Schlagwort: Alternative Rock

The Wolf Howls When I Scream Your Name

The Wolf Howls When I Scream Your Name – Grief Songs

Wenn eine Band mehr Wörter im Namen trägt, als sie über fixe Mitglieder verfügt, darf man hellhörig werden. In schöner Regelmäßigkeit veröffentlichen The Wolf Howls When I Scream Your Name neue Kleinformate, die Alternative Rock, Grunge und etwas Mut zum Experiment in sich tragen. Zudem hatte das Trio immer schon ein gewisses Faible für Midwest-Emo, das nun deutlicher denn je an die Oberfläche tritt. Zwar nennt sich „Grief Songs“ offiziell ebenfalls eine EP, bei acht Tracks und 39 Minuten Spielzeit würden andere schon von einem vollwertigen Album sprechen.

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Together Pangea

Together Pangea – DYE

Sozial distanziertes Songwriting und Aufnehmen von Demos stellte Together Pangea vor eine neue Herausforderung. Man konnte für den Feinschliff nicht ins Studio gehen, also schickte man die ersten acht Demos dem A&R-Mitarbeiter ihres Labels … der sie herausforderte, komplett neue Songs zu schreiben. Anstatt den Kopf in den Sand zu stecken, beflügelte diese Ansage die Band. Zehn weitere Tracks entstanden, der Großteil von ihnen landete tatsächlich auch auf der neuen Platte. „DYE“ zeigt ein Trio, das deutliche mehr Zeit für Songwriting, Proben und Aufnahmen hatte, das zugleich aber keinen Hehl darum macht, sich ohne Tour-Aktivitäten eingesperrt zu fühlen.

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Slow Crush

Slow Crush – Hush

Hektische Zeiten sind offenbar der ideale Nährboden für oberflächlich entspannte Klänge. Tatsächlich brodelt es bei Slow Crush nahezu durchgehend. Von Ende 2018 bis Januar 2020 tourten die Belgier fast durchgehend und schrieben nebenbei neues Material, dann sorgten die unfreiwilligen Absagen tatsächlich für ein wenig Ordnung im Chaos. Das Privatleben war vernachlässigt worden, zwei Bandmitglieder waren von Bord gegangen und die bisherige Plattenfirma löste sich in Rauch auf. Gewissermaßen funktioniert der Zweitling „Hush“ nun wie ein Mini-Neustart und zeigt gewohnte Stärken mit frischen Perspektiven.

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Frank Carter & The Rattlesnakes

Frank Carter & The Rattlesnakes – Sticky

Frank Carter und Dean Richardson sehnen sich danach, unbeschwert durch die Straßen streifen zu können. Das ist aktuell aus verständlichen Gründen nicht so einfach, und so schrieb das Duo ein Freiheitsalbum – es sollte tunlichst keine weitere Lockdown-Platte werden. Aus dieser Hoffnung auf bessere, gesündere Tage entsprang „Sticky“, das sich mit den Aufs und Abs, der Schönheit und dem Frust des städtischen Lebens auseinandersetzt. Und ganz nebenbei, wie schon zuletzt, sezieren Frank Carter & The Rattlesnakes Ungerechtigkeit, Rechtspopulismus sowie toxische Männlichkeit und das Patriarchat mit gewohnt präziser Klinge.

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Catalyst

Cataylst – A Normal Day

Die Zeiten, als eine Duo-Besetzung alleine bereits für Rock-Schlagzeilen reichte, sind längst vorbei. Von The White Stripes über Royal Blood bis zu The Picturebooks gibt es mittlerweile prominente Beispiele wie Sand am Meer. Für Catalyst ist das kein Thema, denn die Schweizer überzeugen durch ihre Musik doppelt und drei- bzw. zweifach. Dominic Curseri und Ramon Wehrle aus St. Gallen mögen es bevorzugt laut und deftig, irgendwo zwischen Alternative, Blues und der Garage angesiedelt. Und doch hat der Einstand „A Normal Day“ noch so viel mehr zu bieten.

