Kategorie: Alben

Myd

Myd – Born A Loser

Seit knapp 20 Jahren steht das französische Label Ed Banger für feinste elektronische Musik. Die Heimat so illustrer Acts wie Justice, Uffie und Cassius gibt aktuell auch dem sympathischen DJ und Producer Myd eine sympathische Plattform. Nach diversen Singles und EPs wagt sich Quentin Lepoutre nun an ein erstes Album. Der DJ aus Lille pflügt sich unter anderem durch Techno, House, Synth und etwas poppigere Klänge zu einer Art Coming of Age-Platte mit erfrischend schrulligen und sonderbaren Untertönen. „Born A Loser“ dreht den Club auf links und will Kraft geben, um Großes zu erreichen.

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Dinosaur Jr.

Dinosaur Jr. – Sweep It Into Space

Ein neues Album von Dinosaur Jr. ist immer ein Grund zum Feiern. Dieses Mal hat es – teils aus bekannten Gründen – etwas länger gedauert, „Give A Glimpse Of What Yer Not“ liegt beinahe fünf Jahre zurück. Kurt Vile schwirrte bei den Aufnahmen immer wieder umher, zudem trat Lou Barlow bei seinen Songs ein wenig selbstbewusster auf, was gerade der Produktion gut tat. All das, ein gewohnt fieberhafter Murph und Indie-Mastermind J Mascis an vorderster Front machen „Sweep It Into Space“ zu einem weiteren Leckerbissen. Also alles wie immer bei den Indie-Dinosauriern?

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The Pighounds

The Pighounds – Hilleboom

Einst tourten Peter und Sandro mit Fitches durch die Lande, veröffentlichten zwei Alben und zwei EPs, bis sich das Quartett mehr oder minder auflöste. Das Duo blieb sich jedoch verbunden und machte nahtlos zu zwei als The Pighounds weiter. Man spielte live in Deutschland, der Schweiz und Italien, supportete The Libertines und lag, wie so viele andere Bands, ab Frühjahr 2020 auf dem Trockenen. Kurzerhand schnappte man sich das komplette Equipment und nahm das Debütalbum „Hilleboom“ in nur einer Sommerwoche auf einem alten Bauernhof an. Der spontane und doch geschickt ausgeklügelte Charakter dieser Platte ist stets greifbar.

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Communions

Communions – Pure Fabrication

Multiple Häutung, das klingt ungesund, fasst jedoch Communions im Jahr 2021 zusammen. Vom Kern-Line-up blieben die Gebrüder Rehof (Sänger und Gitarrist Martin sowie Bassist Mads) über, wobei die mittlerweile ausgeschiedenen Mitglieder auf der neuen Platte zu hören sind. Nebenher entstand eine neue Aufstellung als Quintett. Zudem bewegt man sich auf dem zweiten Studioalbum „Pure Fabrication“ musikalisch und thematisch ebenfalls in eine andere Richtung. Während der zuletzt angerissene Indie-Rock-Sound mehr Tiefgang erhielt, arbeiten sich die Rehofs nun an Kulturkritik, Selbst-Reflektion und einer Art umgekehrten Coming-of-Age-Geschichte ab.

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Motorpsycho

Motorpsycho – Kingdom Of Oblivion

Vor der Trilogie ist nach der Trilogie, finden Motorpsycho, und kündigen nach ihren Gullvåg-Jahren eine Rückkehr zu den rifflastigen Psychedelic-Klängen früherer Tage an. Natürlich ist diese Meldung mit einem kleinen Sternchen versehen, denn die Norweger blicken gleichzeitig nach vorne und wollen außerdem Neuland ansteuern. Tatsächlich begann „Kingdom Of Oblivion“ als Hard-Rock-Album mit Rückkehr zu alter Heavyness, nahm über die Wochen und Monate jedoch immer mehr leichtfüßigere Elemente auf.

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The Offspring

The Offspring – Let The Bad Times Roll

The Offspring und neue Musik, das hatte zuletzt Seltenheitswert. Das letzte reguläre Album „Days Go By“ erschien 2012, die Single „Coming For You“ liegt immerhin sechs Jahre zurück. Seither gab es diverse Touren, Album-Verschiebungen und den unrühmlichen Abgang von Gründungsmitglied Greg K. Und doch wollen es die Cali-Punk-Urgesteine noch einmal wissen. „Let The Bad Times Roll“ vereint zwölf mehr oder minder neue Tracks, über die letzten Jahre gesammelt und abermals mit Produzenten-Veteran Bob Rock aufgenommen. Kann das gut gehen?

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Jakob Mind

Jakob Mind – The One Who Got Away

Kurz nach den Aufnahmen zu „Rat City Dog Boy“, dem Anfang 2020 erschienenen Album von Rotten Mind, zog es Gitarrist und Sänger Jakob Arvidsson wieder ins Studio. Dort nahm er ein paar Songs auf, ohne ein konkretes Ziel oder Projekt im Sinn zu haben. Ein erstes gepostetes Demostück heimste euphorische Reaktionen ein, und schon lief der kreative Motor heiß. Als Jakob Mind präsentiert Arvidsson nun seine Solo-Spielwiese, die natürlich an die Hauptband erinnert und doch weit über diese hinausgehen. Zwischen den Buzzcocks und Velvet Underground breitet sich „The One Who Got Away“ aus.

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Low Island

Low Island – If You Could Have It All Again

Was tun, wenn man gute Ideen hat, aber keine anständige Plattenfirma findet? Man nimmt die Dinge einfach selbst in die Hand! Low Island veröffentlichten seit ihrer Gründung im Jahr 2016 mehrere spannende EPs, vielseitig wie eingängig. Für den nächsten großen Schritt setzte die Band aus Oxford auf ihre Macher-Qualitäten und gründete einfach ein eigenes Label. Komplette kreative Freiheit führte in ein kleines Studio im ländlichen Frankreich, wo „If You Could Have It All Again“ eingespielt wurde. Das erste Album der Briten wirkt nach den sehr abwechslungsreichen Kleinformaten angenehm homogen und fokussiert, ohne dabei an Eingängigkeit einzubüßen.

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Flyte

Flyte – This Is Really Going To Hurt

Liebeslieder und Trennungsalben sind das Yin und Yang der populärmusikalischen Welt. Flyte aus London widmen sich aktuell zweiterem Bereich. Die Indie-Band dokumentiert Will Taylors prägende Trennung durch Trauer und Akzeptanz. Große, charmante Popmelodien und gekonnt eingesetzte Gitarren, dazu drei butterweiche Stimmen und ein Händchen für Radioperlen, die sich einfach nicht abnutzen wollen – „This Is Really Going To Hurt“ tut nur im Titel und den Lyrics weh, ist ansonsten jedoch Balsam für geschundene Airplay-Seelen.

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The Limit

The Limit – Caveman Logic

Supergroups scheint es mittlerweile wie Sand am Meer zu geben, und doch sind The Limit irgendwie anders. Hier trifft Bobby Liebling, Frontmann der Doom-Rock-Legenden Pentagram, auf die Punk-Urväter Sonny Vincent (Testors) und Jimmy Recca (The Stooges) sowie Hugo Conim und João Pedro Ventura von den portugiesischen Doom-Metal-Veteranen Dawnrider – sicher kein vorhersehbares Line-up. Und doch passt diese auf den ersten Blick ungewöhnliche Kombination prima zusammen mit einem Sound zwischen Rock, Punk und ein wenig Finsternis. „Caveman Logic“ klingt wie der x-te Frühling für die beteiligten Musiker und hat viel mehr als nur bekannte Namen zu bieten.

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