Kategorie: Reviews & Previews

A Choir Of Ghosts

A Choir Of Ghosts – An Ounce Of Gold

Aus den Tiefen des skandinavischen Waldes steigt ein sympathischer Musiker mit elf kleinen Songperlen empor. James Auger aka A Choir Of Ghosts arbeitete drei Jahre lang an den Songs seines Debütalbums, aufgenommen mit dem kanadischen Produzenten Terry Benn. Die kleinen Folk-Weisheiten begleiten Auger auf der Suche nach seinem Platz in der Welt und widmen sich den Höhen und Tiefen des Lebens. Was er in diesen wechselhaften Momenten gefunden hat: „An Ounce Of Gold“.

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Her Name Was Fire

Her Name Was Fire – Decadent Movement

Obwohl Rock in Portugal seit jeher populär ist, konnte das Land auf der Iberischen Halbinsel nur wenige Bands von internationalem Format hervorbringen. Metal-Fans kennen natürlich Moonspell, im Post-Rock-Bereich feierten First Breath After Coma Achtungserfolge, ansonsten gestaltet sich die Liste recht übersichtlich. Her Name Was Fire könnten und sollten das nun ändern. Das Power-Duo aus Lissabon hat ein hörbares Faible für druckvolle Klänge aus der Garage, möglichst laut und gerne mal abgedreht. „Decadent Movement“ ist bereits ihr zweites Album.

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Maserati

Maserati – Enter The Mirror

Maserati werden 20 – das kann man durchaus abgefahren finden. Furchtbare Wortspiele mal beiseite geschoben, darf man sich nach mehrjähriger Stille wieder über neue Musik dieser etwas anderen Post-Rock-Band freuen. Das Quartett aus Athens im US-Bundesstaat Georgia verwendet entfremdete Vocals, spacige Effekte und kräftigen Synth-Einschlag mit gelegentlichen technoiden Untertönen und kräftigen 80s-Referenzen. „Enter The Mirror“ wirft all das in einen Topf und tanzt drauf.

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Sorry

Sorry – 925

Seit ein paar Jahren tummeln sich Sorry vornehmlich durch die Londoner Underground-Szene sowie in den „Must-Watch“-Spalten diverser Blogs und Musikmagazine. Die junge Band um Asha Lorenz und Louis O’Bryen – man ist seit der Kindheit befreundet – wirft die verschiedensten Sounds und Einflüsse in einen großen Mixer und streut selbstbewusstes Understatement bei. Ihre bisherigen Kleinformate und Mixtapes wurden verdient abgefeiert, auf dem Debütalbum „925“ finden Indie, Alternative, Pop, Soul und Electro nun unverschämt gut zusammen.

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December Youth

December Youth – How Are You

Künstler, so heißt es gemeinhin, haben ewig Zeit für ihr erstes Album, aber nur wenig für den Nachfolger. December Youth halten davon herzlich wenig. Nach einer starken EP veröffentlichte das Quintett aus Düsseldorf und Essen 2016 seinen Full-Length-Einstand „Relive“ und zog sich nach einigen Touren und Konzerten erst einmal zurück, um den Zweitling in aller Ruhe zu schreiben. Genau diese bewusste Entschleunigung macht sich nun bezahlt, denn das persönlich geprägte „How Are You“ wirkt in jeder Hinsicht kraftvoller und muskulöser.

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Nap Eyes

Nap Eyes – Snapshot Of A Beginner

Das Songwriting-Rezept von Nap Eyes ist so einfach wie genial. Frontmann Nigel Chapman skizziert so ziemlich jeden Track in 20minütigen Free-Writing-Sessions – einzig mit Gitarre und Gesang ausgestattet – danach arbeitet die Band gemeinsam das Arrangement aus. Liefen die Aufnahmen bislang vornehmlich live im Studio ab, nahm man sich dieses Mal tatsächlich Zeit für eine größere Produktion. Weg von Lo-Fi, hin zu Hi-Fi – die vier Kanadier klingen auf „Snapshot Of A Beginner“ fast wie eine andere Band.

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Lukas Nelson & Promise Of The Real

Lukas Nelson & Promise Of The Real – Naked Garden

Kreativität ist keine Sache, die sich einfach so ein- und ausschalten lässt. Für Lukas Nelson & Promise Of The Real war „Turn Off The News (Build A Garden)“ nicht nur ein erfolgreiches Album, sondern zugleich Symbol einer kreativen Zeit. Unwahrscheinlich viele Songs und Versionen einzelner Tracks entstanden zwischen zwei Studios, oft zunächst gemeinsam im Grünen erarbeitet, bevor man sich an die Aufnahme machte. „Naked Garden“ ist der Epilog dieser Platte mit gleich 15 Tracks aus diesen Sessions, die nun digital erscheinen.

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Mumrunner

Mumrunner – Valeriana

Hat Through Love aktuell ein Abonnement auf Shoegaze-Wunderwuzzis? Nach Agent Blå und den genialen Westkust bietet das Label nun auch Mumrunner eine gebührende Bühne. Das Quartett aus dem finnischen Tampere hat zwei schwierige Jahre hinter sich, während den Aufnahmen zu ihrem Debütalbum mussten gleich mehrere Line-up-Wechsel überstanden werden. „Valerian“ bedeutet für die Musiker nun Sicherheit nach dem Chaos und vermengt den gängigen Gaze-Sound mit waberndem Dream-Pop.

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Rustin Man

Rustin Man – Clockdust

Erst lässt er 17 Jahre warten, dann dauert es plötzlich nur 13 Monate: Ex-Talk Talk-Bassist Paul Webb scheint sich mittlerweile in seiner Solo-Persona Rustin Man wohlzufühlen. Das Debüt „Drift Code“, eine Art inoffizielles Follow-Up zur mittlerweile legendären Kollaboration mit Portishead-Frontfrau Beth Gibbons, überraschte mit kunstvollen, gitarrenbasierten Tracks. Webb merkte jedoch schnell, ausreichend Material für zwei Platten fertiggestellt zu haben, und bemüht auf dem Nachfolger noch feinmaschigere Strukturen mit offenen Klangflächen. Was sich wie ein kleiner Widerspruch liest, funktioniert auf „Clockdust“ hervorragend.

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Disq

Disq – Collector

Zu Beginn des neuen Jahrtausends war Saddle Creek DIE ultimative Talenteschmiede für die lokale Szene von Omaha, Nebraska. Hier machten Conor Oberst (Bright Eyes, Desaparecidos) und Tim Kasher (Cursive, The Good Life) ihre ersten Schritte, später öffnete man sich für Bands außerhalb der Heimatstadt (Two Gallants, Rilo Kiley, The Thermals). Disq haben das Potenzial, sich in diese illustre Riege einzureihen. Das Quintett aus Madison, Wisconsin, allesamt zwischen dem Ende der Teens und den frühen Zwanzigern angesiedelt, veröffentlichte vor vier Jahren bereits ein Kleinod in Eigenregie. Dem Schülerband-Status entwachsen, widmet sich das Debütalbum „Collector“ einem überaus bunten musikalischen Mix.

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