Animal Kingdom – The Looking Away

TV-Unterstützung, ein wenig internationale Hype-Presse und ein Haufen guter Songs – besser könnten die Vorzeichen für das Debütalbum von Animal Kingdom kaum sein. Gut, eine Chart-Platzierung für die heftig beworbene, unheimlich sympathische Spätsommer-Single „Strange Attractor“ wäre nett gewesen, aber auch ohne ein derartiges Erfolgserlebnis wissen sich die drei Briten zu behaupten. Im weitläufigen Indie Pop/Rock-Feld beackern sie ein breites Feld, wurden unter anderem mit M83, Keane und Coldplay verglichen. Dass an diesem durchaus prominenten Namedropping etwas dran ist, beweist ihr zweites Album „The Looking Away“, das nun auch in Deutschland erscheint.

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Ewig – Wir sind Ewig

Sie haben ewig darauf gewartet. Aber irgendwann kommt der Augenblick, hinter den Kulissen hervorzutreten und sich der Welt (vor-) zu stellen. Nach der Debütsingle „Ein Schritt weiter“ geht es Schlag auf Schlag für die noch junge Band: Album im September, Tour von Oktober bis November und bis Ende des Jahres werden Ewig langjährige Fans überrascht und hoffentlich viele neue hinzugewonnen haben. Deutschpop kann nämlich so schön sein.

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The Features – Another One

Als die Kings Of Leon 2009 ihr eigenes Label Serpents And Snakes gründeten, holten sie The Features als erste Band an Bord. Das Quartett aus Sparta, Tennessee, besteht bereits seit 1994, veröffentlichte vor acht Jahren sein Debütalbum „Exhibit A“ und tauchte danach wieder ein wenig unter. Dabei sind die verspielten Indie Rock-Songs mit Pop-Schlagseite eigentlich wie gemacht für Clubs und Festivalbühnen rund um die Welt, was besagte prominente Kollegen auch erkannten. „Wilderness“, ihr im vergangenen Jahr erschienenes drittes Album, erscheint am 14. September hierzulande immerhin digital. Zeitgleich damit wird der Albumtrack „Another One“ als Download-Single ausgekoppelt.

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Billy Talent – Dead Silence

Eigentlich hätten Billy Talent im Vorfeld der Aufnahmen zu ihrem vierten Album beflügelt sein müssen: Auch wenn „Billy Talent III“ nicht ganz das Niveau seiner Vorgänger halten konnte und mit der verfeinerten Ausrichtung für ein wenig Verwirrung unter Fans und Kritikern sorgte, hielt man sich dennoch in der Erfolgsspur. Die Einnahmen wurden in ein eigenes Aufnahmestudio gesteckt, doch dann das: Sänger Ben Kowalewicz hatte mit einer fiesen Schreibblockade zu kämpfen, Gitarrist und Haupt-Songwriter Ian D’Sa erlebte ebenso eine kleine kreative Dürreperiode und zu allem Überfluss musste sich der ohnehin MS-kranke Drummer Aaron Solowoniuk einer Operation am offenen Herzen unterziehen, nachdem er die Schlagzeugspuren bereits eingespielt hatte. Erholt hat er sich erstaunlich schnell und fühlt sich aktuell in Topform. Dass diese schwierigen Umstände die Kanadier, persönlich wie musikalisch, reifen ließ, stellt „Dead Silence“ unter Beweis.

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The Heavy – The Glorious Dead

Werbespots, Fernsehserien, Film-Soundtracks – „How You Like Me Now?“ ist auch drei Jahre nach Release omnipräsent. The Heavy aus Bath aber auf diesen einen Song aus ihrem zweiten Album „The House That Dirt Built“ zu reduzieren, wäre fatal. Nicht nur, dass man mit der eingängigen, eigenwilligen Mischung aus Rock, Soul, RnB und Funk nach wie vor eine Ausnahmestellung im Musikzirkus einnimmt, starke Songs hat das Quartett en masse im Gepäck. Mehr davon gibt es nun auf „The Glorious Dead“, das Album nach dem großen Aufmerksamkeits-Boom. Von ‚playing it safe‘ hält man jedoch nichts.

