Autor: Walter Kraus

Ich bin, also denke ich.

Island – Feels Like Air

Nach zwei starken EPs wagen sich die Briten Island endlich an ihr Debütalbum. Was einst als Akustik-Projekt in Rollo Dohertys Schlafzimmer begann, ist mittlerweile zum Indie- und Alternative-Hoffnungsträger in voller Belegschaft mutiert. Ihr DIY-Ethos trug das Quartett in immer größere Venues und auf diverse Festivals, ja sogar bis aufs europäische Festland. Nun bei Frenchkiss Records unter Vertrag, behält sich der Full-Length-Einstand „Feels Like Air“ den vertrauten, tiefenentspannten Charme bei.

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Makeness – Loud Patterns

Nach serienweise Singles, EPs und anderen Kleinformaten widmet sich Makeness nun endlich einem Debütalbum. Hinter diesem ominösen Pseudonym steckt der schottische Produzent Kyle Molleson, der vor Jahren nach Leeds ging, um seine an traditionellen House-, Techno- und Detroit-Sounds angelehnten Produktionen an ein breiteres Publikum zu bringen. Die Allrounder von Secretly Canadian schlugen zu und präsentieren den Full-Length-Einstand „Loud Patterns“.

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City Calm Down – Echoes In Blue

Während sich etablierte Acts wie Editors aktuell ein wenig gen musikalische Bedeutungslosigkeit zurückziehen, wirkt das Aufleben frischer, energischer Kräfte umso willkommener. Bestes Beispiel dafür sind City Calm Down aus dem australischen Melbourne. Das Quartett legt zwei Jahre nach seinem Debüt mit „Echoes In Blue“ stilvoll nach. Indie Pop/Rock trifft auf Wave-Klänge, trifft auf weite Keyboard-Flächen, trifft auf unverschämt eingängige Emotionalität. So etwas vermisste man zuletzt.

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Hysterese – Hysterese

Namen, so sagt man sich gerne, seien Schall und Rauch. Verzichten Hysterese daher auf Albumtitel? Aktuell erscheint ihre bereits dritte selbstbetitelte Platte. Ob nun mangelnde Kreativität oder Fokus auf die Musik dahintersteckt, ist eigentlich relativ egal. Tatsächlich versteht sich das Punk-Quartett aus Tübingen und Mannheim auf mächtige Hymnen und derbe Nackenschläge, die sogar gelegentlich gen Hardcore schielen. Mit dem Wechsel zu This Charming Man Records will man eine Spur poppiger geworden sein. Ecken und Kanten bleiben jedenfalls erhalten.

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Naked Giants – SLUFF

„SLUFF“ kann ganz viele Bedeutungen haben und ist somit der perfekte Titel für das vielschichtige Debütalbum des Trios Naked Giants aus Seattle. Vielleicht ist es das Geräusch von Schlangen, wenn sich diese häuten. Vielleicht dient es als Kurzform für die Tech-Invasoren der Stadt, gerne auch als „South Lake Union Fuck Faces“ bezeichnet. Oder es ist einfach nur der dreckige Wintermatsch, der an den Stiefeln kleben bleibt. Auf ihrem Einstand geben sich Naked Giants allerdings weder matschig noch, nun ja, fuckface-ig.

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Megan Nash – Seeker

Wie der Titel ihres neues Albums es schon umschreibt, ist Megan Nash eine Suchende. Einst ermutigte ein Punk-Konzert von Schulfreunden die damals 16jährige Kanadierin, sich der Musik zuzuwenden. Starke weibliche Stimmen und ihre Heimat Saskatchewan dienen bis heute als wichtigste Inspirationsquellen. Für ihre neue Platte „Seeker“, die mit etwas Verzögerung nun auch in Europa erscheint, engagierte Nash die kanadische Alternative-Rock-Band Bears In Hazenmore als Unterstützung.

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Henry Green – Shift

Bewegung ist für Henry Green alles, ob physisch oder emotional. Das schlägt sich auch in der Musik des 22jährigen Songwriters aus dem britischen Bristol nieder. Sein Sound – ein Mix aus Indie-Electro und House – wirkt stets getrieben, dabei aber dennoch entspannt; bewegend, wenn man denn so will. Nach diversen gefeierten Singles und über 8 Millionen Streams auf Spotify für seine bisherigen beiden EPs veröffentlicht Green nun sein Debütalbum „Shift“.

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Palace Of The King – Get Right With Your Maker

Palace Of The King ist eine jener Bands, die seit geraumer Zeit auf dem Sprung zu sein scheint. Das Quartett aus Australien versteht sich auf bluesigen Hard Rock für Fans von Deep Purple, Clutch und Thin Lizzy – retro-lastig, mit einem Auge gen härtere Gefilde schielend und doch stets in sich ruhend. „Get Right With Your Maker“ ist bereits ihr drittes Studioalbum und kündigt zugleich die nächste Europa-Tour mit den Landsleuten Airbourne an, die Mitte April für zwei Termine nach Deutschland führen wird.

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Jeff Rosenstock – POST-

Mit der Wahl und anschließenden Inauguration Trumps endete für Jeff Rosenstock vor allem eine gesellschaftliche Ära. Der Punk-Songwriter stellt fest, dass sich Amerika aktuell in einer Post-Phase befindet, die längst etablierte Umgangsformen pulverisiert und nach neuen Wegen sucht. So sperrte er sich nach der Wahl monatelang ein, um neue Songs zu schreiben, die zu Neujahr, nur zwei Wochen nach den Aufnahmen, urplötzlich digital erschienen. Nun erhält „POST-“ seinen verdienten CD- und Vinyl-Release.

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Lonely Kamel – Death’s-Head Hawkmoth

In schöner Regelmäßigkeit packen Lonely Kamel eine gesunde Portion Rock aus. Natürlich fiele es leicht, den Sound der Norweger in die Retro-Ecke zu verfrachten, doch der bluesige Mix aus Stoner-Riffs und psychedelisch-proggigen Exkursen ist viel mehr als das. Dreieinhalb Jahre nach „Shit City“ debütiert das Quintett nun für seine neue Heimat Stickman Records mit dem deutlich ausladender gestalteten „Death’s-Head Hawkmoth“.

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