Schlagwort: Alternative Rock

Velvet Volume

Velvet Volume – Ego’s Need

Drei Schwestern für ein Halleluja: Noa, Naomi und Nataja Lachmi aus der dänischen Stadt Aarhus stehen auf schroffen Indie Rock mit kraftvollen Hooks, betonter Kratzbürstigkeit und dramatischen Untertönen. Als Velvet Volume veröffentlichten sie 2017 bereits ein kurzweiliges Debüt, der Nachfolger gibt sich nun noch lebendiger und ausgefeilter. „Ego’s Need“ platziert sich irgendwo zwischen Sleater-Kinney und den Yeah Yeah Yeahs, zieht allerdings hörbar sein eigenes Ding durch.

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Hathors

Hathors – Grief, Roses & Gasoline

In den letzten Jahren tourten Hathors mit ihrem angepunkten Garagen-Grunge durch Europa und die USA, veröffentlichten drei Alben, waren auf dem Sprung. Und plötzlich befand sich Gitarrist und Sänger Marc Bouffè alleine auf weiter Flur. Anstatt aufzugeben, stellte er eine neue Band (Dominique Destraz von Death Of A Cheerleader sitzt an den Drums, Ex-Navel-Bassist Marco Naef mischt ebenfalls mit) zusammen und behielt, entgegen anfänglich anderer Überlegungen, den Namen. So starten Hathors auf „Grief, Roses & Gasoline“ nun neu durch, und das zeigt sich nicht nur im Line-up.

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Thao & The Get Down Stay Down

Thao & The Get Down Stay Down – Temple

Nach Jahren des Doppellebens, der übermäßigen Vorsicht und des Versteckens – unter anderem aus Furcht vor Konflikten mit und Entfremdung von ihrer Familie und geliebten Kultur – bekennt sich Thao Nguyen offen zu ihrer Queer Identity. Eine gewisse Nervosität bleibt ihr innewohnend, und doch spürt sie eine neue Freiheit, heiratete ihre Freundin und lebt endlich ihr echtes Leben. Beinahe hätte es keine neue Platte von Thao & The Get Down Stay Down gegeben, schien Genosse Rock nicht ausreichend, das endlich öffentlich gewordene Selbst entsprechend auszudrücken. Erstmals in Eigenregie produziert mit Unterstützung des langjährigen Bandmitglieds Adam Thompson, der auch gleich an der Hälfte des Albums mitschrieb, klingt „Temple“ nun etwas anders, und doch vertraut.

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Palila

Palila – Tomorrow I’ll Come Visit You And Return Your Records

Namen, so sagt man, sind wie Schall und Rauch. Palila – noch nie gehört? Kann gut sein, denn die Hamburger haben bislang nur eine EP zu Buche stehen, vergangenen Sommer erschienen und in Rekordzeit vergriffen. Der kraftvolle Rock-Sound – etwas Indie, etwas Alternative, ein Hauch von Grunge und Great American Songbook – fand schnell sein Publikum. Nachschub steht bereits ins Haus: „Tomorrow I’ll Come Visit You And Return Your Records“, die zweite EP, wurde abermals im Proberaum sowie in diversen Wohnzimmern aufgenommen. Und damit nichts verloren geht, sind die Songs des ersten Kleinformats „Are We Happy Now?“ gleich mit dabei.

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Louise Patricia Crane

Louise Patricia Crane – Deep Blue

Über Jahre hinweg sammelte Louise Patricia Crane verschiedenste Ideen, einzig ein kreativer Partner fehlte. Als sie etwas Gesang für Stephen Carneys Projekt The Eden House aufnehm, fand sie in ihm genau diese Person; eine Person, die ähnliche Klänge und Künstler*innen schätzt, sogar eine ähnliche musikalische Herangehensweise an den Tag legt. Später sollte noch Jakko Jakszyk von den legendären King Crimson an Bord kommen, außerdem nahm kein Geringerer als Ian Anderson (Jethro Tull) ein paar Flötenpassagen auf. Längst hatte sich die Platte verselbstständigt und erscheint nun unter dem Titel „Deep Blue“.

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Vonheim

Vonheim – In The Deep

Ihre musikalischen Vorstellungen und Hintergründe mögen zwar höchst unterschiedlich sein, doch wenn Vonheim zusammenkommen, entsteht meist Magie. Die Norweger verstehen sich auf Indie Rock und Alternative Rock – mal poppig, mal progressiv angehaucht – und stellen Kreativität über Befindlichkeiten. Vergleiche mit Radiohead kommen nicht von ungefähr, wenngleich man nicht ganz so experimentell unterwegs ist. „In The Deep“ ist ihr bereits zweites Album.

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Cadet Carter

Cadet Carter – Perceptions

Hallo, schweres zweites Album, we meet again. Über die komplexe, durchaus psychologisch verankerte Welt der Follow-up-Aufnahme wurde viel geschrieben. Cadet Carter ließen sich davon aber erst einmal wenig beeindrucken. Zwar wurde das eponyme Debüt der Münchner gut aufgenommen, Druck von außen ließ man jedoch nicht aufkommen. Die eigene Erwartungshaltung war ein eigenes Thema, und so wurde an vielen Ideen gearbeitet und kräftig aussortiert, bis die neue Platte stand. „Perceptions“ setzt den Indie-Emo-Alternative-Punk-Rock-Weg nun sympathisch fort.

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Boston Manor

Boston Manor – Glue

Stillstand? Nicht mit Boston Manor! Vor vier Jahren explodierten die Briten mit ihrem Debütalbum „Be Nothing.“ förmlich und setzten kurzweiligen Pop-Punk mit Emo-Schlagseite vor. Im Laufe der Jahre, zuletzt auf „Welcome To The Neighbourhood“, wurde der Sound des Quintetts etwas rauer, rockiger und wuchtiger. Mit allerlei Alltagssorgen und der emotionalen Düsternis einer sich schließenden modernen Gesellschaft konfrontiert, passt sich der Drittling „Glue“ den Gegebenheiten an und wagt zahlreiche Experimente. Seinen Eltern, so Sänger Henry Cox, gefalle die Platte nicht so gut wie die beiden Vorgänger. Das macht Sinn.

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Joe Volk + Naiare

Joe Volk + Naiare – Primitive Energetics

Der Stoner- und Psych-Veteran Joe Volk holt ein weiteres Mal aus. Manchen mag der Brite von seiner Zeit bei Conga und Crippled Black Phoenix bekannt sein, tatsächlich widmet sich der Wahlschweizer mit seiner Band Naiare seit geraumer Zeit Düsterfolk der besonders aufwühlenden Art. Doomig, psychedelisch, ein wenig bluesig und durchaus rockbar, arbeiten sich Volk und Konsorten ein weiteres Mal zur Oberfläche vor. „Primitive Energetics“ klingt in etwa so, wie es der Titel vermuten lässt.

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Bulbul

Bulbul – Kodak Dream

Seit über 20 Jahren eine Institution und dennoch außerhalb der österreichischen Alternative-Szene eine beinahe unbekannte Größe: Bulbul aus Wien spielen liebend gerne mit ihrem Sound, mischen Alternative Rock mit Indie Pop und pumpender Elektronik zusammen – krass, unberechenbar und doch auf gewisse Weise eingängig. Unter der Ägide von Zebo Adam, der zuletzt unter anderem für Bilderbuch produzierte, spielte das Trio seinen neuen Longplayer „Kodak Dream“ ein. Und der wagt sich erneut weit hinaus.

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