Kategorie: Alben

Helloween

Helloween – Giants & Monsters

Seit Helloween zu siebt mit gleich drei Sängern unterwegs sind, läuft es für die Hamburger Metal-Institution karrieretechnisch besser denn je. Das letzte Album „Helloween“ erreichte als erstes Album überhaupt in der Bandgeschichte den Spitzenplatz der deutschen Charts und enterte auch die Top 10 der Österreichischen und Schweizer Hitlisten. Auch die letzten Tourneen kamen bombastisch gut an, zudem sind einige Konzerte der im Oktober diesen Jahres beginnenden „40 Years Anniversary Tour“ bereits ausverkauft. Die Erwartungshaltungen an das neue Werk namens „Giants & Monsters“ sind dementsprechend groß, um nicht zu sagen: gigantisch und monströs.

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Balu Brigada

Balu Brigada – Portal

Darf es eine Portion Pop mit Ecken und Kanten sein? Balu Brigada aus Neuseeland schaffen es wie nur wenige andere, ein Radio- und Streaming-Publikum ebenso zu bedienen wie die Alternative- und Indie-Fangemeinde. Das Brüderduo Henry und Pierre Beasley macht seit knapp zehn Jahren Musik, veröffentlichte zwei EPs und schaffte zuletzt mit „So Cold“ seinen Durchbruch – weit über 30 Millionen Streams, US-Late-Night-Auftritte und ein Platz auf dem ‚EA FC 25‘-Soundtrack. Stolze drei Jahre arbeiteten sie an ihrem ersten Album, unter anderem in Los Angeles, Berlin, New York und der Heimat, nun ist „Portal“ bereit für den großen Wurf.

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Slow Crush

Slow Crush – Thirst

Wenige verstehen Shoegaze so lautmalerisch und unbequem wie Slow Crush. Das belgische Quartett nahm sich nach zwei packenden Platten eine kleine Studio-Auszeit, wechselte das Label und legte den Fokus auf den Feinschliff auf der Bühne. Als die Arbeiten an neuer Musik begannen, wollte man unbedingt eine Metamorphose bemühen, ohne alles, was bisher war, komplett zu ignorieren. Exakt das ist letztlich auch gelungen: „Thirst“ bleibt weiterhin im Gaze-Umfeld unterwegs, gibt sich aber insgesamt deutlich lauter, heavier und noisiger – ein echtes Bollwerk und ohne Frage die erhoffte Wiedergeburt.

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Jehnny Beth

Jehnny Beth – You Heartbreaker, You

Neue Musik von Jehnny Beth ist stets ein Festmahl, ob mit den leider in Langzeit-Pause befindlichen Savages, im Duett mit Bobby Gillespie oder als allseits beliebter Gast für diverse Künstler. Und dann ist da noch ihre spannende Solokarriere, die mit „To Love Is To Live“ vor fünf Jahren ein herrlich unorthodoxes Album abwarf. Dessen Eindringlichkeit rettet die Französin ins Hier und Jetzt und präsentiert eine Platte, die auf dunkle Zeiten reagiert – mal laut, schroff und bewusst grantig, dann wieder zart, flüstern, nahezu einfühlsam. „You Heartbreaker, You“ ringt mit einer Pluralität an Eindrücken und stellt sich musikalisch entsprechend breit auf.

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Braxton Cook

Braxton Cook – Not Everyone Can Go

Ob als Sänger, Songwriter oder Saxofonist: Braxton Cook zählt zu den großen Jazz-Talenten dieser Zeit. Er spielte und tourte mit zahlreichen Größen, unterhält nebenher zudem eine Solokarriere, die ihn mit diversen anderen Musikern und Instrumenten zusammenbringt. So auch auf seinem nunmehr fünften Longplayer, der einmal mehr Jazz und RnB großzügig verbindet und sich dabei bewusst mit Veränderungen auseinandersetzt, speziell jenen als junger Vater. „Not Everyone Can Go“ erkennt, dass man sich von gewissen Hobbys und Interessen trennen muss, um Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben zu finden.

