Kategorie: Alben

Tanita Tikaram – Closer To The People

Gleich mit ihrem ersten Album „Ancient Heart“ erreichte die Britin Tanita Tikaram 1988 Weltruhm. Ihre Single „Twisting My Sobriety“ ist auch heute noch auf der Playlist jedes Radiosenders, der etwas auf sich hält, zu finden. An diese Erfolge konnte sie zwar nicht mehr anknüpfen, blieb und bleibt jedoch synonym mit intelligenter Musik, kreativen Texten und offenen Ohren für neue Ufer. Auf „Closer To The People“ widmet sich Tikaram nun dem Blues, den sie liebend gerne mit ihrer Live-Band spielt.

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Palehound – Dry Food

Zarte 21 Jahre ist Ellen Kempner jung und bereits drauf und dran, die Indie-Welt zu erobern. Als Palehound tourt die Gitarristin und Sängerin aus Boston aktuell durch Europa und bringt ihr Debütalbum mit, das in ihrer amerikanischen Heimat gerade im Blog-Mikrokosmos abgefeiert wird. Kempner spielte, abgesehen vom Schlagzeug, alle Instrumente auf „Dry Food“ selbst ein und hatte nebenher noch Zeit, ein hochgradig abwechslungsreiches Werk zu schreiben.

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Black River Delta – Devil On The Loose

Woher nehmen skandinavische Bands eigentlich ihr Urverständnis für den guten, alten Gevatter Blues? Was genau in den wilden, eisigen Wäldern im hohen Norden wächst, das selbst die eigentlichen Impulsgeber aus den USA in den Schatten stellt, ist unklar. Black River Delta aus Schweden könnten den Soundtrack für „Longmire“ oder „Justified“ liefern, würde letztere Serie noch existieren. Mit „Devil On The Loose“ übt sich das Trio in feinster Blues-Rock-Gestik.

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Wintersleep – The Great Detachment

Nach dem unterhaltsamen „Hello Hum“ nahmen sich Wintersleep erst einmal eine längere Auszeit, um frische Energie zu tanken. In ihrer kanadischen Heimat sind sie bereits eine Alternative-Institution, hierzulande fristen sie nach wie vor ein Randdasein. Immerhin ist „The Great Detachment“ nun das erste Album, das zeitgleich auch in Deutschland erscheint. Es handelt sich um eine echte Bandplatte, von einer „sehr eigenartigen Energie“ im Studio war im Vorfeld die Rede.

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Poliça – United Crushers

Wenn Channy Leaneagh durch das urbane Kargland ihrer Heimatstadt Minneapolis fährt, stößt sie immer wieder auf denSlogan „United Crushers“, aufgesprüht auf Brücken, Wänden und Fassaden. Er steht für zerstörte Träume und eine Metropole, die sich durch Verbrechen und Gewalt längst zerfleischt hat. Aus diesem Slogan wurde der Titel des dritten Poliça-Albums, das nun nach der ersten kleineren Auszeit, in der die Sängerin zum zweiten Mal Mutter wurde, erscheint.

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Wakey Wakey – Overreactivist

Auf das überbordende Mammutwerk folgt eine Rückbesinnung auf die eigenen Stärken: Angetrieben vom Erfolg durch Soundtrack-Platzierung samt Nebenrolle in „One Tree Hill“, arbeitete Michael Grubbs, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Wakey Wakey, mit sieben Produzenten und 15 Songwritern an „Salvation“. Die Reaktionen darauf fielen allerdings verhalten aus, weswegen sich der New Yorker wieder im Studio einschloss und ohne Einflüsse von außen aufnahm. „Overreactivist“ klingt nun nach einem Musiker, der nach Hause gefunden hat.

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Holy Esque – At Hope’s Ravine

Diese Stimme, diese eigentümliche Stimme – als wäre der Sound von Holy Esque nicht schon speziell genug, ist da noch dieses ganz besondere Tremolo-Falsett von Pat Hynes. Kratzig, luftig, eindringlich, wütend, furios führt er durch elf Songs, die irgendwo zwischen Post Punk und den Anfängen der Simple Minds, zwischen der ungestümen Glorie von JJ72 und der ewigen Suche von Echo & The Bunnymen platziert sind. Und eigentlich doch ganz anders klingen. Und so eigen. „At Hope’s Ravine“ heißt das Album zu einem der interessantesten musikalischen Phänomene des Jahres.

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The Scenes – Sex, Drugs And Modern Art

The Scenes stehen vor einer Mammutaufgabe, schließlich müssen sie an ihr bärenstarkes zweites Album „Beige“ anknüpfen. Das wahnwitzige Art-Rock-Meisterwerk mit Ausuferungen in käsig-poppige und wütende Hardcore-Gefilde legt die Latte entsprechend hoch. Für „Sex, Drugs And Modern Art“ wollen die sechs Finnen nun etwas weiter weg vom latenten Wahnsinn und kündigen stattdessen ein songdienlicheres Werk an.

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School Of Seven Bells – SVIIB

Im kreativen Sommer 2012 legten Alejandra Deheza und Benjamin Curtis den Grundstein für ein neues School Of Seven Bells-Album. Nur eineinhalb Jahre später war Curtis im Alter von 35 Jahren an einer seltenen Form von Leukämie verstorben. Deheza entschloss sich das gemeinsame Material dieses besonderen Sommers mit Produzent und Multi-Instrumentalist Justin Meldal-Johnson fertigzustellen. „SVIIB“ schließt das Kapitel School Of Seven Bells endgültig.

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The Dirty Nil – Higher Power

„Ist das noch Punkrock?“, fragten wütende Fat Wreck-Fans, als The Dirty Nil auf dem Edel-Punk-Label 2011 ihre Debütsingle veröffentlichen. Nein, ist es natürlich nicht, und gerade deswegen macht der Sound der drei Kanadier so viel Spaß. Einige Jahre sind mittlerweile ins Land gezogen, nun steht das erste Album „Higher Power“ endlich in den Startlöchern. Darauf zu hören: 90s College-Rock mit Noise-Energie und dezenten Hardcore-Einflüssen.

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