Kategorie: Alben

She & Him – Classics

Als „New Girl“ Jess flimmert Zooey Deschanel regelmäßig durch das heimische Primetime-TV-Programm. Davon profitiert auch ihre Karriere als Musikerin. Gemeinsam mit M. Ward (u.a. Monsters Of Folk, Bright Eyes) veröffentlicht sie seit 2008 als She & Him regelmäßig Alben, die von Country über Pop bis hin zu Rock’n’Roll reichen. Nun ist das Duo, das seine Songs via E-Mail-Fernbeziehung erarbeitet – Deschanel schreibt, Ward arrangiert -, bei einem Major-Label angekommen. Auf „Classics“ covern sie verschiedene Swing-, Country- und Jazz-Standards, die einst Größen wie Frank Sinatra, Dusty Springfield, Aretha Franklin und Bing Crosby intonierten.

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Nervous Nellie – Where The Nightmare Gets In

Stolze drei Jahre arbeiteten Nervous Nellie an ihrem dritten Studioalbum. In minutiöser Kleinarbeit arrangierten die schwedischen Indie Pop/Rock-Veteranen einen – da ist diese Zahl schon wieder – Dreiteiler, der nach schrittweiser digitaler Veröffentlichung nun einen kompakten Albumrelease mit Bonus-Track erfährt. Man hört „When The Nightmare Gets In“ seine sehr eigenwillige, segmentierte Releaseform durchaus an, spürt aber dennoch die Idee eines kompakten, smarten Gesamtkunstwerks.

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AC/DC – Rock Or Bust

Nachdem die letzten Wochen in Sachen AC/DC hauptsächlich von Negativschlagzeilen rund um ihren Drummer Phil Rudd geprägt waren, gibt es nun, ganze sechs Jahre nach dem letzten regulären Studioalbum „Black Ice“, endlich wieder Erfreulicheres über die fünf Australier zu berichten. „Rock Or Bust“, die neueste Scheibe der Band, steht nach langer Vorankündigung endlich in den Läden und die Erwartungen dürften angesichts des superben Vorgängers nicht gerade gering ausfallen. Immerhin gelang AC/DC mit „Black Ice“ nicht nur das Kunststück, in ganzen 29 Ländern den ersten Platz der Albencharts zu erobern, es hat sich seitdem auch weltweit über sieben Millionen Mal verkauft und gilt als erfolgreichste Veröffentlichung seit dem legendären „Back In Black“. Ob es sich bei „Rock Or Bust“ wohl um einen ähnlichen Meilenstein handeln wird?

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Röyksopp – The Inevitable End

Nach Weird Al Yankovic verabschieden sich nun auch Röyksopp vom Album-Format, was aber keineswegs heißt, dass Svein Berge und Torbjørn Brundtland künftig nicht mehr gemeinsam musizieren würden. Stattdessen wird das Duo künftig das EP-, Single- oder Visual-Format wählen. Diese Ansage kommt in einer der kreativsten Phasen des Duos durchaus überraschend, und so steht ein halbes Jahr nach „Do It Again“, dem gemeinsamen Album mit Robyn, nun „The Inevitable End“ in den Läden, das sich stellenweise tatsächlich wie ein Requiem anfühlt.

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Submotion Orchestra – Alium

Sieben Leute aus Leeds für ein Orchester – eine Band wie Submotion Orchestra kann nur aus Großbritannien kommen, wo elektronische Musik jeglichen Couleurs beheimatet ist. Erst 2009 gegründet, ist „Alium“ bereits ihr drittes Studioalbum. Musikalisch platziert man sich irgendwo zwischen basslastigem Electrosound, (Acid) Jazz, Soul, Big Beat und unverschämt eingängigem Pop – eine krude wie eingängige Mischung, die unter anderem bereits Gilles Peterson begeisterte. Auf rein musikalischer Ebene riecht es nun nach (wohlverdientem) Durchbruch.

