Kategorie: Alben

Dirty Sound Magnet

Dirty Sound Magnet – Transgenic

Vor zweieinhalb Jahren drehten Dirty Sound Magnet ihren Sound auf links. Vorbei waren die klassischen Rock-Tage, seither geht es deutlich verkopfter und psychedelischer vor sich. Der Neustart „Western Lies“ war sicherlich nicht unproblematisch, letztlich aber über jeden Zweifel erhaben. Mittlerweile hat das Schweizer Trio einen Labelwechsel hinter sich und wirft sich weiter hinter den Psych-Ballon. „Transgenic“ beleuchtet das innere Selbst in einer von Spitzentechnologie und Hyperkonsum geprägten Welt.

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Life Of Agony

Life Of Agony – The Sound Of Scars

Ein großer personeller Umbruch führt bei Life Of Agony zur Rückbesinnung auf die Anfänge. Drummer und Urgestein Sal Abruscato ist von Bord gegangen und mit ihm verschwinden die düsteren, zwischen Gothic und Grunge pendelnden Einflüsse, die „A Place Where There’s No More Pain“ vor zwei Jahren beflügelten. Mit Neuzugang Veronica Bellino an den Fellen denken Mina Caputo und Mannschaft ihr bahnbrechendes Debütalbum „River Runs Red“ weiter. „The Sound Of Scars“ knüpft musikalisch und lyrisch an das bahnbrechende Werk aus dem Jahr 1993 an.

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Cursive

Cursive – Get Fixed

Fast auf den Tag genau vor einem Jahr veröffentlichten Cursive „Vitriola“, ihr erstes Album seit sechs Jahren und zugleich die verdientermaßen gefeierte Rückkehr von Gründungsmitglied Clint Schnase. Dessen Comeback am Schlagzeug sowie der weltweite Anstieg von toxischem Nationalismus beflügelten Tim Kasher. Eigentlich wäre genug Material für ein Doppelalbum vorhanden gewesen, stattdessen blieb die Band etwas länger auf den Tracks sitzen. Nun landet „Get Fixed“ urplötzlich – als Schwesteralbum und doch so viel mehr.

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Sights & Sounds

Sights & Sounds – No Virtue

Es ist mittlerweile ein seltenes Glück, neue Musik von Sights & Sounds genießen zu dürfen. Frontmann Andrew Neufeld ist vornehmlich mit den Hardcore-Punk-Veteranen Comeback Kid beschäftigt, entsprechend liegt die letzte EP bereits über sechs Jahre, das Debütalbum sogar ein ganzes Jahrzehnt zurück. Das gemeinsame Nebenprojekt mit Bruder Joel am Schlagzeug, Matt Howes am Bass und Dave Grabowski an den Tasten- und Effektgeräten setzt bewusste musikalische Gegenentwürfe und sorgt zudem dafür, dass keine zwei Releases gleich klingen. Auch „No Virtue“, das ersehnte zweite Album, schlägt neue Töne an.

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Babymetal

Babymetal – Metal Galaxy

Was vor einigen Jahren – zumindest außerhalb Japans – als kultiges YouTube-Phänomen begann, ist mittlerweile zum metallischen Crossover-Fixstern gereift. Viel muss man über Babymetal nicht sagen, die Mischung aus J-Pop und verschiedensten Metal-Spielarten nach dem Idol-Prinzip ist weithin bekannt, konnte weltweit Erfolge feiern und eroberte auch die deutschen Charts. Yuimetal verabschiedete sich im vergangenen Jahr, man ist sich weiterhin freundschaftlich verbunden. Live wird das verbliebene Duo seither von rotierenden Tänzerinnen, den Avengers, unterstützt. Auf dem neuen Album „Metal Galaxy“ setzt es hingegen vertraute Kost und prominente Gäste.

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The Pool

The Pool – Smokescreen

Seit Jahren touren The Pool durch die nord- und mitteleuropäische Clubszene. Das Trio um den gebürtigen Dänen Martin Bernt fühlt sich vor allem in Berlin recht wohl, wo die Mischung aus Electro, Pop, Dub und ein wenig Rock bestens angekommt. Schubladen gibt es für die Band keine, die Musik spricht für sich. Vier Jahre nach ihrem Debütalbum steht nun der Nachfolger „Smokescreen“ in den Läden. Dieser klingt, um im Norden zu bleiben, wie finstere Dúné.

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Chris Farren

Chris Farren – Born Hot

Die schmale Gratwanderung zwischen Selbstfindung, Selbsthass und (vorgetäuschtem) Selbstbewusstsein beschäftigt Chris Farren aktuell mehr denn je. Nach dem kurzen Ausflug zu Antarctico Vespucci, dem gemeinsamen Indie-Rock-Projekt mit Jeff Rosenstock, ging es wieder zurück in Solo-Gefilde. „Born Hot“ wurde komplett in Farrens eigener Wohnung in Los Angeles aufgenommen und vermischt einmal mehr Power-Pop und Indie-Exkurse mit sympathischen Experimenten.

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FEET

FEET – What’s Inside Is More Than Just Ham

Ausnahmsweise muss der Rock aktuell nicht gerettet werden. Falls doch, wäre das FEET wohl auch herzlich egal, denn die fünf Briten scheren sich einen feuchten Kehricht um Erwartungen. Aus einem Zufallstreffen an der Universität von Coventry vor einigen Jahren entstanden, sorgen ihre sympathisch-kauzigen Singles zwischen treibendem Post Punk, verwaschenen Indie-Klängen und etwas Garage Rock seit geraumer Zeit für beste Unterhaltung. Nun folgt das Debütalbum „What’s Inside Is More Than Just Ham“.

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The Brotherhood Of Sonic Love

The Brotherhood Of Sonic Love – Satellite Heart

Seit Jahren veröffentlichen The Brotherhood Of Sonic Love reihenweise spannende EPs und Singles, die nach mehr Aufmerksamkeit verlangen. Nun entsteigt das Quintett wohl endgültig dem Kopenhagener Underground. Ihr von den 70s beeinflusster Weg – Garage Rock, Psychedelic und ein wenig Noise – setzt sich auch auf „Satellite Heart“ fort. Das Debütalbum der Dänen widmet sich Versuchung und Verleugnung und behandelt persönliche Kämpfe mit angenehm nervöser Energie.

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City And Colour

City And Colour – A Pill For Loneliness

Vor einiger Zeit las Dallas Green von einer experimentellen Studie. Durch Zugabe eines Hormons in Tablettenform sollten Gefühle der Einsamkeit reduzieren werden. Von derlei Ambitionen hält der kanadische Enddreißiger herzlich wenig und erklärte die verschiedensten Formen des Alleineseins – gewollt wie ungewollt – zum Konzept für seine neue City And Colour-Platte. Diese kommt zu einem überaus interessanten Zeitpunkt, denn nach mehrjähriger Pause hat sich Greens eigentliche Hauptband Alexisonfire wieder zusammengefunden. Auf den Sound von „A Pill For Loneliness“ hatte das natürlich keine Auswirkungen.

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