Kategorie: Alben

Evon Rose

Evon Rose – Thunder Rumbling

„Indem man sich selbst verbessert, verbessert man die Welt.“ – dieses Mantra nahm sich Andreas Schuster aka Evon Rose für das zweite Album seiner gleichnamigen Band zu Herzen. Der Umgang mit den Schattenseiten des Lebens und den Krisen der Zeit macht vor niemandem Halt. Evon Rose will dagegen ankämpfen und Musik schreiben, die sich nach Rückschlägen berappelt und Veränderungen bemüht. „Thunder Rumbling“ ist das zweite Album der österreichischen Band und treibt den Mix aus Alternative Rock, Heavyness und poppig-akustischen Einschüben auf eine sympathische, frische Spitze.

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Hathors

Hathors – When The Sun Is Out / When Skies Are Grey

Seit mehr als einem Jahrzehnt sind Hathors Garanten für kernigen, noisigen Rock mit Grunge- und Pop-Schlagseite. Viereinhalb Jahre nach „Grief, Roses & Gasoline“ zeigen sich die Schweizer einmal mehr personell verändert, zudem gibt es mit Noise Appeal Records eine neue Plattenfirma im Rücken. Am Sound hat sich allerdings herzlich wenig verändert, begleitet von einer Fülle an ernsten bis deprimierenden Themen, deren Sorgen nach und nach in Leichtigkeit umgewandelt werden sollen. „When The Sun Is Out / When Skies Are Grey“ spielt mit den schönen und schlimmen Seiten des Lebens, abermals in kernige Riffs und kleine Hits gekleidet.

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Mount Jacinto

Mount Jacinto – Silver Lining

Unwirklich, mystisch und doch so eindringlich, das umschreibt den angenehm eigenwilligen Sound von Mount Jacinto zumindest einigermaßen. Die kreative Spielwiese der Costa Ricanerin Sonya Carmona ließ sich vom gleichnamigen Berg in Palm Springs inspirieren und soll einem Gefühl von Freiheit und Weite Ausdruck verleihen. Exakt das zeigt sich anhand der Musik, die mit Pop und Rock, mit Psychedelic, mit Folk und mit Alternative spielt, Chamber-Charme mitbringt und sich dabei ganz lässig auf unwirklichen Schwingen tragen lässt. „Silver Lining“ ist das erste Album dieses spannenden Projektes.

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SKAM

SKAM – From The Depths

Ein Geheimtipp aus dem Herzen Englands setzt erneut zur Landung an. Das Trio SKAM veröffentlichte bislang drei spannende Alben, darunter das anspruchsvolle Konzeptalbum „The Amazing Memoirs Of Geoffrey Goddard“, schaffte es zuletzt mit der EP „Intra“ erstmals in die britischen Rock-Charts und schraubt seither an einer neuen Platte, die den inzwischen vertrauten Mix aus Hard Rock und Alternative-Klängen weiter ausbauen und intensivieren soll. Diese spannende Mission meistert „From The Depths“ mit erstaunlicher Leichtigkeit.

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Reese

Reese – Long Streets

Handfester, melodischer und hymnischer Rock hat immer Saison. Das gilt auch für den Sound von Reese, 2006 in Vicenza im Nordosten Italiens gegründet. Vergleiche mit Bands wie Alter Bridge und Shinedown drängen sich auf, wenngleich das Herz ebenso für etwas klassischere Klänge schlägt. Nach zwei spannenden Alben ist man nun bei Octopus Rising, dem neuen Sublabel von Argonauta Records, untergekommen, wo der neueste Streich gleich in doppelter Ausführung erscheint – „Lunghe Strade“, die italienische Variante, und „Long Streets“, die englischsprachige Platte.

