Kategorie: Rock

The Ting Tings – Hang It Up

Während die britische BBC kürzlich ihre Hoffnungsträger für 2012 präsentierte, lohnt sich ein Blick zurück auf das Jahr 2008 mit so illustren Künstlern wie Adele, Duffy, MGMT und den Foals. Auf Platz 3 landeten The Ting Tings, die in Großbritannien sowohl die Spitze der Single- als auch der Albumcharts erklommen und hierzulande „That ’s Not My Name“ und „Shut Up And Let Me Go“ in Top 40-Nähe brachten. „Hands“ sollte 2010 ein neues Album ankündigen, lief aber eher durchschnittlich, woraufhin die gesamte Platte verworfen und neu geschrieben wurde. Am 24. Februar soll es nun endlich so weit sein, wenn „Sounds From Nowheresville“ in den Läden steht. Die Vorab-Single „Hang It Up“ riecht nach gepflegtem Arschtritt.

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S.C.U.M – Faith Unfolds

Um den Nachwuchs muss man sich bei Mute keine Sorgen machen, auch wenn man mittlerweile ohne große Major-Unterstützung auskommen muss. Bestes Beispiel dafür sind S.C.U.M aus London um Sänger Thomas Cohen und Keyboarder Samuel Kilcoyne, den Sohn von Add N To (X)-Synthi-Schmied Barry 7. Nach diversen EPs und Sampler-Beiträgen gelang mit dem Debüt „Again Into Eyes“ ein echter Düster-Leckerbissen zwischen bissigem Alternative Rock und atmosphärischen Electro-Pop-Klängen. Die bereits dritte Auskopplung „Faith Unfolds“ ist auf der gitarrenarmen Seite zu Hause.

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Wishbone Ash – Reason To Believe

Zuerst die nackten Fakten: Wishbone Ash sind zurück und haben Single und Album im Gepäck. Während die Älteren jetzt vermutlich am ehesten ein „die gibt’s immer noch?“ murmeln werden, fragen sich die Jüngeren wohl, wer sich hinter diesem Namen überhaupt verbirgt. Ihre erfolgreichsten Zeiten hatte die britische Band nämlich in den frühen 70ern, zur Blütezeit des Hard Rock. Den Status von Bands wie Deep Purple, Led Zeppelin oder Black Sabbath erreichten Wishbone Ash zwar nie, dennoch konnte man damals in diesem Umfeld für einige Aufmerksamkeit sorgen. Viele Besetzungswechsel, Trennungen und Reunions später versucht es die Band nun noch mal mit einem kleinen Comeback in Form des Albums „Elegant Stealth“ und der Single „Reason To Believe“.

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Huntress – Eight Of Swords

Schmermetallische Musik ist angesichts des Erfolgs von neoklassisch angehauchten Symphonic Metal-Bands wie Within Temptation, Nightwish, Lacuna Coil, Epica oder Edenbride derzeit absolut nichts Ungewöhnliches. Mit Huntress hält nun eine weitere Female Fronted Metal-Band in der Szene Einzug, doch mit oben genannten Gruppen hat diese Truppe musikalisch gar nichts gemein, schließlich könnte Sängerin Jill Janus‘ Gesang von opernähnlichen Geträller kaum weiter entfernt sein. Will man überhaupt Vergleiche ziehen, dann sollten hier eher Namen wie Benedictum oder Chastain fallen, mit einem Augenzwinkern könnte man auch von der Extramausgabe einer Doro Pesch sprechen. Doch genug der Vergleiche, denn mit „Eight Of Swords“ liegt nun das erste Lebenszeichen der Band vor, welches es verdient hat, genauer unter die Lupe genommen zu werden.

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Metallica – Beyond Magnetic

Mit vier Konzerten vor Mitgliedern des offiziellen Fanclubs begingen Metallica vergangene Woche ihr 30jähriges Jubiläum. Neben Live-Premieren („To Live Is To Die“) und selten gespielten Klassikern („…And Justice For All“) waren Gäste wie Ozzy Osbourne, Rob Halford, Lou Reed und vier Fünftel von Mercyful Fate auf der Bühne zu sehen. Auch sämtliche (Ur-)Mitglieder der Band wurden zu den James eingeladen, unter anderem Megadeth-Mastermind Dave Mustaine – nach der jahrzehntelangen Medien-Fehde eine kleine Sensation. An jedem der vier Abende gab es einen Outtake der Sessions zum letzten Album „Death Magnetic“ in exklusiven Premieren zu hören. Die dazugehörigen Rough Mixes sind nun auch in EP-Form erhältlich: „Beyond Magnetic“.

