Kategorie: Alben

Bantam Lyons – Melatonin Spree

Weltschmerz trifft auf Spielfreude, wenn sich Bantam Lyons ihre Gitarren umschnallen. Das junge bretonische Quartett versteht sich auf Indie Rock, Post Punk und einen nicht zu verhehlenden Hauch von trister Emotionalität, der schon mal an The Smiths oder Joy Division erinnert, gleichzeitig aber auch die mitreißende Kühle von The Twilight Sad oder den frühen Editors in sich trägt. Das liest sich speziell und abwechslungsreich, trifft aber vor allem mitten ins Herz: „Melatonin Spree“ wird zum Aufgalopp nach Maß.

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Spring King – Tell Me If You Like To

Als Teenager veranstaltete Tarek Musa Partys in seinem Elternhaus, teils ohne Gäste, und spielte Gitarrensongs, die er aus vorbeifahrenden Autos hörte. Heute ist er als Produzent und Frontmann von Spring King endlich mit einer Hörerschaft gesegnet. Das US-Quartett versteht sich auf durchaus feiertaugliche Rockmusik mit Garage- und Pop-Elementen, bleibt textlich aber eher düster. Auf „Tell Me If You Like To“ setzt es gleich zehn solcher kleiner Kunstwerke.

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The Frank And Walters – Songs For The Walking Wounded

Nach ersten Charterfolgen in Großbritannien und ihrer irischen Heimat 1992 verschwanden The Frank And Walters für mehrere Jahre von der Bildfläche. Der frühe Erfolg und damit verbundene Stress resultierte in einer regelrechen „Angst“ vor der Musik. Zwar bäckt das Quartett seither deutlich kleinere Brötchen, ihren Alternative-Perlen sind sie allerdings treu geblieben. Mit dem nunmehr siebten Studioalbum „Songs For The Walking Wounded“ behandeln sie nun Ängste und Nöte aus dem Alltag, sozusagen ein Blick hinter die Fassade der seelischen Gemütswelt.

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My Jerusalem – A Little Death

Ob mit The Gutter Twins oder The Twilight Singers, Jeff Klein war immer am Start, wenn es um etwas düstere und beseelte Gitarrenmusik ging. Projekte kamen und gingen, Freunde zogen sich ins Privatleben zurück, doch der US-Amerikaner zieht seinen Stiefel durch und widmet sich aktuell vor allem My Jerusalem. Anfangs eine Art Allstar-Szene-Band, kann Klein mittlerweile auf ein stabiles Line-up bauen, das Indie und Alternative mit Post Punk und Blues vermengt. „A Little Death“ – der Name ist Programm.

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Broncho – Double Vanity

„Class Historian“ war ein erster kleiner Indie-Hit, mit dem Broncho auf sich aufmerksam machten. Anstatt auf dieser Armada an Hooks aufzubauen, widmet sich das Quartett aus dem US-Bundesstaat Oklahoma nun einem Hauch von Nachdenklichkeit. Zittrige Gitarren, klare 80s-Referenzen und betonte Schwerfälligkeit schlagen ein neues Kapitel in der noch jungen Bandgeschichte auf. „Double Vanity“, das dritte Studioalbum, bricht mit dem bisherigen Schaffen.

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Drowners – On Desire

Der Sommer scharrt in den Startlöchern und auch die Musik passt sich der warmen Jahreszeit an. Luftig-leicht soll sie sein, etwas unbeschwert, zuweilen sogar tanzbar. All das und noch viel mehr trifft auf Drowners um den gebürtigen Waliser Matthew Hitt zu, der seit seinem Umzug nach New York Indie Rock mit New-Wave-Anteilen zelebriert. Das bereits zweite Studioalbum „On Desire“ sammelt zehn unterhaltsame Perlen, die allerdings nicht durchgehend fröhlich und locker anmuten.

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Laura Mvula – The Dreaming Room

Gleich mit ihrem Debütalbum „Sing Me To The Moon“ erreichte Laura Mvula vor drei Jahren die britischen Top 10. Ihre ganz besondere, im Positiven eigentümliche Mischung aus Soul, Jazz und einem Hauch von Bon Iver’scher Kammermusik machte sie zum Kritikerliebling. Wenig später nahm sie die Platte sogar mit einem Orchester neu auf. Nun folgt der nächste Entwicklungsschritt: „The Dreaming Room“ setzt auf vertraute Klänge, bemüht sich aber ebenso um frische Akzente und hat so manch unerwarteten Unterstützer an Bord.

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Cut Out Club – Cut Out Club

Tel Avivs erfrischen bunte Muskszene wirft acht besonders schräge Vögel ab. Cut Out Club spielen in verschiedenen Formationen zusammen und haben sich vor allem als Liveband einen hervorragenden Ruf erarbeitet. Aber auch auf Platte machen die Israelis unheimlich viel Laune. Rock’n’Roll, Funk, Glam und Disco geben sich auf dem schlicht „Cut Out Club“ betitelten Album die Klinke in die Hand. Zeit für eine riesige Party!

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Ben Abraham – Sirens

Musik wurde Ben Abraham bereits in die Wiege gelegt. Seine Eltern, ein Folk-Pop-Duo, waren große Stars in ihrer indonesischen Heimat. Sohn Ben schien sich zunächst in Richtung Mainstream-Pop zu entwickeln, versuchte sich nach demütigenden Erfahrungen aber stattdessen lange Jahre als Drehbuchautor und kam erst über Umwege zur Musik zurück. Der gebürtige Australier tritt auf seinem Debütalbum „Sirens“ in elterliche Fußstapfen mit ähnlich fragilen, zuweilen folkigen Pop-Perlen, die nach Eigenvertrieb in der Heimat dank Secretly Canadian nun um die Welt gehen.

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Garbage – Strange Little Birds

Mit Garbage ist es schon ein kleines Kuriosum. Da sind Shirley Manson, Butch Vig und Konsorten immer wieder jahrelang weg, tauchen plötzlich auf und werden für ihren nach wie vor frischen Sound verdient bejubelt. Wer sich über zwei Dekaden immer wieder neu erfindet und sich dabei dennoch treu bleibt, hat das auch verdient. „Strange Little Birds“ kehrt stellenweise ein wenig zur musikalischen Präsentation des Debüts zurück und setzt verstärkt auf Elektronik.

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