Autor: Verena Riedl

The Mobile Homes

The Mobile Homes – Trigger

Neues Jahrzehnt, neuer Sound… denkste. Seit über einen Jahr befinden wir uns nun in den 2020ern und einer der größten aktuellen Trends ist nach wie vor das 80er-Revival – sogar der größte Hit des letzten Jahres, „Blinding Lights“ von The Weeknd, entstammte dieser Richtung und beweist gleichzeitig, dass neben viel Ausschuss auch immer wieder echte Glanzstücke in diesem Segment entstehen. Neben neueren Künstlern ergreifen auch Bands, die in den 80ern selbst schon aktiv waren, die Gelegenheit, den Klängen von damals zu frönen. Mit „Trigger“ von der schwedischen Band The Mobile Homes erscheint dieser Tage ein besonders gelungenes Beispiel dieser Gattung.

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Primitai

Primitai – Violence Of The Skies

Die britischen Metaller von Primitai dürften für viele Fans schwermetallischer Klänge hierzulande, obwohl beileibe keine Newcomer mehr, noch ein unbeschriebenes Blatt sein. 2003 gegründet, hat das Quintett aus Sandhurst bereits fünf Alben und einige EPs veröffentlicht – in Deutschland, wenn überhaupt, aber nur auf digitalem Wege. 2021 ändert sich dies endlich und „Violence Of The Skies“, das sechste Studioalbum der Truppe um Sänger Srdjan Bilic, kommt bei uns ganz regulär in die Läden – ein Grund mehr also, sich dieses Werk einmal genauer anzuhören.

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Empyrium

Empyrium – Über den Sternen

2014 war ein besonderes Jahr für die Fans mystisch-emotionaler Musik im Spannungsfeld zwischen Neofolk, Gothic und Doom Metal. Nach zwölfjähriger Pause meldeten sich die stilistischen Vorreiter Empyrium zurück und überzeugten mit „The Turn Of The Tides“ auf ganzer Linie. Wer damals allerdings eine Rückkehr zur musikalischen Linie des 1997er Meisterwerks „Songs Of Moors And Misty Fields“ erwartete, zeigte sich ob der stilistischen Bandbreite von Folk über dezente Doom-Anleihen bis hin zu Post und Progressive Rock doch etwas enttäuscht. Sieben Jahre später stehen die Zeichen im Hause Empyrium aber voll auf Retro: „Über den Sternen“ markiert die Rückkehr zu den glorreichen Bandzeiten Ende der 90er.

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Moonspell

Moonspell – Hermitage

Im Gothic Metal-Bereich gibt es wohl kaum eine andere Band, die für mehr Abwechslung und Überraschungen gesorgt hat als Moonspell. Im Black-Metal-Bereich beginnend, entwickelte sich der portugiesische Fünfer Mitte der 90er zu einer der erfolgreichsten Band im Spektrum zwischen Gothic Rock und Dark Metal. Ausflüge in die Bereiche Pop und Industrial Rock und eine anschließende Rückkehr in blackmetallische Gefilde folgten, ehe die Band 2015 mit „Extinct“ ihr Magnum Opus ablieferten, nur um sich auf dem komplett auf portugiesisch eingesungenen „1755“ wieder auf experimentelles Terrain zu begeben. Es bleibt die Frage, was vom neuen Album „Hermitage“ zu erwarten ist.

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Axel Rudi Pell

Axel Rudi Pell – Sign Of The Times

Die Zeit der Experimente ist bei Axel Rudi Pell, dem Wattenscheider Gitarrenvirtuosen, schon lange vorbei. Waren auf seinen Alben in den 90ern immer auch mal wieder ungewöhnliche Songs enthalten, liefert er seit den 2000ern stets genau das ab, was sich seine Fans von ihm und seiner Band um Sänger Johnny Gioeli wünschen. Das soll nicht heißen, dass sich seitdem alle Alben der Band gleich anhören, aber gerade die letzte Scheibe „Knights Call“ fiel insgesamt etwas zu unkreativ aus. Umso schöner, dass Axel mit „Sign Of The Times“ dieses Mal ein richtig gutes und glücklicherweise auch richtig abwechslungsreiches Album abliefert.

