Kategorie: Reviews & Previews

Dinosaur Jr. – Give A Glimpse Of What Yer Not

Seit ihrer Reunion vor über einem Jahrzehnt sind Dinosaur Jr. tatsächlich zur verlässlichen Kreativkraft geworden und haben seither mehr Alben veröffentlicht als zu ihrer goldenen Zeit in den 80er Jahren. Zuletzt standen allerdings vornehmlich Nebenprojekte auf dem Programm. Sweet Apple, Sebadoh und die Solokarriere von J Mascis sorgen dafür, dass die letzte Platte „I Bet To Sky“ bereits vier Jahre zurückliegt. Nun melden sich die Indie- und Alternative-Helden mit „Give A Glimpse Of What Yer Not“ zurück und klingen damit so kraftvoll wie eh und je.

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Wild Beasts – Boy King

Hayden Thorpe wollte ein Soul-Album aufnehmen, Tom Fleming brachte aber eine Gitarre mit ins Studio. Nach dem elektronischen „Present Tense“ planten Wild Beasts musikalische Veränderung. Aus der kreativen Spannung der beiden Köpfe der Band entstand eine Platte, die sowohl als auch ist – gleichermaßen scharfkantig und einfühlsam, tanzbar und sogar poppig. „Boy King“, das sind zehn unheimlich charmante Songs mit viel Gefühl und einer gesunden Portion Widerborstigkeit.

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King Of The North – Get Out Of Your World

Auch wenn man es ihnen nicht anhört, so stecken hinter King Of The North gerade einmal zwei Musiker. In punkto Intensität und Hingabe führen sie die Power-Duo-Tradition von Johnossi, Death From Above 1979 und The Black Keys fort, erinnern musikalisch aber eher an den wuchtigen Hard Rock von Wolfmother, ergänzt durch Stoner- und Punk-Elemente. Auf ihrem zweiten Album „Get Out Of Your World“ packen die beiden Australier Andrew Higgs und Steve Tyssen einmal mehr den Groove-Hammer aus.

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Cherries On A Blacklist – Glorious Days

Alles anders bei Cherries On A Blacklist: Klang das Debüt der Griechen noch nach Stoner mit leichter Alternative-Schlagseite, wagt sich die zum Trio geschrumpfte Band nun in ganz andere Gefilde vor. Diverse Rückschläge wirkten sich nicht nur textlich auf „Glorious Days“ aus, das nun mit Punk Rock, Crossover und metallischen Exkursen durchaus überrascht, inhaltlich dabei düster bleibt und sich mit Suizidgedanken sowie der Ursachensuche befasst. Zu entdecken gibt es verdammt viel, im Positiven wie im Negativen.

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Æges – Weightless

Nur wenige Bands klingen heute noch wie Æges, die stellenweise wie ein Überbleibsel der metallisch angehauchten US-Radio-Rock-Helden um die Jahrtausendwende klingen, nur um im nächsten Moment den Prog- und Art-Gedanken von Dredg und Konsorten hochleben lassen. Mit ihrem dritten Album ist das Quartett aus Kalifornien nun beim Century-Media-Imprint Another Century gelandet. Größeres Publikum, großer Sellout? Nicht mit Æges, nicht mit „Weightless“.

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William Harries Graham – Foreign Fields

Im Alter von zwei Jahren bekam William Harries Graham seine erste Gitarre, fünf Jahre später stand er bereits auf der Bühne – nicht umsonst gilt der junge Mann aus Austin, Texas als Wunderkind. Auch von der seltenen Hüfterkrankung Legg Perthes ließ er sich nicht aus der Bahn werfen und ist nun, noch keine 18 Jahre alt, jüngster Künstler auf Blue Rose Records. Gemeinsam mit seiner Band The Painted Redstarts, deren Name im Gegensatz zur US-Version nicht auf dem Cover des Deutschland-Releases zu finden ist, veröffentlicht er nun sein Debüt „Foreign Fields“.

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Fuck Yeah – Fuck Yeah

Yeah? Fuck Yeah! Ein unüberhörbares Sammelsurium an kuriosen bis launigen Zitaten erhebt sich aus und rund um München. Fuck Yeah heißen tatsächlich so und strecken sich in viele höchst unterschiedliche Rock-Gefilde aus. Indie, Alternative, bisschen College, sogar Swing und grantiger Pete Doherty tummeln sich auf ihrem ersten Album, das den Namen der Band trägt. Hinter so viel Abstrahierung und Referenzen steckt eine anfangs schwierige, wohl aber lohnenswerte und süchtig machende Platte.

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Michael Kiwanuka – Love & Hate

Stolze vier Jahre ließ sich Michael Kiwanuka nach dem Release seines Debütalbums „Home Again“ bitten. Nach einer bewegten Zeit, in der ihn die BBC-Fachjury zum musikalischen Hoffnungsträger für das Jahr 2012 kürte, sein Einstand in UK Gold ging und er schließlich durch die Welt tourte, wollte der mittlerweile 29jährige einfach nur durchatmen. Auch sein Sound hat sich etwas geändert. Soul trifft, nunmehr ohne Folk, auf Blues und sogar Pop. „Love & Hate“ ist dennoch alles, nur keine Pop-Platte geworden.

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Yucatan – Uwch Gopa’r Mynydd

Neben Island war Halbfinalist Wales DIE Sensation der Fußball-Europameisterschaft 2016. Aber wie steht es eigentlich um die Musikszene im Westen des Brexit-gebeutelten Vereinigten Königreichs? Neben diversen Granden drängen nun Yucatan nach vorne, die fast ausschließlich auf Walisisch singen und dabei – der Kreis schließt sich – wie Isländer klingen. Ihr zweites Album „Uwch Gopa’r Mynydd“ („Oberhalb des Berggipfels“) brachte ihnen unter anderem eine gemeinsame Tour mit den Charlatans ein und nun, endlich, auch einen Release in Deutschland.

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Darlingside – Birds Say

Bands mit mehr als einem Sänger sind eher selten, aber gleich vier Stimmen? Tatsächlich singt bei Darlingside jeder – in eigenen Passagen, in eigenen Tracks, aber gerne auch gemeinsam. Das US-Quartett vermischt Folk mit Chamber-Pop und sympathischem Indie-Flair, gemütlich fließenden Arrangements und leicht nachdenklicher Emotionalität. Süßlich und doch erdig: „Birds Say“, das zweite Album, ist eine Grenzerfahrung im positiven Sinn.

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