Schlagwort: Alternative Rock

Blood Red Shoes

Blood Red Shoes – Stay Lonely

Blood Red Shoes gehören mittlerweile zum Inventar. Seit über 20 Jahren machen Laura-May Carter und Steven Ansell gemeinsam Musik, zwei Top-50-Alben in Großbritannien sind als größte Erfolge zu verbuchen, ebenso kleinere Radiohits wie „You Bring Me Down“ und „Say Something, Say Anything“. Nach der einen oder anderen elektronischen Überraschung auf dem Anfang 2022 erschienenen „Ghosts On Tape“ geht es nun wieder weitestgehend (aber keinesfalls ausschließlich) zurück zum kantigeren Rock-Sound davor. Das siebte Studioalbum „Stay Lonely“ entstand komplett in Eigenregie – Songwriting, Aufnahme, Produktion, Mix und Label – und destilliert den Sound des Duos aus Brighton auf das Wesentliche.

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Musa Dagh

Musa Dagh – Endurance

Aren Emirze musste Musa Dagh einmal mehr neu besetzen. Am Schlagzeug kam das bereits das eine oder andere Mal vor (nach Thomas Götz und Sebastian Madsen gibt hier nun der zuletzt unter anderem bei Abwärts tätige Martin „Dog“ Kessler den manisch-motorischen Takt vor), der Abschied von Aydo Abay (der kurze Zeit später eine spannende Platte mit No Body veröffentlichte) überraschte dennoch. Über Produzent Moses Schneider entstand der direkte Kontakt zu SAFI, die zusätzlich den Bass übernahm und den Sound noch einmal etwas aufwertete. Wenig überraschend brennt die Luft ab der ersten Sekunde von „Endurance“, das mittlerweile dritte Studioalbum.

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Agatha Is Dead!

Agatha Is Dead! – Concrete

Erst einmal einspielen, dann Songs aufnehmen: Agatha Is Dead! fanden sich bereits im Winter 2021 und spielten zunächst jahrelang Shows im Berliner Underground. Hier ließen sie ihren Mix aus Post Punk, Garage Rock und Alternative reifen, fanden ihren eigenen Weg zwischen Melancholie, Intensität, Riffs und Tanzbarkeit, und traten unter anderem beim SXSW sowie bei einer monatelang im Voraus ausverkauften Headliner-Show im Berliner Lido auf. Bevor es aufs Reeperbahn Festival sowie zwei Touren im Oktober und Februar geht, landet mit „Concrete“ mal eben zwischendurch ein packendes, angenehm vielschichtiges erstes Album.

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The Fourth Wall

The Fourth Wall – Memories Of The Future

Schwere Kost scheint The Fourth Wall anzuspornen. Vor zweieinhalb Jahren setzte sich Mastermind Stephen Agustin auf „Return Forever“ mit den Erfahrungen von Einwanderern auseinander und griff dabei unter anderem auf die eigene Familiengeschichte zurück. Nun wandert der Blick nach vorne und befasst sich mit einer Zukunft, die immer aussichtsloser wird, wo Leere für Reizüberflutung sorgt, wo wenig Lebenswertes bleibt und die Zuflucht in alternative Realitäten Gang und Gäbe scheint. „Memories Of The Future“ denkt die Krise auf hochspannende Weise weiter.

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Smiling

Smiling – Why Are You

Das Lächeln zittert mindestens so stark wie das Gebälk: Auf ihren ersten beiden Alben erarbeiteten sich Smiling einen ganz eigenen Sound, von nahezu konstanter Metamorphose umgeben. Einst als Soloprojekt von Johan Hansson Liljeberg (Honningbarna) begonnen, ist man mittlerweile als Quartett unterwegs und geht weit über gängige Indie-Grenzen hinaus. Schrammelnde Lo-Fi-Ästhetik und ein Blick über den Art-Tellerrand reißen zu Experimenten hin. „Why Are You“, das dritte Album der in Oslo ansässigen Band, bricht konsequent mit Erwartungen und Songstrukturen, ohne dabei auf Hooks und Melodien zu vergessen.

