Kategorie: Rock

Eliza And The Bear – Upon The North / The Southern Wild

Benannt nach einer Gedichtsammlung von Eleanor Rees, in der „die Dunkelheit der Stadt die Traumwelt der Märchen verfolgt“, betreten Eliza And The Bear die Szenerie. Das britische Quintett um den von Arthritis geplagten James Kellegher – Musik lindert nach eigenen Angaben die Schmerzen in seinen Händen – ist musikalisch irgendwo zwischen Indie Pop und Folk Rock anzusiedeln, versteht sich auf The Flaming Lips, Dry The River und Arcade Fire. Entsprechend verspielt und doch ernst klingt ihre Single „Upon The North / The Southern Wild“, eine Doppel-A-Seite.

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Disco Ensemble – Second Soul

Die obskure Posse um das fünfte Disco Ensemble-Album „Warriors“ nähert sich einem versöhnlichen Ende. Nachdem die Finnen mit dieser Platte in ihrer Heimat verdientermaßen abräumten – der Übergang von wild gestikulierenden Screamo-Jünglingen zu echten Alternative Rock-Hitlieferanten ist mittlerweile abgeschlossen – sollte es im vergangenen Oktober zu einem Deutschland-Release kommen, aus der letztlich eine Hauruck-Download-Veröffentlichung wurde. Dann kam Til Schweiger, erklärter Disco Ensemble-Fan, und sorgte dafür, dass „Second Soul“ Platz auf dem Soundtrack zu „Kokowääh 2“ fand. Die Finnen haben nun einen Major-Deal, „Warriors“ erscheint am 1. März, die Download-Single gibt es zwei Wochen zuvor.

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Anti-Flag – Toast To Freedom

Am 31. Juli 2012 spielten Anti-Flag ein Benefiz-Konzert für die seinerzeit inhaftierten Pussy Riot-Mitglieder Nadezhda Tolokonnikova, Maria Alyok Hina und Yekatherina Samutsevich. Unter anderem anwesend: Jochen Willms, langjähriger Freund und Weggefährte von „Art For Amnesty International“-Gründer Bill Shipsey. Gemeinsam wollte man sich Luft machen, Wut und Unverständnis zum Ausdruck bringen. Nur drei Monate später fand man sich im Studio wieder, um gemeinsamen mit einigen Freunden eine Cover-Version von „Toast To Freedom“ aufzunehmen – jenem Song von Carl Carlton und Larry Campbell, der zum 50jährigen Jubiläum von Amnesty International geschrieben und ursprünglich von so unterschiedlichen Künstlern wie Marianne Faithful, Kris Kristofferson, Gentleman und Ewan McGregor dargeboten wurde.

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King Krule – Octopus

Zwar hat es nicht für die Top 5 gereicht, doch eine Platzierung auf der „BBC Sound of 2013“-Longlist ist für King Krule als großer Erfolg zu werten. Der 18jährige Archy Marshall aus Großbritannien zählt zu den großen Hoffnungsträgern des noch jungen Jahres. Als Youngster mit einem Faible für Fela Kuti, Django Reinhardt und Chet Baker wuchs er mit seiner E-Gitarre in der Hand auf, ist irgendwo im musikalischen Dunstkreis von Jamie T anzutreffen. Noch im vergangenen Jahr erschien „Rock Bottom“ und „Octopus“ als Doppel-A-Single. Letzterer Track erhält nun ein eigenes Download-Bundle.

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Jimi Hendrix – Somewhere

Obwohl Jimi Hendrix, der im vergangenen November seinen 70. Geburtstag gefeiert hätte, bereits seit mehr als 40 Jahren tot ist, findet sich immer wieder (vermeintlich) unveröffentlichtes Material, aus dem man ein neues Album zimmern kann. Nach dem guten „Valleys Of Neptune“ vor drei Jahren steht für Anfang März „People, Hell & Angels“ in den Startlöchern, das Hendrix‘ Post-Experience-Sessions mit den damals beteiligten Musikern auf einem Silberling vereinen soll. Mit anderen Worten: die Songs kennt man, wohl aber nicht in diesen angedachten Original-Versionen. Vorab erscheint „Somewhere“ als 2-Track-Single.

