Kategorie: Alben

Courtney Barnett – Tell Me How You Really Feel

Binnen kürzester Zeit reifte Courtney Barnett von einer lokalen australischen Größe zu einer der wichtigsten weiblichen Rock-Stimmen der Gegenwart. Ihr charmantes Debüt und das gemeinsame Album mit Kurt Vile waren der perfekte Doppelschlag, um die Karriere der 30jährigen so richtig anzukurbeln. Auf „Tell Me How You Really Feel“ entdeckt Barnett nun eine neue musikalische Direktheit, die sich in pointierterem Songwriting äußert.

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Stephen Malkmus & The Jicks – Sparkle Hard

Stillstand? Für einen getriebenen Musiker wie Stephen Malkmus eigentlich undenkbar, und so ruft er seine Band The Jicks zum bereits siebten Studioalbum herbei – eine Release-Karriere, die mittlerweile fast doppelt so lange wie jene von Pavement andauert. Auf „Sparkle Hard“ wollte Malkmus gängige Strukturen aufbrechen. Entsprechend vertraut und letztlich doch ganz anders geben sich diese elf brandneuen Songs.

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Seán McGowan – Son Of The Smith

Seit 2009 arbeitet Seán McGowan an seiner musikalischen Karriere, wird Jahr für Jahr als Kandidat für den großen Durchbruch gehandelt, und bringt es letztlich doch nur auf das eine oder andere Kleinformat. Der Songwriter in bester Tradition von Frank Turner, Sam Duckworth oder Beans On Toast befasst sich bevorzeugt mit sozialkritischen und -politischen Themen, die einen ungeschönten Blick auf das heutige Großbritannien werfen. „Son Of The Smith“ ist sein Debütalbum.

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Lauren Ruth Ward – Well, Hell

Eigentlich wünschte sich Lauren Ruth Ward nichts sehnlicher, als gemeinsam mit ihren Freunden eine Band zu gründen, was jedoch aus beruflichen Gründen nicht klappen sollte. Eines Tages ließ Ward ihr Leben als Hairstylistin in Baltimore hinter sich, ging nach Los Angeles und fand tatsächlich musikalische Unterstützung. Bandnamen braucht es allerdings keinen, denn der neuen Vorzeige-Stimme des Rock gebührt der verdiente Platz im Rampenlicht. „Well, Hell“ ist ihr überaus vielseitiges Debüt.

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Second Letter – Cicatrix

15 Jahre lang hatte Rob Haworth seine Songwriter-Feder beiseitegelegt. Von seinen einstigen (Post-)Hardcore-Schauplätzen blieb nur noch Staub, stattdessen trieb der US-Amerikaner vornehmlich seine Karriere als Author und Akademiker voran. Mit seinen alten Bands hat Second Letter allerdings nicht sonderlich viel gemein. Der deutlich entschlacktere Rock-Sound erinnert eher an Guided By Voices oder den jüngsten Versuch der Foo Fighters, ein großes AOR-Album zu schreiben. Das Debütalbum „Cicatrix“ setzt sich, wie bei Haworth nicht anders zu erwarten, pointiert und kritisch mit etablierten wirtschaftlichen und (sozial-)politischen Strukturen auseinander.

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Shakey Graves – Can’t Wake Up

Als Alejandro Rose-Garcia, der Mann hinter Shakey Graves, vergangenen Dezember einen neuen Sound für sein Projekt ankündigte, klang das durchaus augenzwinkernd. Und doch wagt der Texaner eine kleine Neuausrichtung auf seinem zweiten regulären Studioalbum. Einst als Americana-Nachwuchstalent ausgezeichnet, ging Rose-Garcia zurück an einem Punkt, an dem er Neues erschaffen konnte. „Can’t Wake Up“ steht nun stellvertretend für seine neue Liebe zu den Beatles.

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Fuck Yeah – Funny Farm

Fuck Yeah – der Name ist Programm. Anlaufschwierigkeiten kennt das Quartett aus München nicht, denn kurz nach Bandgründung erschien eine erste EP, wenige Monate später das Debütalbum „Fuck Yeah“. Was dort zu hören war, torpedierte Gevatter Rock mit Presslufthämmern und Bontempi-Orgeln: Freigeist pur mit guten Songs und gutgemeinten Experimenten. Mehr von dieser unorthodoxen wie kurzweiligen Mischung landet nun auf „Funny Farm“.

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Palace Winter – Nowadays

Manchmal reicht es schon, bloß den richtigen Sound zu finden. Das australisch-dänische Duo Palace Winter um Casper Hesselager und Carl Coleman kann ein Lied davon singen, tut auch genau das. Ihre Pop-Visionen zeigen sich von einer besonders schillernden, vielfältigen und vielschichtigen Seite mit herrlicher Doppelbödigkeit und erfrischender Herangehensweise an vertraute Muster. Auf „Nowadays“ stellen sie sich eine wichtige Frage: Wie geht man mit dem Verlust jugendlicher Leichtigkeit in einer schnelllebigen Gesellschaft um?

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Sink The Ship – Persevere

Sink The Ship wissen, wie der Pop-Punk-Hase läuft. Und wohin. Wo andere Bands auf einen vergleichsweise geradlinigen, homogenen Sound setzen, streckt das US-Quartett den alten Gevatter Eingängigkeit um Metalcore-Referenzen und eine Prise Post-Hardcore. Das mutet schon mal ein wenig ungewöhnlich an, geht dafür sofort in die Beine. Auf ihrem Full-Length-Debüt „Persevere“ wird es so bunt und doch eingängig wie nur irgendwie möglich.

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Paul White – Rejuvenate

Mit seiner gekonnten Sample- und Schnippsel-Arbeit konnte sich Paul White in den letzten zehn Jahren den Beinamen ‚DJ Shadow des 21. Jahrhunderts‘ redlich verdienen, Kollaborationen mit Jamie Woon und Charli XCX waren die Folge. Auf „Rejuvenate“ verschreibt er sich nun, wie der Album-Titel bereits andeutet, einer kleinen Verjüngungskur und bemüht sich um einen Neustart. Erstmals kommt der Brite komplett ohne Samples aus, produzierte und spielte alles selbst ein.

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