Schlagwort: Alternative Rock

Sweet Teeth

Sweet Teeth – Acid Rain

Mitglieder so illustrer Bands wie Disfear, Year Of The Goat und Dollhouse haben sich einen neuen, deutlich direkteren Nebenschauplatz angelacht. Das schwedische Quartett Sweet Teeth zockt Alternative Rock und Power-Pop, direkt aus den 90er Jahren gefallen und perfekt für Fans von Hüsker Dü, Dinosaur Jr. oder The Hellacopters geeignet. Krachende Gitarren, feine Melodien und Texte zwischen Herzschmerz und großen Kleinstadt-Ambitionen bohren sich angenehm authentisch und ehrlich in den Sound hinein. Die erste EP „Acid Rain“ besteht ausschließlich aus Volltreffern.

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Wavves

Wavves – Hideaway

Nathan Williams schlägt wieder Wellen, um dieses abgeschmackte Wortspiel zu bemühen. Der graduelle Wandel von Pop-Punk zu Alternative-Rock mit Indie-Färbung bekam Wavves sehr gut und erhöhte den Hitfaktor deutlich. Für das mittlerweile siebte Studioalbum bemüht der Kalifornier die Höhen und Tiefen seines Lebens, die mitunter recht extrem ausfallen. „Hideaway“ lebt von der Selbsterkenntnis, des eigenen Glückes Schmied zu sein, zugleich jedoch keinerlei Einfluss auf externe Faktoren zu haben. Der Musik hört man das bestenfalls bedingt an.

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A Place To Bury Strangers

A Place To Bury Strangers – Hologram

Oliver Ackermann und ein stabiles Line-up, das scheint sich auszuschließen. Zumindest krempelte er A Place To Bury Strangers, nicht umsonst gerne als ‚lauteste Band New Yorks‘ bezeichnet, abermals kräftig um, und begrüßt nun Sandra und John Fedowitz von Ceremony East Coast als neue Rhythmusabteilung. Oliver und John kennen sich, seit sie klein waren, und spielten bereits gemeinsam bei den Shoegaze-Legenden Skywave. Nun macht man wieder gemeinsame Sache, wohl aber deutlich noisiger. Die EP „Hologram“ ist ein fantastisches Stelldichein geworden.

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Graduating Life

Graduating Life – II

Ob das Universum etwas gegen Graduating Life hat? Zunächst überwarf sich Mastermind Bart Thompson während den Aufnahmen mit einem Freund, der sich ums Tracking kümmerte, dann wurde die erste Tour des ehemaligen Soloprojekts COVID-bedingt abgebrochen. Thompson berappelte sich, söhnte sich mit seinem Kumpel aus und befand letztlich, dass sich die Musik eigentlich schon lohnt. Aus diesem Kampf zurück zum Spaß am Songwriting entstand „II“, eine abermals herrlich vielfältige Platte zwischen Emo, Pop-Punk und Alternative Rock.

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Desperate Journalist

Desperate Journalist – Maximum Sorrow!

Desperate Journalist sind so etwas wie Produktivitätsmonster. Aktuell steht bereits ihr viertes Album seit 2015 an, von diversen EPs und Kleinformaten ganz zu schweigen. Musikalisch hat sich das Quartett aus London komplett der eingängigen Düsternis verschrieben. Post Punk spielt natürlich ganz vorne mit, dazu gesellen sich diverse Rock-Spielarten von Indie über Alternative bis hin zu Gothic. Als Sahnehäubchen zerlegt Jo Bevan ihre Stimmbänder mit wachsender Begeisterung. All das findet nun auf dem wütenden und zugleich harmonisch fragilen „Maximum Sorrow!“ zusammen.

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Hysterese

Hysterese – Hysterese

Hysterese verschwenden keinerlei Energie, um ihren Alben Namen zu verpassen. Stattdessen stecken sie jegliche Kreativität ins Songwriting, und das macht sich bezahlt. Im Vergleich zum letzten Werk aus dem Jahr 2018 hat sich jedoch einiges getan. Neben einer neuen Bassistin gibt es statt einer Doppel-Lead nun nur noch eine wirkliche Hauptsängerin. Zudem verschwindet die alte Kopf-durch-die-Wand-Taktik zugunsten mehr Düsternis und Eingängigkeit. Ja, auch diese Platte heißt „Hysterese“, bewegt sich allerdings in ganz anderen Sphären.

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/A\

/A\ – /A\

Das Schweizer Festival „Les Transphoniques“ brachte Wunderstimme Emilie Zoé, (Post-)Industrial-Urgestein Franz Teichler und Schlagzeug-Tausendsassa Nicolas Pittet für eine Auftragsarbeit zusammen. Zwar kam die Pandemie der angedachten Residency in die Quere, die ausgearbeiteten Jams durften dennoch keinesfalls in einer Schublade versauern. Also rief das Trio kurzfristig /A\ ins Leben, um die verschiedenen Klangästhetiken der beteiligten Musiker*innen zu einem neuen Ganzen zu verbinden. Genau ist das ist gelungen: Schlicht „/A\“ betitelt, spottet das gemeinsame Album jeder Beschreibung und gibt einen feuchten Kehricht auf Schubladen.

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Garbage

Garbage – No Gods No Masters

So etwas wie Stress oder unnötige Eile kennen Garbage nicht. Shirley Manson, Butch Vig und Konsorten lassen ordentlich Zeit zwischen ihren Platten vergehen, „Strange Little Birds“ hat fast auf den Tag genau fünf Jahre auf dem Buckel. Jetzt ist das Alternative-Quartett doch wieder da und kann nach mehr als einem Vierteljahrhundert im Geschäft tatsächlich noch überraschen. „No Gods No Masters“ ist ein Werk, das auf musikalischer sowie textlicher Ebene teils unerwartete Wege geht und damit alles richtig macht.

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Jim Ward

Jim Ward – Daggers

Jim Ward hat sich erneut verliebt; und zwar in die Musik, denn das Verhältnis der Beiden war zuletzt etwas angespannt, um es höflich auszudrücken. Das Comeback von Sparta aus dem Vorjahr setzte mit einem neuen Songwriting- und Recording-Ansatz frische Energien frei, und motivierte Ward, eine neue Soloplatte aufzunehmen. Anstatt jedoch den erwarteten Singer/Songwriter-Weg weiterzugehen, wollte der Protagonist endlich wieder lauter unterwegs sein. Von seinen guten Freunden Tucker Rule (Schlagzeuger bei Thursday) und Ben Kinney (Bassist bei Incubus) unterstützt, entstand das herrlich launische und harmonische „Daggers“.

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Sinoptik

Sinoptik – The Calling

Sinoptik sind Fremde im eigenen Land. Die drei ukrainischen Musiker stammen aus der Region Donetsk und mussten aus Sicherheitsgründen nach Kiev ziehen. Dort werden sie, wie auch andere Mitbürger*innen aus dem konfliktreichen Gebiet, für den Ausbruch des Kriegs mit Russland beschuldigt. „The Calling“, das bereits fünfte Album der Band, thematisiert dieses paradoxe Gefühl und versucht Eskapismus durch die Musik zu schaffen. Rock-Sounds mit deutlichem 70s-Einschlag zwischen Progressive, Alternative und semi-okkulter Finsternis begleiten dieses Unterfangen.

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