Daniel Davis

Daniel Davies – Ghost Of The Heart

Als Teil von Year Long Disaster und Karma To Burn sowie Kurzzeit-Mitglied von CKY hatte Daniel Davies Anfang der 10er Jahre die Rock-Zügel fest in der Hand. Etwas später startete der Sohn von Kinks-Gitarrist Dave Davies eine Art zweite Karriere als Soundtrack-Schreiber – gerne gemeinsam mit John Carpenter – sowie als experimentell veranlagter Solomusiker. Aktuell widmet sich der britisch-amerikanische Songwriter wieder zweiterer Spielwiese, wobei es nun ein kleines Umdenken sein darf. Auf „Ghost Of The Heart“ entdeckt Davies sein Faible für Rockmusik wieder, ohne jedoch den Sound der letzten Jahre zu ignorieren.

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Sam Morton

Sam Morton – Daffodils & Dirt

Eine singende Schauspielerin, deren musikalisches Duo ihren Namen trägt – was sich nach Papierform wie ein furchtbarer Ego-Trip liest, mutiert zu einer kleinen Offenbarung. Die mehrfach für einen Oscar nominierte Samantha Morton trifft auf Richard Russell, der unter anderem bereits Gil Scott-Heron und Bobby Womack produzierte. Russell hörte Mortons Ausgabe von ‚Desert Island Discs‘ und war von ihrer Musikauswahl und Erzählweise kombiniert. Eines ergab letztlich das andere, und so darf sich die britische Schauspielerin nun ihren Traum von der Musik verwirklichen. Gemeinsam nennt man sich Sam Morton, „Daffodils & Dirt“ ist der kunstvolle gemeinsame Auftakt.

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Moby

Moby – Always Centered At Night

Die Zeiten der großen Welthits rund um den Jahrtausendwechsel mögen längst vorbei sein, doch veröffentlicht Moby weiterhin fleißig neue Alben und tobt sich kreativ aus. Der Spätfünfziger nahm mehrere Punk-Platten auf und wagte zuletzt Abstecher in klassische Gefilde, die hierzulande mit Top-Platzierungen und Klassikpreisen belohnt wurden. Für das inzwischen 22. Studioalbum geht es zurück zu den clublastigen Wurzeln. „Always Centered At Night“ ist die Fortsetzung eines 2022 gestarteten Projektes, für das sich der New Yorker von der Underground-Szene inspirieren ließ, und bemüht 13 Kollaborationen mit neuen und weniger bekannten Stimmen.

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The Decemberists

The Decemberists – As It Ever Was, So It Will Be Again

Nach Ende der Tour zu „I’ll Be Your Girl“ merkte Colin Meloy, dass The Decemberists längst nicht mehr ausschließlich sein kreatives Leben bestimmten. Der Mastermind der 2000 gegründeten Indie- und Folk-Institution wendete sich erst einmal verstärkt seinen anderen Schauplätzen zu, schrieb weitere Kinderbücher und ist an der Film-Version seines ersten Buchs „Wildwood“ beteiligt, die im kommenden Jahr erscheinen soll. Als es schließlich 2023 doch wieder ins Studio ging, war das Feuer wieder da. Die Pause tat hörbar gut, und so zeiget sich das Quintett nach sechs Jahren auf „As It Ever Was, So It Will Be Again“ in bestechender Form.

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Axel Rudi Pell

Axel Rudi Pell – Risen Symbol

Gerade Jahre sind Axel Rudi Pell-Jahre – diese Regel gilt nun schon seit dem siebten, 1998 erschienenen Album „Oceans Of Time“. Alle zwei Jahre hauen uns der Wattenscheider und seine vier Mitmusiker seitdem ein neues Studiowerk um die Ohren, hier und da noch zusätzlich ergänzt um ein Coveralbum oder eine Balladenkompilation. Im 35. Jahr der Bandgeschichte ist mit „Risen Symbol“ nun schon das zwangzigste Album an der Reihe und alles ist mal wieder beim Alten. Bei einer Pell-Scheibe weiss man, was man geboten bekommt, und es stellt sich lediglich die Frage, ob sie sich bei den Top-Werken oder ’nur‘ bei den guten Alben einreiht.

