Schlagwort: Alternative Rock

Cursive

Cursive – Get Fixed

Fast auf den Tag genau vor einem Jahr veröffentlichten Cursive „Vitriola“, ihr erstes Album seit sechs Jahren und zugleich die verdientermaßen gefeierte Rückkehr von Gründungsmitglied Clint Schnase. Dessen Comeback am Schlagzeug sowie der weltweite Anstieg von toxischem Nationalismus beflügelten Tim Kasher. Eigentlich wäre genug Material für ein Doppelalbum vorhanden gewesen, stattdessen blieb die Band etwas länger auf den Tracks sitzen. Nun landet „Get Fixed“ urplötzlich – als Schwesteralbum und doch so viel mehr.

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Sights & Sounds

Sights & Sounds – No Virtue

Es ist mittlerweile ein seltenes Glück, neue Musik von Sights & Sounds genießen zu dürfen. Frontmann Andrew Neufeld ist vornehmlich mit den Hardcore-Punk-Veteranen Comeback Kid beschäftigt, entsprechend liegt die letzte EP bereits über sechs Jahre, das Debütalbum sogar ein ganzes Jahrzehnt zurück. Das gemeinsame Nebenprojekt mit Bruder Joel am Schlagzeug, Matt Howes am Bass und Dave Grabowski an den Tasten- und Effektgeräten setzt bewusste musikalische Gegenentwürfe und sorgt zudem dafür, dass keine zwei Releases gleich klingen. Auch „No Virtue“, das ersehnte zweite Album, schlägt neue Töne an.

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Ultima Radio

Ultima Radio – Dusk City

Ultima Radio laden auf eine bedrückende Reise ein. Das österreichische Quintett debütierte erst vor zwei Jahren mit dem wilden „A Thousand Shapes“, ein komplexes wie spannendes Wunderwerk aus Psych, Crossover und noch so viel mehr. Mehr Geradlinigkeit war die erklärte Mission für den Nachfolger. „Dusk City“ lädt in die Anonymität der staubigen Großstadt ein und führt auf eine Art Safari-Tour durch das Phänomen Mensch-Maschine. Das liest sich nicht nur bedrückend, auch die Musik passt sich der beklemmenden Thematik an.

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Chastity

Chastity – Home Made Satan

Erst vergangenes Jahr ließ Brandon Williams seine wilde Meute Chastity auf die Musikwelt los. Irgendwo zwischen Shoegaze und Post-Hardcore legten die Kanadier mit „Death Lust“ eine aufwühlende und doch irgendwie eingängige Punktlandung hin. Mittlerweile ist klar: Es war „nur“ der Auftakt zu einer Trilogie aus der Perspektive eines jungen Mannes, der zu viel Zeit alleine verbringt und allmählich von Paranoia verschlungen wird. „Home Made Satan“ befasst sich mit den Themen Furcht, Jugend, Leben im Vorort und Extremismus in der westlichen Welt. Der Sound ist zunächt allerdings kaum wiederzuerkennen.

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Ed Fraser

Ed Fraser – Ghost Gums

Vor mittlerweile sechs Jahren zog es den australischen Sänger und Gitarristen Ed Fraser nach Berlin. Dort fand er vor allem musikalisch schnell Anschluss, als Frontmann von Heads. setzte es bislang zwei spannende Alben zwischen Post Punk und Alternative Rock mit noisiger 90s-Schlagseite. Das alte Singer/Songwriter-Gen schlägt nun wieder durch, und so zieht es Fraser auf Solopfade, wenngleich mit Verstärkung. Seine erste EP „Ghost Gums“ befasst sich mit Verlust und Romantik und beschreitet neue musikalische Wege, die im Endeffekt gar nicht so weit von seiner Hauptband entfernt sind.

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Cassels

Cassels – The Perfect Ending

Alles andere als angepasst zeigen sich Cassels. Die Brüder Jim und Loz Beck wuchsen auf dem Land auf, wollten möglichst schnell aus der Idylle ausbrechen und fanden letztlich doch zurück zu den Wurzeln. Musikalisch scheint zudem keine Schublade wirklich zu passen. Ist das jetzt Indie oder Alternative, Post Punk oder Noise? Jene Fragen, die bereits das Debütalbum „Epithet“ begleiteten, werden nun erneut aufgewärmt. „The Perfect Ending“ erweist sich als komplexer wie packender Nackenschlag in zwei durchaus martialischen Teilen.

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DZ Deathrays

DZ Deathrays – Positive Rising: Part 1

Es gibt sie immer noch – diese Wahnsinnigen, die ihre Kreativität auf Doppelalben ausdehnen. Kann das gut gehen? Das ist wohl von Fall zu Fall verschieden, wie die jüngere Vergangenheit immer seltener werdener Doppel-Releases eindrucksvoll zeigt. DZ Deathrays machen nun ebenfalls mit, ohne jedoch alles auf einmal rauszuklopfen. Nach dem Release von „Bloody Lovely“ im vergangenen Jahr wuchs man offiziell zum Trio an. Die neue Bandkonstellation ergab eine Fülle an neuen Idee und Riffs, welche eben – der Kreis schließt sich – förmlich ein Doppelalbum verlangten. „Positive Rising: Part 1“ legt spannend vor.

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Junior

Junior – Beautiful Life

Wrestling-Fans könnten Junior ein Begriff sein. Hier steht NXT UK-Cruiserweight Mark Andrews an Bass und Mikrofon, Gitarrist und Co-Sänger Matt Attard schreibt zudem Themes für Athleten. Vervollständigt wird das Trio durch Drummer Si Martin, der zudem einer NPO für psychische Gesundheit vorsteht. Oberflächlich wirkt der Sound der Waliser wie netter Pop-Punk, hinter dem sich jedoch allerlei Ecken, Kanten und Überraschungsmomente verbergen. Nach mehreren Kleinformaten erscheint nun ihr Debütalbum „Beautiful Life“ in Eigenregie.

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Proper.

Proper. – I Spent The Winter Writing Songs About Getting Better

Aus Great Wight werden Proper., für Frontmann Erik Garlington ein bissiger wie wertvoller Seitenhieb auf befremdliche Reaktion, wie schön (engl. „proper“) er doch spräche. Rasse und Hautfarbe spielen eine entsprechend wichtige Rolle im Sound des Trios, ebenso Familie und sexuelle Identität. Garlingtons Ausbruch aus dem Bible Belt und Leben in New York City als junger Erwachsener, von der Kreativität eines Kanye West oder Max Bemis (Say Anything) inspiriert, bilden das Rückgrat für „I Spent The Winter Writing Songs About Getting Better“.

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Swain

Swain – Negative Space

Das Leben nach This Routine Is Hell war für die Niederländer Swain bislang spannend. Ihr Album „The Long Dark Blue“ lieferte spannende Ansätze, kam jedoch nur selten aus dem ersten Gang heraus. Man tourte mit diversen Post-Hardcore-Bands, legte den Selbsthass der Vergangenheit ab und begann sich musikalisch umzuorientieren. Ob „Negative Space“ nun eine Episode dieses Wandels ist oder bereits die neue, fertige Form Swains, muss sich erst zeigen. Spannend ist diese neue Platte allemal.

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