Kategorie: Alben

Free Throw – Bear Your Mind

Free Throw legen nach. Fünf Jahre nach Bandgründung ist das Quintett aus Nashville, Tennessee drauf und dran, sich als Experten für emotional aufwühlenden Punk Rock mit Pop-Untertönen zu etablieren. Nebenbei packen die US-Amerikaner zig Pokémon-Referenzen in ihre Songs und Songtitel, greifen aber ebenso ernste Themen an. Das neue Album „Bear Your Mind“ entwickelt sich schnell zur aufreibenden Tour de Force.

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8kids – Denen die wir waren

Eines der ungeschriebenen Gesetze der Musikbranche lautet: In deutscher Sprache wird erst gesungen, wenn der Boom eines Genres schon wieder abklingt. Das war beim Punk so, ebenso beim Hardcore und, jüngstes Beispiel, beim Metalcore. Nun ist auch der Post-Hardcore an der Reihe. Die kommerzielle Erfolgswelle liegt mit Bands wie Funeral For A Friend, Thrice, Underoath und den Architects knapp zehn Jahre zurück, doch erst seit etwa drei Jahren gibt es mit Marathonmann oder Fjørt im deutschsprachigen Underground nennenswerte Bands. „Denen die wir waren“, das Debütalbum des Darmstädter Trios 8kids, könnte mit seinem poppigen Charme aber sogar im Mainstream für Aufsehen sorgen.

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The Amazons – The Amazons

Immer wieder drängen junge, hungrige Gitarrenbands von der Insel aufs Festland vor, allein mangelte es ihnen zuletzt vor allem an Durchsetzungsvermögen. The Amazons könnten diesen Trend nun – endlich – umkehren. Das Quartett aus Reading, einige Kilometer westlich von London, machte 2015 mit einer ersten Demo auf Soundcloud auf sich aufmerksam und findet sich heuer in sämtlichen Hitmaker-Polls wieder. Schlicht „The Amazons“ betitelt, bemüht sich das Debütalbum um klassische Indie-Klänge.

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Justin Townes Earle – Kids In The Street

Wie der Vater so der Sohn: Ein Jahr nach Steve Earles starker Platte mit Shawn Colvin zieht nun Filius Justin Townes, benannt nach Townes Van Zandt, nach. Der 35jährige unterschrieb vor kurzem bei New West und zeigt sich auf seinem mittlerweile achten Studioalbum hörbar gereift. Earle heiratete, wurde Vater und nahm erstmals außerhalb von Nashville auf. „Kids In The Street“ ist eine bewegende wie bewegte Platte geworden.

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Dragonforce – Reaching Into Infinity

Nach ihrer Gründung 1999 und ihrem Bekanntwerden über ein MP3-Portal, entwickelten sich die Briten von Dragonforce schnell zu den Königen des ultramelodiösen Hochgeschwindigkeitsmetals. Damit hatten sie ihre eigene Nische gefunden, Kritiker bemängelten aber oft die stilistische Limitiertheit. Nach einigen schwächeren Alben und einem Sängerwechsel entdeckten Dragonforce auf „The Power Within“ 2012 die Tempiwechsel und gestalteten das 2014er Album „Maximum Overload“ noch etwas abwechslungsreicher. 2017 reicht ihnen aber auch das nicht mehr – auf „Reaching Into Infinity“ sprengen sie die abgesteckten Genregrenzen des Power Metals.

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The Wholls – The Wholls

Sind sie ‚the next big thing‘ am britischen Gitarrenrock-Markt? Die Indie-Szene spricht seit anderthalb Jahren über The Wholls. Das Quartett aus Bedford hat sich seinen Status als neue Indie- und Alternative-Hoffnungsträger hart erarbeitet und erinnert ein wenig an die Arctic Monkeys – ungestüm und launig wie zu Anfangstagen, anspruchsvoll und etwas komplexer wie auf den jüngeren Wüstenalben. Schlicht „The Wholls“ betitelt, rollt nun das erste Album vom Stapel.

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Millionaire – Sciencing

In den späten 90er Jahren und frühen 2000ern war Tim Vanhamel das Poster Child der belgischen Rockszene. Evil Superstars, dEUS, Millionaire und ein Abstecher über den großen Teich zu den Eagles Of Death Metal standen auf dem Programm. Im letzten Jahrzehnt tendierte sein Output, abgesehen von einer Solo-Platte und ein paar Gastauftritten, jedoch gegen Null. Zwölf Jahre nach „Paradisiac“ reaktiviert er nun Millionaire. Das neue, dritte Studioalbum „Sciencing“ nahm er binnen zwei Monaten in Costa Rica auf. Vanhamels Showcase-Projekt zeigt sich zugleich von vertrauter und neuer Seite.

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!!! (Chk Chk Chk) – Shake The Shudder

Sie tanzen weiter und weiter und weiter. Wer kann !!! aufhalten? Das lautmalerische Sammelsurium mit den Klick-Geräuschen im Namen tankt sich seit bald zwei Jahrzehnten durch den New Yorker Underground und taucht alle Jahre aus dem Studio auf, um etwas Nachschub für die nächste Tour aufzubereiten. Eineinhalb Jahre nach „As If“ folgt nun „Shake The Shudder“, auf dem sie unter anderem ihre beiden neuen Live-Sängerinnen Lea Lea und Meah Pace vorstellen.

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Caspian Sea Monster – Caspian Sea Monster

Stolze fünf Jahre versuchten Musiker der Chemnitzer Bands Playfellow, Calaveras und Might Sink Ships eine gemeinsame Platte auf die Beine zu stellen, viel zu oft von den jeweiligen Hauptschauplätzen unterbrochen. Caspian Sea Monster, der Spitzname eines russischen Bodeneffektfahrzeugs, wird nun zur Überschrift für spektakuläre gemeinsame Unternehmungen zwischen Post Rock und emotional aufgeladenen Alternative-Klängen. Das Album heißt schlicht und ergreifend wie die Band und zählt zu den bislang größten Entdeckungen des Jahres.

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The Wooden Sky – Swimming In Strange Waters

The Wooden Sky werfen gleich eine Reihe an Fragen auf. Wohin wollen sie musikalisch gehen? Antworten bleiben aus. Welches Konzept steckt hinter dem wilden Soundmix mit zig lyrischen Fäden, die sich im Nirgendwo verlaufen? Auch das wollen die Kanadier nicht verraten. Einzig – das lässt sich mit Sicherheit sagen – der Albumtitel stammt von Frank Herberts Sci-Fi-Roman „Dune“. „Swimming In Strange Waters“ ist bereits das fünfte Album von The Wooden Sky, das abermals Indie, Psychedelia, Americana und Art-Rock in einen großen Topf wirft.

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