Schlagwort: Americana

The Violent Years

The Violent Years – Via Antarctica

Ein verloren geglaubtes Album meldet sich zurück. Eigentlich hatten The Violent Years aus der südnorwegischen Küstenstadt Mandal ihr „Via Antarctica“ bereits fertig aufgenommen, doch dann wurden alle Daten gestohlen. Als Reaktion spielte man sich auf „Blame“ frei und machte sich erst danach an die mühevolle Rekonstruktion des verlorenen Materials. Entsprechend düster, hoffnungslos und aussichtslos gestalten sich diese zehn neuen, alten Tracks.

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Justin Townes Earle

Justin Townes Earle – The Saint Of Lost Causes

Nach langen Jahren mit konstantem Blick in den Rückspiegel, seine Vergangenheit aufarbeitend, versucht ein verheirateter, nüchterner Justin Townes Earle nun den Perspektivenwechsel. Der junge Vater zeigt sich von den USA der Gegenwart geplättet und erkennt ein geschwächtes, entfremdetes Land. „The Saint Of Lost Causes“ widmet sich dem Alltag, den Unterdrückten und ihren Unterdrückern, Hoffnung und Hoffnungslosigkeit.

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Steve Earle & The Dukes

Steve Earle & The Dukes – Guy

1974 fuhr Steve Earle per Anhalter von San Antonio nach Nashville, kurze Zeit später spielte er Bass in Guy Clarks Band. Die Country- und Folk-Ikone wurde zu Earles Mentor, immer wieder spielte man zusammen, bloß die Bestrebungen einen gemeinsamen Song zu schreiben, blieben unerfüllt: Guy Clark erlagt 2016 seinem Krebsleiden. Gemeinsam mit seinen Dukes zollt Steve Earle seinem Meister nun Tribut mit dem Cover-Album „Guy“.

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William The Conqueror

William The Conqueror – Bleeding On The Soundtrack

Die eigene musikalische Laufbahn auf Albumlänge gleich mit einer Trilogie zu beginnen, zeugt von einer semi-gesunden Mischung aus Mut und Wahnsinn. William The Conqueror aus Cornwall ließen sich von Hermann Hesses Essay-Trilogie über Unschuld, Desillusionierung und Glauben inspirieren, und gehen nach „Proud Disturber Of The Peace“ nun den zweiten Teil an. Weiterhin im überaus ansprechenden Spannungsfeld zwischen Indie Rock, Blues und Americana unterwegs, weiß „Bleeding On The Soundtrack“ zu bewegen.

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Hayes Carll

Hayes Carll – What It Is

Hayes Carll zählt zu den wichtigsten Country-, Folk- und Americana-Musikern der letzten Jahre. Eine Grammy-Nominierung, diverse Americana-Award-Auszeichnungen und prominente Fans sprechen eine deutliche Sprache. Zuletzt versuchte der Texaner auf „Lovers And Leavers“ seine ernsthafte Seite zu zeigen, begleitet von vergleichsweise nüchternen Singer/Songwriter-Klängen. Die Nachwehen davon sind auch auf „What It Is“ zu spüren, begleitet von Carlls typischem Sarkasmus und bissigen Humor.

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Gunner & Smith – Byzantium

Düstere Klänge, düstere Texte: Gunner & Smith werden gerne als „Dark Country“ bezeichnet, und das macht durchaus Sinn. Die Kanadier um Sänger Geoff Smith bereiten aktuell eine Februar-Tour durch Deutschland im Paket mit PR Newman und Onk Lou vor. Von Geschichtswissen über religiöse Motive bis zu persönlichen Beobachtungen deckt das zweite Album „Byzantium“ die volle Americana-Palette ab.

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Glorietta – Glorietta

Matthew Logan Vasquez hatte eine Vision: einfach ein Album mit ein paar Freunden und talentierten Musikern aufnehmen, frei von jeglichen Zwängen, einfach nur machen. Teils kannte man sich, teils waren es erste Begegnungen, als sich die fortan als Glorietta bekannte Supergroup bestehend aus regionalen Folk-, Americana- und Singer/Songwriter-Größen zu einem Stelldichein traf. Musikalische Grenzen? Textlicher Leitfaden? Große Konzepte? Pustekuchen, denn auf „Glorietta“ hört man einfach nur sechs Musiker, die großen Spaß haben.

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Lucero – Among The Ghosts

20 Jahre nach ihrem ersten Demotape feiern Lucero Geburtstag und machen sich selbst das vielleicht schönste Geschenk – ein brandneues Studioalbum. Die Band aus Memphis, Tennessee pendelt seit jeher zwischen die Welten, und die heißen Rock, Country und Soul. Entsprechend retro-lastig und doch angenehm organisch gestalten sich auch die zehn brandneuen Tracks auf „Among The Ghosts“, dem mittlerweile elften Studioalbum der fleißigen US-Band.

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The Wood Brothers – One Drop Of Truth

Seit 2006 veröffentlicht das US-amerikanische Folk-Trio The Wood Brothers regelmäßig erfrischend schöne und musikalische Alben, von denen außerhalb ihrer nordamerikanischen Heimat jedoch wenig Notiz genommen wird. Klar, der Mix aus Folk, Blues und Americana ist nach wie vor ein Nischenthema, und doch spielen die Herren aus NYC und Atlanta so herrlich frisch und von jeglichen musikalischen Konventionen befreit auf, dass man ihnen zwangsläufig mindestens ein Ohr leihen will, geradezu muss. „One Drop Of Truth“ ist ihr mittlerweile sechstes Studioalbum.

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Shakey Graves – Can’t Wake Up

Als Alejandro Rose-Garcia, der Mann hinter Shakey Graves, vergangenen Dezember einen neuen Sound für sein Projekt ankündigte, klang das durchaus augenzwinkernd. Und doch wagt der Texaner eine kleine Neuausrichtung auf seinem zweiten regulären Studioalbum. Einst als Americana-Nachwuchstalent ausgezeichnet, ging Rose-Garcia zurück an einem Punkt, an dem er Neues erschaffen konnte. „Can’t Wake Up“ steht nun stellvertretend für seine neue Liebe zu den Beatles.

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