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Mother's Cake

Mother’s Cake – Ultrabliss

Nun fallen sie endlich, die letzten irdischen Fesseln. So etwas wie 08/15 gab es bei Mother’s Cake noch nie, doch lassen die Österreicher gut vier Jahre nach dem exzellenten „Cyberfunk!“ letzte imaginäre Grenzen komplett hinter sich. Musikalisch geht es immer dorthin, wo es gerade Spaß und Laune macht, zudem schwingen personelle Veränderungen und Zwischenlösungen mit. So wirkte Raphael Neikes als viertes Mitglied erstmals komplett an einer neuen Platte mit, hingegen musste sich Bassist Benedikt Trenkwalder krankheitsbedingt bei den Aufnahmen durch Arthur Darnhofer-Demar vertreten lassen. Nach den Sessions stieg Drummer und Gründungsmitglied Jan Haußels im Guten aus, mit Alex Kerbl gibt es bereits einen Nachfolger. Ach ja, neue Musik gibt’s auch noch. Und die kann in Form von „Ultrabliss“ einmal mehr vollends überzeugen.

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Father John Misty

Father John Misty – Mahashmashana

Wenn der Pater die Rock-Messe liest, hört man gar aufmerksam zu. Ein neues Album von Father John Misty ist stets ein Grund zur Freude, gerade nach dem Fake-out im Sommer. Damals erschien ein kleines Best-of-Werk mit einem brandneuen Track, der nun zur Lead-Single der inzwischen sechsten Soloplatte wird. Noch Fragen? „Mahashmashana“, ein Sanskrit-Begriff, der sich um Einäscherung und Bestattung, aber auch um Vergänglichkeit und spirituelle Transformation dreht, wird zur Überschrift für acht neue Erzählungen mitten aus dem Leben, abermals schräg und silbenreich sowie mit dem einen oder anderen Querverweis auf Nick Cave vorgetragen.

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Kingcrown

Kingcrown – Nova Atlantis

Was machen Musiker, wenn mit der eigenen Band schon alles gesagt und erreicht wurde, der Drang nach Neuem aber nicht erlischen will? Klar, ein Zweitprojekt muss her – wobei es sich im Falle der Amore-Brüder von Nightmare, einer seit den späten 70ern bestehenden französischen Heavy Metal-Truppe, schon eher um eine Zweitband handelt. Denn Kingcrown, die Nebenspielwiese der beiden Musiker aus dem nördlich von Cannes gelegenen Mouans-Sartoux, haben sich längst zu einer eigenen Größe im Melodic Metal-Sektor entwickelt. Schnell nach der Gründung erschien das Debütalbum „A Perfect World“, doch erst mit dem Nachfolger „Wake Up Call“ kristallisierte sich 2022 ein festes und stabiles Line-up heraus, welches nun, drei Jahre später, mit dem entscheidenden dritten Album „Nova Atlantis“ von sich reden macht.

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Die For My Sins

Die For My Sins – Scream

Nebenprojekte alteingesessener Bands scheinen dieser Tage wohl Hochkonjunktur zu haben. Zumindest auffällig ist, dass diese Woche neben dem neuen Kingcrown-Album der Amore-Brüder, die hauptberuflich eigentlich bei Nightmare musizieren, auch Fabio und Nicolas Calluori ein Album zum besten geben, das nichts mit ihrer Hauptband Heimdall zu tun hat. Die beiden Brüder aus Salerno, Italien haben sich dafür sogar hochkarätige Unterstützung am Mikro geholt: niemand Geringeres als Primal Fear-Röhre Ralf Scheepers hat die Vocals auf dem Debütalbum „Scream“ eingesungen – wenn auch nur als Session-Musiker. Gewisse Erwartungen unter Power Metal-Fans sind bei dieser Kombination also schon mal geweckt – doch ob Die For My Sins diesen Vorschlusslorbeeren wohl auch gerecht werden können?

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Weite

Weite – Oase

Von einer One-Off-Recording-Session zur Band, dann zum erweiterten Line-up mit einer nun zweiten Platte: Weite entstanden eher zufällig und blieben zusammen. Die in Berlin ansässige Formation um Musiker von Elder, delving und Lawns, seit diesem Jahr durch Keyboarder Fabien de Menou (Perilymph) ergänzt, versteht sich auf rein instrumentale Klanglandschaften mit Prog- und Psych-Fokus, aber auch mit einer feinen Portion Krautrock obendrauf. Mit ihrer neuen Platte wollten sie gleichzeitig längere, ausführlichere Arrangements basteln, aber auch melodischer und songdienlicher zu Werke gehen. „Oase“ kann diese gerne mal recht unterschiedlichen Ansprüche unter einen Hut bringen.

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