Schlagwort: Alternative Rock

Horse Jumper Of Love

Horse Jumper Of Love – So Divine

Wie schwerfällig Musik sein kann, zeigt aktuell ein Trio aus Boston: Horse Jumper Of Love haben nicht nur einen der besten Bandnamen überhaupt, sondern auch ein Urverständnis für entschleunigte, depressive Musik. Alternative Rock, Post Punk und schemenhafte Darstellung menschlicher Gefühlsregungen laufen durch den Anti-Punk-Fleischwolf und suchen nach dem Sinn in der Aussichtslosigkeit. Der Titel des zweiten Albums „So Divine“ ist folgerichtig mit Vorsicht zu genießen, wohl sarkastisch zu verstehen.

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allusinlove

allusinlove – It’s Okay To Talk

Als etablierte Britpop-Granden zum Jahrtausendwechsel mit etwas psychedelischeren Klängen experimentierten, dürften allunsinlove ganz genau zugehört haben. Das Quartett aus Castleford, einer alten Bergbaustadt bei Leeds, spielten ihren ersten Gig an Halloween 2012 als Allusondrugs. Seit kurzem haben sie einen neuen Namen und genug Material für ein Debütalbum. „It’s Okay To Talk“ deckt so ziemlich alles, was unter Rock firmiert, in 43 kurzweiligen Minuten ab.

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Alex Lahey

Alex Lahey – The Best Of Luck Club

„I Love You Like A Brother“ mischte im Herbst 2017 zumindest die Musikszene Down Under auf. Alex Lahey landete mit einer herrlich scharfsinnigen, humorvollen und eingängigen Platte zwischen Alternative Rock, Indie und ein wenig Singer/Songwriter einen Volltreffer, der hierzulande allerdings nicht annähernd ausreichend Aufmerksamkeit erreichte. Ob es jetzt besser klappt? Lahey widmet sich Selbstzweifeln, mentaler Gesundheit, Trennungen und neuen Beziehungen sowie der Gelangweiltheit ihrer Generation. „The Best Of Luck Club“ entpuppt sich als kleine Offenbarung.

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Filthy Friends

Filthy Friends – Emerald Valley

Bei den Namen hinter Filthy Friends denkt man unweigerlich an eine Supergroup. Klar, schließlich sind Corin Tucker (Sleater-Kinney) und Peter Buck (R.E.M.) nicht irgendwer. Ursprünglich tat man sich zusammen, um Bowie-Songs zu covern, später wurde eine Band – aktuell mit Mitgliedern von The Minus 5, Fastbacks und Bitchface – daraus. Der ruppige Alternative Rock mutet tatsächlich wie eine Art Schnittmenge zwischen den jüngeren Sleater-Kinney-Platten und den etwas ungeschliffeneren Anfängen von R.E.M. an, „Emerald Valley“ ist bereits das zweite Studioalbum.

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Frank Carter & The Rattlesnakes

Frank Carter & The Rattlesnakes – End Of Suffering

Frank Carters musikalische Wurzeln verblassen mehr und mehr. Von Hardcore und bissigem Punk ist herzlich wenig zu hören, stattdessen setzt er gemeinsam mit seinen Rattlesnakes auf druckvollen bis hymnischen Rock mit packenden Hooks und einem Hauch von Rebellion. „End Of Suffering“, während der Londoner Hitzewelle von 2018 aufgenommen, versteht sich als Weckruf und erklärt euphorisch, dass man auch leben kann, ohne andauernd Scheiße fressen zu müssen. Mahlzeit.

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Trade Wind

Trade Wind – Certain Freedoms

Mehr musikalisches Notizbuch als Nebenprojekt, so oder so ähnlich lässt sich Trade Wind zusammenfassen. Die Band um Mitglieder von Stray To Your Path und Stick To Your Guns verarbeitet Ideen, die bei ihren jeweiligen Hauptbands kaum Platz hätten. Alternative Rock, ein wenig Post-Hardcore und weit offene Songstrukturen ließen bereits das Debüt „You Make Everything Disappear“ zu einer spannenden Grenzerfahrung reifen. „Certain Freedoms“ geht gefühlt gleich drei Schritte weiter.

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The Wolf Howls When I Scream Your Name

The Wolf Howls When I Scream Your Name – To Be Where There Is Pale Light

Ursprünglich als Soloprojekt von Sänger und Gitarrist Matthew Awbery angedacht, merkte der Brite schnell, dass seine Songs besser im Bandformat funktionieren würden. Harry Woodrow (Bass) und Sam Johnson (Drums) schlossen sich The Wolf Howls When I Scream Your Name an, eine erste EP war schnell aufgenommen. „To Be Where There Is Pale Light“ erinnert mit seinem angenehm schroffen, emotional aufwühlenden Alternative Rock ein wenig an Thrice und Radiohead.

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Kind Kaputt

Kind Kaputt – Zerfall

Musikalisch klingt das, was Kind Kaputt auf ihrem Debütalbum „Zerfall“ zelebrieren, durchaus vertraut. Alternative Rock, Post-Hardcore und ein wenig Emo mit deutschen Texten erinnern im besten Sinne an Fjørt, Lyvten und Heisskalt. So weit, so gut? Nicht ganz, denn beim Aufbau orientierte sich das Quartett am literarischen Genre des Bildungsromans. Über zwölf Songs wird die Entwicklung einer Figur an der Schwelle zur Reife in steter Kollision mit der harschen Realität ausgebreitet. Klingt anspruchsvoll, ist es auch.

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Westkust

Westkust – Westkust

Göteborg, oh du Brutstätte aller Melodic Death Metal-Urväter. In Hartwurst-Kreisen ist die Stadt an der schwedischen Westküste als Mekka für eingängig-brachiale Klänge bekannt, aber darüber hinaus? Hier findet sich so manche spektakuläre Band, darunter auch Westkust, zu Deutsch „Westküste“ – na, klingelt’s? Nach dem Release ihres Debütalbums gingen drei Mitglieder im Guten von Bord. Mit erneuertem Line-up und nun nur noch zu viert unterwegs, wuchs die betörende Mischung aus Shoegaze, Dream-Pop und Alternative Rock nur noch weiter. Bezeichnenderweise trägt das zweite Album bloß den Bandnamen.

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Coppersky

Coppersky – Orbiter

Coppersky um die drei in Kolumbien geborenen Brüder Zwart melden sich mit einem neuen Nackenschlag zurück. Die niederländische Alternative-Band versteht sich auf dicke Riffs, 70s-Referenzen, Power-Pop und einen Hauch von Grunge – im Prinzip alles, was die letzten gitarrenverstärkten Jahrzehnte so hervorgebracht haben. „Orbiter“, das mittlerweile dritte Studioalbum, befasst sich vornehmlich mit Enttäuschung und zwischenmenschlichen Beziehungen, und genauso heavy wie zerrissen klingen auch diese neun Tracks.

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