Schlagwort: Alternative Rock

Fuck Yeah – Funny Farm

Fuck Yeah – der Name ist Programm. Anlaufschwierigkeiten kennt das Quartett aus München nicht, denn kurz nach Bandgründung erschien eine erste EP, wenige Monate später das Debütalbum „Fuck Yeah“. Was dort zu hören war, torpedierte Gevatter Rock mit Presslufthämmern und Bontempi-Orgeln: Freigeist pur mit guten Songs und gutgemeinten Experimenten. Mehr von dieser unorthodoxen wie kurzweiligen Mischung landet nun auf „Funny Farm“.

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Black Light White Light – Horizons

Manchmal darf es auch einfach nur ein wenig vor sich hinblubbern. So oder so ähnlich scheint das Motto von Black Light White Light zu sein. Mittlerweile vornehmlich ein Projekt des in Malmö ansässigen Martin Ejlertsen, der mit diversen Gästen zusammenarbeitet, widmen sich die Licht- und Schattenspiele einer bekömmlichen Mischung aus Indie, Psychedelia und Fuzz mit 60s- und 70s-Schlagseite, begleitet von gemächlichem Pop-Charme. Auf „Horizons“ geht es schon mal herrlich heimelig vor sich.

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Nerd School – Blue Sky For White Lies

Knapp sechs Jahre nach ihrem Debütalbum „Ready Set Go“ meldet sich das Power-Duo Nerd School wieder zurück aus dem Studio. Tom und Lars machen aus instrumentalem Minimalismus reihenweise starke Tracks zwischen Blues, Alternative, Punk und einem Hauch von Metal – vergleichsweise schlicht, ordentlich nach vorne und verdammt hymnisch. Zwischen Rock-Ohrwurm und unbequemen Gedankenreisen platziert sich das bärige „Blue Sky For White Lies“.

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Black Foxxes – Reiði

Erst vor vier Jahren gegründet, gingen Black Foxxes mit ihrem Debütalbum „I’m Not Well“ binnen kürzester Zeit durch die Decke. Ihr emotional aufgeladener Alternative Rock, unter anderem vom Gesundheitszustand von Frontmann Mark Holley beeinflusst (der Brite leidet an Morbus Chron), kratzte und harmonisierte sich zu Radio-Airplay, gut besuchten Tourneen und Festival-Gigs. Vor den Aufnahmen zum Nachfolger reiste er nach Island, um sich frische Inspiration zu holen. Mit „Reiði“ (dt. „Wut“) trägt die Platte sogar einen isländischen Titel.

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Turbowolf – The Free Life

Dicke Gitarren, mächtige Drums und der omnipräsente Schalk im Nacken: Turbowolf befinden sich seit jeher auf dem Sprung und sind zu höheren Weihen berufen. Ihr letztes Album „Two Hands“ donnerte vor drei Jahren durch sämtliche Rock- und Punk-Spielarten, von präzisem Synthi-Einsatz begleitet. Davon gibt es nun mehr, wobei die Briten bei den Aufnahmen zu „The Free Life“ fast wahnsinnig wurden. Sich komplett von der Außenwelt abzuschotten, mag vielleicht keine allzu gute Idee gewesen sein, das Ergebnis spricht allerdings für sich.

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Scraps Of Tape – The Will To Burn

Die schönsten musikalischen Momente tauchen oft aus dem kompletten Nichts auf. Wobei, ganz unbekannt sind Scraps Of Tape nun auch nicht. Seit 2000 veröffentlichen die Schweden in schöner Regelmäßigkeit süßlich-sperrigen Post Rock mit Alternative-, Math- und sogar Post-Hardcore-Einschlag. Für das mittlerweile sechste Studioalbum „The Will To Burn“ verbarrikadierte sich das Quintett in einer alten Schule auf dem Land und nahm ihr bislang stärkstes Werk auf.

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Ghostmaker – Buzz

Das Mini-Album nach dem Mini-Album ist zugleich das Mini-Album vor dem Mini-Album. Was nach einem Albtraum aus den Untiefen des Konfuzianismus klingt, umschreibt die Release-Politik von Ghostmaker. Als vergangenen Juni ihr erstes Halb-Album „Aloha From The Dark Shore“ erschien, wurde eine volle Platte, die eigentlich zuvor aufgenommen wurde, für die zweite Jahreshälfte ankündigt. Letztlich ist es Februar 2018 geworden, und dann ist „Buzz“ auch noch das zweite Kapitel einer Mini-Album-Serie. Klingt verwirrend? Eine bärenstarke halbe Stunde Rock mit Ecken und Kanten entschädigt für den Gehirnschwurbel.

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Blis. – No One Loves You

Eine Band wie Blis. sieht man nicht alle Tage. Vor fünf Jahren gegründet, arbeitete das Quartett aus Atlanta, Georgia derer drei fieberhaft an ihrem ersten Album. Entsprechend musikalisch und textlich breit gefasst, präsentiert sich besagtes „No One Loves You“ nun. Frontmann Aaron Gossett verarbeitet die verschiedensten Gefühlslagen, begleitet von einem furiosen Mix an Alternative- Rock-, Emo-, Noise- und College-Sounds.

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Report Suspicious Activity – Leviathan

Ungereimtheiten bei der Kür von George W. Bush zum 43. US-Präsidenten inspirierten Vic Bondi (u.a. Articles Of Faith, Alloy) aus dem musikalischen Vorruhestand zurückzukehren und neue Songs aufzunehmen. Schnell wurde daraus Report Suspicious Activity, eine Band um Mitglieder von Jawbox und Channels. Nach zwei Alben und einer EP war erst einmal Schluss. Zwei Viertel zogen aus New York weg, das Projekt war auf Eis gelegt. Zwei Tage nach der Trump’schen Präsidentschaftskur dann der erste Anruf – und jetzt das Comeback mit „Leviathan“.

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Kellermensch – Goliath

Als wären sie nie weg gewesen: Nach dem Release ihres selbstbetitelten Debütalbums und der anschließenden Tour verschwanden Kellermensch erst einmal für mehrere Jahre von der Bühne. Was mit dem dänischen Kollektiv und ihrem magisch-düsteren Sound passiert war, wusste niemand so wirklich. Anfang 2017 tauchten sie ebenso plötzlich wieder auf und veröffentlichten ihr zweites Album in der Heimat. Mit ordentlich Verspätung schafft es „Goliath“ nun auch nach Deutschland.

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