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Daily Thompson

Daily Thompson – Glue

Sie waren wieder in Seattle, Dirk: Nach dem gewaltigen „Chuparosa“ ging es für Daily Thompson erneut in den Nordwesten der USA, wo sie den Sound der Region und der 90er Jahre an sich weiter kultivierten. Gemeinsam mit Tony Reed entstand das achte Album, man spielte ein paar Konzerte und erkundete die Stadt sowie die Umgebung. Das ist nicht zu überhören: „Glue“ findet seine eigene Mitte zwischen Grunge und Alternative, kultiviert erstaunliche Gelassenheit und setzt mehr denn je auf intensive, beherzte Atmosphäre. Und doch werden die Klänge der Heimat, der eigenen kreativen DNA zu keiner Zeit vergessen.

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Joyous Wolf

Joyous Wolf – In Between

Rockende Urgewalt aus dem kalifornischen Süden: Seit 2014 sorgen Joyous Wolf vor allem lokal für Aufmerksamkeit. Sie spielten zahlreiche Gigs, veröffentlichten eine EP und diverse Singles, später sollten diverse internationale Auftritte folgen. Das verwundert keinesfalls, denn ihr recht traditioneller und zugleich energischer Sound klingt wie aus der Zeit gefallen, zitiert alte Meister und wirkt dennoch angenehm modern. Zwischen Alternative, Blues, Hard Rock und sogar etwas Soul und Grunge landet nun „In Between“ als komplettes Album in aller fieberhafter Urgewalt.

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Grandmas House

Grandmas House – Baby You’re A Winner

‚Gut, ihr habt einen Slot‘ – so reagierte der Besitzer einer Bar auf die Ankündigung von Grandmas House, sie würden an eigenen Songs schreiben. Dieser kleine Push gab dem Quartett aus Bristol die nötige Motivation. Die Gründerinnen Yasmin Berndt und Poppy Dodgson trafen sich auf der Uni und fanden in ihrem Faible für Bands wie shame und Goat Girl eine Verbindung. Zoë Zinsmeister und Polly Jessett kamen hinzu, seither erschienen diverse Songs im spannenden Umkreis von Post Punk, Indie Rock, etwas Alternative und sogar einer Prise Grunge. „Baby You’re A Winner“ befasst sich mit dem Leben an sich und all den begleitenden Wirren.

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Brennan Wedl

Brennan Wedl – Brennan Wedl

In Minnesota aufgewachsen und mittlerweile in Nashville residierend, erarbeitete sich Brennan Wedl seit ihren ersten Solo-Releases 2012 eine treue, zunehmend wachsende Fangemeinde. Seither gab es diverse Releases, auch mit den viel zu früh verschwundenen Dazey & The Scouts, zuletzt vor zwei Jahren eine Serie an Singles. Inzwischen steht Wedl bei ANTI- Records unter Vertrag und widmet sich all den kleinen und großen Sollbruchstellen des Lebens und den Lehren, die damit einhergehen. Schlicht und ergreifend „Brennan Wedl“ betitelt, geht der Mix aus Rock, Americana und Folk in eine spannende nächste Runde.

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Sweet Teeth

Sweet Teeth – The Void That Eats The Heart

Finspångs feinste Söhne rotieren wieder. Sweet Teeth verwalten seit einigen Jahren das Erbe von Hüsker Dü aus der Ferne. Die schwedische Band verbindet Punk, Alternative und etwas Power Pop mit großen Melodien und dreckigen Gitarren. Dass dahinter eigentlich Hardcore- und Metal-Veteranen von Bands wie Disfear und Tormented stecken, muss man dazusagen. Nach einer kleinen Kunstpause setzt es nun das zweite reguläre Album. „The Void That Eats The Heart“ spuckt 13 kurzweilige Songs in einer halben Stunde aus und reist mit seinen Ohrwürmern durch die Jahrzehnte.

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