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Rage

Rage – Wings Of Rage

36 Jahre Bandgeschichte – And The Rage Goes On: „Wings Of Rage“ ist tatsächlich schon das vierundzwanzigste Werk des Herner Trios (die Refuge- und LMO-Werke nicht mal mitgerechnet). Nach bewegten Zeiten und einer kompletten Neuaufstellung der Band im Jahr 2015 geht es seitdem deutlich konstanter im Hause Rage zu. Die neue Scheibe ist bereits das dritte Album im aktuellen Line-Up mit Urmitglied Peavy Wagner und den beiden Jungspunden Marcos Rodriguez und Vassilios „Lucky“ Maniatopoulos – und – so viel sei vorweggenommen – auch das abwechslungsreichste und beste seit mindestens 15 Jahren.

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Mystic Prophecy

Mystic Prophecy – Metal Division

Doppeltes Jubiläum im Hause Mystic Prophecy: Die Allgäuer Power Metal-Institution existiert anno 2020 nicht nur volle 20 Jahre, sie veröffentlicht auch ihr reguläres zehntes Studioalbum (das Coveralbum „Monuments Uncovered“ nicht mitgerechnet). Dass sich das Quintett unter diesen Umständen ordentlich ins Zeug legen würde, sollte somit keinen überraschen und so ist „Metal Division“ auch ein beinahe rundum gelungenes Werk geworden.

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DragonForce

DragonForce – Extreme Power Metal

Knallbunte Farben, fliegende Autos, fulminante Explosionen und jede Menge Laserwaffen: Wer das Cover des neuen DragonForce-Albums „Extreme Power Metal“ betrachtet, dürfte zwangsläufig an die nach wie vor grassierende Retro-80er-Welle und kurz danach vermutlich auch an die Musikrichtung Synthwave denken. Und die erste Minute des Albums ist dann auch tatsächlich in genau jeder Stilistik gehalten. Davon sollte man sich aber nicht täuschen lassen, denn der komplette Rest der Scheibe bietet, ganz entsprechend des Albumtitels, den seit zwanzig Jahren und acht Alben gewohnten DragonForce-Stil: Extreme Power Metal pur.

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Shura

Shura – Forevher

BKLYNLNDN. Was im ersten Moment wie eine wilde Aneinanderreihung von Buchstaben aussehen mag, ist in Wahrheit eine Kurzform von Brooklyn London – und eine gute Umschreibung, worum es auf Shuras neuem Album „Forevher“ geht. Kürzlich ist die gebürtige Britin nämlich von London nach Brooklyn gezogen, um näher bei ihrer Liebsten zu sein, die sie über eine Dating-App kennen lernte. Weite Teile der Platte handeln von dieser intensiven Liebe, und eben drauf bezieht sich auch eine weitere Kurzform innerhalb des Albumtitels: „Forevher“ bedeutet nämlich nicht weniger als „Forever (With) Her“.

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Freternia

Freternia – The Gathering

Erinnert sich noch Jemand an Freternia? 1998 gegründet, standen die Schweden mit ihren beiden durchweg gutklassigen Alben „Warchants & Fairytales“ (2000) und „A Nightmare Story“ (2002) stets im Schatten von angesagteren skandinavischen Bands wie Hammerfall, Nocturnal Rites, Stratovarius oder Sonata Arctica. Danach wurde es für ganze 17 Jahre ruhig um die Band, ehe sie sich nun, wie Phönix aus der Asche, mit ihrem Drittwerk „The Gathering“ zurückmeldet. Und damit liefert das Quartett gleich mal, soviel sei vorweg genommen, das beste Album seiner Geschichte ab.

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