Schlagwort: Americana

The Steel Woods

The Steel Woods – All Of Your Stones

Am 16. Januar 2021 verstarb Gitarrist und Songwriter Jason „Rowdy“ Cope aus ungeklärter Ursache im Schlaf, er wurde nur 42 Jahre alt. Seine Band The Steel Woods entschloss sich, in Abstimmung mit Copes Familie, weiterzumachen und das gemeinsam erarbeitete Album zu veröffentlichen. „All Of Your Stones“ zeigt eine Band, die stets Negatives in Positives umzuwandeln versuchte, und mit ihrem Mix aus Country, Americana, Southern Rock und Blues für Großes bestimmt war. Und nun vielleicht endlich genau das erreicht.

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Don Marco & die kleine Freiheit

Don Marco & die kleine Freiheit – Gehst du mit mir unter

Von Fuck Yeah zu Fick ja: Nach zwei englischsprachigen Alben mit seinem bandfluchenden Quartett wechselt Sänger, Gitarrist und Songwriter Markus Naegele zur deutschen Sprache. Als Don Marco treibt er den Rock’n’Roll-Ansatz seiner Kollegen voran, bringt zudem Power-Pop, ein wenig Glam und den stilsicher sitzenden Cowboy-Hut ein. Begleitet von die kleine Freiheit – aktuelle und ehemalige Mitglieder von Swans, Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen, Fuck Yeah und Superpunk – präsentiert der Don sein Solowerk „Gehst du mit mir unter“.

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Steve Earle & The Dukes

Steve Earle & The Dukes – J.T.

Ein neues Album von Steve Earle & The Dukes sollte ein Anlass zur Freude sein. Dem ist dieses Mal bestenfalls bedingt so. Am 20. August 2020 starb sein Sohn Justin Townes Earle, er wurde nur 38 Jahre alt. Für den Vater gab es nach eigener Angabe nur eine einzige Art, wirklich Abschied zu nehmen: auf musikalische Weise. Auf „J.T.“ – Justin Townes‘ Spitzname bis zum Erwachsenenalter – covert er sich durch den Katalog des Sohnes. 100 % der Einnahmen gehen an einen Trust für Justins dreijährige Tochter Etta.

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Chamberlain

Chamberlain – Red Weather

In den 90er Jahren legten Chamberlain mehrere maßgebliche Midwestern-Emo-Leckerbissen vor. 2000 löste sich die Band auf und fand nach einer Mini-Reunion erst vor zwei Jahren wieder zusammen, um eine Jubiläumstour ihres letzten Albums zu begehen. Wobei dieses „letzte Album“ mittlerweile überholt ist, denn aus den Revival-Gigs wurde ein komplettes Comeback, das sogar zurück ins Studio führte. Mit Emo-Klängen haben die gestandenen Herren mittlerweile aber wenig am Hut, und so klingt das Comeback-Werk „Red Weather“ nach gestandenem Heartland-Rock aus den Tiefen des amerikanischen Songbook.

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Delta Spirit

Delta Spirit – What Is There

Über die Jahre waren Delta Spirit zur Familie gewachsen. Wie sich das für Familien so gehört, braucht man gelegentlich Abstand voneinander. So gab es nach dem 2014 veröffentlichten Album „Into The Wide“ erst einmal eine Auszeit. Frontmann Matthew Logan Vasquez veröffentlichte mehrere Soloplatten, Kelly Winrich produzierte unter anderem Nathaniel Rateliff und Jonathan Jameson, Will McLaren und Brandon Young gingen mit diversen Musikern auf Tour. Bei einer gemeinsamen Jam-Session 2018 fand die Familie wieder zusammen, die Reise geht endlich weiter. „What Is There“ knüpft an frühere Werke an und zeigt sich zugleich durch die Bandpause gereift.

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Margo Price

Margo Price – That’s How Rumors Get Started

Nach zwei mit ihrer Tour-Band aufgenommenen Album wollte Margo Price etwas Neues ausprobieren. Gemeinsam mit ihrem langjährigen Freund Sturgill Simpson, der ihr extra eine Studio-Formation zusammenstellte, schloss sie sich ein und versuchte sich an frischen Ansätzen, welche die etablierten Country-Pfade nun deutlich erweitern sollen. Prices drittes Studioalbum „That’s How Rumors Get Started“ gibt sich insgesamt rockiger und fieberhafter, nimmt aber auch eine kräftige Prise Pop-Charme mit.

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Will Hoge

Will Hoge – Tiny Little Movies

Seit zwei Jahrzehnten ist Will Hoge so etwas wie das gute Gewissen des amerikanischen Heartland-Rock. Der mittlerweile 47jährige aus Nashville arbeitete sich über kleine Club-Bühnen bis zu einem kurzzeitigen Majordeal hoch, trat mit so unterschiedlichen Künstlern wie Midnight Oil, Jason Isbell, Social Distortion und Shinedown auf, und veröffentlichte starke Platten in beeindruckender Geschwindigkeit. „Tiny Little Movies“ ist bereits sein zwölftes Werk und bemüht sich, im Vergleich zum politischen, sozialkritischen Vorgänger „My American Dream“, um den Blick nach innen.

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Becca Mancari

Becca Mancari – The Greatest Part

Ihre Kindheit und Jugend machte Becca Mancari zur Reisenden, zur Suchenden. In ihrem christlich-fundamentalistischen Elternhaus war kein Platz für ihre Homosexualität, die Suche nach Identität und Zugehörigkeit begleitete ihr Heranwachsen. Nach dem College ging Mancari auf Reisen durch Amerika und die Welt, sammelte Erfahrungen und schrieb Songs drumherum. „The Greatest Part“ ist ihr zweites Album, nun noch etwas größer und Indie-hafter als zuletzt.

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Sammy Brue

Sammy Brue – Crash Test Kid

Darf man einen 19jährigen ungestraft als Wunderkind bezeichnen oder gibt das Aua? Sammy Brue dürfte das ziemlich egal sein. Der junge Amerikaner veröffentlichte sein Debütalbum, als er noch zur High School ging, und tourte zuletzt mit Michael Kiwanuka und der Marcus King Band um die Welt. Nun landet der Americana-, Folk- und Alternative-Hoffnungsträger mit seiner zweiten Platte. „Crash Test Kid“ befasst sich mit der, wie Brue es nennt, „Scheiße“, die alle weltweit durchmachen müssen, und plädiert für die Übernahme durch eine neue, junge Generation.

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