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The Resistance – Rise From Treason

Sie wollen nicht als Supergroup verstanden werden (schon gar nicht als Nebenprojekt), was angesichts der prominenten Namen hinter The Resistance jedoch schwer fällt: Jesper Strömblad und Glenn Ljungström (beide ex-In Flames), Marco Aro (ex-The Haunted und Facedown) und Chris Barkensjö (ex-Grave, ex-Kaamos), unterstützt durch Session-Bassist Claudio Oyarzo, nachdem man Axel Losbäck Holstad vor die Tür setzte und ihm betont kein Glück für die Zukunft wünschte. Auf diese markigen Worte folgen mittlerweile auch Taten: Ab Februar beginnen die Arbeiten für das Debütalbum, das in der zweiten Maihälfte erschienen und von einer Tour sowie diversen Festival-Auftritten begleitet werden soll. Wie sich die Zusammenkunft der schwedischen Death Metal-Veteranen anhört, verrät die vorab veröffentlichte EP „Rise From Treason“.

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Heisskalt – Hallo – Mit Liebe gebraut

Cro – sympathisch, unterhaltsam, verdient erfolgreich. Die Orsons – angenehm subversiv, bissig und zynisch. Das Label Chimperator reitet momentan auf einer Welle des (Chart-)Erfolges. Dass es jedoch nicht immer HipHop sein muss, zeigt das Signing von Heisskalt, vier Jungs aus Stuttgart, die als ausgewiesene (Indie) Rock-Band aktuell als Support von Jennifer Rostock touren. Ein Album ist bereits in Arbeit und soll im Herbst erscheinen, zuvor geht es bereits im März auf die erste eigene Tour. „Hallo – Mit Liebe gebraut“ heißt die erste eigene EP, die mehr Kraftklub als Tocotronic ist, A5 Richtung Wir Silbermond vorzieht.

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Teleman – Cristina

Moshi Moshi Records als Talentschmiede zu bezeichnen, wäre dezent untertrieben. Beim britischen Edel-Indie begannen unter anderem die Karrieren von Kate Nash, Hot Chip und The Drums nebst zig weiteren talentierten Acts. 2013 markiert außerdem das Comeback des ‚Moshi Moshi Singles Club‘, eine Plattform für Newcomer, die sich mit 7″-Releases einem etwas breiteren Publikum vorstellen können. Mit dabei ist auch das Londoner Trio Teleman, bislang noch nicht in Erscheinung getreten. Ihre erste Single: „Cristina“.

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Peace – Wraith

Hoffnungsvolle Nachwuchsbands gibt es wie Sand am Meer, behauptet die BBC. 15 davon finden sich im aktuellen Newcomer-Check „Sound of 2013“ wieder, darunter die Indie- / Math-Rocker Peace. Erst im Herbst 2011 gegründet, gab es für „EP Delicious“ ausschließlich gute Kritiken, dazu kommen gemeinsame Auftritte mit Tame Impala und The Vaccines. Mittlerweile hat auch ein Major-Label zugeschlagen, das Debütalbum soll noch in der ersten Jahreshälfte erscheinen. Zuvor stellt sich das Quartett aus Birmingham mit der Download-Single „Wraith“ einem nunmehr deutlich größeren Publikum vor.

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Biffy Clyro – Black Chandelier

Der Wandel von vermeintlichen Rock-Rüpeln zur Stadion-Band ist Biffy Clyro vor allem mit ihren letzten beiden Alben „Puzzle“ und „Only Revelations“ gelungen. In Großbritannien fahren sie regelmäßig Spitzenplatzierungen ein, hierzulande nimmt man zumindest Notiz von den Brüdern im Geiste der Foo Fighters. Für den 25. Januar steht mit „Opposites“ gleich ein Doppel-Album an; ein mutiges und doch riskantes Unterfangen. Dass sich die Schotten treu bleiben, zeigen sie, nach dem etwas schwächelnden „Stingin‘ Belle“, mit der Download-Single „Black Chandelier“, die nun auch ein anständiges Bundle erhält.

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