Kategorie: Alben

Dasein

Dasein – Dasein

Den positiven und negativen Aspekten von menschlichen Beziehungen und Verhaltensweisen gilt das Hauptaugenmerk von Dasein. Hinter diesem ominösen Bandnamen stecken sechs Schweizer*innen, unter anderem aus Teilen der Band von Gjon’s Tears (Platz 3 beim Eurovision Song Contest 2021) bestehend. Von dessen Sound entfernt man sich aber betont und vermischt Dream-Pop mit Post Rock, wobei selbst diese Genres bestenfalls als ungefähre Orientierungshilfe dienen. Das erste Album heißt – wie die Band – „Dasein“ und erforscht existenzielle sowie intime Themen mit einem ähnlich vielschichtigen Sound.

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City And Colour

City And Colour – The Love Still Held Me Near

Der Tod zweier guter Freude, das Beinahe-Scheitern seiner Ehe und eine Welt, die urplötzlich ihre Pforten schloss: 2020 wurde Dallas Greens Universum auf den Kopf gestellt, und dann wurde er auch noch 40. Was sich wie die Zutaten einer Midlife-Crisis liest, entwickelte sich letztlich zum Quell für Stärke und Inspiration. Nicht nur, dass Alexisonfire endlich zurückkehrten, auch der Soloschauplatz City And Colour blühte trotz aller Widrigkeiten auf und befasste sich gekonnt mit elementaren Fragen über Trauer und Verlust. „The Love Still Held Me Near“ hält fast, dass Liebe selbst in den schlimmsten Momenten Schutz, Trost, Geborgenheit und Zusammenhalt geben kann.

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Punk Rock Factory

Punk Rock Factory – It’s Just A Stage We’re Going Through

Eine gute Cover-Version verbindet Eigenständigkeit mit Vertrautheit. Eigentlich sollte die Formel von Punk Rock Factory – bekannte Songs im Punk-Gewand – anhand diverser anderer Bands mehr als bekannt sein. Und doch macht das herzlich wenig, weil die Spielfreude des Quartetts aus Südwales in jeder Note durchkommt. Unter anderem coverten sie sich bereits durch Disney-Songs sowie Punk-, Rock- und Metal-Szene-Hits rund um den Jahrtausendwechsel. Auf ihrem neuen Album widmen sie sich der weiten Welt der Musicals. „It’s Just A Stage We’re Going Through“ steckt ein paar Münzen in die Jukebox und legt mit wachsender Begeisterung los.

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LIES

LIES – Lies

Mit Projekten wie American Football, Cap’n Jazz und Owen sind die Kinsellas – teils gemeinsam, teils alleine – eigentlich immer irgendwie beschäftigt. Cousin Nate schleppte zuletzt ein paar Songs mit Synthesizer-Fokus herbei, die Cousin Mike begeisterten. Daraus entstand das Duo LIES, mit dem sich die beiden einer etwas anderen Pop-Vision mit spürbar synthetischem Einschlag widmen. Und das klappt wunderbar: Bei mehreren Studio-Sessions entstand schnell Material, begleitet von Texten, die sich durch Unsicherheiten in einer Beziehung hin zu Hoffnung kämpfen. Das Album heißt wie die Band, wird jedoch bewusst etwas anders geschrieben: „Lies“.

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Schalko

Schalko – Bitte 3x Pommes

Gesang, Gitarre, Bass, Schlagzeug, ab dafür: Für Schalko steht das Wesentliche im Mittelpunkt. Das Trio aus Freiburg lieferte bereits auf seinem Erstling ab und entwickelt den Punk-Sound nun weiter. Mehr Düsternis soll es sein, das Post-Präfix rückt in den Mittelpunkt und dominiert das Geschehen zusehend, ohne dabei alles umzuwerfen. „Bitte 3x Pommes“ trägt einen großartigen Titel, hinter dem unheimlich viel Qualität steckt und die Vorzeichen auf Durchbruch stellen. Und dafür wäre es jetzt absolut an der (hochverdienten) Zeit.

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ARXX

ARXX – Ride Or Die

Frisch zurück von einer Support-Tour für Yungblud legen ARXX ihr erstes Album vor. Das fantastische Queer-Pop/Rock-Duo aus Brighton um Hanni und Clara packt Persönliches in eingängige bis schroffe Songs. Es geht um psychische Gesundheit, um die Nachwirkungen einer Trennung, aber auch um das Danach – bewusst ehrlich und direkt vorgetragen, sodass sich möglichst viele Menschen wiederfinden können. „Ride Or Die“, so der Titel des Erstlings, hat das Zeug zum ganz großen Wurf und stellt zudem eine potenzielle neue Lieblingsband gelungen vor.

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Xysma

Xysma – No Place Like Alone

Mit Xysma meldet sich ein finnischer Kultact aus dem Studio zurück, 25 Jahre nach dem letzten regulären Album. Alleine schon die musikalische Entwicklung der Urgesteine, der Ende der 80er in Death- und Grind-Gefilden begannen und sich über Death’n’Roll zu hymnischen wie komplexen Rock-Tönen hangelten, weiß zu faszinieren. In solchen etwas eingängigeren, massenkompatiblen, aber keinesfalls abgeschmackten Gefilden macht sich auch ihr Album-Comeback „No Place Like Alone“ breit, das alte Garage- und Hard-Rock-Ideen geschickt um die Ecke denkt.

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Matt Holubowski

Matt Holubowski – Like Flowers On A Molten Lawn

Zig Millionen Streams, Musikpreise, Goldene Schallplatten, große Tourneen und Festival-Auftritte sowie prominente Fans: Für Matt Holubowski läuft es. Der kanadische Singer/Songwriter spielt mit Genres und Erwartungen, greift tief auf das Persönlichste zu und genießt zudem überaus kreative Phasen, in denen er exzessiv an neuer Musik arbeitet. Für seine neueste Platte wolle er einfache Melodien mit möglichst komplexen Arrangements kombinieren, sodass man sich das Ergebnis immer wieder anhören möchte, um neue Details zu entdecken. Exakt das gelang prima mit „Like Flowers On A Molten Lawn“.

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Benny Sings

Benny Sings – Young Hearts

Seit Jahren macht Benny Sings fantastische Musik, schreibt und produziert zudem für allerlei andere Künstler. Der ganz große Solowurf ist dem Niederländer bislang allerdings verwährt geblieben, wiewohl sein Sound  – Alternative Pop mit dezenten RnB-Untertönen und unterschwelligen Jangle-Vibes – dafür eigentlich prädestiniert wäre. Also holte er sich erstmals einen Produzenten an Bord in Form von Kenny Beats, der zuletzt für seine Arbeit mit Idles eine Grammy-Nominierung einfuhr. Wenig überraschend kann sich das Ergebnis, „Young Hearts“, mehr als hören lassen.

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The Reds, Pinks And Purples

The Reds, Pinks And Purples – The Town That Cursed Your Name

Jedes Jahr eine neue Platte, dieses Ziel scheint Glenn Donaldson aka The Reds, Pinks And Purples nun bereits zum fünften Mal zu verfolgen. Im Gegensatz zum luftigen, poppigen „Summer At Land’s End“ bemüht sich der Songwriter aus der Bay Area nun aber um etwas Lo-Fi-Abwechslung. Fuzzige, dominantere Gitarren erinnern an den großen College-Rock-Aufschwung Ende der 80er, ohne sich dabei komplett von vertrauten Klängen und Themen zu entfernen. „The Town That Cursed Your Name“ serviert zwölf sympathische, unterhaltsame Kurzgeschichten im Songformat.

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