Schlagwort: Americana

Lucinda Williams

Lucinda Williams – Lucinda Williams Sings The Beatles From Abbey Road

Die mit drei Grammys ausgezeichnete Singer/Songwriter-, Americana- und Country-Legende Lucinda Williams ist stets für eine kleine Überraschung gut. Als während der Pandemie die Live-Möglichkeiten wegfielen, rief sie ihre Albumserie „Lu’s Jukebox“ ins Leben. Gleich sechs Cover-Alben entstanden binnen neun Monaten, unter anderem den Rolling Stones, Bob Dylan und Tom Petty gewidmet. Nach einer kleinen Kunstpause, die Williams wieder auf Tour führte und eine reguläre Platte hervorbrachte, geht es kurz vor Jahresende zurück in den Tribute-Bereich. „Lucinda Williams Sings The Beatles From Abbey Road“ ist genau das, was auf dem Cover steht – Beatles-Klassiker, aufgenommen in den legendären Abbey Road Studios.

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Dawes

Dawes – Oh Brother

Und dann waren es nur noch zwei: Vergangenes Jahr verabschiedeten sich mit Langzeit-Keyboarder Lee Pardini sowe Bassist und Gründungsmitglied Wylie Gelber zwei Viertel von Dawes im Guten. Übrig bleiben die Brüder Taylor und Griffin Goldsmith, die das Heft selbst in die Hand nahmen und nun das Gemeinsame betonen, wiewohl man die langjährigen Weggefährten vermisst. Entsprechend lässt sich „Oh Brother“, der Titel des inzwischen neunten Studioalbums, bewusst mehrdeutig auslegen. Und so bewegt man sich im vertrauten Fahrwasser, bringt etwas Wehmut mit und konzentriert sich zugleich auf die mehr als 15 Jahre andauernde kreative Partnerschaft der Goldsmiths.

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Current Joys

Current Joys – East My Love

Der recht umfangreiche Output von Nick Rattigan bringt nicht nur Stilwechsel am laufenden Band mit sich, sondern auch den einen oder anderen Rückgriff. Obwohl er als Current Joys zuletzt das bewusst experimentell gehaltene Doppelalbum „Love + Pop“ mit Lil Yachty, Lala Lala und Slow Hollows veröffentlichte, entstand der neueste Longplayer eigentlich davor, direkt nach „Voyager“, und unterscheidet sich letztlich doch von all diesen Werken. „East My Love“ markiert die Verarbeitung eines Tiefpunkts, als Rattigan mit mehreren psychischen Problemen zu kämpfen hatte, und widmet sich Americana und Folklore, in Ton und Text.

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JD McPherson

JD McPherson – Nite Owls

Kaum zu glauben: JD McPherson meldet sich zum ersten Mal seit sieben Jahren mit einem regulären Album voller neuer Songs zurück. Zwischendurch gab es zwar eine Platte mit festlicher Musik sowie diverse Cover-Versionen, doch verbrachte der 47jährige aus Tulsa, Oklahoma zuletzt unter anderem viel Zeit als Live-Gitarrist für Robert Plant & Alison Krauss, gab für sie sogar teils den Opening-Act. Und doch war der US-Amerikaner alles andere als untätig, wie die zehn neuen Tracks auf „Nite Owls“ recht eindrucksvoll demonstrieren. Hier wagt sich McPherson etwas über die ehemaligen Rock’n’Roll-Grenzen hinaus und überrascht mit neuen Ideen.

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Wayne Graham

Wayne Graham – Bastion

Wie geht man damit um, wenn einem die eigene Heimat plötzlich fremd erscheint? Wobei, ganz so plötzlich geschah das bei Kenny und Hayden Miles, das Rückgrat von Wayne Graham (benannt nach ihren Großvätern), eigentlich nicht. Ob kulturell, sozial oder politisch, die Kleinstadt Whitesburg im US-Bundesstaat Kentucky inspirierte zwar den eigenen Sound, doch kann man sich seit geraumer Zeit nicht mehr mit ihren Werten identifizieren. Und doch fand man letztlich hier die Kraft, um mit „Bastion“ ein im besten Sinne überraschendes neuntes Album zu schnitzen.