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The Intersphere – We Are

Mannheim steht längst nicht nur für soulige Klänge und schmalzige Chartstürmer. Zwar sind The Intersphere ebenso Söhne dieser Stadt, ihre musikalischen Vorbilder scheinen jedoch eher proggige Alternative Rock-Größen wie Muse, Dredg und Incubus zu sein. Ihr zweites Album „Interspheres >< Atmospheres“ sorgte im Februar 2010 zu Recht für ein Rauschen im Blätterwald, Auftritte am Rock am Ring-Festival, als Support von Karnivool und als Headliner der „Complexity Is Dead!“-Tour folgten. Bevor am 20.01.2012 „Hold On, Liberty!“ ins Rennen geschickt wird, teasert das Quartett kurz vor Weihnachten die neue Platte in Form der Download-Single „We Are“ an.

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Mark Lanegan Band – The Gravedigger’s Song

Mit seinen mittlerweile 47 Jahren hat der in Ellensburg, Washington geborene Mark Lanegan eine mehr als bewegte Musik-Karriere hinter sich. Als Gründungsmitglied der Screaming Trees machte er sich im Grunge-Underground einen Namen, war Teil der Queens Of The Stone Age und spielte mit ihnen unter anderem den Meilenstein „Songs For The Deaf“ an, bevor es an mehrere Alben mit Isobel Campbell, Kollaborationen mit den Soulsavers und die Gründung der Gutter Twins ging. Sein letztes Soloalbum „Bubblegum“ liegt bereits über sieben Jahre zurück, mit „Blues Funeral“ ist für Februar 2012 endlich neues Material der finstersten Blues-Band jenseits des Atlantik angekündigt. Die Vorabsingle „The Gravedigger’s Song“ lässt auf einen Killer hoffen.

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Primal Fear – Bad Guys Wear Black

Primal Fear – was 1997 noch nach einer Art Allstar-Metal-Projekt aussah, hatte sich schnell zu einer festen Institution im Bereich der härteren Klänge entwickelt. Von den deutschen Judas Priest war dann die Rede und so ganz verkehrt ist dieser Vergleich sicher nie gewesen, zumal Sänger Ralf Scheepers damals auch kurzzeitig als Rob Halford-Ersatz im Gespräch war und auch der erdige Metal-Sound der Band immer wieder frappierend an die großen britischen Vorbilder erinnert. Doch 2011 sollten derartige Vergleiche nicht mehr nötig sein, denn Primal Fear besitzen spätestens seit solchen Kracheralben wie „Nuclear Fire“ (2001), „Seven Seals“ (2005) oder „New Religion“ (2007) selbst einen großen, international bekannten Namen.

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Gallows – Death Is Birth

„Bäumchen wechsel‘ dich“-Spiel im Hardcore Punk-Universum: Am 8. Juli verkündete Frontmann Frank Carter seinen Ausstieg bei den UK-Heroen Gallows, zu groß waren die musikalischen Differenzen beim Songwriting für den Nachfolger von „Grey Britain“. Weniger als ein Monat später, am 5. August, gaben die Kanadier Alexisonfire ihren alles andere als freundschaftlichen Split bekannt, nachdem zwei Bandmitglieder ausgestiegen waren. Während sich Dallas Green voll und ganz seinem überaus erfolgreichen Soloprojekt City And Colour verschrieb, wurde Wade MacNeil nur vier Tage später als neuer Gallows-Sänger vorgestellt. Ein Album ist bereits in Arbeit, die EP „Death Is Birth“ soll die Wartezeit überbrücken.

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Architects

Architects – Devil’s Island

Sie werden wohl in keinem Jahresrückblick fehlen: die schockierenden Bilder der Unruhen in England im August dieses Jahres. Auch die Mathcore-Jungspunde Architects haben die erschreckenden Ereignisse aus ihrer Heimat nicht losgelassen, weswegen sie diese nun in einem Song verarbeitet haben. „Devil’s Island“ ist nicht auf ihrem aktuellen Album „The Here And Now“ – gleichbedeutend mit Durchbruch und Radioeinsatz in UK – zu finden. Passend zum Thema kehrt das Quintett aus Brighton zurück zu seinen brachialen, deutlichen härteren Wurzeln.

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