Schlagwort: Blues Rock

Tinariwen

Tinariwen – Hoggar

Seit mittlerweile 45 Jahren tragen Tinariwen die Klänge der Sahara in die weite Welt hinaus. Das nordafrikanische Kollektiv zählt viele prominente Fans, tourte durch die Welt und gewann 2012 sogar einen Grammy. Politische Unruhen in Mali ließ die Gründungsmitglieder abermals reisen und sich aktuell in Algerien niederlassen. Ihr neuestes Album nahmen sie in einem von der Tuareg-Band Imarhan eingerichteten Studio ein, zudem singen Ibrahim Ag Alhabib und Abdallah Ag Alhousseyni erstmals seit über 30 Jahren wieder gemeinsam. Mit Liya „Diarra“ Ag Ablil meldete sich ein weiteres Gründungsmitglied nach über zweieinhalb Jahrzehten zurück. Wenig überraschend klingt „Hoggar“ überaus kraftvoll.

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The Sophs

The Sophs – GOLDSTAR

Sechs junge Menschen aus Los Angeles und ein Demotape – so oder so ähnlich begann es einst für The Sophs, die ihre ersten Songs direkt an diverse Lieblingslabels schickten. Bereits am nächsten Tag bekamen sie Antwort von Rough Trade Records, der Rest ist sympathische Geschichte. Seit letztem Sommer erscheinen bereits ein paar Songs hier und da, nun steht das vielschichtige erste Album in den Startlöchern. „GOLDSTAR“ sehnt sich nach Anerkennung und fragt sich zugleich, ob man denn das Richtige tatsächlich aus den richtigen Gründen tut.

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The Sheepdogs

The Sheepdogs – Keep Out Of The Storm

Vergangenen Herbst verließ Drummer und Gründungsmitglied Sam Corbett The Sheepdogs nach stolzen 21 Jahren, um sich auf seine Familie zu konzentrieren. Die kanadischen Rocker reagieren auf diesen personellen Einschnitt mit einer erstaunlich lauten, selbstbewussten Platte, die einfach macht. Jede Session wurde mit einem anderen Schlagzeuger begangen, zudem ist Gitarrist und Backing-Sänger Ricky Paquette zum ersten Mal seit seinem Einstieg im Herbst 2022 auf einem kompletten Album zu hören. Mit „Keep Out Of The Storm“ erscheint zudem erstmals eine Full-Length-Platte über das eigene Label der Sheepdogs.

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Reverend Stomp

Reverend Stomp – Mescalero Ranger

Vier Herren aus Wien, die Wurzeln in Übersee am Chiemsee, der Sound sumpfig und surfend. Reverend Stomp nennen ihre Musik ‚Swamp Surf‘ und haben damit ein neues Genre erfunden. Blues, Surf, Garage, Alternative und ein wenig Americana stecken unter anderem im wilden, bekömmlichen Mix des Quartetts um Charakterstimme Christoph Mooser, der für zusätzliche Würze sorgt. Live im Studio eingespielt, klingt das zweite Album „Mescalero Ranger“ wie der Soundtrack zu einer Fahrt durch den wüsten Süden Amerikas und ist dabei stets auf hochspannende Weise sein ganz eigenes Ding.

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Lucinda Williams

Lucinda Williams – World’s Gone Wrong

Um klare Worte war Lucinda Williams nie verlegen, und die braucht es aktuell mehr denn je. Die mehrfache Grammy-Gewinnerin hat nach diversen Cover- und Jukebox-Platten wieder komplett neues Material im Gepäck und bezieht Stellung als Stimme in einer Welt, die am Abgrund steht, in ihrer Heimat diesen vielleicht bereits längst hinabstürzt. Im vergangenen Frühjahr aufgenommen, trägt „World’s Gone Wrong“ die Kampfansage bereits im Titel und versucht sich als deutlicher Schlachtruf, ohne jedoch die schönen Seiten, die Lichtblicke des Alltags zu ignorieren.

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Gavial

Gavial – Thanks, I Hate It.

