Schlagwort: Classic Rock

Electric Acid – TrouperspHEARe

Wenn vergleichsweise junge Bands wie alte Profis klingen, dann ringt das Respekt ab. Noch schöner natürlich, wenn eine solche Band aus Deutschland kommt. Electric Acid fanden sich im Winter 2016 in Leipzig und erklärten schnell die 70s zum idealen Rock-Jahrzehnt. Rund um den Release ihres ersten Albums „TrouperspHEARe“ ist von ‚New Classic Rock‘ die Rede, einer gekonnten Vermischung aus Hard Rock, psychedelischen Sounds und vielen weiteren Zutaten.

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Spidergawd – III

Längst mehr als ’nur‘ ein Motorpsycho-Nebenprojekt, konnten sich Spidergawd mittlerweile zu einem Fixstern am gediegenen Rocker-Himmel etablieren. Ihre Alben erscheinen fleißig im Jahresrhythmus und zeugen vom steten Drang nach Weiterentwicklung. Ließ das eponyme Debüt noch experimentelle Epen und folkige Magie zu, entwickelte sich „II“ mehr und mehr zum 70s-Rock-Rundumschlag mit deutlichem Fokus auf Songdienlichkeit. „III“ vertieft derlei Bestrebungen, steht musikalischem Freigeist aber weiterhin offen gegenüber.

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Spidergawd – II

Kaum angekommen, sind Spidergawd erneut am Start, und das als ausgewiesene Urgewalt. Das eponyme Debütalbum zeigte vergangenes Frühjahr, dass es sich hier um viel mehr als ein bloßes Motorpsycho-Nebenprojekt handelt. Für ein wenig Evolution ist auf „II“ nun gesorgt. Ein ellenlanger Jam fehlt, Überlänge gibt es kaum. Stattdessen setzen die Norweger vermehrt auf feinsten Classic Rock mit Blues-Einschlag, vergessen dabei aber zu keiner Zeit auf die obligatorische Prog-Note. Erhältlich ist auch diese Platte nur auf Vinyl mit beigelegter CD.

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The Vintage Caravan – Expand Your Mind

Keine Macht den Drogen? Ah, funk it! The Vintage Caravan konsumieren zwar selbst – vermutlich – keinerlei illegale Substanzen, ihre Musik klingt jedoch nach einem endlosen Trip. Hinter diesem opulenten Bandnamen, der eine wahnwitzige Rock-Zeitreise andeutet, stecken drei Isländer, kaum volljährig, bereits mit einem Deal beim Metal-Major Nuclear Blast ausgestattet. Dort erscheint am 10. Januar 2014 ihr zweites Album „Voyage“ erstmals auch international. Um sich bereits mental auf dieses Power-Trio vorzubereiten, sei die Download-Single „Expand Your Mind“ empfohlen.

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Led Zeppelin – Celebration Day

Für und gegen das Vergessen: Am 10. Dezember 2007 fand das Ahmet Ertegun Tribute Concert zu Ehren des verstorbenen Atlantic Records-Gründers und Led Zeppelin-Förderers Ahmet Ertegün in der Londoner O2-Arena statt. Unbestrittenes Highlight des Abends: Led Zeppelin, die sämtliche Mini-Reunions der vergangenen zwei Dekaden (darunter die nach Angaben der Band furchtbaren „Live Aid“- und „Atlantic Records 40th Anniversary“-Auftritte) vergessen machen sollten. Mehr noch, erstmals seit dem Tod von Schlagzeuger John Bonham 1980 wollte man ein komplettes Konzert spielen – mit dessen Sohn Jason an den Drums. Der Gig sollte ein voller Erfolg werden und erscheint nun, fast fünf Jahre später, unter dem Titel „Celebration Day“ auf CD, DVD und Blu-ray.

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Sideburn – Bring Down The Rain

Zeit für guten, alten Hardrock: Über Sideburn aus Schweden weiß man herzlich wenig. Seit 1997 hält das Quartett aus Stockholm die Fahne der Gitarren-Klassiker hoch, zuletzt vor zwei Jahren auf „The Demon Dance“. Mit „IV Monument“ ist bereits ein Nachfolger in Planung, der vorerst nur digital bzw. via Import erscheinen soll. Warum man das vierte Studioalbum der Skandinavier dennoch antesten muss, beweist die digital veröffentlichte Single „Bring Down The Rain“ mit, nun ja, klassischer Ausrichtung.

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Muse – Survival

Die Fußball-Europameisterschaft in Polen und der Ukraine ist noch nicht einmal vorbei, da rückt der Fokus schon auf die Olympischen Spiele in London, die vom 27. Juli bis zum 12. August stattfinden. Ein musikalisches Ausrufezeichen wurde genau ein Monat zuvor durch Muse gesetzt, die erst kürzlich für den 14. September ihr neues Album „The 2nd Law“ angekündigt haben, für das sie unter anderem Justice, Does It Offend You, Yeah? und Dubstep als wichtige Einflüsse nennen. Die erste Single hat damit hingegen rein gar nichts zu tun. „Survival“, gleichzeitig Titelsong der Olympischen Spiele in London, macht aus der pompösen Stadion-Rock-Band, nun ja, eine noch pompösere Stadion-Rock-Band.

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Black Country Communion – 2

Es war eine der größten Überraschungen des vergangenen Herbsts – Glenn Hughes, Joe Bonamassa, Derek Sherinian und Jason Bonham haben ihre Version von Blues-getränktem Hard Rock unter dem Banner Black Country Communion auf die Musiklandschaft los gelassen und mit ihrem Debüt „Black Country“ das Label ‚Supergroup‘ mehr als nur gerechtfertigt. Bereits neun Monate später haben sie den Nachfolger am Start. Schlicht und ergreifend „2“ betitelt, handelt es sich hierbei um alles andere als einen Schnellschuss, sondern viel mehr ein 64minütiges Monster mit Herz, Seele und arschtretenden Arrangements.

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Gentlemans Pistols – At Her Majesty’s Pleasure

Black Sabbath, Cream, Deep Purple – manchmal sind es eben doch die Klassiker, die man hören will. So verwundert es auch nicht, das heute noch zig Bands dem klassischen Riff nachjagen. Gentlemans Pistols haben mit derlei Hektik nichts am Hut, sie zocken einfach ein paar Rocksongs, die auch aus den 70s stammen könnten. Ihr zweites Album „At Her Majesty’s Pleasure“, natürlich bei Rise Above erschienen, ist ein echter Retro-Leckerbissen geworden. Neu mit an Bord: Bill Steer, Mastermind von Firebird, ehemals Carcass.

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Black Country Communion – Black Country

Ja, der Begriff ‚Supergroup‘ wird inflationär gebraucht. Ja, beinahe monatlich wird eine Rezension damit notgedrungen ausgeschmückt. Und ja, viel zu selten erfüllen bekannte Name hohe Erwartungen. Black Country Communion tun das auf einem viel zu kleinen Label – Bluesrock-Gitarrengröße Joe Bonamassa, Sänger / Bassist Glenn Hughes (Deep Purple, Black Sabbath), Keyboarder Derek Sherinian (Dream Theater, Billy Idol, Alice Cooper, Kiss) und Drummer Jason Bonham (Led Zeppelin, Foreigner) erwartet man eigentlich auf einem Majorlabel mit fettem Vertrag. Vielleicht klingt ihr Debüt „Black Country“ gerade deswegen so erfrischend und organisch.

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