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Pendulum

Pendulum – Inertia

15 Jahre zwischen zwei Alben, das ist ne Menge Holz. Für Pendulum ist es das Ende einer langen musikalischen Reise. Etwa zwei Jahre nach dem Release von „Immersion“ verabschiedete man sich in eine Pause auf unbestimmte Zeit. Nach und nach fand das australische Quintett wieder zusammen, über einen DJ-Gig und erste Festival-Auftritte bis hin zur ersten Tour. Obwohl bereits im Sommer 2014 über ein neues Album gesprochen wurde, begannen die tatsächlichen Arbeiten erst sechs Jahre später. Seither erschienen diverse Singles und EPs, nun nach und nach mit frischem Material als „Inertia“ vereint.

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Mob Rules

Mob Rules – Rise Of The Ruler

Recht still war es zuletzt geworden um die niedersächsische Power Metal-Band Mob Rules. Das nach einem Black Sabbath-Klassiker benannte Sextett, das kürzlich sein 30-jähriges Jubiläum feierte, konnte zuletzt 2018 mit dem Album „Beast Reborn“ für Aufsehen sorgen, das als das erste ihrer Karriere in die Deutschen und Schweizer Albencharts einstieg. Die großen Bandklassiker liegen allerdings schon länger zurück – Anfang des Jahrtausends konnten Mob Rules mit Alben wie „Temple Of Two Suns“ und „Hollowed Be Thy Name“ Musikpresse wie auch Fans voll überzeugen. In den letzten Jahren gab es von ihnen bis auf wenige Singles allerdings wenig zu hören, doch mit ihrer elften Scheibe „Rise Of The Ruler“ meldet sich die Truppe endlich wieder auf voller Albenlänge zurück.

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Hot Mulligan

Hot Mulligan – The Sound A Body Makes When It’s Still

Schräge Songtitel, rohe Emotionen und ansteckende Live-Präsenz machten Hot Mulligan schnell zu absoluten Szene-Favoriten. Während ihr erstes Album 2018 als Teil eines kleinen Emo-Revivals erschien, zählt das Quintett aus Lansing im US-Bundesstaat Michigan heute zu den wenigen, die ihren Stiefel weiterhin durchziehen und nun die verdienten Lorbeeren ernten. Auch ihre mittlerweile vierte Platte „The Sound A Body Makes When It’s Still“ fügt sich nahtlos in diese Riege ein, begleitet von gewohnt aufwühlenden Texten und dem einen oder anderen cleveren Kunstgriff, der die kreative Evolution vorantreibt.

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The World Is A Beautiful Place & I Am No Longer Afraid To Die

The World Is A Beautiful Place & I Am No Longer Afraid To Die – Dreams Of Being Dust

Die Mission, dem epochalen „Illusory Walls“ einen gebührenden Nachfolger zu stiften, darf gut und gerne als gewaltige Herausforderung bezeichnet werden. The World Is A Beautiful Place & I Am No Longer Afraid To Die verzichten darauf, einfach ’nur‘ nachzulegen, und wagen stattdessen etwas. Einerseits ist das US-Sextett politischer denn je unterwegs, andererseits wurde der Härtegrad spürbar nach oben geschraubt, ohne jedoch alles über den sprichwörtlichen Haufen zu werfen. Somit ist „Dreams Of Being Dust“ Neustart, Weiterentwicklung und Zäsur in einem, und das auf verdammt starke Weise.

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Pool Kids

Pool Kids – Easier Said Than Done

Starke Platte sucht(e) Label: Nach ihren ersten beiden Alben zwischen Emo, (Math) Rock und Pop waren Pool Kids erst einmal alleine unterwegs. Das Quartett aus Florida verließ sich auf seine DIY-Stärken und stemmte die Recording-Sessions durch die Ersparnisse ihrer jahrelangen Tourneen. Man wollte die Freiheit der kreativen Selbstbestimmtheit auskosten, probierte mit Mike Vernon Davis (Foxing, Great Grandpa), der bereits den Vorgänger produziert hatte, einiges aus, und überschritt vermeintliche innere Grenzen. Erst nach Abschluss wurde ein Partner gesucht und in Epitaph gefunden. Dem Punk verfällt „Easier Said Than Done“ aber keineswegs, ganz im Gegenteil.

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