Kategorie: Alben

Please Madame – Young Understanding

Die Mozartstadt Salzburg darf gerne als musikalisch vorbelastet betrachtet werden. Hier brodelt es ordentlich mit unerwarteter musikalischer Breite, gerade im weit gesteckten Gitarrenbereich. Please Madame drängen nun ein zweites Mal an die Oberfläche. Nach einem sympatischen Debütalbum und gemeinsamen Auftritten mit Hurts und Mia. ging es zurück ins Studio, um den hymnischen, unverschämt eingängigen Indie Rock in Form zu gießen. „Young Understanding“, das Ergebnis mehrmonatiger Arbeiten, kann sich hören lassen.

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Moving The Mess – High Wired

Oft kommen die schönsten Überraschungen ganz unerwartet: Eine Band wie Moving The Mess hatte man, zumindest außerhalb Berlins, bis dato kaum auf der Rechnung, und doch kann das Quintett bereits auf 15 Jahre Banderfahrung zurückblicken. Die Punk-Rocker aus der Hauptstadt teilten sich die Bühne unter anderem schon mit Alkaline Trio und The Dirty Nil, erinnern musikalisch stellenweise jedoch an eine andere Berliner Größe. „High Wired“ ist ihr Debütalbum.

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Ciaran Lavery – Sweet Decay

In seiner irischen Heimat gilt Ciaran Lavery als einer der wichtigsten Song-Poeten der jüngeren Vergangenheit. Über 80 Millionen Spotify-Streams weltweit sprechen eine deutliche Sprache. So war es Lavery auch besonders wichtig, seine volle Konzentration den Texten seines mittlerweile dritten Albums zu widmen. Für „Sweet Decay“ ließ er sich von Kurzgeschichten inspirieren und vertont eigene Entwürfe in Songform, begleitet von vertrauter Gemächlichkeit zwischen Singer/Songwriter und Folk.

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Vug – Vug

Eine Band wie Vug endlich auf die große Bühne zu bewegen, war alles andere als einfach. Das international besetzte Quartett beschäftigte sich immer wieder mit seiner Vielzahl an Nebenschauplätzen (Schlagzeuger Nick DiSalvo ist, zum Bleistift, eigentlich Frontmann bei den Edel-Doomern Elder). Seit Jahren als Newcomer-Tipp gehandelt, steht das Ende 2016 aufgenommene Debütalbum nun endlich in den Läden. „Vug“ heißt es, so wie die Band, und wildert gekonnt zwischen Proto-Metal, Blues Rock und 70s-Heavyness.

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Island – Feels Like Air

Nach zwei starken EPs wagen sich die Briten Island endlich an ihr Debütalbum. Was einst als Akustik-Projekt in Rollo Dohertys Schlafzimmer begann, ist mittlerweile zum Indie- und Alternative-Hoffnungsträger in voller Belegschaft mutiert. Ihr DIY-Ethos trug das Quartett in immer größere Venues und auf diverse Festivals, ja sogar bis aufs europäische Festland. Nun bei Frenchkiss Records unter Vertrag, behält sich der Full-Length-Einstand „Feels Like Air“ den vertrauten, tiefenentspannten Charme bei.

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Makeness – Loud Patterns

Nach serienweise Singles, EPs und anderen Kleinformaten widmet sich Makeness nun endlich einem Debütalbum. Hinter diesem ominösen Pseudonym steckt der schottische Produzent Kyle Molleson, der vor Jahren nach Leeds ging, um seine an traditionellen House-, Techno- und Detroit-Sounds angelehnten Produktionen an ein breiteres Publikum zu bringen. Die Allrounder von Secretly Canadian schlugen zu und präsentieren den Full-Length-Einstand „Loud Patterns“.

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City Calm Down – Echoes In Blue

Während sich etablierte Acts wie Editors aktuell ein wenig gen musikalische Bedeutungslosigkeit zurückziehen, wirkt das Aufleben frischer, energischer Kräfte umso willkommener. Bestes Beispiel dafür sind City Calm Down aus dem australischen Melbourne. Das Quartett legt zwei Jahre nach seinem Debüt mit „Echoes In Blue“ stilvoll nach. Indie Pop/Rock trifft auf Wave-Klänge, trifft auf weite Keyboard-Flächen, trifft auf unverschämt eingängige Emotionalität. So etwas vermisste man zuletzt.

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Hysterese – Hysterese

Namen, so sagt man sich gerne, seien Schall und Rauch. Verzichten Hysterese daher auf Albumtitel? Aktuell erscheint ihre bereits dritte selbstbetitelte Platte. Ob nun mangelnde Kreativität oder Fokus auf die Musik dahintersteckt, ist eigentlich relativ egal. Tatsächlich versteht sich das Punk-Quartett aus Tübingen und Mannheim auf mächtige Hymnen und derbe Nackenschläge, die sogar gelegentlich gen Hardcore schielen. Mit dem Wechsel zu This Charming Man Records will man eine Spur poppiger geworden sein. Ecken und Kanten bleiben jedenfalls erhalten.

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Naked Giants – SLUFF

„SLUFF“ kann ganz viele Bedeutungen haben und ist somit der perfekte Titel für das vielschichtige Debütalbum des Trios Naked Giants aus Seattle. Vielleicht ist es das Geräusch von Schlangen, wenn sich diese häuten. Vielleicht dient es als Kurzform für die Tech-Invasoren der Stadt, gerne auch als „South Lake Union Fuck Faces“ bezeichnet. Oder es ist einfach nur der dreckige Wintermatsch, der an den Stiefeln kleben bleibt. Auf ihrem Einstand geben sich Naked Giants allerdings weder matschig noch, nun ja, fuckface-ig.

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Megan Nash – Seeker

Wie der Titel ihres neues Albums es schon umschreibt, ist Megan Nash eine Suchende. Einst ermutigte ein Punk-Konzert von Schulfreunden die damals 16jährige Kanadierin, sich der Musik zuzuwenden. Starke weibliche Stimmen und ihre Heimat Saskatchewan dienen bis heute als wichtigste Inspirationsquellen. Für ihre neue Platte „Seeker“, die mit etwas Verzögerung nun auch in Europa erscheint, engagierte Nash die kanadische Alternative-Rock-Band Bears In Hazenmore als Unterstützung.

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