Schlagwort: 80s-Pop

Drangsal – Harieschaim

Max Gruber wollte immer schon anders als andere sein. Mixtapes, MTV und Marilyn Mansons „The Dope Show“ als Früherziehung, lackierte Fingernägel als Jugendlicher auf einer Landschule – ein Charakter, wenn man so will. Später geriet er an Produzent Markus Ganter, freundete sich mit Sizarr und Casper an. Gruber ist mittlerweile Anfang 20 und veröffentlicht unter dem Künstlernamen Drangsal „Harieschaim“, sein Debütalbum mit deutlichem Faible für 80s-Pop, Industrial und Post Punk.

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Satellites – Satellites.02

Johnny Vic ist einer der Bekanntesten unter den Unbekannten. Seit sieben Jahren ist er Teil von James Blunts Liveband, spielt Bass und trägt Backing Vocals bei. Außerdem arbeitete er bereits mit Künstlern wie Leona Lewis, Christina Aguilera und Olly Murs zusammen. Wenn der Multiinstrumentalist aus Liverpool jedoch mit seinem eigenen Projekt Satellites tätig ist, sind es Radiohead, New Order, The National und Pink Floyd, die ihn beeinflussen. Entsprechend bunt und letztlich doch im Pop verwurzelt, gestaltet sich sein Album „Satellites.02“, das es nun endlich auch nach Deutschland schafft.

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Kid Kasio & The Sanfernando Sound – Letters Of Love

Liebhaber der 80er Jahre-Revival-Welle werden an Kid Kasio, bürgerlich Nathan Cooper, kaum vorbeigekommen sein. Das 2012 veröffentlichte Debütalbum „Kasiotone“ des ehemaligen The Modern-Mitglieds hat sich mit der Zeit zu einem echten Szene-Geheimtipp entwickelt und überzeugt mit Synthie-Ohrwürmern wie „Telephone Line“ und „Not For Turning“ auch kritische Hörer. Seitdem war es zwar etwas stiller um den Briten geworden, doch jetzt meldet er sich mit seiner neuen Single „Letters Of Love“ umso fulminanter zurück.

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Johnny Hates Jazz – Lighthouse

Wer sich gegen Ende der 80er für Charts-Musik interessierte, der wird auch an Johnny Hates Jazz nicht vorbeigekommen sein. Das britische Popmusik-Quartett war eigentlich ein klassischer Fall von „zu spät dran“. Ihr klassischer New Romantic-Sound war eher Mitte der 80er Jahre angesagt, politische Texte wie der von „I Don’t Want To Be A Hero“ waren zu Beginn des Jahrzehnts in. Dennoch war die Band extrem erfolgreich und einige ihrer Hits, z.B. „Shattered Dreams“, laufen noch heute regelmäßig im Radio. Johnny Hates Jazz sind seit ihrer Reunion im Jahr 2007 (Urmitglied Clark Datchler ist seit 2009 wieder mit an Bord) aber nicht nur ein Teil der musikalischen Vergangenheit, sondern auch der Gegenwart. 2013 erschien das Comeback-Album „Magnetized“, „Lighthouse“ ist bereits die zweite Auskopplung.

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Hurts – Somebody To Die For

Gut riskiert ist halb gewonnen: Statt bei Album Nummer Zwei auf Nummer sicher zu gehen und eine „Happiness“-Kopie abzuliefern haben Hurts Mut bewiesen und ihren 80ies-getränkten Synthiepop auf „Exile“ mit allerlei Gitarrenklängen, modernen Elektrosounds, und hier und da sogar leichten Noise-Anleihen vermengt. Das Ergebnis des Experiments ist zwar bei weitem nicht das Album des Jahres, aber zum Glück auch nicht der gefürchtete Megaflop, der viele Bands beim zweiten Album ereilt. Stattdessen war Hurts hierzulande ein ordentlicher dritter Platz in den Albencharts beschieden. Deutlich weniger glücklich lief es für die Singleauskopplungen „Miracle“ und „Blind“, die nur die hinteren Ränge der Charts belegen konnten. Doch das ist für die Briten überhaupt kein Grund, um mit „Somebody To Die For“ nicht noch eine dritte Single zu veröffentlichen.

