Schlagwort: 80s-Pop

Zebra And Snake – Empty Love Song

Seit ihrer Kindheit kennen sich die beiden Finnen Tapio and Matti aus dem kleinen Städtchen Alajarvi im Westen des Landes. Auf den Gedanken, gemeinsam Musik zu machen, kamen sie erst 2007, nachdem beide nach Helsinki gezogen waren. Tapio, der aus einer streng religiösen Familie stammt, musste ‚moderne‘ Musik erst für sich entdecken. Gemeinsam einigte man sich auf 80s-lastigen Synthi-Pop. Ein Name war auch schnell gefunden: Zebra And Snake, inspiriert durch ein Shirt, auf dem, nun ja, ein Zebra und eine Schlange zu sehen waren. Das gemeinsame Album „Healing Music“ schlägt immer noch – verdientermaßen – kleine Wellen, mit „Empty Love Song“ steht eine weitere Single in den Startlöchern.

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Mothlite – Seeing In The Dark

Eigentlich ist Daniel O’Sullivan ein Mann für düstere, zuweilen ätherische Töne als Teil der Avantgardisten Ulver und der Art-Rocker Guapo. Auch mit den Drone-Vorreitern Sunn O))) trat er bereits live auf. Wer den 41jährigen Briten von diesen Betätigungsfeldern kennt, dürfte über die Existenz von Mothlite besonders überrascht sein; oder gerade deswegen eben kein bisschen. Gemeinsam mit dem norwegischen Producer Knut Jonas Sellevold macht er düsteren 80s-Pop zwischen den Schützengräben Wave und Gothic. Das aktuelle, zweite Album „Dark Age“ erschien – ebenso unüblich – über das Edel-Prog-Label Kscope, mit „Seeing In The Dark“ wurde nunmehr auch eine passende Auskopplung gefunden.

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Ultravox – Brilliant

2008 staunten viele 80er-Fans nicht schlecht – Ultravox, eine der wichtigsten Bands des Jahrzehnts, die den klassischen New Wave-Sound entscheidend mitgeprägt hatte, fand sich für eine groß angekündigte Reunion-Tournee zusammen. Zwar ohne den legendären John Foxx, dafür aber in der klassischen Bandkonstellation der Jahre ’79 bis ’86. Midge Ure, Chris Cross, Billy Currie, Warren Cann – in genau dieser Zusammensetzung entstanden auch die größten Hits der Band, wie „Vienna“, „All Stood Still“, „Hymn“ und „Dancing With Tears In My Eyes“. Bedauernswerterweise gab es trotz der  Reunion – von einem Live-Album mal abgesehen – keinerlei neues Material der Band zu hören. Umso heißer wird „Brilliant“, das erste richtige Ultravox-Album seit 28 Jahren (wenn man den Ausrutscher „U-Vox“ und die Pseudo-Phase der 90er Jahre mal ausblendet), von den Fans erwartet.

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Sandra – Maybe Tonight

Dass die Trance-Produzenten Blank & Jones mal zur Speerspitze des deutschen 80er Jahre-Revivals zählen würden, hätte vor einigen Jahren kaum jemand vermutet. Inzwischen hat sich ihre so80s-Reihe jedoch mit überaus großem Erfolg etabliert, der siebte Teil ist gerade in Vorbereitung und mit einer Hubert Kah-Best of gab es bereits einen gelungenen Ableger. Mit Sandra kommt nun ein weiterer Name ins Spiel und dieses Mal haben alle Beteiligten die Möglichkeit, das Projekt auf eine neue Stufe zu hieven. Die Best of-Box „so80s presents Sandra“ erfreut sich schon großer Beliebtheit, doch für weitaus größeres Interesse dürfte die neue Single „Maybe Tonight“ sorgen, die gänzlich im Stil ihrer frühen Erfolge gehalten ist.

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Citizens! – Reptile

Als eine Art Antwort auf die „Sound of…“-Newcomerschau der britischen BBC veröffentlichte die Spiegel Online-Redaktion Anfang des Jahres seine „Pop-Prognose“, in der es darum ging, hoffnungsvolle Top-Talente zu finden. Einige davon waren bereits etabliert (Lana Del Rey), auf dem Sprung (Kraftklub) oder auch von den britischen Kollegen hochgehandelt worden (Michael Kiwanuka). Citizens! hingegen ragen auf ihrem siebten Platz heraus. Teile der fünf Londoner haben sich bereits vor ein paar Jahren als Official Secrets Act erfolgreich an einer großen Karriere versucht und sagen nun mit ihrer zweiten Single „Reptile“ – das maue „True Romance“ fällt zu Recht unter den Tisch – belangloser Revival-Mucke und unmenschlichen Pop-Songs den Kampf an mit ihrem reißerischen Schlachtruf „Death to Guetta!“.

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