Monday Tramps – When Days Turn Hollow

Ist 2015 das Jahr des großen Britpop-Revivals? So ganz war der Sound eigentlich nie weg, mit dem Comeback von Blur und The Libertines sind aber mehr Augen denn je auf harmonische Gitarren und Beatles-Twangs gerichtet. Nicht nur in Swinging London, auch in München wird die Zeitreise gewagt. Die Newcomer Monday Tramps konnten bereits einen Track am Soundtrack zum neuen Heike Makatsch-Film „About A Girl“ platzieren und veröffentlichen zeitgleich mit der Kinopremiere ihr Debütalbum „When Days Turn Hollow“.

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Gloria – Geister

Helden-Zeit ist aktuell leider nur mehr in diversen Solo- und Bandprojekten, welche die kreative Energie einer der besten deutschsprachigen Bands der letzten Jahre eigenwillig aufsplitten. Als vor zwei Jahren das Projekt Gloria vorgestellt wurde, gab es im Vorfeld durchaus verwunderte Stimmen. Kann Comedian und Moderator Klaas Heufer-Umlauf tatsächlich singen? Gemeinsam mit Held Mark Tavassol entstand ein sympathisches Debüt auf dem Grönemeyer-Label, nun folgt „Geister“.

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Grave Pleasures – Crying Wolves

Nach der Implosion der Post-Punk-Hoffnungsträger Beastmilk war Frontmann Mat McNerney aka Kvohst darum bemüht, schnell ein Nachfolgeprojekt auf die Beine zu stellen. Neben Gründungsmitglied Valtteri Arino und der bereits live aktiven Linnéa Olsson (ex-The Oath) kamen noch Uno Bruniusson der aufgelösten In Soltiude sowie, semi-offiziell, Oranssi Pazuzus Juho Vahanen hinzu. Als Grave Pleasures verarbeiten sie ab 4. September den Trennungsschmerz auf „Dreamcrash“ und veröffentlichen mit „Crying Wolves“ schon jetzt einen ersten Vorgeschmack.

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Ivan & The Parazol – Mode Bizarre

Ivan & The Parazol sind mittlerweile gern gesehene Festival-Dauergäste, steuerten unter anderem die Veranstaltungshymnen für das SXSW und das Sziget bei. In hiesigen Gefilden fristen die Ungarn mit ihrem zackigen Gitarren-Sound von klassischem 70s-Rock bis zur hibbeligen Garage-Bombe allerdings noch ein Randgruppendasein. Folglich spät schafft es ihr zweites Album „Mode Bizarre“ nach Deutschland und entpuppt sich sogleich als Indie-Wundertüte.

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Hippo Campus – Bashful Creatures

Vier junge Männer aus Minnesota wollten den Sommer mit ihren Indie-Klängen zum Zucken bringen. Hippo Campus gibt es erst seit zwei Jahren. In diesem Zeitraum wurde ein vorwitziger Sound zwischen Pop und Rock, Math und Art etabliert, der gleichermaßen tanzbar wie eingängig, verkopft wie geradlinig wirkt. Klingt sperrig, ergibt beim Anhören der ersten EP „Bashful Creatures“, die nun digital und auf Vinyl erhältlich ist, aber Sinn.

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Strange Wilds – Subjective Concepts

Nirvanas „Bleach“ war nicht nur der Kaltstart einer ganzen musikalischen Generation, dieses Debüt legte auch einst den Grundstein für die Existenz von Sub Pop sowie für einen Sound, der noch heute rund um den Bundesstaat Washington ein röchelndes Dasein fristet. Auch das Trio Strange Wilds aus Olympia mag noisige Grunge-Gitarren, lässt diese aber mit der unorthodoxen, punkigen Energie der Hardcore-Szenerie des Nordwestens kollidieren. Natürlich musste Sub Pop zuschlagen, wo nun das Debüt „Subjective Concepts“ erscheint.

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Author & Punisher – Melk En Honing

Selten hat der Begriff „Industrial“ so gut zu einem Künstler gepasst wie zu Tristan Shone. Seit dem Jahrtausendwechsel ist der Maschinenbauingenieur aus San Diego in verschiedenen künstlerischen Bereichen tätig. Befasste er sich zunächst vor allem mit dem Spannungsfeld von Kunst und Technik, wurde 2004 sein Musikprojekt Author & Punisher ins Portfolio aufgenommen. Mittlerweile hat Shone all diese Ebenen in eine große Welt verwoben und setzt dieser mit dem sechsten Album „Melk En Honing“ die vorläufige Krone auf.

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Sangre De Muerdago – O Camiño Das Mans Valeiras

Folkloristische Musik aus Spanien? Der geneigte Leser mag dabei zuerst an Flamenco denken, doch liegt er im Falle von Sangre De Muerdago damit völlig falsch, zumal die Band um das musikalische Allround-Talent Pablo C. Ursusson auch gar nicht aus Andalusien, der Heimat des Flamenco, sondern aus dem viel weiter nordwestlich liegenden Galicien stammt. Seit Veröffentlichung des ersten Demos im Jahr 2007 orientiert sich die Band an der galicischen Folklore der späten 70er und frühen 80er Jahre. Drei Alben und eine Split-CD sind seitdem in Eigenproduktion und leider nahezu unter Ausschluss jeder Öffentlichkeit erschienen, doch mit dem vierten Album „O Camiño Das Mans Valeiras“ und einem Labelvertag in der Hand könnte der Bekanntheitsstatus der Band endlich steigen.

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Blank & Jones – RELAX Edition 9

Mangelnden Arbeitseifer kann man Blank & Jones nun wirklich nicht vorwerfen. Stetig ist das DJ-Duo um neue Sounds, ihre Sampler-Reihen (Milchbar und Chilltronica), 80s-Reworks sowie weltweite Auftritte bemüht. Zwischendurch war offensichtlich Zeit, ein neues Artist-Album aufzunehmen. „RELAX Edition 9“ widmet sich auf zwei exklusiven CDs einmal mehr den ruhigeren Aspekten des Lebens mit einen besonders entspannten Lounge-Silberling und einer etwas Beat-lastigern, nicht minder gechillten zweiten Seite.

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Dan Andriano In The Emergency Room – Party Adjacent

2015 ist ein gutes Jahr für Alkaline Trio-Fans. Zwar macht die Band selbst gerade Pause, dafür gibt es Solomaterial von allen drei Mitgliedern. Nach Derek Grand und Matt Skiba ist nun Bassist Dan Andriano an der Reihe, der sich zum zweiten Mal in seinen Emergency Room begibt. Hier tobt er sich zwischen Rock’n’Roll, Americana und traditioneller Costello-Schule aus, mit Material, das für die Hauptband ungeeignet ist. „Party Adjacent“ bietet auch tatsächlich kurzweiliges, unterhaltsames Alternativprogramm.

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