Schlagwort: Psychedelic Rock

GUV

GUV – Warmer Than Gold

Erst war er Young Governor, dann Young Guv, jetzt nur noch GUV: Ben Cook verkürzt seinen Namen ein weiteres Mal, bleibt seinem Faible für feine, unwiderstehliche Popsongs mit Ecken und Kanten jedoch treu. Dieses Mal begegnet er den großen Fragen und Themen des Lebens mit ebenso großen Beats und Hooks. Mehr Britpop, mehr Madchester und mehr Psychedelia halten Einzug in den Sound, abermals mit Dauer-Songwriting-Partner James Matthew Seven (No Warning) erarbeitet. Zwar hatte man bei den gemeinsamen Sessions in Portugal am Ende mehr Spaß als fertige Songs, doch war das Fundament für die verfeinerte Ausrichtung von „Warmer Than Gold“ gelegt.

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YIN YIN

YIN YIN – Yatta!

Die kleinen und großen, gerne cineastisch angehauchten Weltreisenden YIN YIN melden sich zurück, fast auf den Tag genau zwei Jahre nach „Mount Matsu“. Auf dem Weg quer über globale Tanzflächen tankt sich der instrumentale Sound des niederländischen Quartetts durch fantasievolle Jams von Nord nach Süd, Ost nach West. Einmal mehr dominierten östliche Stimmungen, auch der Titel ihres neuen Albums kommt eigentlich aus dem Japanischen. „Yatta!“ heißt so viel wie „Wir haben es geschafft!“, und erreicht haben YIN YIN mit dieser Platte richtig viel.

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Gavial

Gavial – Thanks, I Hate It.

Die Namensänderung war wichtig, die Musik blieb stark: Gavial meldeten sich im Mai 2023 erstmals unter dieser Bezeichnung und mit einem ersten Album, „Vor“. Bassist Paul kam erst hinzu, als der Großteil der Songs bereits geschrieben waren. Das ändert sich auf dem Nachfolger, wo der Tieftöner eine aktive Songwriting-Rolle erhielt; die Quartett-Besetzung in der Dreiecksachse zwischen Berlin, Dresden und Leipzig wurde konzentriert ausgereizt. An der rund um Blues und Psychedelic Rock angesiedelten Grundausrichtung änderte sich zwar wenig, doch findet „Thanks, I Hate It.“ neuen Zugang zu noch intensiverem Tiefgang.

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Imarhan

Imarhan – Essam

Imarhan tragen den Klang der Wüste in den Rest der Welt hinaus. Das algerische Quintett verbindet klassische Tuareg-Klänge mit Blues und Desert Rock, mit folkloristischem Charme und gelegentlicher Psychedelia sowie Elektronik versehen. Ihr mittlerweile viertes Album setzt sich mit schweren Themen auseinander. „Essam“ ließ sich unter anderem vom Konflikt an der algerisch-malischen Grenze, von politischer Instabilität in der Sahara, aber auch von den Unruhen im Zuge der letzten Pandemiejahre inspirieren. Zugehörigkeit und Entwurzelung treten in nahezu konstanten Konflikt.

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Psychedelic Porn Crumpets

Psychedelic Porn Crumpets – Pogo Rodeo

Psychedelic Porn Crumpets sind fleißig, ob auf oder neben Bühne. 2025 gab es sogar gleich zwei Studioalben, weil live nicht ganz so viel ging. Das lag unter anderem am Ellenbogenbruch von Sänger und Hauptsongwriter Jack McEwan, der beim Songwriting notgedrungen auf das ungeliebte Keyboard umsteigen muss. Das hinterließ jedoch Eindruck und prägte den Sound des australischen Sextetts durchaus, ohne auch nur annähernd von vertrauten Klängen abzurücken. Viel mehr punktet „Pogo Rodeo“ mit spannenden und selbst für Band-Verhältnisse durchaus ungewöhnlichen, doch stets willkommenen Facetten.

