Schlagwort: Alternative Rock

Jamie Lenman – Devolver

Mit ihrem hibbeligen und doch eingängigen Post-Hardcore-Sound ging der Stern der Briten Reuben in den Nuller-Jahren blitzschnell auf, verglühte nach drei Alben allerdings viel zu schnell wieder. Frontmann Jamie Lenman, eine Follikel-optimierte Urgewalt in Hosenträgern, macht seither solo weiter und trat 2013 erstmals mit einem Doppelalbum – teils bluesiger Thrash, teils Folk – in Erscheinung. Auf „Devolver“ nähert er sich nun wieder seinen wüsten Wurzeln an, betont jedoch ebenso den experimentellen Aspekt seines Schaffens.

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Cassels – Epithet

Alternative Rock für die Generation Poetry Slam: So oder so ähnlich lässt sich der ungewöhnliche Sound der britischen Brüder Loz und Jim Beck beschreiben, die bereits seit ihrer frühesten Jugend gemeinsam Musik machen. Als Cassels vermischen sie Alternative, Punk, Noise und noch viel mehr mit wortreichen, ausschweifenden Texten, die keineswegs mit Sozialkritik und scharfem politischen Kommentar sparen. Nach diversen gefeierten Kleinformaten erscheint nun das Debütalbum „Epithet“.

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Arcane Roots – Melancholia Hymns

Gäbe es Arcane Roots nicht bereits, man müsste sie erfinden. Das britische Trio tummelt sich im Spannungsfeld zwischen Alternative Rock, Post Rock, Electro-Prog-Pop und Post-Hardcore. Klingt kurios, ist es auch. Für ihr zweites Album haben sie sich ganz schön Zeit gelassen und bringen den ureigenen Sound mit dem Titel doch perfekt auf den Punkt: „Melancholia Hymns“, teils hymnische Eingängigkeit, teils Schwermut zwischen blubbernder Elektronik und manischen Riffsalven.

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Gran Noir – Electronic Eyes

Das digitale Zeitalter birgt so manche Schattenseite in sich. Vereinsamung, Ausbeutung und Kontrollverlust sind drei Schlagworte, mit denen sich Gran Noir aktuell beschäftigen. Das in Peking gegründete schweizerisch-deutsche Quintett debütierte bereits vor sechs Jahren mit kraft- und anspruchsvollem Alternative Rock, der Eingängigkeit neben ausgeklügelte Konzepte stellt. „Electronic Eyes“ ist ihr zweites Studioalbum, das so manche vertraute Note in sich trägt.

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Sweet Apple – Sing The Night In Sorrow

Längst mehr als ein sympathischer Nebenschauplatz für J Mascis, konnten sich Sweet Apple spätestens mit dem Release von „The Golden Age Of Glitter“ vor drei Jahren als eigenständige Entität etablieren. Der mit Retro-Charme angereicherte Alternative Rock trifft auf Power-Pop-Hymnen, dicke Gitarren und abermals reihenweise Gaststars, von denen viele Wiederholungstäter sind. Auf „Sing The Night In Sorrow“ findet sich die All-Star-Band nun endgültig.

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Kane Strang – Two Hearts And No Brain

Pavement, Interpol, Brian Wilson – prominente Referenzen begleiten die noch junge Karriere Kane Strangs. Der Neuseeländer debütierte vor zwei Jahren mit einem charmanten Lo-Fi-Mix aus Indie Pop/Rock, Alternative, Post-Grunge und Singer/Songwriter. Klingt komisch, funktioniert aber. Ebenfalls schräg: Den Nachfolger nahm Strang mit Stephen Marr auf, der sich seine Sporen eigentlich beim TripHop-Projekt Doprah verdient. Von elektronischen Experimenten ist auf „Two Hearts And No Brain“ allerdings nichts zu hören.

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Ghostmaker – Aloha From The Dark Shores

Dicke Gitarren, Alternative-Hymnen und ein wenig Weirdness zwischen Noise, Blues und Post Punk – Ghostmaker sind alles, nur nicht leicht greifbar. Der Sound der 2015 gegründeten Berliner Newcomer gibt sich bewusst breit gefächert, überrascht mit zahlreichen feinen Details und Wendungen, und wurde nicht zuletzt auf das Live-Erlebnis ausgerichtet. Nun erscheint „Aloha From The Dark Shores“, ein erstes Mini-Album der Band, das übrigens nach dem eigentlichen, für die zweite Jahreshälfte angekündigten Full-Length-Debüt aufgenommen wurde.

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The Wholls – The Wholls

Sind sie ‚the next big thing‘ am britischen Gitarrenrock-Markt? Die Indie-Szene spricht seit anderthalb Jahren über The Wholls. Das Quartett aus Bedford hat sich seinen Status als neue Indie- und Alternative-Hoffnungsträger hart erarbeitet und erinnert ein wenig an die Arctic Monkeys – ungestüm und launig wie zu Anfangstagen, anspruchsvoll und etwas komplexer wie auf den jüngeren Wüstenalben. Schlicht „The Wholls“ betitelt, rollt nun das erste Album vom Stapel.

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Millionaire – Sciencing

In den späten 90er Jahren und frühen 2000ern war Tim Vanhamel das Poster Child der belgischen Rockszene. Evil Superstars, dEUS, Millionaire und ein Abstecher über den großen Teich zu den Eagles Of Death Metal standen auf dem Programm. Im letzten Jahrzehnt tendierte sein Output, abgesehen von einer Solo-Platte und ein paar Gastauftritten, jedoch gegen Null. Zwölf Jahre nach „Paradisiac“ reaktiviert er nun Millionaire. Das neue, dritte Studioalbum „Sciencing“ nahm er binnen zwei Monaten in Costa Rica auf. Vanhamels Showcase-Projekt zeigt sich zugleich von vertrauter und neuer Seite.

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Caspian Sea Monster – Caspian Sea Monster

Stolze fünf Jahre versuchten Musiker der Chemnitzer Bands Playfellow, Calaveras und Might Sink Ships eine gemeinsame Platte auf die Beine zu stellen, viel zu oft von den jeweiligen Hauptschauplätzen unterbrochen. Caspian Sea Monster, der Spitzname eines russischen Bodeneffektfahrzeugs, wird nun zur Überschrift für spektakuläre gemeinsame Unternehmungen zwischen Post Rock und emotional aufgeladenen Alternative-Klängen. Das Album heißt schlicht und ergreifend wie die Band und zählt zu den bislang größten Entdeckungen des Jahres.

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