Itchy – All We Know

Arsch abgewischt: Itchy streichen nach 15 Jahren das Poopzkid aus ihrem Namen und beschreiten neue Pfade. Dazu passen auch das neue Label – nach drei Veröffentlichungen in Eigenregie ist das Trio nun beim Nuclear Blast-Ableger Arising Empire unter Vertrag – und der deutlich differenziertere Sound, der ein wenig an das Erwachsenwerden der Donots erinnert. „All We Know“ folgt auf das Top-5-Album „Six“ und hat das Zeug dazu, die bisherige Diskographie in den Schatten zu stellen.

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Silverstein – Dead Reflection

Unwahrscheinliche 14 Jahre nach ihrem Debütalbum sind Silverstein aus der internationalen Post-Hardcore-Landschaft mittlerweile nicht mehr wegzudenken. Die Kanadier touren rund um den Globus, stürmen in Nordamerika regelmäßig die Album-Charts und drücken einem vermeintlich auserzählten Genre ihren ureigenen, konzeptuellen Stempel auf. Auf „Dead Reflection“ arbeitet sich Frontmann Shane Todd aus einer Lebenskrise, die ihn nach der letzten Tour in einen tiefen Abgrund zog.

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Waxahatchee – Out In The Storm

Raus aus der Unzufriedenheit, rein in die Selbstreflexion. Katie Crutchfield hatte an „Ivy Tripp“, ihrem Waxahatchee-Debüt für Merge Records, ordentlich zu knabbern. In den Überresten einer ungesunden Beziehung gefangen, fehlte der nötige Tiefgang. Die folgende Tour gestaltete sich entsprechend emotional und gab der US-Amerikanerin die nötige Kraft, um sich endlich freizuschwimmen. „Out In The Storm“ präsentiert nun eine starke Frau zwischen ungeschönter Ehrlichkeit und melancholischer Verletzlichkeit.

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Mammút – Kinder Versions

In ihrer isländischen Heimat längst eine Institution, drängen Mammút nun mehr und mehr auf den europäischen Markt, und das erstmals sogar auf Englisch. Kata Mogensen wagt sich an eine neue Sprache, ohne dabei auch nur einen Hauch der besonderen Aura des Quintetts einzubüßen. Irgendwo zwischen Alternative, Art Rock und Post Punk Pop angesiedelt, entführt „Kinder Versions“ auf eine ungewöhnliche musikalische Reise.

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Japanese Breakfast – Soft Sounds From Another Planet

Als ihre Mutter einem Krebsleiden erlag, steckte Michelle Zauner ihre Trauerarbeit in die Musik. Eigentlich, so der Plan, wollte die Little Big League-Sängerin dieses eine Album für ihr Soloprojekt Japanese Breakfast schreiben und ihre Karriere danach an den Nagel hängen. Natürlich kam alles anders, und so verarbeitete sie ihren schmerzvollen Verlust in unzähligen Interviews. Nun ist es für die US-Amerikanerin an der Zeit, den Heilungsprozess beginnen zu lassen. „Soft Sounds From Another Planet“ wendet sich an den Kosmos auf der Suche nach Kraft und Antworten.

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Broken Social Scene – Hug Of Thunder

Seit mittlerweile 18 Jahren gilt die Broken Social Scene als zweite künstlerische Heimat für Kanadas Indie-Crème-de-la-Crème. 1999 von Kevin Drew ins Leben gerufen, fluktuliert die Liste der Mitwirkenden seit jeher ebenso wie die Teilnehmerzahl. Sieben Jahre nach „Forgiveness Rock Record“ erscheint nun endlich ein neues Lebenszeichen. An „Hug Of Thunder“ wirkten gleich 15 Musikerinnen und Musiker, darunter die Rückkehrer Leslie Feist und Emily Haines, mit. Das Ergebnis ist, wie nicht anders zu erwarten war, kunterbunt und unheimlich unterhaltsam geworden.

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Blank & Jones – RELAX Edition 10

Seit der ersten Auflage vor mittlerweile 14 Jahren veröffentlichen Blank & Jones in schöner Regelmäßigkeit ihre Relax-Alben. Von balearischen und mediterranen Sounds beeinflusst, dreht sich alles um Chillout und Ambient, begleitet von ausgewählten Gästen. Beinahe auf den Tag genau zwei Jahre nach der neunten Auflage erscheint nun „RELAX Edition 10“. Die Jubiläumsausgabe chillt und tanzt auf zwei CDs durch Tag und Nacht.

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Lyenn – Slow Healer

Pointierter Minimalismus, schonungslose Ehrlichkeit und nackte Emotionen – Lyenns Musik ist irgendwie anders. Hinter diesem Pseudonym verbirgt sich der Belgier Fred Jacques, der bereits 2009 mit seinem Debütalbum „The Jollity Of My Boon Companion“ für Furore sorgte. Nach einer kleinen EP war jahrelang Stille, teils aus persönlichen Gründen. Nun ist Lyenn wieder bereit, seine Stimme zu einem Instrument umzuformen. „Slow Healer“ kommt mit etwas Verzögerung nun auch nach Deutschland, pünktlich zur gemeinsamen Tour mit Mark Lanegan.

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The Ruby Suns – Sprite Fountain

Ryan McPhun reist gerne, vor allem der Musik wegen. 2004 gründete der US-Amerikaner mit ein paar Freunden The Ruby Suns in Neuseeland, mittlerweile ist aus der Band ein globales Solo-Projekt geworden. Zuletzt schlug der gebürtige Kalifornier seine Zelte in Norwegen auf. Inspiriert von seiner temporären Heimat, politischen Umwälzungen und einer Jugend zwischen den Fronten des ‚War on Drugs‘, entstand das Indie-Pop-Kaleidoskop „Sprite Fountain“.

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Café del Mar – Volumen Veintitrès

Die vielleicht wichtigste und bekannteste Chillout-Compilation geht in die nächste Runde. Mehr als 70 Stück mit dem mittlerweile legendären Namen Café del Mar erschienen seit der ersten Ausgabe 1994 mit Verkaufszahlen im zweistelligen Millionenbereich. Alles Routine auf Ibiza? Mitnichten, denn Compiler Toni Simonen wagt mehr denn je den Blick über den Tellerrand. Etablierte Namen und Newcomer, Klassiker und aktuelle Hits geben sich auf „Café del Mar – Volumen Veintitrès“ die Klinke in die Hand.

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