Schlagwort: Alternative Rock

Modest Mouse

Modest Mouse – An Eraser And A Maze

Mit ihrem ersten Album seit fünf Jahren melden sich Modest Mouse unter besonderen Vorzeichen zurück. Erstmals seit über zwei Jahrzehnten stehen sie nicht bei einem Major-Label unter Vertrag, zudem musste Isaac Brock nach diversen Ausstiegen sowie dem viel zu frühen Krebstod von Gründungsmitglied Jeremiah Green gleich drei neue Musiker ins Line-up integrieren. Ursprünglich als EP für Brocks Nebenprojekt Ugly Casanova gedacht, enstand schließlich „An Eraser And A Maze“, für das der Mastermind nach eigenen Angaben sämtliche Filter deaktivierte und sich einfach von der Musik leiten ließ. Das Ergebnis spricht für sich und wirkt wie eine Rückkehr zu den klassischen Modest-Mouse-Platten der 2000er.

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Madsen

Madsen – SMILE

Was kann man über Madsen nach mittlerweile mehr als zwei Jahrzehnten noch großartig sagen? Das mehr als verdiente erste Nummer-Eins-Album ihrer illustren Karriere liegt hinter den Wendländern, doch umgeworfen wurde deswegen selbstverständlich nichts. Ihre mittlerweile zehnte Studioplatte wurde im eigenen Proberaum aufgenommen und produziert, natürlich von der Band selbst, kommt über das eigene Label, und auch weite Teile der Videos und Social-Media-Content wurden selbst gedreht und geschnitten. Selbst gewisse Spannungen, die sich zuletzt durch die enge, langjährige Zusammenarbeit ergeben hatten, wurden souverän überstanden. „SMILE“ ist das mehr als starke Ergebnis des geplatzten Knotens.

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Sparta

Sparta – Cut A Silhouette

Jim Ward versucht weiterhin, seine Liebe für die Musik zurückzuerlangen. Das überraschende Sparta-Comeback 2020 war ein Schritt in die richtige Richtung, der eponyme Nachfolger machte viel richtig. Eine Dokumentation über den viel zu früh verstorbenen Comedian John Candy verschaffte ihm schließlich die entsprechende Motivation, genauer gesagt: eine Aussage von Macaulay Culkin (‚Kevin -Allein zu Haus‘, ‚My Girl‘). Er erwähnte, wie es Candy gelang, binnen kürzester Zeit einen Eindruck zu hinterlassen, in Erinnerung zu bleiben. „Cut A Silhouette“, wie es Culkin nannte, wurde zum Titel des neuesten Sparta-Streichs, auf dem neben Bassist Matt Miller auch erstmals der neue Drummer Neil Hennessy zu hören ist.

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Get Well Soon

Get Well Soon – Minus The Magic

Ein neues Album von Get Well Soon ist immer ein Grund zur Freude, wenngleich die vier Jahre Wartezeit doch wieder sehr lange waren. Unter anderem produzierte Konstantin Gröpper fleißig für diverse Film- und Fernsehproduktionen (zuletzt „How To Sell Drugs Online (Fast)“ und „Achtsam morden“), außerdem sollten nach 20 Jahren ein paar Dinge etwas anders laufen. So wurde das siebte reguläre Studioalbum erstmals komplett in Bandbesetzung eingespielt, dazu auf die eine oder andere ältere Nummer zurückgegriffen. „Minus The Magic“ ist ein Werk über die Lebensmitte, irgendwo zwischen Bestandsaufnahme, Selbstreflexion und Blick nach vorne unterwegs.

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Abramowicz

Abramowicz – Joy Of Missing Out

Das Heartland-Herz schlägt endlich wieder in Hamburg, und das lauter denn je: Abramowicz haben nach über sechs Jahren wieder neue Musik im Gepäck. Nach der Tour zum 2019 erschienen „The Modern Times“ war erst einmal Ruhe. Für einen Nachfolger ließ man sich bewusst Zeit, erarbeitete alles nach und nach im Proberaum und integrierte mit Nico Thiel einen dritten Gitarristen, der den Sound noch größer klingen lässt. Von Dankbarkeit ist die Rede, vom Blick zurück auf die Reise der Jugend zur erwachsenen Gegenwart, vom Gemeinsamen und von Tiefgang in einer Welt voller Oberflächlichkeiten. „Joy Of Missing Out“ lehnt sich zurück und lässt doch nie locker.