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Die Orsons feat. Cro – Horst & Monika

Es ist eine Geschichte wie aus einer anderen Welt: Horst schließt sich nach einer grauenvollen Kindheit der NPD an, um so etwas wie Zugehörigkeitsgefühl zu empfinden. Wohl fühlt er sich jedoch nicht, hasst seine raue, haarige Haut und trifft sich heimlich mit Männern. Schließlich fasst er allen Mut zusammen, bekennt sich zu seiner Transsexualität, tritt bei der NPD aus und wird zu Monika Strub, mittlerweile Mitglied der Linkspartei und im Herbst 2010 Landtagskandidatin für den Kreis Emmerdingen. Würde man diese Geschichte nicht kennen, man müsste den Orsons eine blühende Fantasie attestieren, wenn man sich mit ihrer neuen Single „Horst & Monika“ erstmals auseinandersetzt.

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Blumentopf feat. Pohlmann. – Bin dann mal weg

Im zwanzigsten Jahr ihres Bestehens sind Blumentopf präsenter denn je. Ihre Raportagen erfreuten sich größter Beliebtheit, dazu läuft aktuell eine 18teilige Vlog-Serie, mit der „Nieder mit der GbR“, das am 21. September erscheinende siebte Studioalbum, groß angekündigt wird. Eingeläutet wird der Nachfolger des starken „Wir“ durch „Bin dann mal weg“, eine Art Aussteiger-Hymne, die die Mühen des Alltags hinter sich lässt und dafür den Labelkollegen Pohlmann. ins Studio einlädt.

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XAVAS

XAVAS – Schau nicht mehr zurück

Wenn sich zwei in ihrem Genre überaus erfolgreiche Künstler für ein gemeinsames Projekt zusammentun, sind das schon mal keine allzu schlechten Vorzeichen. Mit Rapper Kool Savas und Soulsänger Xavier Naidoo haben sich zudem zwei gefunden, deren Stilrichtungen auch noch überaus gut miteinander harmonieren. Dabei führt ihr gemeinsamer Weg sogar bis ins Jahr 2004 zurück, als Naidoo auf dem Album „Rapper’s Delight“, das von Savas ausführend produziert wurde, gleich doppelt vertreten war. Seitdem nahm man immer mal wieder gemeinsame Songs auf und eine laut eigener Aussage tiefe Freundschaft entstand. Diese soll mit dem Projekt XAVAS nun ihren vorläufigen Höhepunkt finden. Mit der Single „Schau nicht mehr zurück“ treten sie nicht nur beim diesjährigen Bundesvision Song Contest für Baden-Württemberg an, sondern setzen im deutschsprachigen RnB- und HipHop-Business einige frische Akzente.

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Azure Ray – As Above So Below

Für Azure Ray ist es Zeit geworden, zu neuen Ufern aufzubrechen; jene Ufer, die sie vor zwei Jahren mit ihrem Comeback- bzw. Reunion-Album „Drawing Down The Moon“ erneut betraten. Orenda Fink und Maria Taylor weichen nun von ihrem bislang kultivierten, verträumten, verzauberten Folk Pop ab, um sich deutlich elektronischeren Klängen zu widmen, inspiriert durch Künstler wie James Blake, Nicolas Jaar und Apparat. Produziert und in Szene gesetzt von Andy LeMaster (Bright Eyes, Now It’s Overheard) und Finks Ehemann Todd (The Faint), entstand das Mini-Album „As Above So Below“ mit sechs Songs, die sich einem minimalistisch-elektronischen Klangbild widmen, ohne dabei aus der für Azure Ray typischen Traumwelt aufzuwachen.

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Daughter – Smother

Mit gerade einmal zwei EPs im Gepäck haben sich Daughter einen respektablen Namen bei Bloggern und Feinschmeckern erspielt. Das Trio aus dem Norden Londons verkaufte zuletzt die Assembly Hall mit 700 Leuten restlos aus, die beiden Releases „His Young Heart“ und „The Wild Youth“ erfreuen sich großer Beliebtheit. Aktuell ist man auf diversen Festivals (am 7. September auch in Berlin) unterwegs und nimmt nebenbei obendrein das Debütalbum auf. Was man davon erwarten kann, deutet die Single „Smother“, mit der man bei 4AD Einstand feiert, an.

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