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The Mary Onettes – Hit The Waves

Warum sind The Mary Onettes bislang nicht auf die Idee gekommen, ein Album mit dem Titel „No Strings Attached“ aufzunehmen? Gut, vermutlich will man dem offensichtlichen *NSYNC-Vergleich aus dem Weg gehen, auch wenn der clevere Bandname die Puppen tanzen lassen möchte. Dabei könnte das Quartett aus dem schwedischen Jönköping nicht weiter von generischem Boyband-Sound entfernt sein: ihr düsterer Gitarren-Pop mit 80s- und Synthi-Einschlag ist New Romantic durch und durch. Dass diese süßliche Melancholie medienübergreifend funktionieren kann, zeigen unter anderem Soundtrack-Einsätze in der Ärzteserie „Grey’s Anatomy“. Ihr drittes Album „Hit The Waves“ hat Nachschub im Gepäck.

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Hurts – Miracle

2012 war ein ruhiges Jahr für Hurts. Nach dem großen Durchbruch 2010 mit „Wonderful Life“ und der erfolgreichen Nachfolgesingle „Stay“ ging es erst mal auf große Europatour, was sich für das Schreiben neuer Songs als Hindernisgrund erwies. Nicht etwa aus Zeitgründen, sondern wegen der fehlenden Trauer und Einsamkeit, die laut Theo Hutchcraft und Adam Anderson zwingende Voraussetzung für das Verfassen gutklassiger Titel seien, kam es zu der Zwangspause. Inzwischen haben die beiden Briten diese Hürde aber erfolgreich gemeistert und alle Songs des am 8. März erscheinenden neuen Albums „Exile“ sind im Kasten – inklusive der Vorab-Single „Miracle“.

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Pet Shop Boys – Memory Of The Future

Ist es die Midlife Crisis, haben sie die Orientierung verloren oder sind sie einfach nur alt geworden? Fakt ist, dass sich „Elysium“, das aktuelle Werk der Pet Shop Boys, als eines der schwächsten Alben der 37-jährigen Karriere der Briten herausgestellt hat, das auch kommerziell nur wenig reißen konnte. Auch „Winner“ und „Leaving“, die beiden bisherigen Singles, enttäuschten kommerziell wie auch qualitativ auf ganzer Linie. Betrachtet man die Tatsache, dass mit „A Face Like That“ gerade mal eine richtig starke Nummer auf dem Album enthalten ist, verwundert dies allerdings kaum. Als dritte Single haben die Herren allerdings nicht diesen Titel ausgewählt, sondern „Memory Of The Future“, ein Song, der dem Hörer auf dem Album bestenfalls ein müdes Gähnen entlocken konnte.

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Tyson – Mr Rain

Wenn in diesen Tagen der Name Tyson fällt, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass damit weder der ehemalige Profiboxer Mike Tyson noch die amerikanische Lebensmittelkette gemeint ist. Tyson lautet nämlich auch der Name eines Newcomers, der sich ganz und gar der Discomusik verschrieben hat – genauer gesagt dem amerikanischen Disco-Sound der 80er Jahre. Der 27-jährige Londoner, der aus einer musikbegeisterten Familie stammt – sein Vater gehörte gar der legendären Reggaeband Misty In Roots an – und schon bei der Band Unklejam mit seiner einzigartigen Stimme für Aufsehen sorgen konnte, wird am 19. Oktober sein Debütalbum „Die On The Dancefloor“ veröffentlichen. Mit „Mr Rain“ fiel die Wahl der Vorab-Single glücklicherweise auf einen der interessantesten Songs der CD.

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Zebra And Snake – Empty Love Song

Seit ihrer Kindheit kennen sich die beiden Finnen Tapio and Matti aus dem kleinen Städtchen Alajarvi im Westen des Landes. Auf den Gedanken, gemeinsam Musik zu machen, kamen sie erst 2007, nachdem beide nach Helsinki gezogen waren. Tapio, der aus einer streng religiösen Familie stammt, musste ‚moderne‘ Musik erst für sich entdecken. Gemeinsam einigte man sich auf 80s-lastigen Synthi-Pop. Ein Name war auch schnell gefunden: Zebra And Snake, inspiriert durch ein Shirt, auf dem, nun ja, ein Zebra und eine Schlange zu sehen waren. Das gemeinsame Album „Healing Music“ schlägt immer noch – verdientermaßen – kleine Wellen, mit „Empty Love Song“ steht eine weitere Single in den Startlöchern.

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