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Strand Of Oaks

Strand Of Oaks – In Heaven

Eine Zeit der Trauer und des Aufbruchs legte den Grundstein für die neue Strand Of Oaks-Platte. Ende 2018 verstarb Tim Showalters Schwiegermutter bei einem Autounfall, kurze Zeit später wurde bei der geliebten Katze Stan unheilbarer Krebs diagnostiziert. Showalter schwor dem Alkohol ab, um sich besser um seine Frau zu kümmern und das gemeinsame Leben wiederaufzubauen. Spontan zog man nach Texas – eine irrationale Entscheidung, die letztlich den Grundstein für „In Heaven“ legte. Es ist ein Album über Liebe, Tod und Erleuchtung geworden, das zugleich musikalisch frische Wege beschreitet.

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ViLLA NOiSE

ViLLA NOiSE – Conversations On A Lonely Star

Die letzten eineinhalb Jahre hinterließen bei und an allen Spuren. ViLLA NOiSE vertonen diese und öffnen sich musikalisch deutlich. „Stories“, der Einstand der Kölner, hat bereits drei Jahre auf dem Buckel und wirkt stellenweise wie aus einer anderen Zeit. Mehr Experimente, mehr Alternative- und sogar Art-Einflüsse, dazu deutlich präsentere elektronischere Einflüsse – der Indie-Ansatz des Debüts erhält nun einen frischen Anstrich. „Conversations On A Lonely Star“ arrangiert Gedankenfetzen um musikalisch wechselhafte Tracks, die präzisen Minimalismus mit wuchtigem Druck torpedieren.

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Lehnen

Lehnen – Negative Space

Vor einigen Jahren schrieben Die Ärzte ein Lied vom Scheitern. Lehnen machen ein ganzes Album daraus. Die drei Wiener klopfen nach gut sechs Jahren endlich wieder an und betrachten, wie sich die Angst vorm Scheitern in der heutigen Gesellschaft gestaltet, wie man im Konflikt mit sozialen Konstrukten und Erwartungen einen Platz sucht, ob und wie man das eigene Schicksal ändern kann und will. Dabei verbleibt stets etwas leerer Raum, ein „Negative Space“, der gefüllt werden will. Und genau das tun Lehnen mit ihren zehn neuen Tracks.

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Iron Lizards

Iron Lizards – Hungry For Action

Einfach mal auf die Kacke hauen und Dampf machen: So oder so ähnlich starten Iron Lizards durch. Das französische Power Trio mag es gerne laut und schnell, lose zwischen Garage Rock, 90s-Alternative-Klängen und ruppigem Punk mit Hardcore-Einschlag angesiedelt. Eine erste EP erschien 2016, später spielte man unter anderem mit Zeke und Mammoth Mammoth. Bei The Sign Records, ohnehin ausgewiesene Retro-Feinschmecker, finden die eisernen Echsen nun ein neues Zuhause und veröffentlichen ihr Debütalbum. Der Titel „Hungry For Action“ ist Programm.

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I Feel Fine

I Feel Fine – The Cold In Every Shelter

I Feel Fine richten den Blick nach innen und tragen das Er- sowie Gelebte nach außen. Das Quartett aus Brighton macht seinem mehrdeutigen Namen, der sowohl Zufriedenheit ausdrücken, aber auch zwischen Sarkasmus und Abtun des aufgewühlten Gemütszustands pendeln kann, alle Ehre. Und genau das spiegelt sich in den Lyrics von Gitarrist Nathan Tompkins widerspiegeln. Entsprechend fragil und kraftvoll zeigt sich der Sound, der Alternative Rock, Emo, Math, Post Rock und neuerdings sogar ein wenig Alternative Country mitbringt. Nach einer kurzweiligen EP ist „The Cold In Every Shelter“ das Debütalbum der vier Briten.

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