Autor: Walter Kraus

Ich bin, also denke ich.
Nap

Nap – Ausgeklingt

Manchmal kommen Platten auf den Tisch, mit denen kann man nicht rechnen. Will man auch nicht. „Villa“, das Debüt von Nap, war ein solches Teil. Durch den Re-Release via Noisolution erhielt die kleine Perle zwischen Stoner, Kraut, Prog und ein wenig Psych verdiente Aufmerksamkeit, wenig später folgte eine packende Split 12″ mit Black Lung. Nun also das schwere zweite Album, wie es gerne heißt. „Ausgeklingt“ lässt sich etwaige Hürden erst gar nicht anmerken.

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The Happy Sun

The Happy Sun – The Happy Sun

Österreichs Elektro- und Alternative-Urgestein Gerhard Potuznik hat ein neues Betätigungsfeld gefunden. In seiner Freizeit zwischen Alben als GD Luxxe und diversesten Produzenten-Tätigkeiten (u.a. für Mediengruppe Telekommander und Chicks On Speed) experimentierte er mit Indie- und Post-Punk-Sounds, die ein wenig an The Cure und Joy Division erinnern. Daraus wurde das neue Bandprojekt The Happy Sun, nun mit dem gleichnamigen Album bedacht.

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Stefanie Schrank

Stefanie Schrank – Unter der Haut eine überhitzte Fabrik

Es hat sich angedeutet. Und es ist gut, dass es so gekommen ist. Die bildende Künstlerin Stefanie Schrank, unter anderem als Bassistin von Locas In Love bekannt, hat eine Soloplatte aufgenommen. Beinahe drei Jahre arbeitete sie an geheimnisvollen, maschinell anmutenden Songs, die irgendwo zwischen Elektronik, Popmusik, Arthouse und Indie-Chic andocken. Der Titel fasst das Geschehen prima zusammen: „Unter der Haut eine überhitzte Fabrik“.

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Boy & Bear

Boy & Bear – Suck On Light

Seit dem Release des Boy & Bear-Debütalbums „Moonfire“ hatte Sänger und Gitarrist Dave Hosking mit schweren gesundheitlichen Problemen zu kämpfen, welche die Bandarbeit mehrmals fast zum Erliegen brachten. Erst 2015 konnte eine aggressive bakterielle Erkrankung diagnostiziert werden, die erhoffte Besserung sollte weiterhin andauern. So schrieb die restliche Band neue Songs, für Hosking später Zufluchtsort und Ausweg. „Suck On Light“ befasst natürlich mit diesem einschneidenden Erlebnis, findet aber auch Hoffnung in der dunkelsten Stunde.

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Wolf Mountains

Wolf Mountains – Urban Dangerous

„Geh doch nach Berlin“, schlugen Angelika Express vor mittlerweile über 15 Jahren vor. Zwei Drittel von Wolf Mountains (Schlagzeuger / Sänger Kevin Kuhn und Bassist Thomas Zehnle) folgten diesem Ratschlag, einzig Gitarrist und Sänger Reinhold L. Emerson blieb in Stuttgart. Man entwuchs nicht nur der Heimatstadt, sondern auch dem Sound der Anfangstage. Das leicht hibbelige Chaos wich bereits auf „Superheavvy“ dezent poppigeren Auswüchsen, die auf „Urban Dangerous“ nun deutlicher denn je in den Vordergrund treten. Dabei bleiben die Wolfsberge aber weiterhin unheimlich bissig und rifflastig.

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Babe Rainbow

Babe Rainbow – Today

Manchmal braucht es ein wenig Sonne im Leben, gute Laune und tiefenentspannte Vibes. Babe Rainbow vermitteln genau das. Sie kommen aus dem östlichsten Eck Australiens und verstehen sich auf Psychedelic-Sounds mit kräftiger Indie-Schlagseite, irgendwo zwischen Pop und Rock pendelnd. In nur zwei Wochen nahm ihr drittes Album in ebenso vielen Jahren Form an. „Today“ wirkt wie ein lockerer, konstant fließender Jam der gekonnt legeren Sorte.

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Thees Uhlmann

Thees Uhlmann – Junkies und Scientologen

Da ist er wieder, der gute Thees Uhlmann. Seit seinem zweiten Soloalbum, kurz und kompakt „#2“ betitelt, sind mehrere Jahre ins Land gezogen, unter anderem veröffentlichte er mit „Sophia, der Tod und ich“ einen grandiosen Debütroman. Demnächst schreibt er über die Hosen, denn irgendwer muss wohl. Aber die Musik, ja, neue Songs gibt es auch wieder. Uhlmann hatte bereits fertig, nahm jedoch erneut Anlauf und widmete sich ausschließlich Liedern, die ihm persönlich überaus nahe waren. Und sind. „Junkies und Scientologen“ hört man diese Aufrichtigkeit in jeder Sekunde an.

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Hiss Golden Messenger

Hiss Golden Messenger – Terms Of Surrender

Ein turbulentes, emotional aufwühlendes Jahr ließ M.C. Taylor zweifeln, doch irgendwann fand er zurück zur Musik und zur Bedeutung von Liebe in sämtlichen Formen und Facetten. Der Bandleader von Hiss Golden Messenger veröffentlicht aktuell neue Musik im Jahrestakt und münzt nun Tracks, die er ursprünglich für zu persönlich hielt, in gewohnt mitreißende Folk- und Americana-Perlen um. „Terms Of Surrender“ zeugt von Sorge und Entbehrung, schöpft aber auch Hoffnung und zeigt große Entschlossenheit.

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One True Pairing

One True Pairing – One True Pairing

Nach dem Ende von Wild Beasts fiel Tom Fleming erst einmal in ein tiefes Loch. Er sah sich plötzlich mit seiner Realität konfrontiert, die von gesundheitlichen Problemen und Geldsorgen begleitet war. Er verbrachte einige Tage, wie betäubt, in einem Pub, bevor er sich aus eigener Kraft aus dem Nebel der plötzlichen Leere befreite und zur Musik zurückkehrte. Als One True Pairing ist er nach Hayden Thorpe nun das zweite auf Solopfaden wandelnde Biest. Sein eponymes Debüt setzt sich mit der Wut, Orientierungs- und Richtungslosigkeit seiner britischen Heimat auseinander.

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Bror Gunnar Jansson

Bror Gunnar Jansson – They Found My Body In A Bag

Sein Vater, ein renomierter Bassist, tourte mit Chet Baker, Dexter Gordon, Toots Thielemans und weiteren Jazz-Legenden. Sohnemann Bror Gunnar Jansson ist ebenfalls Vollblutmusiker. Die schwedische One-Man-Band steht auf Blues, Garage, Country und Folk. Mit Gitarre, Schlagzeug und Megaphon bewaffnet, ist er auf der Bühne eine Macht. Aber auch auf Platte macht sein Sound Laune. „They Found My Body In A Bag“ dreht sich immer wieder um wahre skandinavische Verbrechen und bringt somit Nordic Noir in den angenehm schwerfälligen Sound ein.

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