Kategorie: Alben

The Flatliners

The Flatliners – New Ruin

Zurück zu den Wurzeln, zurück zum Spaß: Pünktlich zum 20jährigen Bandjubiläum sind The Flatliners wieder bei Fat Wreck unterwegs und haben zugleich eine neue Platte am Start. Und die, so die Kanadier, bereitete ihnen große Freude. Nach fast 600 Tagen Zwangstrennung durch Umstände fand man sich wieder, produzierte selbst und nahm mit Freunden auf. Tatsächlich verbirgt sich einiges an Düsternis hinter diesem zurückgewonnenen Spaß an der Musik: „New Ruin“ befasst sich mit einer Welt, die gerade zusammenbricht, und greift überholte Ideologien sowie Institutionen mit einer Wut an, die man so von diesem Quartett nicht kennt.

Weiterlesen
Joseph Boys

Joseph Boys – Reflektor

Scharfzüngig, scharfkantig – generell einfach irgendwie scharf. Das sind Joseph Boys, eine Band um erfahrene Musiker mit gemeinsamer Spielwiese. Grundsätzlich im Post-Punk angesiedelt, aber gerne rockig bis noisig unterwegs, musiziert das Auge bei diesem Quartett mit. Ganzheitliches Auftreten von den Songtexten über das Artwork bis jin zur Video-Ästhetik unterstreicht lautstarke Wortmeldungen in unbequemen Gefilden. „Reflektor“, ihr neues Album, brettert mit Nachdruck durch emotionale und gesellschaftliche Untiefen, reiht unnahbare Düsternis an unerwartete Eingängigkeit.

Weiterlesen
Art Moore

Art Moore – Art Moore

Nach der Arbeit an Ezra Furmans Soundtrack-Platte zum Netflix-Hit „Sex Education“ wollte Sam Durkes mehr. Gemeinsam mit Trevor Brooks, mit dem er ebenfalls bereits für Furman aufnahm, sowie Taylor Vick aka Boy Scouts rief Durkes ein Soundtrack-Projekt ins Leben. Schon bei den ersten Sessions zeigte sich ein blindes Verständnis, die ersten Pläne führten zu einer Band. Art Moore bemühen sich um verträumte, poppige Indie-Klänge, die – wenig überraschend – wie ein Soundtrack ohne Film klingen. Exakt dieses Konzept verfolgt das erste Album, schlicht „Art Moore“ betitelt.

Weiterlesen
Tedeschi Trucks Band

Tedeschi Trucks Band – I Am The Moon: III. The Fall

Aktuell befinden sich Tedeschi Trucks Band im Auge des konzeptuellen Sturms. Mit ihrem vierteiligen Album „I Am The Moon“ vertonen sie das epische Gedicht „Layla & Majnun“ des persischen Dichters Nizami Ganjavi aus dem 12. Jahrhundert in Form von insgesamt zwei Stunden Musik. Während der erste Abschnitt „Crescent“ wie eine Art Medley der besten Tedeschi-Charakteristika anmutete, gestaltete sich „Ascension“ eine Spur ruhiger und gemächlicher. Unterdessen tritt der Mond seinen Sinkflug an. „I Am The Moon: III. The Fall“ nimmt in 30 kurzweiligen Minuten abermals alles mit, was diese fantastische Band auszeichnet.

Weiterlesen
Beach Rats

Beach Rats – Rat Beat

Veteranen lärmen lauter: Im vermeintlich fortgeschrittenen Alter tun sich Mitglieder von Bad Religion, Lifetime und Bouncing Souls zusammen, um eine lupenreine Hardcore-Punk-Platte aufzunehmen. Bereits die erste EP von Beach Rats war ein voller Erfolg, ein paar kurze Live-Auftritte sollten folgen. Nach der Zwangspause spielte man ein komplettes Album an nur einem Tag ein. Das Ergebnis ist laut, ungehobelt und doch verhalten eingängig, eine Zeitreise der ruppigen Art. „Rat Beat“ fällt mit Anlauf in den Jungbrunnen.

