Kategorie: Reviews & Previews

Wooden Shjips – V.

Welch verheißungsvolle Botschaft: Wooden Shjips, so hieß es vorab, erweitern ihren vertrauten Sound um entspannte Sommerklänge. Tatsächlich gehen diese neuen Elemente herrlich Hand im Hand mit dem genüsslich vertrackten und doch so klar arrangierten Psychedelic-Sound des US-Quartetts. Tief in der 60er-Jahre-Szene ihrer Heimatstadt San Francisco verwurzelt, bricht „V.“ zu neuen Ufern auf und setzt seinen Weg doch konsequent fort.

Weiterlesen

Black Orchid Empire – Yugen

Großbritannien, deine Alternative Rock-Bands. Gerade im etwas kantigeren Umfeld sprießen Nachwuchstalente im, pardon, Akkord aus dem Boden und bringen kraftvolle Hymnen en masse mit. Black Orchid Empire traten unter anderem bereits mit Giganten wie Biffy Clyro und Skunk Anansie auf – zwei Bands, die herrlich als Referenzen passen. Emotional und doch knackig geht das Trio sein mittlerweile zweites Album „Yugen“ an. Parallel dazu kommen sie mit Black Map für sechs Konzerte nach Deutschland.

Weiterlesen

Otis Redding – Dock Of The Bay Sessions

Wie wäre Otis Reddings musikalische Karriere wohl weitergegangen, hätte er am 10. Dezember 1967 nicht diese verdammte Beechcraft H18 bestiegen? Bis heute spekulieren Fans über einen der größten Soul-Sänger aller Zeiten, und dabei tauchen immer wieder Überlegungen über jene Platte auf, an welcher er bis zu seinem Tod arbeitete. Die einzelnen Aufnahmen dieses unfertig gebliebenen Albums kennt man vielleicht schon von diversen Compilations, doch nun, 50 Jahre nachdem „(Sittin‘ On) The Dock Of The Bay“ zum posthumen Chart-Topper wurde, erscheinen erstmals alle Tracks in gebündelter Form auf „Dock Of The Bay Sessions“.

Weiterlesen

Ryley Walker – Deafman Glance

Hört – und sieht – man den 28jährigen Ryley Walker, denkt man zunächst wahrscheinlich an einen weiteren von vielen jungen Singer/Songwritern. Rein oberflächlich bringt der US-Amerikaner auch das nötige Rüstzeug mit, doch seine Musik spricht eine andere Sprache. Zwischendurch lassen sich ein Kontrabass, ein Saxophon und diverse Tasteninstrumente blicken – Blues, Folk, Indie und Jazz geben sich sozusagen die Klinke in die Hand. Daran hat sich auch auf dem mittlerweile fünften Studioalbum „Deafman Glance“ nichts geändert.

Weiterlesen

Courtney Barnett – Tell Me How You Really Feel

Binnen kürzester Zeit reifte Courtney Barnett von einer lokalen australischen Größe zu einer der wichtigsten weiblichen Rock-Stimmen der Gegenwart. Ihr charmantes Debüt und das gemeinsame Album mit Kurt Vile waren der perfekte Doppelschlag, um die Karriere der 30jährigen so richtig anzukurbeln. Auf „Tell Me How You Really Feel“ entdeckt Barnett nun eine neue musikalische Direktheit, die sich in pointierterem Songwriting äußert.

Weiterlesen

Stephen Malkmus & The Jicks – Sparkle Hard

Stillstand? Für einen getriebenen Musiker wie Stephen Malkmus eigentlich undenkbar, und so ruft er seine Band The Jicks zum bereits siebten Studioalbum herbei – eine Release-Karriere, die mittlerweile fast doppelt so lange wie jene von Pavement andauert. Auf „Sparkle Hard“ wollte Malkmus gängige Strukturen aufbrechen. Entsprechend vertraut und letztlich doch ganz anders geben sich diese elf brandneuen Songs.

Weiterlesen

Seán McGowan – Son Of The Smith

Seit 2009 arbeitet Seán McGowan an seiner musikalischen Karriere, wird Jahr für Jahr als Kandidat für den großen Durchbruch gehandelt, und bringt es letztlich doch nur auf das eine oder andere Kleinformat. Der Songwriter in bester Tradition von Frank Turner, Sam Duckworth oder Beans On Toast befasst sich bevorzeugt mit sozialkritischen und -politischen Themen, die einen ungeschönten Blick auf das heutige Großbritannien werfen. „Son Of The Smith“ ist sein Debütalbum.

Weiterlesen

Lauren Ruth Ward – Well, Hell

Eigentlich wünschte sich Lauren Ruth Ward nichts sehnlicher, als gemeinsam mit ihren Freunden eine Band zu gründen, was jedoch aus beruflichen Gründen nicht klappen sollte. Eines Tages ließ Ward ihr Leben als Hairstylistin in Baltimore hinter sich, ging nach Los Angeles und fand tatsächlich musikalische Unterstützung. Bandnamen braucht es allerdings keinen, denn der neuen Vorzeige-Stimme des Rock gebührt der verdiente Platz im Rampenlicht. „Well, Hell“ ist ihr überaus vielseitiges Debüt.

Weiterlesen

Second Letter – Cicatrix

15 Jahre lang hatte Rob Haworth seine Songwriter-Feder beiseitegelegt. Von seinen einstigen (Post-)Hardcore-Schauplätzen blieb nur noch Staub, stattdessen trieb der US-Amerikaner vornehmlich seine Karriere als Author und Akademiker voran. Mit seinen alten Bands hat Second Letter allerdings nicht sonderlich viel gemein. Der deutlich entschlacktere Rock-Sound erinnert eher an Guided By Voices oder den jüngsten Versuch der Foo Fighters, ein großes AOR-Album zu schreiben. Das Debütalbum „Cicatrix“ setzt sich, wie bei Haworth nicht anders zu erwarten, pointiert und kritisch mit etablierten wirtschaftlichen und (sozial-)politischen Strukturen auseinander.

Weiterlesen

Shakey Graves – Can’t Wake Up

Als Alejandro Rose-Garcia, der Mann hinter Shakey Graves, vergangenen Dezember einen neuen Sound für sein Projekt ankündigte, klang das durchaus augenzwinkernd. Und doch wagt der Texaner eine kleine Neuausrichtung auf seinem zweiten regulären Studioalbum. Einst als Americana-Nachwuchstalent ausgezeichnet, ging Rose-Garcia zurück an einem Punkt, an dem er Neues erschaffen konnte. „Can’t Wake Up“ steht nun stellvertretend für seine neue Liebe zu den Beatles.

Weiterlesen

Wir verwenden Cookies. Cool?