Schlagwort: Americana

Calexico

Calexico – El Mirador

In jüngerer Vergangenheit bemühten Calexico neue Aspekte, daunter gitarrenlastige Americana-Exkurse, folkige Kollaborationen und festliche Töne. Davon verabschieden sich Joey Burns und John Convertino auf ihrem zehnten Album keinesfalls, rücken jedoch den Latin-Aspekt ihres Sounds wieder deutlicher in den Mittelpunkt. Allerlei Gäste, Mariachi-Einschübe, Slide-Gitarre, Zapateado und noch viel mehr begleiten „El Mirador“, ein wunderbarer Schritt zurück in die Vergangenheit, der trotzdem so zeitlos und verzaubernd wie immer klingt.

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Khruangbin & Leon Bridges

Khruangbin & Leon Bridges – Texas Moon

Die erste Zusammenkunft von Khruangbin und Leon Bridges war ein voller Erfolg: „Texas Sun“ festigte eine auf Tour entstandene Freundschaft in vier entspannten und zugleich mitreißenden Kapiteln, die den Sound beider Parteien maßgeblich beeinflusste. Es gibt allerdings noch mehr Material, teils zu Beginn der Sessions, teils mit Verspätung fertiggestellt. Bridges nennt das Ergebnis introspektiver, für Khruangbin-Bassistin Laura Lee fühlt es sich nächtlicher an. Entsprechend heißt diese zweite gemeinsame EP „Texas Moon“.

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Robert Plant & Alison Krauss

Robert Plant & Alison Krauss – Raise The Roof

Seit dem Ende von Led Zeppelin hängt der Schatten der Rock-Legenden über dem Werk von Robert Plant. Nur selten schafft es der Sänger, dem monumentalen Erbe vollends zu entkommen (wiewohl die vermeintlichen Erblast-Alben häufig exzellent ausfallen). „Raising Sand“ war einer dieser Erfolge. Gemeinsam mit Country- und Bluegrass-Sängerin Alison Krauss entstand die Zusammenkunft zweier Welten im weiten Americana-Feld, schon jetzt ein moderner Klassiker. 14 Jahre später wagen sie es wieder und covern sich mit wachsender Begeisterung durch die Szeniere. „Raise The Roof“ fängt den vertrauten Esprit gekonnt ein.

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Amythyst Kiah

Amythyst Kiah – Wary + Strange

Ihr Leben ist ein offenes Buch: Nach einem Grammy-nominierten Album mit der Supergroup Our Native Daughters meldet sich Amythyst Kiah mit einem neuen Solowerk zurück. Und dieses könnte kaum roher ausfallen. Der Selbstmord der Mutter, das Leben mit Trauer, Alkoholprobleme, das Aufwachsen als schwarze LGBTQI+ Frau im Bible Belt und der harte Kampf um Selbstakzeptanz treffen auf einen Sound, der mehr denn je die klassischen Grenzen des Roots-Genres durchbricht. „Wary + Strange“ schlägt ein neues Kapitel für Kiah auf.

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Lukas Nelson & Promise Of The Real

Lukas Nelson & Promise Of The Real – A Few Stars Apart

Im vergangenen Jahr fand Lukas Nelson so etwas wie inneren Frieden. Obwohl er zum ersten Mal seit über einem Jahrzehnt nicht auf Tournee gehen konnte, von entsprechender Unsicherheit begleitet, sorgte die Zeit mit der Familie für Ausgeglichenheit und ein erneuertes Heimatgefühl. Als es dann doch wieder zurück ins Studio ging, erklärte Nelson das Heimkommen sowe Beziehungen in verschiedensten Formen zum Leitmotiv für die neue Platte. Gemeinsam mit seiner Band Promise Of The Real konzentriert er sich auf „A Few Stars Apart“ auf das, was ihn ausmacht: Songwriter zu sein.

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The Steel Woods

The Steel Woods – All Of Your Stones

Am 16. Januar 2021 verstarb Gitarrist und Songwriter Jason „Rowdy“ Cope aus ungeklärter Ursache im Schlaf, er wurde nur 42 Jahre alt. Seine Band The Steel Woods entschloss sich, in Abstimmung mit Copes Familie, weiterzumachen und das gemeinsam erarbeitete Album zu veröffentlichen. „All Of Your Stones“ zeigt eine Band, die stets Negatives in Positives umzuwandeln versuchte, und mit ihrem Mix aus Country, Americana, Southern Rock und Blues für Großes bestimmt war. Und nun vielleicht endlich genau das erreicht.

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Don Marco & die kleine Freiheit

Don Marco & die kleine Freiheit – Gehst du mit mir unter

Von Fuck Yeah zu Fick ja: Nach zwei englischsprachigen Alben mit seinem bandfluchenden Quartett wechselt Sänger, Gitarrist und Songwriter Markus Naegele zur deutschen Sprache. Als Don Marco treibt er den Rock’n’Roll-Ansatz seiner Kollegen voran, bringt zudem Power-Pop, ein wenig Glam und den stilsicher sitzenden Cowboy-Hut ein. Begleitet von die kleine Freiheit – aktuelle und ehemalige Mitglieder von Swans, Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen, Fuck Yeah und Superpunk – präsentiert der Don sein Solowerk „Gehst du mit mir unter“.

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Steve Earle & The Dukes

Steve Earle & The Dukes – J.T.

Ein neues Album von Steve Earle & The Dukes sollte ein Anlass zur Freude sein. Dem ist dieses Mal bestenfalls bedingt so. Am 20. August 2020 starb sein Sohn Justin Townes Earle, er wurde nur 38 Jahre alt. Für den Vater gab es nach eigener Angabe nur eine einzige Art, wirklich Abschied zu nehmen: auf musikalische Weise. Auf „J.T.“ – Justin Townes‘ Spitzname bis zum Erwachsenenalter – covert er sich durch den Katalog des Sohnes. 100 % der Einnahmen gehen an einen Trust für Justins dreijährige Tochter Etta.

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Chamberlain

Chamberlain – Red Weather

In den 90er Jahren legten Chamberlain mehrere maßgebliche Midwestern-Emo-Leckerbissen vor. 2000 löste sich die Band auf und fand nach einer Mini-Reunion erst vor zwei Jahren wieder zusammen, um eine Jubiläumstour ihres letzten Albums zu begehen. Wobei dieses „letzte Album“ mittlerweile überholt ist, denn aus den Revival-Gigs wurde ein komplettes Comeback, das sogar zurück ins Studio führte. Mit Emo-Klängen haben die gestandenen Herren mittlerweile aber wenig am Hut, und so klingt das Comeback-Werk „Red Weather“ nach gestandenem Heartland-Rock aus den Tiefen des amerikanischen Songbook.

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