Kategorie: Pop

Nelly Furtado – Waiting For The Night

Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt. Auch wenn diese Formulierung ein wenig krass gewählt ist, so beschreibt sie doch recht treffend den Weg, den Nelly Furtados Karriere in der letzten Zeit eingeschlagen hat. Die Tage der „Loose“-Ära 2006/2007 sind lange gezählt, auch mit ihrem rein spanischen Album „Mi Plan“ konnte sie 2009 keine Bäume ausreißen. Nach der böse gefloppten Single „Night Is Young“ wollte die Kanadierin dieses Jahr mit ihrem neuen Album „The Spirit Indestructible“ wieder so richtig durchstarten. Nach einem guten Einstieg auf Platz 3 in Deutschland donnerte die Platte in der Folgewoche jedoch aus den Top 20. Mit dem tanzbaren Song „Waiting For The Night“ versucht die 34-Jährige nun zu retten, was noch zu retten ist, und geht dabei hörbar auf Nummer Sicher.

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Lenka – Everything At Once

Für talentierte, dem Mainstream unbekannte Künstler ist Fernsehwerbung seit Jahrzehnten ein potentielles Sprungbrett für zumindest einen großen Moment im Rampenlicht. Nach Alex Clare, dessen „Too Close“ zu den Überraschungshits des Jahres zählt, ist nun die sympathische Australierin Lenka Kripac dran. Wer dachte, dass das Album „Two“ in der Grabbelkiste verschwinden würde, hat nicht auf einen bekannten Software-Hersteller gezählt, der „Everything At Once“ zur Untermalung seines neuen Betriebssystems verwendet. Während der Track nur durch Downloads mittlerweile in den Top 20 steht, wird nun auch eine 2-Track-Single nachgereicht.

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Rhye – The Fall

Seit einigen Monaten macht das geheimnisvolle Projekt Rhye die Blogosphäre unsicher. Ihren Soul-Pop setzten sie zunächst namenlos ab, posteten einzig geheimnisvolle Fotos von irgendwelchen Personen, die mit der Band nichts zu tun haben. Mittlerweile ist das Geheimnis gelüftet: Für den Gesang ist nicht etwa eine Frau verantwortlich, wie man vielleicht denken würde, sondern der kanadische Electro-Musiker Mike Milosh, der als Milosh bereits drei Soloalben veröffentlicht hat. Er residiert mittlerweile ebenso in Los Angeles wie sein Partner-in-Crime, der dänische Soundtüftler Robin Hannibal (Quadron). Ein gemeinsames Album erscheint im März, die Single „The Fall“ ist ab sofort erhältlich.

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Mrs. Greenbird – Shooting Stars & Fairy Tales

Einer greisen Vogeldame verdanken Sarah Nücken und Steffen Brückner ihren Künstlernamen Mrs. Greenbird. Dass sie unter diesem Pseudonym die nunmehr dritte Staffel von „X Factor“ in Deutschland gewonnen haben, dürfte der Namensgeberin jedoch entgangen sein, schließlich weilt sie der Legende nach nicht mehr unter den Lebenden. Umso ehrenvoller halten die beiden Musiker den Namen der Verstorbenen mit ihrem folkigen Singer/Songwriter-Pop im Gespräch und ziehen mit der Eigenkomposition „Shooting Stars & Fairy Tales“ nun durch die Musikwelt.

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M83 – Steve McQueen

Als Synth-Pop-Großmeister hat sich Anthony Gonzalez ein wenig verhoben. Das Doppelalbum „Hurry Up, We’re Dreaming“ hat zwar viele gute Momente – die beiden Singles „Midnight City“ und „Reunion“ zählen mit Sicherheit dazu – ist aber insgesamt eine Spur zu lang geworden, wurde mit ein wenig Füllmaterial gestreckt. Wie gut, dass sich der Franzose für die Auskopplungen auf die echten Highlights konzentriert, und diese obendrein mit unwiderstehlichen Remixes kombiniert. Als bereits dritte Single erscheint nun „Steve McQueen“.

