Kategorie: Alben

Marek Johnson

Marek Johnson – Mumbling On The Floor

Während David Helm unter seinem bürgerlichen Namen für jazzige Magie sorgt, widmet er sich als Marek Johnson verschiedensten musikalischen Gefilden, häufig mit Pop als gemeinsamem Nenner. Die ersten Releases waren vergleichsweise deutlich in guter, alter Singer/Songwriter-Tradition verhaftet, begleitet von Persönlichem, doch geht es nun größer und abenteuerlustiger zu. „Mumbling On The Floor“, das keinesfalls schwere zweite Album, symbolisiert die kreative wie musikalische Öffnung Johnsons, der es sich nun nicht nehmen lässt, dem Song zu folgen, auch wenn dessen Ausrichtung gerne mal überraschende Dimensionen annimmt.

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Oliver Hohlbrugger

Oliver Hohlbrugger – Nothing’s Changed, Everything Is New

Oliver Hohlbrugger ist ein Unikat, das lässt sich ohne Frage sagen. Der Norweger versteht sich auf den konsequenten Bruch mit Genre-Erwartungen und musikalischer Vorhersehbarkeit im Geiste von Nick Cave oder dem späten David Bowie, auf dem 2016 erschienenen „The Choirboy“ bereits etwas angedeutet. Art Rock hier, Jazz da, Soundtrack- und Ambient-Atmosphäre im nächsten Moment – nicht umsonst findet seine Musik cineastische Verwendung und Serieneinsatz. Diesen künstlerischen Anspruch verfolgt Hohlbrugger auf „Nothing’s Changed, Everything Is New“, das sich noch weiter hinauswagt.

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Monomers

Monomers – Elusive

Befreiter, lässiger Rock, stilvoll und ungezwungen – diesem einfachen wie unterhaltsamen Rezept haben sich Monomers aus Berlin verschrieben. Die Grundsteine für die Band wurden bereits während der Pandemie gelegt, im August des Vorjahres erschien ein erster Track als Live-Session, seither von mehreren weiteren Singles ergänzt. Nun präsentiert das Trio mit „Elusive“ ein komplettes erstes Album, das sich kantigem Rock aus der Garage ebenso wie sympathischen Indie-Weisheiten sowie einer Prise poppigem Punk widmet.

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Cloud Nothings

Cloud Nothings – Final Summer

Die geradezu unverschämt beständigen Cloud Nothings melden sich wieder zurück mit ihrem neunten oder zehnten Album – je nach Blickwinkel, wie Mastermind Dylan Baldi augenzwinkernd hinzufügt. Vergleichsweise lange drei Jahre dauerte es bei der US-Indie-Institution, die in den letzten 15 Jahren mit einer Flut an Releases ohne den Hauch eines Durchhängers einen Volltreffer nach dem nächsten landete. Daran wird sich auch nichts ändern. Die erste Platte als Trio seit acht Jahren wendet sich vertrauten, harmonischen und gerne mal scharfkantigen Klängen zu, die bevorzugt laut gehört werden wollen. „Final Summer“ untermauert den Ausnahmestatus der Band erneut.

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Nichtseattle

Nichtseattle – Haus

Was schlummert eigentlich hinter Wohnungstüren und Häuserwänden? Haus und Zuhause, das sind seit jeher zentrale Themen nahezu sämtlicher Musikgattungen. Auch Katharina Kollmann aka Lake Felix greift diese für das mittlerweile dritte Album als Nichtseattle auf. „Haus“ beleuchtet nicht nur die unterschiedlichen Häuser und Zimmer, sondern auch ihre Bewohner*innen, ihre Gefühlswelten, ihre Leben und Lebensziele. Und das – natürlich – in gewohnter Reduktion, die mit Singer/Songwriter-Mustern abermals komplett bricht und die Magie des Storytellings einmal mehr höchst gekonnt auf das Langformat ausbreitet.

