Kategorie: Alben

Strand Of Oaks – HEAL

Irgendetwas fühlt sich anders an, wenn man „HEAL“ einlegt. Rohes Understatement war lange Zeit das Markenzeichen von Strand Of Oaks, bevor Mastermind Tim Showalter mit einer schweren persönlichen Krise zu kämpfen hatte. Mitten in einer zwei Jahre andauernden Tour, in einer Herbstnacht im schwedischen Malmö, realisierte er die Beweggründe für seine Flucht: eine unter dem Musikerleben leidende Ehe, ein alles andere als perfektes Album und generelle Unzufriedenheit mit sich selbst. Der Heilungsprozess, den dieses Album nun mit sich bringt, bezieht sich ebenso auf einen schweren Autounfall vergangene Weihnachten, den Showalter und seine Frau mit Glück überlebten. Nun also „HEAL“, dieses überraschend bedrohliche, überbrandende und doch in sich gekehrte Monster.

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Madsen – 10 Jahre Madsen Live

Nach fünf Alben, darunter der Top-2-Erfolg „Wo es beginnt“, und mehr als zehn Jahren gemeinsamer Reise unter diesem Banner dürfen Madsen auch schon mal ein Live-Album veröffentlichen – und was für eins. Vergangenen Dezember wurde in Hamburg zu jeder Platte ein Konzert gegeben. Soll heißen: 5 Nächte – 5 Shows, und das mit zahlreichen B-Seiten, Cover-Versionen und Gästen. Eine Auswahl davon hat es nun auf „10 Jahre Madsen Live“ geschafft.

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Studio Rio Presents: The Brazil Connection

Die anstehende Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien birgt nicht nur gesellschaftspolitisch, sondern auch musikalisch einiges an Zündstoff. Neben so manchem mehr oder weniger gelungenen WM-Song gibt es aber auch echte Entdeckungen abseits der ausgelatschten Pfade. Eines der interessantesten Projekte der Saison kommt von den Berman Brothers, die bereits für die Rhythms Del Mundo-Serie verantwortlich war. Auf „The Brazil Connection“ hüllen sie die Original-Vocal-Tracks verschiedener Soul-Klassiker in brasilianisches Samba- und Bossa Nova-Gewand.

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The Antlers – Familiars

Musik für Tagträumer, Weltenbummler und Berufsheiler: Aus Peter Silbermans einstigem Soloprojekt The Antlers mit zwei im eigenen Schlafzimmer aufgenommenen Platten ist längst eine Band, ein Trio geworden. Gemeinsam mit Darby Cicci und Michael Lerner wurden „Hospice“ und „Burst Apart“ erarbeitet, zwei faszinierende Platten, die sich wie Balsam auf durch ihre Umwelt geschundene Seelen legt. Dream-Pop könnte man das nennen, Ambient, vielleicht sogar Relax-Electronica – und doch fühlt sich alles gewissermaßen vertraut an. Die New Yorker sind eben „Familiars“, so auch der Titel ihres neuen Albums.

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Ray Charles – King Of Cool

Was kann man über Ray Charles sagen, das bislang noch nicht gesagt wurde? Vermutlich nichts, und somit ist es viel besser, die Musik für sich sprechen lassen. Dass der 2004 verstorbene, unheimlich vielseitige Musiker ein beängstigend großes Repertoire hat, muss man der Film-Generation „Ray“ wohl extra erklären. Ray Charles, das ist wesentlich mehr als bloß „Hit The Road Jack“ und „Georgia On My Mind“, das ist Pionierarbeit auf den Gebieten Soul, Blues, Jazz und sogar Pop. Die 3CD-Compilation „King Of Cool – The Genius Of Ray Charles“ präsentiert das Beste der ersten Dekade seiner illustren Karriere in Form von Atlantic-, ABC- und Tangerine-Aufnahmen.

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First Aid Kit – Stay Gold

Meist sind es die kleinen Dinge, deren ergebener Zauber sie zu einer nachhaltigen Größe macht. „Emmylou“ vom schwedischen Duo First Aid Kit war vor zwei Jahren einer dieser Songs, den nicht nur das Rolling Stone Magazin als Top Ten-Single einstufte, sondern der auch sinnbildlich für den musikalischen Durchbruch der Folk-Schwestern auf „The Lion’s Roar“ stand. Ihre leidenschaftlichen Stimmen brachten wunderschöne Harmonien hervor, deren klarer Ausdruck perfekt zum leichtgängigen Indie-Country passte. Für „Stay Gold“ fasst man nun den Schritt in die erste Liga ins Auge.

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Chrissie Hynde – Stockholm

35 Jahre nach dem ersten Pretenders-Album bricht Chrissie Hynde mit der eigenen Regel, nie ein Soloalbum veröffentlichen zu wollen, wobei sich der Solo-Aspekt vornehmlich im Namen auf dem Plattencover äußert. Die 62jährige US-Amerikanerin arbeitet auf „Stockholm“ mit einer Reihe bekannter Künstler zusammen. Zu den Gästen zählen Neil Young und John McEnroe, an den Reglern saß Björn Yttling von Peter Björn And John. Auf große Experimente verzichtet Hynde – sie wollte schlicht und ergreifend ein kraftvolles Pop-Album aufnehmen.

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Clean Bandit – New Eyes

Kleines Rätsel zum Einstieg: Wie nennt man ein Musik-Quartett, welches aus zwei Geschwistern, einem Liebespaar und zwei Kindergartenfreunden besteht, und den Versuch antritt, elektronische Musik und Klassik zu vereinen? Richtig: Clean Bandit. Grace Chatto, Neil Amin-Smith, Jack und Luke Patterson haben in Deutschland mit ihrem Über-Hit „Rather Be“ bereits Anfang des Jahres den Anspruch erhoben, einen der Sommerhits 2014 zu stellen. Nun schicken sich die Musiker aus Großbritannien an, mit ihren Debütalbum „New Eyes“ zu beweisen, dass sie auch auf LP-Länge überzeugen können.

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Tomas Barfod – Love Me

Als Schlagzeuger von WhoMadeWho erkundet der Däne Tomas Barfod verschiedene Experimental-Pop-Ansätze. Solo geht es deutlich elektronischer und beatesker zu Werke. Hier schnitzt sich der Produzent pulsierende Beats, Electronica-Understatement und alternative Herangehensweisen zurecht, zumeist durch interessante Stimmen unterstützt. „Love Me“ ist bereits Barfods zweites Soloalbum. Der Däne überzeugt mit elektronischer Bandbreite, kleinen Hits und einem starken Team.

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Rival Sons – Great Western Valkyrie

Ist die Zeit der großen Rockbands vorbei? Nur selten schaffen es heutzutage Künstler, sich den Stadionstatus vergleichbarer Vertreter der 60er bis 90er Jahre zu erspielen. Rein musikalisch hätten viele das Zeug dazu, darunter Rival Sons. Das Quartett aus Long Beach, Kalifornieren macht keinen Hehl aus seiner offenkundigen Vorliebe für Led Zeppelin. In ähnlich ausladenden und doch im Kern erdig-bluesigen Gefilden agiert auch das mittlerweile vierte Studioalbum „Great Western Valkyrie“; abermals über die ursprünglich als Krachmacher bekannten Earache Records veröffentlicht, abermals sich am Blueprint des guten, alten Rock’n’Roll orientierend.

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