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Mirrors For Princes

Mirrors For Princes – What We Do With What Others Have Done To Us

Seit 2022 arbeiten Mirrors For Princes an ihrem ureigenen Rockentwurf. Das Trio aus Berlin schätzt Indie- und Alternative-Klänge, hat aber ebenso ein Herz für Elektronik und TripHop. Garbage, Siouxsie Sioux, Paramore und die Yeah Yeah Yeahs standen unter anderem Pate, wenngleich sofort klar wird, dass hier jemand seinen eigenen Sound gefunden hat. Aufgenommen in der britischen Grafschaft Kent unter der Ägide von Barny Barnicott (u. a. Arctic Monkeys, Sam Fender, Editors, Kasabian), befasst sich das von einem Sartre-Zitat inspirierte „What We Do With What Others Have Done To Us“ mit Hoffnung und Zusammenhalt, während die Welt in sich zusammenfällt.

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Eivør

Eivør – ENN

Das Wandeln zwischen musikalischen Welten liegt Eivør Pálsdóttir quasi im Blut. Kunststück, denn in einer so übersichtlichen und doch erstaunlich kreativen Szene wie auf den Färöer Inseln muss man quasi alles können und spielen, um Anschluss zu finden. Neben den zarten Folk-Pop-Anfängen spielte Pálsdóttir in ihrer Jugend in Jazz- und Rock-Bands, studierte später im Ausland und entwickelte ihren Sound weiter – elektronisch, gerne mal avantgardistisch und kunstvoll, doch nie komplett von den folkloristisch angehauchten Heimatklängen entfernt. Nunmehr beim Metal-Label Season of Mist unter Vertrag, verzichtet „ENN“ auf vermutete donnernde Härte und verbindet stattdessen die Rückkehr zu klassischer Musik mit einem neuen Faible für beateske Klänge.

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FEET

FEET – Make It Up

Ein Album wie ein Nackenschlag, gefühlvoll zwischen Post Punk und Rock angelegt, katapultierte FEET im Herbst 2019 vorsichtig ins Rampenlicht. „What’s Inside Is More Than Just Ham“ konnte die Vorschusslorbeeren erster Singles bestätigen und versuchte zugleich, seinen eigenen Sound inmitten des x-ten Post-Punk-Revivals zu finden. Während der Studio-Sessions im Vorjahr kristallisierten sich jedoch musikalische Veränderungen heraus, welche das britische Quintett nach eigenen Angaben ‚vollständiger‘ klingen ließen. „Make It Up“ lenkt den Fokus auf Indie und Garage mit hörbarem Erfolg.

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Evergrey

Evergrey – Theories Of Emptiness

Evergrey sind wieder da – wobei weg waren sie ja in den letzten 30 Jahren eigentlich nie. Die schwedischen Heroen des Progressive Metal haben ihr neuestes Werk mit Namen „Theories Of Emptiness“ fertiggestellt. „Für uns ist es das Wichtigste, uns weiterzuentwickeln“, betont Frontmann Tom S. Englund. „Wir wollen nicht, dass unsere Musik stagniert, sondern dass sie innovativ bleibt. Mit jedem Album streben wir nach etwas Neuem – einer einzigartigen Nuance, einem neuen Klang, einem frischen Ansatz im Songwriting oder nach innovativen Produktionstechniken.“ Ein hehrer Anspruch für eine Band, die bereits das 14te Album an den Start bringt und bis dato in all ihren veröffentlichten Songs einen einzigartigen Wiedererkennungswert mitbringt, all der Innovation zum Trotz. Das muss man erstmal so hinbekommen.

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Alfie Templeman

Alfie Templeman – Radiosoul

Will Joseph Cook. Declan McKenna. Alfie Templeman. Aus Großbritannien kommen in letzter Zeit viele junge, talentierte Singer/Songwriter, die mit wachsender Begeisterung die imaginäre Grenze zwischen Pop und Rock mit starker Musik torpedieren und dabei mit jedem Release gefühlt wachsen. Erst vor zwei Jahren legte Templeman sein erstes komplettes Album „Mellow Moon“ vor, aufgenommen in einem mentalen und gesundheitlichen Ausnahmezustand, der ihn mehr oder minder an sein Zimmer kettete. Seither konnte sich der nunmehr 21jährige aus Bedfordshire freier bewegen und kreativ weiterentwickeln. Die Experimentierfreude hört man dem Zweitling „Radiosoul“ an.

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