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Cadet Carter

Cadet Carter – Self-Maintenance

Im Sommer 2022 mussten Cadet Carter den Abgang ihres Gitarristen und ihres Bassisten verkraften, wenig später war das Line-up jedoch schon wieder komplett. Neben manch einem Konzert im direkten Anschluss durfte mit Spannung erwartet werden, wie sich diese neue Besetzung auf den Nachfolger von „Anthems For The Weak“ auswirken würde. Tatsächlich bleibt das Quartett seinem Mix aus Rock, Emo und angepopptem Punk treu, wenngleich mit der einen oder anderen kleinen Frischzellenkur versehen. „Self-Maintenance“, das erste Album für SBÄM Records, verpasst dem Sound der deutsch-walisischen Band noch mehr Tiefgang.

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sleepmakeswaves

sleepmakeswaves – It’s Here, But I Have No Names For It

Australiens Post-Rock-Veteranen sleepmakeswaves hatten, wie in den letzten Jahren so viele andere Bands auch, gewisse Probleme, ihre Musik entsprechend vorzustellen. Für das Jahr 2020 hatten sie sich den Release einer EP-Trilogie unter dem Namen „These Are Not Your Dreams“ vorgenommen, die dazugehörige Tour verzögerte sich bekanntermaßen, was sich wiederum auf die Aufnahmen eines neuen Albums auswirkte. Ein Teil war bereits fertig, als man 2022 für drei Monate on the road unterbrach und im Folgejahr fortsetzte. Dass „It’s Here, But I Have No Names For It“ dennoch wie aus einem Guss klingt und diese besondere sleepmakeswaves-Atmosphäre entfacht, passt ins Bild.

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Bodega

Bodega – Our Brand Could Be Yr Life

Vor acht Jahren nahmen Bodega ein 33 Tracks umfassendes Konzeptalbum auf, das sich – beeinflusst von Michael Azzards Buch „Our Band Could Be Your Life“ – mit dem zunehmenden Einfluss von unternehmerischem Corporate-Think auf die Jugendkultur auseinandersetzte. Das Lo-Fi-Werk schaffte es nach eigenen Angaben nicht über Brunswick hinaus. Einige gefeierte Platten später entschloss sich das Quintett, das Thema erneut aufzugreifen, umfassend überarbeitet und durch einige neue Songs ergänzt. Aus „Bodega Bay“ wurde „Our Brand Could Be Yr Life“, das den eklektischen Sound der Band mit gewohnt zynischem Humor vereint.

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Metz

Metz – Up On Gravity Hill

Es hat sich angekündigt, im besten Sinne: Bereits auf „Atlas Vending“ wagten Metz zumindest kleine Zugeständnisse hinsichtlich Eingängigkeit, ohne dabei auf ihren räudigen, angepunkten Noise-Sound zu verzichten. Davon wollen sich die drei Kanadier auch keinesfalls entfernen, zeigen sich nun aber deutlich breiter aufgestellt, fast schon ‚erwachsener‘, um dieses böse Wort zu verwenden. Dass hier Alex Edkins‘ Erfahrungen mit seinem poppigeren Soloprojekt Weird Nightmare sowie den diversen Arbeiten an Soundtracks zumindest eine gewisse Rolle spielen, lässt sich nicht von der Hand weisen. Und doch ist „Up On Gravity Hill“ ein vielschichtiges, persönliches und gewohnt kaputtes Bandalbum geworden.

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Freddy And The Phantoms

Freddy And The Phantoms – Heathen Gospels

Freddy And The Phantoms verfrachten die Prärie bereits zum sechsten Mal in den hohen Norden. Wie nur wenige andere Bands verstehen es die Dänen, Americana, Country, Blues und etwas Desert Rock miteinander zu verbinden, obwohl sie kaum weiter von entsprechenden US-Welten entfernt sein könnten. Inspiriert von ihrer ersten Konzertreise durch die USA überhaupt im Vorjahr, entstand ein Album, dass mehr denn je einen Eindruck eines Kollektiv gibt, wo sich jeder einbringen konnte und exakt das überaus aktiv tat. „Heathen Gospels“ bringt den Sound des Quartetts gekonnt auf den Punkt.

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