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Noisettes – I Want You Back

Die britischen Noisettes, jüngst zum Duo geschrumpft, wollten sich noch nie auf eine bestimmte Musikrichtung festlegen. So schien die Veröffentlichung von „Never Forget You“, einem der größeren Hits der Band um Sängerin Shingai Shoniwa, im Zuge des 60s-Revivals zwar durchaus logisch, doch klang die Nummer eben auch völlig anders als der in den 70ern verwurzelte, ebenfalls sehr erfolgreiche Vorgänger „Don’t Upset The Rhythm“. Trotz stärkerer Zuwendung zu Popmusik wird Abwechslung bei den Noisettes noch immer groß geschrieben – das hierzulande nur als Import erhältliche neue Album „Contact“ unterstreicht diese These bravourös. Freude dürfte bei den deutschen Fans angesichts der Tatsache aufkommen, dass die zweite Single „I Want You Back“ auch in hiesigen Gefilden veröffentlicht wird.

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Mobilée – Little Sister

Drei Dinge sind es, die die meisten mit Duisburg in Verbindung bringen werden: den größten Binnenhafen der Welt, die Schimanski-Tatort-Krimis und seit 2010 leider auch das Loveparade-Unglück. Wenn es mit gerechten Dingen zugeht, müsste man dieser Liste in absehbarer Zeit aber auch noch den Bandnamen Mobilée zufügen. Die Musik der Duisburger Newcomerband, die irgendwo im Grenzbereich zwischen Folk und Pop anzusiedeln ist, verbreitet nämlich sofort gute Laune, und das auch auf Albumlänge, wie das im September erschienene Debütwerk „Walking On A Twine“ beweist. Dieser Tage kommt mit „Little Sister“ bereits die dritte Single in die Läden – und könnte den Bekanntheitsgrad der Band ein gutes Stück erhöhen, handelt es sich dabei doch auch um den Titelsong des Kinofilms „Die Vampirschwestern“.

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Girls Aloud – Something New

Nach drei Jahren Pause melden sich Kimberley Walsh, Sarah Harding, Cheryl Cole, Nicola Roberts und Nadine Coyle wieder mit vereinten Stimmen zurück, um gemeinsam mit ihren Fans das Comeback von Girls Aloud zu feiern. In erster Linie zelebrieren die fünf Britinnen mit ihrem kommenden Greatest Hits „Ten“ das zehnjährige Bandbestehen, aber auch andere Missionen lassen sich damit verknüpfen. Als Interpret des offiziellen Songs zur diesjährigen Charity-Gala „Children In Need“ der BBC lässt sich womöglich auch der verloren geglaubte Glanz der Girlgroups wieder herstellen. Mit viel Inspiration und Erfahrung aus vergangenen Solo-Projekten präsentiert das Quintett nun jedenfalls „Something New“.

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Yeasayer – Reagan’s Skeleton

Experimentell ist in, zumindest im Fall von Yeasayer. Die New Yorker Band, die ihren eigenen, ziemlich ungewöhnlichen Stil konsequent als „Middle-Eastern-Psych-Pop-Snap-Gospel“ betitelt, hat sich mit ihrem dritten Album „Fragrant World“ endlich auch in den deutschen Top 100 platzieren können, nachdem zwei Jahre zuvor mit „Odd Blood“ bereits der Chartseinstieg in England und den USA glückte. Trotz des Erfolges wurde bisher auf das Auskoppeln einer Single – mal abgesehen von der Vorab-Promo „Henrietta“ – verzichtet, doch jetzt, ganze drei Monate nach Albenveröffentlichung, hat man mit „Reagan’s Skeleton“ den vielleicht kommerziellsten Song des Albums als Singlekandidat auserkoren.

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Nadine Shah – Aching Bones

Ein Blick in die Musik-Blogosphäre zeigt: Während die BBC ihre „Sound of…“-Nominierten noch nicht bekannt gegeben hat, läuft in der Online-Welt die Suche nach potentiellen Kandidaten bereits auf Hochtouren. Neben Laura Mvula taucht auch immer wieder der Name Nadine Shah auf. Shah hat norwegische und pakistanische Wurzeln, stammt aus dem Norden Englands und wird bevorzugt mit PJ Harvey, Marianne Faithfull und Nick Cave verglichen, ist eine Singer/Songwriterin mit einem Händchen für düstere, ungewöhnliche Klänge. Ihre Debüt-EP „Aching Bones“ zählt zu den interessantesten Genre-Releases des Jahres.

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