Kategorie: Alben

Broken Hands – Turbulence

In Großbritannien ist man scheinbar laufend auf der Suche nach der nächsten großen Rockband. Aktuell soll dies Broken Hand sein, ein junges Quintett, das durch Kleinformate und Live-Auftritte auf sich aufmerksam konnte. Mit einem breitbeinigen Sound, der auch schon mal mit Pop, Elektronik und Post-Grunge-Gitarren kokettiert, flehend-suchendem Gesang und geschickt gestrickten Ohrwürmern wollen die Jungspunde auch den Rest der Welt erobern. „Turbulence“ ist ihr erster Anlauf.

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Toy – Clear Shot

Die Suche nach krautigem Psychedelia-Plüsch geht in die dritte Runde. Toy aus London sind mittlerweile so etwas wie ein Geheimtipp für eingängige und doch ausufernd wilde Klangreisen fernab sämtlicher gängigen Spektren. Das vor drei Jahren erschienene „Join The Dots“ war ein hörbarer Versuch, den ausufernden Wahnwitz des Debüts in halbwegs geregelte Bahnen zu zwängen, dabei aber gleichzeitig spontan und positiv abgedreht zu klingen. „Clear Shot“ baut auf diesen Bemühungen auf.

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Marc O’Reilly – Morality Mortality

Als studierter Arzt kommt man in der Regel nicht unbedingt auf die Idee, das Stethoskop gegen eine Gitarre einzutauschen. Für den irischen Singer/Songwriter Marc O’Reilly lag diese Entscheidung aber offenkundig auf der Hand. Nach zwei in Eigenregie veröffentlichten, gefeierten Alben und der einen oder anderen Single mit dem Electro-Projekt R, das er gemeinsam mit seinem Bruder Pierre unterhält, ist O’Reilly nun bei einem Major-Label untergekommen. „Morality Mortality“ bricht auf sympathische Weise mit dem gängigen Genre-Sound und legt jegliche Scheuklappen lässig ab.

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Jimmy Eat World – Integrity Blues

Jim Adkins möchte nicht mehr über Probleme singen und sucht stattdessen nach Lösungen: Für den Nachfolger von „Damage“ stehen Veränderungen im Hause Jimmy Eat World an. Erstmals nahmen sich die Emo-Pioniere eine längere Auszeit (in der Adkins unter anderem einige Solosongs aufnahm) und fanden sich für das inhaltlich deutlich positivere „Integrity Blues“ wieder zusammen. Auch musikalisch setzt das nunmehr neunte Studioalbum den zugänglichen Trend der jüngeren Vergangenheit konsequent fort.

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Goodbye Fairground – I Don’t Belong Here Anymore

So lässig muss man sich erst einmal aufrappeln: Innerhalb der letzten Jahre verloren Goodbye Fairground drei jener sechs Musiker, die vor drei Jahren das Debütalbum eingespielt hatten. Was anderen Bands das Genick brechen würde, münzten die Punk-Rocker in eine Kampfansage um. Runderneuertes Lineup, neuer Elan und richtig gute Songs: „I Don’t Belong Here Anymore“ spielt mit alten Vergleichen und neuen Ufern.

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The Courteeners – Mapping The Rendezvous

In ihrer britischen Heimat stürmen The Courteeners mit ihren Alben regelmäßig die Top 10, erreichten 2014 mit „Concrete Love“ sogar erstmals Platz 3 und liefern einen schmissigen Indie-Hit nach dem anderen. Hierzulande bleiben die erst kürzlich wieder zum Quartett angewachsenen Herren aus Greater Manchester weiterhin ein Geheimtipp. Ob sich das mit einem Labelwechsel und dem nunmehr fünften Studioalbum ändern wird? An Eingängigkeit mangelt es „Mapping The Rendezvous“ jedenfalls nicht.

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Hooton Tennis Club – Big Box Of Chocolates

Auch zwei Dekaden nach dem Höhepunkt lebt und atmet Britpop weiterhin. Mehr noch, immer wieder treten Bands auf den Plan, die selbst neben Oasis und Blur eine gute Figur gemacht hätten. Hooton Tennis Club verstehen sich, nur 14 Monate nach dem Release ihres Debütalbums, als Geschichtenerzähler und Nachlassverwalter. Auf „Big Box Of Chocolates“ treffen sie auf eine Reihe an fiktionalen und echten Figuren und nehmen sich dem breiten Coming-of-Age-Feld an.

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Douglas Dare – Aforger

Als Douglas Dare vor zweieinhalb Jahren mit „Whelm“ aufschlug, sorgte der Singer/Songwriter und Pianist für wohlwollenden Beifall von Kritikern und Fans angesichts seiner mutigen Dekonstruktion gängiger Pop-Schablonen. Danach ging er durch eine musikalisch (als Support-Act von Nils Frahm, Fink und Ólafur Arnalds) sowie privat (Outing vor dem Vater, Trennung vom Freund) abenteuerliche Phase. „Aforger“ zeigt den Briten nun stärker und doch persönlicher denn je.

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Jamie Lidell – Building A Beginning

Rückschritt als Fortschritt: Vor drei Jahren versuchte sich Jamie Lidell erfolgreich an schrillen und schrägen elektronisch-poppigen Klängen, die gewissermaßen zu seinen Kollaborationen mit Big Data oder A-Trak in jüngerer Vergangenheit passen. Auf seinem sechsten Studioalbum kehrt der Brite nun zurück zum Soul und legt seine bislang persönlichste Platte vor. „Building A Beginning“ wird zur Abhandlung über Liebe und Familie, und ist hörbar von der Geburt seines ersten Kindes beeinflusst.

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Newmoon – Space

Kaum zu glauben, dass einige der Musiker hinter Newmoon ursprünglich Teil der Hardcore-Punk-Band Midnight Souls waren. Joy Division und The Cure waren ihre erste Liebe, der rasante Core-Sound aber einfacher zu spielen. Nun sind die Belgier endlich bei ihrer Wunschmusik gelandet. Der Bandname stammt von einem Elliott Smith-Album, der Sound erinnert an Alcest und Nothing – Shoegaze, Dream-Pop, Post Punk und Alternative Rock. „Space“ ist ihr Debütalbum.

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