Die Namensänderung war wichtig, die Musik blieb stark: Gavial meldeten sich im Mai 2023 erstmals unter dieser Bezeichnung und mit einem ersten Album, „Vor“. Bassist Paul kam erst hinzu, als der Großteil der Songs bereits geschrieben waren. Das ändert sich auf dem Nachfolger, wo der Tieftöner eine aktive Songwriting-Rolle erhielt; die Quartett-Besetzung in der Dreiecksachse zwischen Berlin, Dresden und Leipzig wurde konzentriert ausgereizt. An der rund um Blues und Psychedelic Rock angesiedelten Grundausrichtung änderte sich zwar wenig, doch findet „Thanks, I Hate It.“ neuen Zugang zu noch intensiverem Tiefgang.

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Drink The Sea

Drink The Sea – Drink The Sea I & II

Ein guter Geist schwebt über dem Doppel-Einstand einer prominent besetzten Band, und ist doch leider nicht mehr her: Hinter Drink The Sea stecken verschiedene Musiker, die unter anderem mit Mark Lanegan zusammengearbeitet hatten. Am Start sind Duke Garwood, Alain Johannes (u. a. Queens Of The Stone Age), Peter Buck (R.E.M.), Barrett Martin (u. a. Screaming Trees) sowie Multi-Instrumentalistin Lisette Garcia. Musikalisch bewegt man sich durchaus im Geiste der legendären Reibeisen-Stimme, von transzendentalen und angenehm globalen Einflüssen begleitet – bluesig, wüst, mit Alternative- und sogar Folk-Chic ausgestattet. Zu Beginn gibt es gleich ein Doppelalbum, „Drink The Sea I“ und „Drink The Sea II“, innerhalb 14 Tagen separat erschienen.

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Mirador

Mirador – Mirador

Gesucht und gefunden, so könnte man die Freundschaft von Jake Kiszka und Chris Turpin nennen. Die beiden Herren lernten sich kennen, als Turpins Band Ida Mae für Kiszkas Greta Van Fleet 2018 den Support gab, bereits im Folgejahr begann man Backstage zu jammen. Mit Mikey Sorbello an den Drums und Nick Pini am Bass und am Keyboard – zwei ehemalige musikalische Partner Turpins – war schnell eine komplette Band gefunden, die als Mirador im Vorjahr fleißig tourte. Wenig überraschend klingt das erste Album, schlicht „Mirador“ genannt, wie die Schnittmenge beider Bands.

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The Birch

The Birch – Vicious Mind

Drei junge Menschen aus Quedlinburg in Sachsen-Anhalt transportieren den Sound vergangener Generationen ins Hier und Jetzt. The Birch verstehen sich auf Psychedelic Rock mit starkem Blues-Einschlag und bemühen sich um eine gewisse Retro-Note, ohne tatsächlich wie ein x-belibiger Retro-Act zu klingen. Für ihr zweites Album verschlug es das Trio nach Miami Beach, was dem Sound natürlich einen gewissen internationalen Einschlag verlieh, ohne auf die psychedelischen, rockenden Basics zu vergessen. Irgendwo dazwischen macht es sich „Vicious Mind“ gemütlich, der Einstand für Tonzonen, und könnte der Auftakt einer ganz großen Reise sein.

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Werewolf Etiquette

Werewolf Etiquette – Werewolf Etiquette

Als sich Mother Tongue nach sechsjähriger Auflösungsphase wieder zurückmeldeten, war Drummer Geoff Haba nicht an Bord. Über Jahre hinweg lud er Bassist und Mitbegründer David „Davo“ Gould zu Coffee & Conversation ein, der zögerte jedoch erst. Irgendwann traf man sich doch, jedoch unter ganz anderen Voraussetzungen: Instrumente einstecken und rocken. Daraus entstand Werewolf Etiquette, ein rhythmisches Duo komplett ohne Gitarren, das Bass und Schlagzeug in den Mittelpunkt rückt und zugleich musikalische Erwartungen ad absurdum führt. Bevor man gemeinsam mit Mother Tongue unter anderem zur Noisolution Party kommt, erscheint eine erste EP mit dem knappen wie einfachen Titel „Werewolf Etiquette“.

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