Schlagwort: Alternative Rock

Johnossi

Johnossi – Torch // Flame

So etwas wie ‚auf der Stelle treten‘ gibt es bei Johnossi nicht. Arbeitete man auf dem letzten Album „Blood Jungle“ mit vornehmlich pop-orientierten Produzenten zusammen, so wollte das schwedische Duo dieses Mal zurück zur rohen Energie der Anfangstage finden. Produziert und gemischt von Pelle Gunnerfeldt, der unter anderem bereits The Hives und Refused veredelte, schloss man sich einen kompletten Monat außerhalb von Stockholm ein, um sich voll und ganz auf den Songwriting- und Aufnahmeprozess zu konzentrieren. Das hat sich gelohnt, wie „Torch // Flame“ zeigt.

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Bored Man Overboard

Bored Man Overboard – Home

Vor neun Jahren veröffentlichten Bored Man Overboard ihr Debütalbum „Rogue“. Die Schweden schienen prädestiniert dafür, in große Indie-Fußstapfen zu treten, von Referenzen wie The National und Arcade Fire war die Rede. Nach drei Touren durch ganz Europa verabschiedete man sich im Folgejahr, man ging „on hiatus“, wie so viele Bands ihre Pausen auf unbestimmte Zeit nennen. Tatsächlich arbeiteten die sieben Musiker im Hintergrund daran, ihren Sound zu verfeinern, und hatten im Sommer vergangenen Jahres tatsächlich ihr Comeback-Album fertiggestellt. Besagtes „Home“ erscheint nun und distanziert sich kräftig vom Einstand.

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The Deadnotes

The Deadnotes – Courage

In Freiburg am Breisgau freut man sich nicht nur über eine der sympathischsten Profimannschaften des deutschen Fußballs. Hier kommen drei Herren her, gerade mal 23 Jahre jung, und ganz heiße Hoffnungsträger der heimischen Rockszene. Tatsächlich gibt es The Deadnotes bereits seit knapp neun Jahren, 2016 mit dem ansprechenden „I’ll Kiss All Fears Out Of Your Face“ erstmals in Erscheinung getreten. Seither konnte der Mix aus Alternative Rock, Emo und Indie-Punk in allen Belangen kräftig reifen, und so darf sich „Courage“ zu Recht zu Größerem berufen fühlen. Zehn Songs beleuchten das Thema ‚Mut‘ aus den verschiedensten Blickwinkeln.

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Itchy

Itchy – Ja als ob

Stillstand? Im Hause Itchy gibt es das nicht. Strich man für die letzte Platte bereits das Poopzkid aus dem Namen, singt man nun auf Deutsch und bringt auch gleich eine eigene Plattenfirma mit. Der Sprachenwechsel ist gewiss kein neues Phänomen, erst vor einem Monat von Smile And Burn stark vorgemacht. „Ja als ob“ lässt sich nicht lumpen und lockt die Band aus ihrer Komfortzone – mehr als Punk, humorvolle und zugleich kritische Texte, dazu Haltung und Attitüde satt.

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Nathan Gray

Nathan Gray – Working Title

Wenn Nathan Gray etwas aktuell nicht kennt, dann wohl kreatives Kargland. Vor zwei Jahren erschien sein prächtiges Solo-Debüt „Feral Hymns“, eine Mischung aus neuen Songs und Alleingang-Vertonungen von Exzerpten seiner diversen Bandprojekte, Anfang letzten Jahres ein grandioses Live-Paket. Von Wiederholungen hält Gray herzlich wenig, reizt nun den Bandsound – unter anderem von Boysetsfire– und Sisters Of Mercy-Mitgliedern unterstützt – aus und präsentiert mit „Working Title“ eine ermutigende Platte des Aufbäumens mit neuer musikalischer Vielschichtigkeit.

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Cold Reading

Cold Reading – ZYT

Auch wenn es immer weiter in den Hintergrund zu rücken scheint, hat das klassische Konzeptalbum im Streaming-Zeitalter weiterhin seine Daseinsberechtigung. Wie es geht, zeigen aktuell Cold Reading aus Luzern. Die fünf Schweizer brechen das Format komplett auf und dritteln es. Der erste Abschnitt – „Past Perfect“ – erschien digital bereits vergangenen Mai, der zweite Teil „Present Tense“ kam im September. Nun gibt es alles, gemeinsam mit dem großen Finale „Future Continous“ (erst in der Vorwoche präsentiert), auf einer großen Platte. „ZYT“ widmet sich nicht nur einer spannenden Geschichte über einen Ausgestoßenen, sondern zeichnet zudem die packende musikalische Entwicklung der Luzerner nach.

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Sløtface

Sløtface – Sorry For The Late Reply

„Try Not To Freak Out“ hieß es im Herbst 2017 aus Norwegen. Mit ihrem Debütalbum wirbelten Sløtface ordentlich Staub auf. Die Mischung aus Rock und Punk mit greifbarer Pop-Sensibilität ging durch die Decke, von packenden Hooks und angenehm kompromisslosem Auftreten begleitet. Nur wenige Monate nach dem Release tauschten die Skandinavier ihren Schlagzeuger aus und spielten sich quer durch Europa. Der Nachfolger „Sorry For The Late Reply“ soll nun minimalistischer, mutiger und roher ausfallen, wenn man den Aussagen der Band Glauben schenken darf. Spoiler: Ja, darf man.

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Smile And Burn

Smile And Burn – Morgen anders

Nach zehn Jahren on the road, stets dem DIY-Ethos folgend, stiegen zwei Fünftel von Smile And Burn aus. Die ewigen Beatsteaks-Nachfolger, so zumindest die omnipräsenten Vergleiche, waren plötzlich zum Trio geschrumpft. Eine kurze Pause später entschied man sich für eine kleine Neuausrichtung: mehr Punk, mehr Direktheit und deutsche Texte, im Übrigen bestens beraten von den Donots. Somit ist „Morgen anders“ Neuanfang und logische Fortsetzung zu gleichen Teilen.

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Beach Slang

Beach Slang – The Deadbeat Bang Of Heartbreak City

Das alte „Bäumchen wechsle dich“-Spiel bei Beach Slang setzt sich fort. Nach einem kleinen Intermezzo mit dem neuen Nebenprojekt Quiet Slang – eine Spielwiese für Neuarrangierungen diverser Slang-Tracks – schraubte James Alex einmal mehr am Line-up. Unter anderem wirkt kein Geringerer von Tommy Stinson (The Replacements, Guns N‘ Roses) am Tieftöner mit, womit sich Alex einen Rock’n’Roll-Traum erfüllen konnte. Auf „The Deadbeat Bang Of Heartbreak City“ wagt sich das Quintett noch weiter hinaus und wächst auf allen Ebenen.

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