt Morgan Rose nicht, und so tobte sich der Schlagzeuger von Sevendust in einem konzertarmen Jahr kreativ aus. Neben dem Ende Oktober erschienenen neuen Album seiner Hauptband, wo er mittlerweile seit über einem Vierteljahrhundert die Felle gerbt, wagte Rose erstmals einen Solo-Exkurs. Von Bandkollege Clint Lowery (Gitarre) und Bassist Jason Christopher (u.a. Prong, Corey Taylor) unterstützt, landet seine erste EP „Controlled Chaos“. Und die ist alles andere als ein reiner Sevendust-Abklatsch.

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The New Madness

The New Madness – After Hours

Vor drei Jahren tauchten The Dead-On aus dem Nichts mit einer kurzweiligen Single auf. Die Band hüllte sich in so manches Mysterium, über die beteiligten Musiker wusste man herzlich wenig. Aufgrund namentlicher Ähnlichkeiten folgte später die Umbenennung in The New Madness und, nach einigen weiteren Kleinformaten, nun das Debütalbum. Hinter dem Namen, so viel ist nun klar, steckt eine international besetzte Truppe um den dänischen Frontmann Bjarke Sørensen. Er ist das Gesicht des bluesigen Garagen-Rock auf „After Hours“.

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Val Sinestra

Val Sinestra – Zerlegung

Vor drei Jahren gerieten sie unter Druck, jetzt zerlegen sie einfach alles. Die Rede ist von Val Sinestra. Das Berliner Punk-Quartett veröffentlichte seinen Einstand vor drei Jahren und supporteten in weiterer Folge The Bronx sowie Frank Carter & The Rattlesnakes. Tatsächlich hört man das der Band auch an, denn ihr Ansatz ist zugleich rockig und von Hardcore-Elementen durchdrungen. Auf „Zerlegung“ kotzen sich Val Sinestra nun einmal mehr gekonnt aus und ziehen ihren Stiefel souverän durch.

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The Pink Moon

The Pink Moon – Cosmic Heart Attack

Der geschmackvolle Garagen-Rock von The Pink Moon entlädt sich bevorzugt auf Raten. Prinzipiell halten die Norweger herzlich wenig davon, etwas übers Knie zu brechen, und lassen sich Zeit zwischen den Releases – eine Art Drei-Jahres-Rhythmus konnte sich bei den neuerdings zum Quartett geschrumpften Skandinaviern etablieren. Auf ihre musikalischen Qualität hat das allerdings keine Auswirkungen, im Gegenteil: „Cosmic Heart Attack“ knüpft locker an den unterhaltsamen Vorgänger an.

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When Rivers Meet

When Rivers Meet – We Fly Free

In der Blues- und Roots-Rock-Szene sorgen When Rivers Meet seit der Veröffentlichung ihrer Debüt-EP im April 2019 für Furore. Das britische Ehepaar Grace und Aaron Bond bringen authentische Retro-Leidenschaft, bluesiges Gefühl und dicke Riffs auf magische Weise zueinander. Nach einem weiteren Kleinformat und von wöchentlichen Facebook-Livestream-Konzerten als Antwort auf den Lockdown begleitet, landet nun das nicht minder spannende Album „We Fly Free“.

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Dirty Projectors

Dirty Projectors – 5 EPs

Das kreative Feuer lodert bei Dirty Projectors beträchtlich. Gleich fünf EPs erscheinen in einem Kalenderjahr – ein begeisternder Zyklus mit durchaus unterschiedlichen Ausgaben, die jeweils die Stimme eines anderen Bandmitglieds in den Mittelpunkt rückt und zudem in die stilistische Breite gehen. Parallel zum Release des finalen Abschnitts „Ring Road“ erscheint die gesamte Anthologie unter dem Titel „5 EPs“ mit 20 spannenden, angenehm vielfältigen Tracks.

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Refused

Refused – The Malignant Fire

13 Monate nach dem Release ihres aktuellen Albums „War Music“ sind Refused schon wieder da. Eigentlich wollten die Schweden den Großteil des Jahres auf den Bühnen dieser Welt verbringen, was aus bekannten Gründen nicht klappte. Vor einer solchen Tour sollte zudem eine brandneue EP erscheinen. Das funktioniert allerdings auch ohne Live-Aktivitäten: „The Malignant Fire“ setzt mit fünf neuen Tracks den auf „War Music“ eingeschlagenen Weg souverän und kurzweilig fort.

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I Am The Avalanche

I Am The Avalanche – Dive

I Am The Avalanche sind nicht unterzukriegen und kommen immer wieder. Ihr neues Album – das erste seit sechs Jahren – nahmen sie Mitte März auf, als COVID-19 erstmals den Großteil der USA heimsuchte. Frontmann Vinnie Caruana floh zwar nachhause, kaum dass seine Aufnahmen abgeschlossen waren, infizierte sich aber ebenso wie seine Frau. Beide waren nach mehreren bettlägerigen Wochen glücklicherweise genesen, und so nimmt so manche Zeile auf „Dive“ eine neue Bedeutung an. Dass die zu diesem Zeitpunkt bereits aufgenommenen Texte zur aktuellen Situation passen, sei dem beschissenen Status Quo zuvor geschuldet, so Caruana.

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TAU 5

TAU 5 – Kreise

Seit drei Jahren schrauben TAU 5 an ihrer Musik. Hinter dem ominösen Namen stecken fünf erfahrene, prominente Jazzmusiker mit gemeinsamer Basis in Berlin: Philipp Gropper (Tenorsaxophon, Sopransaxophon), Philip Zoubek (Synthesizer, Keys), Ludwig Wandinger (Electronic, Mix, Edit), Petter Eldh (Bass, Electronics) und Moritz Baumgärtner (Schlagzeug). Ihren gemeinsamen Ansatz verstehen sie als Mischung aus Jams, Notationen, erneute Session-Improvisationen und Editing-Schnittwerk. Entsprechend losgelöst und gekonnt wild gibt sich das Debütalbum „Kreise“, das mit Sicherheit eben solche ziehen wird.

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