Kategorie: Alben

The DogHunters

The DogHunters – Splitter Phaser Naked

Es lebe die Selbstironie. Wer seine Debüt-EP „The Shit Singles“ nennt, kann über sich lachen. Noch dazu war die Musik alles andere als verkehrt auf dem ersten Release von The DogHunters. Das Quintett aus Köln versteht sich auf eingängigen, durchaus sonnigen Indie Rock mit starker psychedelischer Schlagseite und kleinen, wilden Ausschlägen in etwas kantigere Gefilde. Der ureigene Sinn für Humor kommt auch auf dem Debütalbum durch: „Splitter Phaser Naked“ ist amüsantes Denglisch in Reinkultur.

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Kettcar

Kettcar – …und das geht so

Nach der Bandpause ist vor der Bandpause, und so kündigen Kettcar eine weitere Auszeit an, weil ihnen die letzte so gut getan an. „Ich vs. Wir“ hat bereits zwei Jahre auf dem Buckel, wurde ausgiebig betourt und erhielt eine kleine EP hinterher. Auch Anfang 2020 spielt die Band noch ein paar ausgewählte Konzerte, dann verabschiedet man sich erst einmal. Wer bei der kommenden Tour nicht dabei sein kann, kriegt das Doppel-Live-Album „…und das geht so“ für die eigene Stereoanlage.

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Beans On Toast

Beans On Toast – The Inevitable Train Wreck

Das neue Beans On Toast-Album am 1. Dezember – eine lieb gewonnene Tradition in der Vorweihnachtszeit, so wie Glühwein und Kekse für andere. Jay McAllister veröffentlicht seit mittlerweile zehn Jahren neue Musik an seinem Geburtstag. Nachdem „A Bird In The Hand“ den Blick nach innen richtete, deutlich von der Geburt seiner Tochter beeinflusst, widmet „The Inevitable Train Wreck“ nun sämtliche Aufmerksamkeit den Katastrophen der Gegenwart. Musikalisch sollte die neue Platte ebenfalls anders klingen, und so ließ sich Beans On Toast klassische Rock’n’Roll-Arrangements von Lewis & Kitty Durham (Kitty, Davis & Lewis) zu seinen Texten zimmern.

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Vug

Vug – Onyx

Nach ellenlanger Anlaufzeit erschien im Frühjahr 2018 schließlich das selbstbetitelte Debütalbum von Vug, geraume Zeit zuvor aufgenommen. Der ewige Geheimtipp bestätigte seine eindrucksvolle Form zwischen bluesigem Hard Rock und druckvoll-metallischen Klängen. Drummer Nick DiSalvo ging in der Zwischenzeit von Bord, um sich seiner Hauptband Elder zu widmen, man ist sich aber nach wie vor freundschaftlich verbunden. Leonard Vaessen von den aufgelösten White Dukes übernahm den Posten hinter der Schießbude und brauchte auch gleich ein eigenes Studio mit. Schon war der Nachfolger „Onyx“ fertig.

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Grizzly

Grizzly – Movement

Der pure Spaß an der Musik treibt Grizzly aus Karlsruhe seit ihrer Gründung 2014 an. Scheuklappen gibt es für das Quintett nicht, stattdessen landet alles in einem gewaltigen Topf – Punk, Pop, Hardcore, Rap und mehr. Vergangenes Jahr erreichte das zweite Album „Polaroids“ Platz 51 der deutschen Album-Charts, nach der Tour steht schon wieder ein neuer Longplayer bereit. „Movement“ wirft abermals alles in den Mixer und lädt sich einige Gäste ins Studio ein.

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Woodland

Woodland – Bad Days In Disguise

Seit Jahren machen Woodland Norwegens Club-Bühnen unsicher und wagen sich immer wieder in südlichere Gefilde vor. Das Quintett aus Trondheim steht auf zeitlosen Rock – hart, fuzzig, durchaus bluesig und immer mit Blick auf die Garage. „Go Nowhere“ sorgte vor zweieinhalb Jahren für beste Unterhaltung, schon steht der Nachfolger in den Startlöchern. Auf dem dritten Studioalbum „Bad Days In Disguise“ setzt es mittlerweile gewohnte Kost mit unheimlicher Power und viel Nachdruck.

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Coma

Coma – Voyage Voyage

Wer auch immer behauptet, dass Electro-Pop in Zeiten des großen 80s-Synth-Revivals generisch AF klingen muss, hat den Schuss nicht gehört, geschweige denn Coma. Das Kölner Duo veröffentlicht seit Jahren etwas andere Genre-Platten, die nichts von großen Club-Momenten, endlosen Chart-Synthie-Schleifen oder 08/15-Gewummer halten. Jeder Track erzählt für sich eine Geschichte, wirkt organisch und begleitet auf eine kleine Reise. Nicht umsonst nennt sich das neue Album „Voyage Voyage“ und führt durch 20 Jahre gemeinsame Musik-Historie.

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Bonnie "Prince" Billy

Bonnie „Prince“ Billy – I Made A Place

Will Oldham war und ist fleißig. Der 46jährige aus Louisville, Kentucky veröffentlicht in schöner Regelmäßigkeit neue Platten, häufig als Bonnie „Prince“ Billy. Seit dem letzten Album mit Bonnie-Originalen zogen tatsächlich acht Jahre ins Land, dazwischen gab es unter diesem Pseudonym vornehmlich Kollaborationen und Fremdkompositionen. Auf „I Made A Place“ kehrt Oldham nun zu seinen Wurzeln zurück, entdeckt hawaiianische Musik für sich und zeigt sich bestürzt über den globalen Status Quo.

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Iguana

Iguana – Translational Symmetry

Alle heiligen Zeiten tauchen Iguana wieder auf, um mit ihrem Sound gleichermaßen zu verzücken und zu verwirren. Das zwischen Chemnitz und Erfurt angesiedelte Quartett setzte vor sieben Jahren mit „Get The City Love You“ packend schräge Stoner-Visionen frei, zwischenzeitlich winkte das komplexe „Cult Of Helios“ vorbei. Ihre Stoner-Gitarren will die Band nach wie vor nicht wegpacken, lebt nun allerdings das Faible für Fuzz und Psychedelic, ja sogar für verkappten Krautrock stärker aus denn je. „Translational Symmetry“ wirft einen Blick auf die Tristesse der Gegenwart und erkennt, dass sich stupider Wahnsinn ohne große Veränderung wiederholt.

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Dives

Dives – Teenage Years Are Over

Seit 2011 macht das Pink Noise Girls Rock Camp Lust auf Musik in ganz Österreich. Bei einem solcher Camp trafen sich 2016 Viktoria Kirner, Tamara Leichtfried und Dora de Goederen, die Band Dives war geboren. Seither arbeitet das Trio am herrlich schrägen eingängigen Mix aus Indie, Surf und Garage, der bereits zu diversen Festival- und Club-Auftritten führte. Auf eine starke EP folgt nun das nicht minder packende Debütalbum „Teenage Years Are Over“.

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