Kytes – Heads And Tales

Die erste EP nach einem halben Jahr, kein Jahr später das Debütalbum: Kytes halten nichts davon, sich Zeit zu lassen. Für die vier Herren aus München geht der Sommer so und so weiter, dann zwischen hibbeligen, tanzbaren Electro-Pop-Perlen und etwas nachdenklicheren Indie-Rock-Klängen lebt es sich wahrlich gut. Ernste Mienen und gute Laune sind auf „Heads And Tales“ alles, nur kein Widerspruch.

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Against Me!

Against Me! – Shape Shift With Me

Laura Jane Grace hat sich gefunden. Vier Jahre nach ihrem Coming Out, einem gefeierten wie schwierigen Album und einer überaus erfolgreichen Tour kann sie endlich frei über sich und ihr Leben als Transsexuelle schreiben. Against Me! sprinten überdies mittlerweile in einem gefestigten Lineup voran. „Shape Shift With Me“ wurde während diverser Konzertreisen geschrieben und im direkten Anschluss aufgenommen – ein deutliches Zeichen für die neue kreative Freiheit der charismatischen Frontfrau.

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Moddi – Unsongs

Ein Dialog mit der norwegischen Sängerin Birgitte Grimstead, der einst die Performance eines Protestsongs in Israel verboten wurde, brachte ihren Landsmann Pål Moddi Knutsen auf die Idee, diesen zu covern und sich schließlich mit aus verschiedenen Gründen verbotenen Lieder auseinanderzusetzen. Aus dieser Idee heraus entstand „Unsongs“, für das sich Moddi, wie er sich auf der Bühne nennt, gleich zwölf solcher Tracks zu eigen macht, teils neu arrangiert und sogar umschreibt.

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Sauropod – Roaring At The Storm

Darf man im Fall von Sauropod bereits von einem Hype sprechen? Eingängige Szene-Medien überschlagen sich bereits mit Lob und sprechen von einer der besten Newcomer-Platten des Jahres. Dabei scheinen sich die drei Norweger selbst eher in Understatement zu üben und lassen vornehmlich die Musik sprechen. Und die hat es tatsächlich in sich: „Roaring At The Storm“ vereint Grunge, Alternative und Indie, Punk, Pop und Acoustic auf einer knappen halben Stunde.

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Tschick (Original Motion Picture Soundtrack)

Was macht eigentlich einen guten Soundtrack aus? Für viele unterstreicht er einzelne Szenen und wichtige Themen, denkt die Handlung weiter und erweitert diese in musikalischer Form. Bei Literaturverfilmungen erkennt man bestimmte Kapitel oder Leitmotive vielleicht sogar wieder, ohne den Film überhaupt gesehen zu haben. Untermalung, Erweiterung, Herausstellung – all das und noch viel mehr ist Fatih Akins herausragende musikalische Begleitung zu seiner Verfilmung von Wolfgang Herrndorfs Bestseller „Tschick“.

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St. Paul & The Broken Bones – Sea Of Noise

Motown, Rock, Soul und alter RnB säumten „Half The City“, das vor zwei Jahren erschienene Debütalbum von St. Paul & The Broken Bones. Angetrieben von ihrem charismatischen Heiligen, Paul Janeway, sorgt das Oktett seither vor allem live für beste Laune, verkaufte die Platte auch gleich über 115.000 Mal und kletterte in die amerikanischen Top 60. Für den Nachfolger wurde ein eigenes Label, schlicht Records genannt, gegründet, hinter dem Fachmann Barry Weiss und der Publishing-Verlag von Lorde und The Weeknd stecken. „Sea Of Noise“ hat sich diese Sonderbehandlung aber auch hörbar verdient.

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Swain – The Long Dark Blue

Die letzten anderthalb Jahre hatten es in sich für Swain. Bis Ende 2014 hieß das Trio noch This Routine Is Hell, wenige Monate später folgte der Umzug von den Niederlanden nach Berlin. Frontmann Noam Cohen trennte sich von seiner Freundin und surfte von Wohnung zu Wohnung. Verantwortung war in dieser Zeit ein Fremdwort für ihn. Diese ganz besondere Zeit manifestiert sich – musikalisch wie textlich – auch auf dem neuen Album „The Long Dark Blue“, das längst nicht mehr ausschließlich bissig nach vorne geht.

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zZz – Juggernaut

Es hat wieder eine Weile gedauert, bis der psychedelische Wahnsinn von zZz auf heimischen Plattentellern landet. Nicht nur die lange Wartezeit seit „Running With The Beast“, auch der etwas zähe Import hinterlässt Spuren; mit einem Jahr Verspätung wurde ein deutscher Vertrieb gefunden. Und doch fasziniert das Duo aus Amsterdam abermals, weil es auf seinem dritten Album „Juggernaut“ zwischen Krautrock, Psychedelic, Darkwave und Synth-Pop alles mitnimmt.

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The Fairweather Band – Meow

Wie lange dauert eigentlich der perfekte Song? Ob wenige Sekunden oder über zehn Minuten, jeder hat wohl eine andere Theorie. The Fairweather Band suchen das Heil in der Kürze und bewegen sich vornehmlich rund um die Zwei-Minuten-Marke. Punkiger Indie Rock mit Pop- und Math-Einflüssen, ja sogar ein wenig Folk – die musikalische Gangart des britischen Trios aus Exeter ist breit gefächert. Nach einer ersten EP vor zwei Jahren erscheint nun das Debütalbum „Meow“.

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Robbing Millions – Robbing Millions

Wenn ein Improv-Jazzgitarrist und ein Cartoonist eine Band gründen, dann erwartet man… psychedelisch-verträumten Synthi-Pop? Geschichte wie Sound hinter Robbing Millions wollen nicht zusammenpassen, und doch macht das Duo aus dem belgischen Molenbeek Laune. Nach ersten Bandcamp-Releases und diversen Festival-Auftritten steht nun das schlicht „Robbing Millions“ betitelte Debütalbum in den Läden, das sich als Hommage an die Liebe der Beiden zur Pop-Historie versteht.

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