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Marmozets

Marmozets – CO.WAR.DICE

Nach der ausgedehnten Tourphase zu ihrem Anfang 2018 erschienenen zweiten Album „Knowing What You Know Now“ ging es für Marmozets in eine Pause auf unbestimmte Zeit. Nur ein Jahr später wurden Sängerin Becca Macintyre und Gitarrist Jack Bottomley erstmals Eltern, 2022 heirateten die beiden. Weitere Neuigkeiten – ein Deal mit Nettwerk, eine fertige Platte, die erste Single, neue Tourdaten – kamen nach und nach hinzu. Nun steht „CO.WAR.DICE“ in den Startlöchern und beschwört vertraute Qualitäten mit ebenso vertrauter Intensität, neue Perspektiven hin oder her, und klingt trotz langer Unterbrechung so kraftvoll wie eh und je.

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Hysterese

Hysterese – Hysterese

Understatement bleibt das Motto von Hysterese. Keine großen Worte, keine Werbung, wenig Social-Media-Aktivität und Minimalismus bei der Benennung ihrer Alben zeichnen das Quartett aus Tübingen seit seienr Gründung 2009 aus. Ihre letzte Platte hat mittlerweile knapp fünf Jahre auf dem Buckel, auch der Nachfolger verzichtet auf einen Titel. Die Musik soll für sich sprechen, und das gelingt einmal mehr. „Hysterese“ (das fünfte Album, das den Namen der Band trägt) erweitert den Sound ein weiteres Mal, spielt mehr und mehr mit klassischeren Alternative- und Hard-Rock-Mustern, bleibt dem Punk in verschiedenen Spielarten treu und schielt gerne mal in Richtung Heavyness.

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Annie Taylor

Annie Taylor – Out Of Scale

Der kantige, treibende und vielschichtige Sound von Annie Taylor trifft einen Nerv. Bereits mit dem Einstand wurde die Band aus Zürich international bekannt. Eine weitere Platte folgte, man tourte durch Großbritannien und die USA, spielte eine legendäre KEXP-Session, trat beim SXSW und beim Reeperbahn Festival auf. Neuer Stoff entstand vor allem im vergangenen Sommer, als die Heimatstadt fast leer gefegt war, als man einfach machen und fühlen konnte. „Out Of Scale“ entwickelt den Sound geschickt weiter, kann gleichzeitig roh und hart, aber auch reduziert und intim klingen, begleitet von Liedern über Freundschaften und Liebesbeziehungen.

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Basement

Basement – WIRED

Ein langer Weg zurück liegt hinter Basement. Nach dem Release von „Beside Myself“ im Herbst 2018 ging es in eine längere Auszeit, während der Pandemie gingen die Musiker eigenen Projekten nach, Gitarrist Alex Henery – gemeinsam mit Frontmann Andrew Fisher so etwas wie der kreative Kern der Band – dachte sogar zwischenzeitlich über einen Ausstieg nach. Letztlich fand man doch wieder einen gemeinsamen Weg und entschloss sich für eine kreative Neuausrichtung sowie die Rückkehr zum Stammlabel Run For Cover Records. Laut Band geht „WIRED“ ein kreatives Wagnis ein, dass man entweder lieben oder hassen wird. Wie ermutigend.

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Would

Would – Need A New Old Friend

Die Entwicklung von Would ist beeindruckend. Vor Jahren rief Matthias Schwettmann das Projekt für jene Songs ins Leben, die nicht zu seiner Band Palila passten. Seither fanden diverse musikalische Metamorphosen statt, im Vorjahr mit dem unerwartet wütenden „Thrash“ sogar von erstaunlicher Härte und Rifflastigkeit geprägt. Nun gibt es eine komplette Live-Band und noch mehr frische Ideen. Das mittlerweile fünfte Studioalbum „Need A New Old Friend“ bildete sich während einer schwierigen Phase, widmet sich vor allem den Zwischentönen und legt den Fokus auf die Texte. Musikalisch hat sich ebenfalls etwas getan.

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