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Khruangbin

Khruangbin – The Universe Smiles Upon You ii

Es gibt Grund zu feiern: „The Universe Smiles Upon You“, das erste Album von Khruangbin, feierte heuer 10. Geburtstag. Wo sich andere Bands auf mehr oder minder spärlich ausgestattete Neuauflagen konzentrieren, krempelte das Trio seinen Einstand komplett um. Von 4. bis 6. Jänner diesen Jahres wurde die Platte in der Familien-Scheune von Gitarrist Mark Speer komplett neu eingespielt – gleicher Zeitraum und gleicher Ort wie vor zehn Jahren. Diese Live-Aufnahmen durften sich bewusst von der Vorlage unterscheiden und zeugen von der gewonnen Erfahrung sowie dem Finetuning der Tracks auf der Bühne. „The Universe Smiles Upon You ii“ pendelt irgendwo zwischen neuem Album und frischem Anstrich.

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Papir

Papir – IX

Ja, sie können zählen, versprochen. Und doch scheinen Papir eine Nummer ausgelassen zu haben. „VIII“ oder „8“ wurde aber keinesfalls übersprungen, wie das Trio aus Kopenhagen zu Protokoll gibt, man sei bloß mit dem Ergebnis (noch) nicht zufrieden. Irgendwann wird diese Platte aber kommen, das ist fest versprochen. Somit steht nun „IX“ in den Startlöchern und macht exakt dort weiter, wo „7“ vor drei Jahren aufgehört hatte. Dürfen es vielleicht noch ein paar Nummern mehr sein? Nein? Gut, denn der mittlerweile vertraute Sound zwischen Krautrock, Psychedelia und Ambient verdient so und so volle Aufmerksamkeit.

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The Birch

The Birch – Vicious Mind

Drei junge Menschen aus Quedlinburg in Sachsen-Anhalt transportieren den Sound vergangener Generationen ins Hier und Jetzt. The Birch verstehen sich auf Psychedelic Rock mit starkem Blues-Einschlag und bemühen sich um eine gewisse Retro-Note, ohne tatsächlich wie ein x-belibiger Retro-Act zu klingen. Für ihr zweites Album verschlug es das Trio nach Miami Beach, was dem Sound natürlich einen gewissen internationalen Einschlag verlieh, ohne auf die psychedelischen, rockenden Basics zu vergessen. Irgendwo dazwischen macht es sich „Vicious Mind“ gemütlich, der Einstand für Tonzonen, und könnte der Auftakt einer ganz großen Reise sein.

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Nusantara Beat

Nusantara Beat – Nusantara Beat

Mitglieder so illustrer Bands wie EUT, Jungle By Night und Altin Gün widmen sich als Nusantara Beat ihren gemeinsamen indonesischen Wurzeln. Bassist Michael Joshua wurde in West-Java geboren, seine vier Mitstreiter in den Niederlanden, jedoch als Kinder indonesischer Familien. Ihre ersten Singles widmeten sich Sunda Pop, einer Musikrichtung aus den 60s und frühen 70s, die modernere bis westlichere Pop-, Psych- und Surf-Klänge mit traditioneller sundaneischer Musik verbindet. Für ihr komplettes Album gibt es eigenes Material – die Texte erst auf Englisch geschrieben und später übersetzt, aber den Sound mit dem obligatorischen Brückenschlag zwischen der alten und der neuen Heimat.

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Hook, Line And Sinker

Hook, Line And Sinker – Terre Brûlée

Eine etwas andere Auseinandersetzung mit Jazz, die im Endeffekt alles andere als das war, erwies sich für Hook, Line And Sinker als Glücksgriff. „(Smooth Jazz Implies The Existence Of) Rough Jazz“ war vor mittlerweile dreieinhalb Jahren ein echter Geheimtipp, der immer noch nachhallt, dessen Mischung aus Stoner- und Desert-Riffs, Fuzz und ein wenig Psychedelia zu Verzückung führte. Das Trio aus Fribourg in der Schweiz trat seither – natürlich – keineswegs auf der Stelle, sondern suchte und fand neue Möglichkeiten, den eigenen Sound zu verfeinern. „Terre Brûlée“ schraubt nicht nur die Heavyness weiter nach oben.

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