Kategorie: Alben

Hyperdog

Hyperdog – Dog Days

Das geht ohne Frage als Meilenstein einer noch jungen Band durch: Kein Geringerer als Henry Rollins wurde auf Hyperdog aufmerksam und spielte einen Song der Linzer in seiner Radioshow. Das kommt auch nicht ungefähr, denn seit dem Release ihres ersten Albums „Frog Mountain“ im Vorjahr schwimmt das Quartett auf einer kleinen Erfolgswelle. Ihr bewusst ungewöhnlicher wie mitreißender Sound, der Punk, Hardcore, Post Punk, Indie-Klänge und bekömmliche Synthetik verbindet, schwingt sich abermals auf eine wunderliche Reise durch Schubladen und Jahrzehnte: „Dog Days“ ist hier, um zu bleiben.

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Khruangbin

Khruangbin – The Universe Smiles Upon You ii

Es gibt Grund zu feiern: „The Universe Smiles Upon You“, das erste Album von Khruangbin, feierte heuer 10. Geburtstag. Wo sich andere Bands auf mehr oder minder spärlich ausgestattete Neuauflagen konzentrieren, krempelte das Trio seinen Einstand komplett um. Von 4. bis 6. Jänner diesen Jahres wurde die Platte in der Familien-Scheune von Gitarrist Mark Speer komplett neu eingespielt – gleicher Zeitraum und gleicher Ort wie vor zehn Jahren. Diese Live-Aufnahmen durften sich bewusst von der Vorlage unterscheiden und zeugen von der gewonnen Erfahrung sowie dem Finetuning der Tracks auf der Bühne. „The Universe Smiles Upon You ii“ pendelt irgendwo zwischen neuem Album und frischem Anstrich.

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Pabst

Pabst – This Is Normal Now

Der Abriss nimmt weiter Form an: Seit ihrer ersten EP vor nunmehr stolzen neun Jahren zählen Pabst zu den absoluten Meistern schrammelnder Gitarren und kantiger Hooks. Gleichzeitig ringen sie mit den Schattenseiten der Gegenwart. Bereits „Crushed By The Weight Of The World“ wusste vor gut drei Jahren, dass es wohl keinen Weg zurück aus der gesellschaftlichen und globalen Sackgasse gibt. Somit bleiben zwei Optionen: Spätkapitalismus zerstören oder in die Musik flüchten. Das Trio hat sich für beides entschieden und dreht mit wachsender Begeisterung am Rad. „This Is Normal Now“ sitzt im brennenden Zimmer und richtet den Blick langsam von innen nach außen.

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False Lefty

False Lefty – Time Will Tell

Drei Drums, eine dreisaitige Gitarre und zwei Wahlkölner, die ihr eigenes Ding durchziehen – das hört sich erst einmal wunderbar schräg an. False Lefty, das sind Veva und Thomas, verstehen sich auf einen treibenden, eigenwilligen Indie- und Alternative-Sound, der sympathische Melodien mit mächtig Volumen verbindet und dabei schon mal an July Talk erinnert. Eine erste EP landete mitten im Herz, diverse Support-Gigs und Festival-Auftritte im Anschluss unterstrichen die Qualitäten des Duos. Nun wagen sie sich mit „Time Will Tell“ höchst erfolgreich an ein erstes komplettes Album.

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Leatherette

Leatherette – Ritmo Lento

Durchatmen, Luft holen, weitermachen: Leatherette hatten sich binnen kürzester Zeit in ihrer neuen Rolle als Indie-Darlings eingelebt. Das italienische Quintett tourte fleißig durch Großbritannien und ganz Europa, spielte diverse Festivals, doch mussten sie irgendwann langsamer machen. Aus exakt dieser Absicht heraus entstand ihr drittes Album und reflektiert dieses Verlangen musikalisch. „Ritmo Lento“, zu Deutsch „langsamer Rhythmus“, wurde erst nach einer kleinen Kunstpause geschrieben, wollte den Fokus wieder auf die Musik an sich richten und zugleich ein gewisses Maß an Veränderung bemühen. Das ist vollumfänglich gelungen.

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Annisokay

Annisokay – Abyss – The Final Chapter

Im modernen Metal scheint es derzeit einen neuen Trend zu geben. Statt gleich ein ganzes Album zu veröffentlichen, erscheinen erst mal einige EPs, ehe diese gesammelt und, ergänzt um weitere Titel, dann doch noch in LP-Form das Licht der Welt erblicken. Of Mice & Men hatten es 2021 bei „Echo“ vorgemacht, die britischen Nu-Metal-Newcomer Blackgold hauen gerade auch eine EP nach der anderen raus und die Metalcoreler von Annisokay beschreiten ebenfalls diesen Weg. Das Hallenser Quartett sorgte in den letzten zwei Jahren mit den beiden EPs „Abyss Pt I“ und „Abyss Pt II“ für ordentlich Aufmerksamkeit in der Szene, nur um mit „Abyss – The Final Chapter“ auch noch ein ganzes Album hinterherzuschieben.

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Papir

Papir – IX

Ja, sie können zählen, versprochen. Und doch scheinen Papir eine Nummer ausgelassen zu haben. „VIII“ oder „8“ wurde aber keinesfalls übersprungen, wie das Trio aus Kopenhagen zu Protokoll gibt, man sei bloß mit dem Ergebnis (noch) nicht zufrieden. Irgendwann wird diese Platte aber kommen, das ist fest versprochen. Somit steht nun „IX“ in den Startlöchern und macht exakt dort weiter, wo „7“ vor drei Jahren aufgehört hatte. Dürfen es vielleicht noch ein paar Nummern mehr sein? Nein? Gut, denn der mittlerweile vertraute Sound zwischen Krautrock, Psychedelia und Ambient verdient so und so volle Aufmerksamkeit.

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Decorate. Decorate.

Decorate. Decorate. – Swerve Of Atoms

Sie brauchten nur ein Album, um sich zumindest in ihrer dänischen Heimat im kollektiven Gedächtnis einzubrennen: Decorate. Decorate. fanden sich 2006 in Kopenhagen, schüttelten ein Jahr später das Mini-Album „Normandie“ und zwei weitere Jahre danach ihren Erstling „Instructions“ aus dem Ärmel, nur um direkt danach schon wieder Geschichte zu sein. Und doch hallt der düstere, bekömmliche Indie-, Alternative- und Post-Punk-Sound, der unter anderem an Interpol erinnert, immer noch ein wenig nach. Inzwischen ist das Original-Line-up wieder zusammen, erweitert durch Keyboarder Kristian Nygaard Olsen (u. a. Oh No Ono), und transportiert den Rückenwind der Reunion-Shows ins Studio. „Swerve Of Atoms“ greift das Frühwerk mit frischem Wind auf.

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The Birch

The Birch – Vicious Mind

Drei junge Menschen aus Quedlinburg in Sachsen-Anhalt transportieren den Sound vergangener Generationen ins Hier und Jetzt. The Birch verstehen sich auf Psychedelic Rock mit starkem Blues-Einschlag und bemühen sich um eine gewisse Retro-Note, ohne tatsächlich wie ein x-belibiger Retro-Act zu klingen. Für ihr zweites Album verschlug es das Trio nach Miami Beach, was dem Sound natürlich einen gewissen internationalen Einschlag verlieh, ohne auf die psychedelischen, rockenden Basics zu vergessen. Irgendwo dazwischen macht es sich „Vicious Mind“ gemütlich, der Einstand für Tonzonen, und könnte der Auftakt einer ganz großen Reise sein.

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