Weiterlesen
Death Bells

Death Bells – Between Here & Everywhere

Will Canning und Remy Veselis eroberten erst den australischen Untergrund, bevor es sie in die weite Welt hinauszog. Die ersten beiden Alben als Death Bells waren ein voller Erfolg, der auch außerhalb der Heimat für Furore sorgte. Mittlerweile wohnt man in Los Angeles und nutzte das neue Umfeld als Inspiration für neue Musik. Wie auch die Musik, sagen sie, ist dieses frische Zuhause gleichermaßen erschütternd wie hoffnungsvoll, oft in derselben Sekunde. „Between Here & Everywhere“ bemüht sich um besagtes Wechselspiel mit einem Noir-Sound, dessen Intimität auf einem Pulverfass der Emotionen reitet.

Weiterlesen
Jitwam

Jitwam – Third

Jitwam ist ein Reisender, ein Getriebener. In Indien geboren und im Kindesalter mit seinen Eltern nach Australien ausgewandert, suchte er nach seiner Identität, die er auf Reisen fand. So lebte er im vergangenen Jahrzehnt in fünf Ländern und auf vier Kontinenten. Seine Zeit in London und New York half ihm, seine Wurzeln zu erkunden, und sich zugleich musikalisch auszutoben. Auf seinen beiden bisherigen Soloalben kollidierten Elektronik und Rock, HipHop und Soul, Funk und Downbeat. „Third“ will nun verstärkt das in den Vordergrund rücken, was Jitwam eigentlich zu Jitwam macht.

Weiterlesen
Alex The Astronaut

Alex The Astronaut – How To Grow A Sunflower Underwater

Das Leben ist furchtbar genug – wie soll man da bloß glücklich sein? Diese Frage stellte sich die australische Singer/Songwriterin Alex The Astronaut gerade zu Lockdown-Zeiten wiederholt. Die Sonnenblume wurde zum Symbol für das Streben nach besseren Tagen. Und solche hätte sie sich definitiv verdient angesichts verschiedener Traumata und Rückschläge, die auf ihrem zweiten Album ebenso verarbeitet werden wie kuriose Alltagsbeobachtungen und humorvolle Euphorie. „How To Grow A Sunflower Underwater“ setzt sich offensiv mit posttraumatischem Wachstum auseinander und bemüht Blickwinkel, die das Hier und Jetzt glücklicher gestalten können.

Weiterlesen
Dawes

Dawes – Misadventures Of Doomscroller

Nach über einem Jahrzehnt im Dienste von Americana, Folk und Indie brauchten Dawes einen Tapetenwechsel. Dabei ging es weniger um einen veränderten Sound als um einen frischen Ansatz. Wo man bislang nach eigenen Angaben minimalistisch unterwegs war, ist nun das Gegenteil der Fall. Die Songs sollen leben und atmen, ohne dabei über die klassische LP-Länge hinauszuschießen. Heißt also, dass das Material deutlich länger und lebendiger ausfallen soll, mit ’nur‘ sieben Songs auf der Tracklist und durchaus epischen Spielzeiten. „Misadventures Of Doomscroller“ bleibt dennoch dem eigenen Grundsound treu.

Weiterlesen
John Moreland

John Moreland – Birds In The Ceiling

Antworten werden überbewertet. John Moreland hat keine und bezweifelt, das sonst jemand welche bieten kann. Stattdessen werfen die Songs des 37jährigen aus Tulsa, Oklahoma Fragen auf. Er versucht, die Welt um sich herum zu verstehen, und tut dies mit den Werkzeugen eines Folk-Musikers, der aus den engmaschigen Verhältnissen seines vermeintlichen Käfigs ausbrechen möchte. Die ruhigen, meditativen und doch eindringlichen Songs nehmen ein gewisses Eigenleben an, waren unter anderem in „Sons of Anarchy“ zu hören und führten zu diversen Late-Night-Auftritten. Auf „Birds In The Ceiling“ verbreitet Moreland einmal mehr seine ureigene Magie.

Weiterlesen

Wir verwenden Cookies. Cool?