Kategorie: Reviews & Previews

The Spitfires – Year Zero

Es brodelt im britischen Underground: Mit ihrem wilden Mix aus Mod-Charme, Reggae, Ska, Punk und Indie dringen The Spitfires an die Oberfläche. Die musikalische Antwort auf Flash Morgan Webster packt pointierte sozialkritische Kommentare in kurzweilige Songs. Die letzten beiden Platten kratzen bereits an den Album-Charts auf der Insel, nun könnte es so weit sein: „Year Zero“ ist das bislang kompletteste Werk des Quartetts.

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Deaf Wish – Lithium Zion

Einfach mal kratzbürstig sein und gegen den Strich werkeln – von linearer Präsentation hielten Deaf Wish so und so noch nie was. Das DIY-Quartett aus Melbourne lebt für die Musik und erreichte mit dem Sub Pop-Deal bereits Ungeahntes. „Pain“ war vor drei Jahren ein hartes Stück Arbeit und auch der Nachfolger „Lithium Zion“ suhlt sich abermals in gekonnt kaputten Noise-Gefilden. Bloß treffen die Songs dieses Mal ihr Ziel deutlich besser.

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The Rock*A*Teens – Sixth House

Mitte/Ende der 90er Jahre veröffentlichten The Rock*A*Teens mehrere gutklassige Alben, der ganz große Wurf blieb der Band aus Cabbagetown in Atlanta, Georgia jedoch versagt und so löste man sich 2002 auf. Vor vier Jahren trat man erstmals wieder gemeinsam auf. Das Feuer war schnell wieder entfacht und so setzt es wieder feinen Indie Rock aus dem Süden. „Sixth House“ tauscht ungestümen Sturm und Drang gegen hymnische Direktheit ein.

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ShadowParty – ShadowParty

Hinter ShadowParty steckt die zweite Reihe zweier ikonischer Synth-Bands. Tom Chapman und Phil Cunningham sind aktuell bei New Order aktiv, während Josh Hager und Jeff Friedl mit Devo involviert sind. Gemeinsam versteht man sich auf – wen wundert’s – Synthie Pop mit gelegentlicher Alternative-Schlagseite, natürlich nicht unwesentlich von den Hauptbands sowie ehemaligen Schauplätzen, darunter The Rentals und Bad Lieutenant, inspiriert. „ShadowParty“ ist zugleich auch der Name des Debütalbums.

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PR Newman – Turnout

Seine ehemaligen Bandkollegen bei Berkshire Hounds nannten ihn ‚Punk Rock Randy Newman‘. Musikalisch ist Spencer Garland davon zwar mittlerweile weit entfernt, als PR Newman steckt er diesen Spitznamen dafür nun in ein neues Venture. Solo bewegt er sich im stilvollen Austin-Sound, den man so am ehesten von Sweet Spirit oder Matthew Logan Vasquez kennt – tanzbar, einfühlsam, organisch und angenehm anders. Indie, Singer/Songwriter und noch viel mehr kollidieren auf Garlands Debütalbum „Turnout“.

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Dirty Projectors – Lamp Lit Prose

Nach zwischenzeitlich sehr langen Pausen ging es bei Dirty Projectors nun recht schnell: Ein gutes Jahr nach dem schlicht „Dirty Projectors“ betitelten Album steht bereits ein neues Werk vor der Tür. Die Vorzeichen sind gut, denn David Longstreth hat endlich wieder eine Live-Band um sich geschart. „Lamp Lit Prose“ rückt zugleich ein wenig von den konzeptuelleren letzten Platten ab und konzentriert sich wieder auf den Song an sich.

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The Hunna – Dare

Die nächste junge, britische Gitarrenband schickt sich an, die Welt zu erobern. Tatsächlich schafften es The Hunna vor zwei Jahren mit ihrem Debütalbum in die Top 20 in ihrer Heimat und durften sich an die Bühne mit so manchen Granden teilen. Durchschnaufen gilt allerdings nichts, denn nun steht das vermeintlich schwere zweite Album in den Startlöchern. ‚Vermeintlich‘ ist hier das Schlüsselwort, denn „Dare“ gibt sich über weite Strecken angenehm leicht und sympathisch.

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Pabst – Chlorine

Sechs Fäuste, kein Halleluja: Pabst sind alles andere als heilig und zerlegen stattdessen rockige Jugenderinnerungen mit ranzigen Noise-Salven. Ihr direkt aus der Garage geklauter Sound schreit förmlich nach Sub Pop und internationalem Format. Erst vor zwei Jahren erschien die Debüt-EP des Berliner Trios, nun folgt bereits ein erstes Album. „Chlorine“ erinnert tatsächlich an die Ups and Downs eines Sommers im Freibad – unschön und doch verklärt im besten Sinne.

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Real Friends – Composure

Mit einem Strauß voller Pop-Punk-Hymnen, begleitet von bittersüßem Emo-Überzug, gelang Real Friends der Sprung in die amerikanischen Album-Charts. Und das gleich zweimal, denn ihre ersten beiden Alben verkauften sich sehr ordentlich. Hierzulande hat man vom Quintett aus Chicago noch relativ wenig Notiz genommen. Ob sich das mit ihrem Drittling ändern wird? „Composure“ strickt die bewährte Formel unverschämt eingängig weiter.

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Tom Grennan – Lighting Matches

Streaming-Star, britischer Radio-Liebling und Kandidat für den großen Durchbruch: Tom Grennan ist einer jener Namen, der seit Monaten immer wieder im breiten Hype-Umfeld fällt. Ganz unerwartet kommt das nicht, denn der Singer/Songwriter aus London mit der rauen, einprägsamen Stimme hat ein Händchen für gute Songs und mitreißende Melodien. Sein Debütalbum „Lighting Matches“ fasst nun alle Hits zusammen und reicht neue Perlen nach.

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