Schlagwort: Alternative Rock

Saint Asonia – Saint Asonia

Einige der wichtigsten Protagonisten der letzten US-Alternative-Rock-Dekade (und länger) haben eine neue Heimat gefunden. Hinter Saint Asonia verstecken sich, neben aktuellen und ehemaligen Mitgliedern von Finger Eleven und Dark New Day, Adam Gontier, die einstige Stimme von Three Days Grace, und der gitarrenspielende Hauptsongwriter von Staind, Mike Mushok, dessen Band nach wie vor auf unbestimmte Zeit ruht. Schlicht „Saint Asonia“ betitelt, wird genau das geboten, was man sich angesichts der beteiligten Musiker erwartet: Rock-Hymnen, metallische Untertöne und große Balladen.

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Lausch – Glass Bones

Quasi seit ihrer Bandgründung vor acht Jahren sind Lausch aus dem schönen Waldviertel ein Geheimtipp. Schwappt die Begeisterung nun endlich über die österreichischen Landesgrenzen hinaus? Der Rocksound des Trios um Alexander Lausch war immer schon exaltiert, ein wenig proggig, hyper, dann wieder mit dem gängigen Post-Präfix versehen. Auf ihrem mittlerweile vierten Studioalbum „Glass Bones“, entstanden dank Crowdfunding, zitieren sie Lao-Tase und Salvador Dalí – wie gewohnt über drei Ecken und schön schwer.

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Suralin – No Star

Bloß keine Zeit verlieren: Schnell und zielgerichtet begaben sich die vier Chemnitzer Suralin nach Graz ins Studio, um unter der Regie von Wolfgang Möstl ihr drittes Album einzuspielen. In vier Tagen waren 13 Songs im Kasten, zehn davon haben es letztlich auf „No Star“ geschafft, das nun auf dem neugegründeten Chemnitzer Label Atomino Tonträger erscheint. Alles bleibt in der Szene, und doch ist von Tunnelblick nichts zu hören.

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Kagoule – Urth

Gitarrenmusik mit 90er-Jahre-Prägung ist aktuell wieder besonders im Kommen – und warum nicht? Neue Generationen entdecken The Smashing Pumpkins, Fugazi und Dinosaur Jr. für sich; die etwas eigenwilligere Alternative zur nach wie vor lodernden Grunge-Flamme, mit der sich auch Kagoule nicht identifizieren können. Das Trio aus dem britischen Nottingham, erst dem Teenager-Alter entwachsen, hätte auch vor 20 Jahren auf den Plan treten können. Wie schön, dass sie erst jetzt ihr Debütalbum „Urth“ veröffentlichen und Nostalgie mit purer Energie kreuzen.

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Stereophonics – Keep The Village Alive

Der behutsame Wiederaufbau der Stereophonics nach dem kommerziellen wie musikalischen Tiefpunkt „Keep Calm And Carry On“ schreitet voran. Kelly Jones und Konsorten bewegen sich mehr und mehr von ihrer Experimentierfreudigkeit weg und deuteten bereits vor zweieinhalb Jahren mit „Graffiti On The Train“ wieder deutlich geordneteres Geschehen an. Über weite Strecken besinnt sich „Keep The Village Alive“, das mittlerweile neunte Studioalbum der Waliser, auf die Wurzeln des Quartetts, wagt aber immer wieder den Aufstand im Kleinen.

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Against Me! – 23 Live Sex Acts

Auf das Transgender-Coming-Out von Laura Jane Grace folgten personelle Veränderungen bei Against Me!, das verdient gefeierte Full-Length-Statement „Transgender Dysphoria Blues“, eine ausverkaufte Tour sowie eine Emmy-nominierte Dokumentationsreihe. Mit dem Doppel-Live-Album „23 Live Sex Acts“ blickt das Quartett auf den letztjährigen Tourzyklus zurück. Mitgeschnitten wurden die 23 Tracks rund um den Erdball über das gesamte Jahr 2014.

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Madsen

Madsen – Kompass

Von wegen One-Hit-Wonder: Auch zehn Jahre nach ihrem Einstand und „Die Perfektion“ haben Madsen weiterhin einen Fixplatz in der deutschen Indie-Landschaft. „Wo es beginnt“ schaffte es gar auf Platz 2 der Album-Charts, mit „10 Jahre Madsen Live“ würde überdies ein sympathsicher Bühnen-Rückblick eines legendären Show-Reigens veröffentlicht. Ob die Wendländer mit ihrem sechsten Album „Kompass“ noch aufregen oder gar überraschen können? Die kurze Antwort: ja und nein.

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Dan Andriano In The Emergency Room – Party Adjacent

2015 ist ein gutes Jahr für Alkaline Trio-Fans. Zwar macht die Band selbst gerade Pause, dafür gibt es Solomaterial von allen drei Mitgliedern. Nach Derek Grand und Matt Skiba ist nun Bassist Dan Andriano an der Reihe, der sich zum zweiten Mal in seinen Emergency Room begibt. Hier tobt er sich zwischen Rock’n’Roll, Americana und traditioneller Costello-Schule aus, mit Material, das für die Hauptband ungeeignet ist. „Party Adjacent“ bietet auch tatsächlich kurzweiliges, unterhaltsames Alternativprogramm.

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Fightball – théâtre fatal

Langsam aber sicher entwachsen Fightball dem Punk-Rock-Korsett. 2006 in Berlin gegründet, erspielte sich das Quintett schnell den Ruf als patente Live-Band, die auch so manchen Lineup-Wechsel locker verkraften konnte. Auf Studio-Ebene war es zuletzt auffällig ruhig; 2012 erschien die EP „Remains“, dann wurden ein neuer Gitarrist und ein neuer Schlagzeuger integriert. „théâtre fatal“ beseitigt nun diesen, pardon, fatalen Missstand und rockt in 13 Kapiteln zum Festival-Soundtrack.

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Turbo Fruits – No Control

Beinahe wäre den Turbo Fruits auf der Zielgerade das Geld ausgegangen. Nach drei erfolgreichen Alben versuchte sie ihr Label zu einer Zusammenarbeit mit Songwriting-Größen aus Nashville zu überreden. Das Quartett aus der Country-Hauptstadt lehnte dies jedoch ab und beschloss die Platte in Eigenfinanzierung einzuspielen. Im letzten Moment sprang ein prominenter Fan, Patrick Carney von den Black Keys, ein und proudzierte „No Control“ zu Ende.

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