Kategorie: Alben

All Them Witches

All Them Witches – Nothing As The Ideal

Ruhe und Vorhersehbarkeit? Für All Them Witches ein Ding der Unmöglichkeit. Obwohl das Trio aus Nashville tief im psychedelischen Universum verhaftet ist, häutet es sich mit jedem Release von vorne und legt neue Facetten frei. Zuletzt bemühte sich „ATW“ um etwas mehr Fokus und Songdienlichkeit. Das kann man vom Nachfolger nicht wirklich behaupten, wobei es, nimmt man es genau, keine eindeutige Richtung gibt. Das in den legendären Abbey Road Studios aufgenommene „Nothing As The Ideal“ drängt zeitgleich gefühlt überall hin und nimmt so ziemlich alle bisherigen Phasen der US-Veteranen mit.

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Elm Tree Circle

Elm Tree Circle – No Fomo

Die stete Angst, etwas zu verpassen, ist spätestens seit der Omnipräsenz sozialer Medien in Generation über Generation verhaftet. FOMO, „fear of missing out“, nennt sich dieses Phänomen. Was aber, wenn man sich doch ein wenig Zeit nimmt? Elm Tree Circle umkreisen dieses Phänomen kritisch mit Songs, die auch rund um die Jahrtausendwende prima funktioniert hätten – Indie, Emo und Punk geben sich die Klinke in die Hand. Das Trio aus Iserlohn lässt „No Fomo“ auf die selige Meute los.

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The Hawkins

The Hawkins – Silence Is A Bomb

Die vier Musiker hinter The Hawkins müssen Rock’n’Roll mit der Muttermilch aufgesogen haben. Sie stammen aus einer schwedischen Kleinstadt mitten im Wald, wie sie gerne betonen, kennen sich schon ewig und machen seit sieben Jahren gemeinsam Musik. In dieser Zeit sprang ein Album ab, dazu kommen diverse Kleinformate, welche den Bogen von Queen über The Hives bis zu Royal Republic spannen. „Silence Is A Bomb“ packt all das erneut in den rifflastigen Turbomixer.

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Aua

Aua – I Don’t Want It Darker

Fabian Bremer und Henrik Eichmann machen seit beinahe zwei Jahrzehnten gemeinsam Musik, unter anderem als eine Hälfte der Instrumental-Band Radare bekannt. Es geht aber auch anders, wie sie mit Aua beweisen. Krautige Sounds, mit Lo-Fi, Alternative und Electro kollidierend, gehen auf forschende Klangreise zwischen betonter Lässigkeit und understatetem Antrieb. Über einige Wochenenden in einer mit Equipment vollgepackten Hütte aufgenommen, bewegt sich „I Don’t Want It Darker“ durch nicht enden wollende Weiten.

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Metallica

Metallica And San Francisco Symphony – S&M2

Im April 1999 führten Metallica und das San Francisco Symphony Orchestra unter der Leitung des mittlerweile verstorbenen Michael Kamen zwei Welten zusammen: Klassik und Metal. „S&M“ heimste Top-Platzierung und Edelmetall weltweit ein. Zum 20. Geburtstag setzte es im vergangenen Jahr eine Neuauflage, damals auch in den Kinos zu sehen. Mit ordentlich Verspätung landet nun das Bild- und Tondokument als „S&M2“, wobei die Symphonie dieses Mal gleichberechtigt neben den Metal-Titanen im Titel steht. Und das aus gutem Grund.

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Oceanator

Oceanator – Things I Never Said

Kann Liebe immer über die dunkelsten Momente des Lebens siegen? Das ist eine der Fragen, mit der sich Elise Okusami auf ihrem Debütalbum als Oceanator auseinandersetzt. Die New Yorker Singer/Songwriterin bemüht sich um Offenheit und setzt sich direkt mit ihren Ängsten, mit Zweifeln, mit Sorgen auseinander. „Things I Never Said“ befasst sich mit den Herausforderungen des Erwachsenwerdens und nimmt physische sowie emotionale Einsamkeit als Eckpfeiler für Abhandlungen über das Hier und Jetzt.

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Narrow Head

Narrow Head – 12th House Rock

Erleben die 90er Jahre aktuell ein weiteres Revival oder sind sie bloß unzerstörbar? Diese und ähnliche Fragen stellt man sich unweigerlich, wenn Narrow Head das Parkett betreten. Das Quintett aus Texas stoppelt seinen Sound aus Versatzstücken von Alternative Rock, (Post-)Grunge und Shoegaze zusammen, rifflastig und schonungslos ehrlich. Ihr zweites Album „12th House Rock“ produzierten die US-Amerikaner ein weiteres Mal selbst und ohne Hilfsmittel.

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Bobby Rush

Bobby Rush – Rawer Than Raw

Bobby Rush muss unkaputtbar sein. Anders lässt sich die Langlebigkeit der Blues-Legende schwer erklären. Auch mit Mitte 80 macht der gute Mann nicht langsam, veröffentlichte erst im vergangenen Jahr das großartige „Sitting On Top Of The Blues“, eine kurzweilige Platte zwischen Blues, Funk und Soul. Nun geht es zurück zu den Wurzeln. „Rawer Than Raw“ ist genau das, ein puristisches, reduziertes Blues-Album, eine Hommage an Mississippis Blues-Geschichte.

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Motorpsycho

Motorpsycho – The All Is One

Durchatmen? Nachlassen? Über solche Pläne können Motorpsycho bestenfalls müde lächeln und beschließen stattdessen ihre Gullvåg-Trilogie, die eigentlich nicht als solche gedacht war. Und doch ergab sich diese irgendwann nach dem Release von „The Tower“ und „The Crucible“. Ursprünglich für das Frühjahr angedacht und, wie so viele andere Platten auch, kräftig verschoben, schlägt „The All Is One“ komplett über die Stränge: zwei CDs, 85 Minuten und ein auf zwei Seiten aufgeteiltes Monstrum, das die halbe Spielzeit beansprucht.

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Bright Eyes

Bright Eyes – Down In The Weeds, Where The World Once Was

Vor neun Jahren schickte Conor Oberst seine Bright Eyes in eine inoffizielle Pause. Fortan widmete sich der einstige König von Saddle Creek verschiedensten Projekten, reanimierte die krachigen Desaparecidos und veröffentlichte unter eigenem Namen. 2017 trafen sich Oberst, Mike Mogis und Nate Walcott bei einer Feier, man beschloss erneut gemeinsame Sache zu machen. In einem großen Jubiläumsjahr – 20 Jahre „Fevers And Mirrors“, 15 Jahre Doppelschlag „Digital Ash In A Digital Urn“ und „I’m Wide Awake It’s Morning“ – besinnen sich Bright Eyes auf ihre Wurzeln und nehmen zugleich alles mit, was diese Band so spannend macht. „Down In The Weeds, Where The World Once Was“ dreht die Uhr zurück und blickt doch nach vorne.

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