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Amos Lee

Amos Lee – Transmissions

So etwas wie Atempausen kennt Amos Lee nicht. Zwar ist sein nunmehr elftes Studioalbum das erste mit neuem Material seit gut zwei Jahren, doch erschienen dazwischen gleich zwei Tribute-Platten – einmal mit Songs von Lucinda Williams, einmal mit einer kompletten Neuinterpretation von Chet Bakers „Chet Baker Sings“. Zum zweiten Mal in Eigenregie mit seiner Band im eigenen Studio in Marlboro im US-Bundesstaat New York eingespielt und aufgenommen, geht es auf „Transmissions“ zurück zu den bewusst reduzierten Wurzeln zwischen Singer/Songwriter, Country, Americana und Folk, die sich einmal mehr mit existenziellen Themen befassen.

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The Red Clay Strays

The Red Clay Strays – Made By These Moments

Erst brauchte es viel Geduld, dann überschlugen sich die Ereignisse förmlich: Es dauerte etwa zwei Jahre, bis das in Eigenregie veröffentliche erste Album von The Red Clay Strays komplett durch die Decke ging. Vor knapp drei Monaten erhielt „Moment Of Truth“ seinen verdienten internationalen Release, im Zeichen von Streaming- und TikTok-Hits sowie umjubelten Konzerten. In all dieser über Monate und Jahre gereiften Euphorie ging beinahe unter, dass das Quintett aus Mobile, Alabama zwischenzeitlich im Studio war. „Made By These Moments“ landet vergleichsweise – und gefühlt – plötzlich, ohne auch nur im Ansatz ein Schnellschuss zu sein.

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49 Winchester

49 Winchester – Leavin‘ This Holler

Dass sich harte Arbeit und ausgiebiges Touren lohnen, stellen 49 Winchester aktuell unter Beweis. Das Sextett aus dem Herzen der Appalachen veröffentlichte drei Alben in Eigenregie und spielte Konzert um Konzert, bevor sie für ihr vor zwei Jahren erschienenes Werk „Fortune Favors The Bold“ beim renommierten Country- und Americana-Label New West landeten … nur um direkt wieder fleißig live zu spielen, unter anderem auch in Europa. Mit ihrem neuen Werk „Leavin‘ The Holler“ wollen sie Freiheit thematisieren, den Ausbruch aus dem Status Quo und den selbstbewussten Weg nach vorne, frei von jeglichen irdischen Fesseln.

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Humanist

Humanist – On The Edge Of A Lost And Lonely World

Nach dem Ende seiner Band Exit Calm wagte sich Rob Marshall an ein Solowerk. Als Humanist schrieb er unzählige Songs und holte sich dafür einiges an Prominenz ans Mikro. Auf dem ersten Album war auch Mark Lanegan zu hören, für den Marshall bereits in der Vergangenheit einiges an Musik geschrieben hatte und der zu einem guten Freund geworden war. Nach dessen viel zu frühem Tod im Februar 2022 dauerte es eine ganze Weile, bis Humanist die entstandenen Emotionen verarbeiten konnte. Auf dem zweiten Album „On The Edge Of A Lost And Lonely World“, abermals mit diversen Gästen aufgenommen, geht es nun langsam voran.

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Color Green

Color Green – Fool’s Parade

Ob Bühne oder Proberaum, wenn Color Green gemeinsam Musik machen, dann wagen sie stets einen Schritt ins Ungewisse. Wohin sich die einzelnen Songs und Jams entwickeln werden, ist für das Quartett aus Los Angeles häufig eine Überraschung. Genau diesen spontanen, luftigen und konkreten Charakter wollen sie auf ihrem zweiten Album, dem ersten für die neue Heimat New West Records, entsprechend einfangen. „Fool’s Parade“ wandelt ein weiteres Mal tiefenentspannt zwischen den Welten, inspiriert von Folk, Rock, Psychedelic und etwas Americana.

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