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Emigrate – Silent So Long

Sieben Jahre nach dem Debütalbum seines Nebenprojektes kehrt Richard Kruspe mit Emigrate zurück und nützt damit eine ausgedehnte Rammstein-Pause (aktuell wird an mehreren Live-DVDs gearbeitet, ein Studioalbum soll nicht in Planung sein). Für den Zweitling „Silent So Long“ begrüßt er Mikko Sirén von Apocalyptica am Schlagzeug sowie eine Reihe prominenter Gäste. Musikalisch hat sich allerdings wenig getan, Kruspe widmet sich nach wie vor Industrial Metal, der nur selten an seine Hauptband erinnert.

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Paul Smith & Peter Brewis – Frozen By Sight

Paul Smith (Maximo Park) und Peter Brewis (Field Music, School Of Language) vereinen Musik und Poesie auf ihrem gemeinsamen Album. Ursprünglich als Festival-Arbeit mit einem Streicher-Quartett und einem Double-Bass gedacht, entwickelten sich aus der Uraufführung auf dem britischen Festival of the North East (Frühjahr 2013) Pläne für Studioarbeit. Hier treffen verschiedene poetische Quellen – im Speziellen Smiths Reiseberichte – auf Brewis‘ Gedanken rund um Chamber-Pop. Das Ergebnis, „Frozen By Sight“, hört sich wie eine Dokumentation auf ARTE.

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Foo Fighters – Sonic Highways

Nach dem unwahrscheinlich populären und vielfach ausgezeichneten Garagenalbum fürs Stadion, „Wasting Light“, wollte Dave Grohl mehr. Bloß ein Album aufzunehmen ist für den Tausendsassa längst nicht mehr genug, und so schickte er seine Foo Fighters auf eine Rundreise quer durch die USA. Acht Städte, acht Studios, acht Songs, acht Gäste, acht Dokufolgen – begleitet wurden die Aufnahmen durch eine HBO-Serie, die viel mehr als ein bloßes Making of ist, die auf die Musikszene der jeweiligen Städte eingeht. Beinahe droht „Sonic Highways“, das Album hinter diesem Multimedia-Konzept, verloren zu gehen. Bei all der Grandezza kann es für die Foo Fighters eigentlich nur ein Hit oder ein Flop werden. Dazwischen gibt es nichts.

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Gentleman – MTV Unplugged

Ein Jahr nach Max Herre erscheint ein weiteres Unplugged-Benchmark aus deutschen Landen. Tatsächlich kam in der 25 Jahre andauernden MTV Unplugged-Geschichte bislang kein Reggae-Künstler zum Zug. Gentleman ändert dies nun. Längst am Zenit seiner Karriere angelangt, nahm er nach mehreren Jamaika-Aufenthalten eine intime Show vor wenigen geladenen Gästen in Köln auf, unterstützt durch zwei Dutzend Live-Musiker sowie einige überraschende Kollaborateure. Ebenfalls mit dabei: zwei neue Songs und zwei Cover-Versionen.

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Woods Of Birnam – Woods Of Birnam

Musizierende Schauspieler sind an sich eine schwierige Sache. Manchen begegnet man im besten Fall mit ausreichend schützender Distanz, andere heißt man wiederum herzlich im Plattenregal willkommen. Zu zweiterer Gattung zählt Christian Friedel, bekannt durch seine Rollen im vielfach prämierten sowie Oscar-nomierten Haneke-Streifen „Das weiße Band“ und in der Verfilmung von Kaminers Roman „Russendisko“. Im Rahmen einer „Hamlet“-Inszenierung traf er die Instrumentalisten der immer noch – pardon! – auf Eis liegenden Polarkreis 18. Aus der Kollaboration als Woods Of Birnam – der Bandname ist eine Referenz an Shakespeares „Macbeth“ – wurde eine Serie an Auftritten und, nunmehr, das eponyme Debütalbum.

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