Kategorie: Alben

Dave Gahan & Soulsavers – Angels & Ghosts

Nach dem gemeinsamen Abtasten, aus dem das überlebensgroße „The Light The Dead See“ entstand, steht sein Name nun auch auf dem Cover. Sogar an erster Stelle. Dave Gahan ist nicht nur der legimite Nachfolger von Mark Lanegan als Sänger der Soulsavers, er ist ein Drittel einer ganz besonderen musikalischen Erfahrung, die rein gar nichts mit Depeche Mode zu tun hat. Soul, Gospel und Blues säumen „Angels & Ghosts“, das in neun launischen Akten der gerade erst begonnenen Erfolgsgeschichte ein attraktives neues Kapitel hinzufügt.

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Brolin – The Delta

Aktuell vornehmlich Insidern bekannt, hätte Brolin das Zeug zum Shooting Star. Der Brite schrieb sein Debütalbum „The Delta“ im eigenen Wohnzimmer, schafft es aber dennoch Fernweh und Reiselust gleichermaßen weitsichtig einzufangen. Zwischen feinsinniger Elektronik, butterweichem Gesang, einem Hauch Deep House und der mächtigen Produktion von Rafferti (Ninja Tune) könnte er sich ab sofort locker neben Maribou State und Konsorten einreihen.

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Saint Asonia – Saint Asonia

Einige der wichtigsten Protagonisten der letzten US-Alternative-Rock-Dekade (und länger) haben eine neue Heimat gefunden. Hinter Saint Asonia verstecken sich, neben aktuellen und ehemaligen Mitgliedern von Finger Eleven und Dark New Day, Adam Gontier, die einstige Stimme von Three Days Grace, und der gitarrenspielende Hauptsongwriter von Staind, Mike Mushok, dessen Band nach wie vor auf unbestimmte Zeit ruht. Schlicht „Saint Asonia“ betitelt, wird genau das geboten, was man sich angesichts der beteiligten Musiker erwartet: Rock-Hymnen, metallische Untertöne und große Balladen.

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Lyvten – …sondern vom Mut, mit dem du lebst

Zuerst kommt der großartige Name, dann geht der sprichwörtliche Punk ab: Lyvten aus der Schweiz haben sich zackigen Gitarren verschrieben, lassen sich aber wohl eher der Tradition von Muff Potter zuordnen. Auch ein Hauch von Hardcore schleicht sich ein und tritt in belebenden Konkurrenzkampf mit herzhaftem Pop-Appeal. Nach zwei durchaus spannenden Singles, auf denen das Quartett seinen Sound suchte und fand, steht nun das erste Album „…sondern vom Mut, mit dem du lebst“ in den Startlöchern.

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ASP – Verfallen, Folge 1: Astoria

Wenn eine Band seit Anbeginn ihres Schaffens den Status des Außergewöhnlichen inne hat, muss sie sich schon eine Menge einfallen lassen, um auch nach Jahren für Überraschungen zu sorgen. Dieses Problem hat auch die Frankfurter Band ASP, die mit ihre ersten fünf Alben umfassenden „Der schwarze Schmetterling“-Zyklus das Untergenre Gothic Novel Rock geschaffen hat. Düstere, atmosphärische Musik mit albenübergreifenden textlichem Konzept, mit dieser Masche wissen ASP nun schon seit 2000 zu überzeugen. Zuletzt machte die Truppe um Bandkopf Alexander Frank Spreng mit einem weiteren, bisher aus zwei Alben bestehenden Zyklus namens „Fremder“ auf sich aufmerksam. Ihr neues Album „Verfallen, Folge 1: Astoria“ toppt aber tatsächlich alles, was es bisher aus dem Hause ASP zu hören gab. Dieses Mal ist es der Band nämlich gelungen, ihre düsteren Klänge mit der Kurzgeschichte eines Star-Autors zu verknüpfen.

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!!! (Chk Chk Chk) – As If

Protest gegen Tanzverbot, ein lautmalerisches Sammelsurium, Nate Dogg und eine Weihnachts-Single – es gibt nichts, das !!! noch nicht gemacht hätten. Das US-amerikanische Tanzkollektiv fand vor knapp zwei Jahrzehnten zueinander und hat sich längst von seinen Dance-Punk-Wurzeln emanzipiert. Dance, House, ein bisschen Indie-Flair und zig weitere Stile werden in den basslastigen Mixer geworfen. „As If“ ist ihr bereits sechtes Studioalbum, das die Berufswahnsinnigen abermals in Bestform zeigt.

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The Loranes – Trust

Drei Berliner, davon zwei Exil-Österreicher, kramen tief in der Garage und holen den guten, alten Rock’n’Roll aus der Mottenkiste. Hinter The Loranes steckt unter anderem der ehemalige Bassist der aktuell sehr angesagten Sabbath-Jünger Kadavar. Mit dieser neuen Band wird aber eher Jesus & The Mary Chain und dem Black Rebel Motorcycle Club gehuldigt. „Trust“ mag zwar erst das Debütalbum der Loranes sein, klingt aber nach ungemeiner Reife und einer blendend aufeinander eingespielten Musikmaschine.

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Eivør – Slør

Eivør ist 2015 besonders fleißig. Vor knapp acht Monaten erschien erst ihr englischsprachiges Album „Bridges“, nun macht sich die bezaubernde Sängerin von den Färöer Inseln ihre Landessprache musikalisch zu eigen. Was genau „Slør“ oder irgendeiner der Songtitel übersetzt genau heißt, ist im Prinzip unerheblich. Die Universalsprache ist Musik, und das in diesem Fall deutlich rauer, sich der Fernsucht hingebend.

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Hurts – Surrender

Quo Vadis, Hurts? Nachdem das britische Duo um Sänger Theo Hutchcraft und Multi-Instrumentalist Adam Anderson 2010 mit „Wonderful Life“ den 80er-Revival-Hit des Jahres ablieferten, überraschte ihr zweites Album „Exile“ mit düsteren Klängen und Elektro-Spielereien. Dem Erfolg tat das zwar nicht unbedingt Abbruch, das besondere Flair des ersten Albums vermissten aber viele Fans – nicht wenige erhofften sich von Album Nummer drei daher eine erneute Kurskorrektur. Dass diese Hoffnungen erfüllt werden könnten, ließ bereits die Vorab-Single „Some Kind Of Heaven“ erahnen, und tatsächlich bewegen sich Hurts auf „Surrender“ auf wieder anderen Pfaden – zwei Schritte vor und einer zurück lautet der neue Kurs!

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Lausch – Glass Bones

Quasi seit ihrer Bandgründung vor acht Jahren sind Lausch aus dem schönen Waldviertel ein Geheimtipp. Schwappt die Begeisterung nun endlich über die österreichischen Landesgrenzen hinaus? Der Rocksound des Trios um Alexander Lausch war immer schon exaltiert, ein wenig proggig, hyper, dann wieder mit dem gängigen Post-Präfix versehen. Auf ihrem mittlerweile vierten Studioalbum „Glass Bones“, entstanden dank Crowdfunding, zitieren sie Lao-Tase und Salvador Dalí – wie gewohnt über drei Ecken und schön schwer.

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