Schlagwort: Folk-Rock

Lucinda Williams

Lucinda Williams – World’s Gone Wrong

Um klare Worte war Lucinda Williams nie verlegen, und die braucht es aktuell mehr denn je. Die mehrfache Grammy-Gewinnerin hat nach diversen Cover- und Jukebox-Platten wieder komplett neues Material im Gepäck und bezieht Stellung als Stimme in einer Welt, die am Abgrund steht, in ihrer Heimat diesen vielleicht bereits längst hinabstürzt. Im vergangenen Frühjahr aufgenommen, trägt „World’s Gone Wrong“ die Kampfansage bereits im Titel und versucht sich als deutlicher Schlachtruf, ohne jedoch die schönen Seiten, die Lichtblicke des Alltags zu ignorieren.

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YIN YIN

YIN YIN – Yatta!

Die kleinen und großen, gerne cineastisch angehauchten Weltreisenden YIN YIN melden sich zurück, fast auf den Tag genau zwei Jahre nach „Mount Matsu“. Auf dem Weg quer über globale Tanzflächen tankt sich der instrumentale Sound des niederländischen Quartetts durch fantasievolle Jams von Nord nach Süd, Ost nach West. Einmal mehr dominierten östliche Stimmungen, auch der Titel ihres neuen Albums kommt eigentlich aus dem Japanischen. „Yatta!“ heißt so viel wie „Wir haben es geschafft!“, und erreicht haben YIN YIN mit dieser Platte richtig viel.

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Bright Eyes

Bright Eyes – Kids Table

Wenn es läuft, dann so richtig: „Five Dice, All Threes“ bannte alle Stärken der Bright Eyes auf eine Platte, so kauzig und harmoniebedürftig wie eh und je, begleitet von spannenden Gästen und nicht minder interessanten Ideen. Wenig überraschend haben Conor Oberst, Mike Mogis und Nate Walcott Nachschub im Gepäck. Von Anfang an sollte jenes Material, das nicht 100%ig zum Fluss des Albums passte, zu einem späteren Zeitpunkt nachgereicht werden. Begleitet von einigen weiteren Tracks, überrascht „Kids Table“ mit spannenden bis ungewöhnlichen Ansätzen, die sowohl die aktuelle Platte erweitern als auch komplett für sich selbst stehen können sollten.

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Drink The Sea

Drink The Sea – Drink The Sea I & II

Ein guter Geist schwebt über dem Doppel-Einstand einer prominent besetzten Band, und ist doch leider nicht mehr her: Hinter Drink The Sea stecken verschiedene Musiker, die unter anderem mit Mark Lanegan zusammengearbeitet hatten. Am Start sind Duke Garwood, Alain Johannes (u. a. Queens Of The Stone Age), Peter Buck (R.E.M.), Barrett Martin (u. a. Screaming Trees) sowie Multi-Instrumentalistin Lisette Garcia. Musikalisch bewegt man sich durchaus im Geiste der legendären Reibeisen-Stimme, von transzendentalen und angenehm globalen Einflüssen begleitet – bluesig, wüst, mit Alternative- und sogar Folk-Chic ausgestattet. Zu Beginn gibt es gleich ein Doppelalbum, „Drink The Sea I“ und „Drink The Sea II“, innerhalb 14 Tagen separat erschienen.

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Boy & Bear

Boy & Bear – Tripping Over Time

In ihrer australischen Heimat zählen Boy & Bear mittlerweile zum Inventar. Mit ihren bisherigen fünf Alben ging es jeweils in die Top 10, zudem erfreut sich ihr folkiger, bekömmlicher Sound speziell live großer Beliebtheit. Eben jene Serie soll sich nun fortsetzen. Um das besondere Bühnenerlebnis einzufangen, wurden alle Songs live eingespielt, zudem durfte es das eine oder andere Experiment geben. „Tripping Over Time“ bemüht sich darum, das Leben so zu nehmen, wie es ist, mit all seinen schönen und weniger schönen Seiten, voller Charme und Chaos, reich an Widersprüchen und Überraschungen.

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Nusantara Beat

Nusantara Beat – Nusantara Beat

Mitglieder so illustrer Bands wie EUT, Jungle By Night und Altin Gün widmen sich als Nusantara Beat ihren gemeinsamen indonesischen Wurzeln. Bassist Michael Joshua wurde in West-Java geboren, seine vier Mitstreiter in den Niederlanden, jedoch als Kinder indonesischer Familien. Ihre ersten Singles widmeten sich Sunda Pop, einer Musikrichtung aus den 60s und frühen 70s, die modernere bis westlichere Pop-, Psych- und Surf-Klänge mit traditioneller sundaneischer Musik verbindet. Für ihr komplettes Album gibt es eigenes Material – die Texte erst auf Englisch geschrieben und später übersetzt, aber den Sound mit dem obligatorischen Brückenschlag zwischen der alten und der neuen Heimat.

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Laura Jane Grace In The Trauma Tropes

Laura Jane Grace In The Trauma Tropes – Adventure Club

Zwei Einladungen nach Griechenland binnen sechs Monaten legen den Grundstein für ein grandioses Album: Laura Jane Grace reiste im Vorjahr wiederholt nach Südeuropa. Erst war sie von der Onassis Foundation eingeladen worden, das etwa 100 Jahre alte Gedicht „Walls“ von Constantine P. Cavafy für eine Kurzdoku zu vertonen, bevor es im Sommer ein Residency-Programm in Athen sein durfte. Gemeinsam mit (Noch?)-Ehefrau Paris Campbell Grace und diversen lokalen Musikern entstanden neue Songs. Und daraus wurde schließlich ein komplettes Album: „Adventure Club“, so der Spitzname für ihre hellenische Freundes- und Musikgruppe, kommt dem Against Me!-Sound so nahe wie lange nicht.

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Alan Sparhawk

Alan Sparhawk – With Trampled By Turtles

Am 5. November 2022 erlagt Mimi Parker einem Krebsleiden, sie wurde nur 55 Jahre alt. Ehemann und musikalischer Partner Alan Sparhawk beendete die gemeinsame Band Low, eine Weiterführung ohne seine bessere Hälfte war und ist undenkbar. Das erste Soloalbum danach, „White Roses, My God“, war ein elektronisches Geduldspiel mit entstellter Stimme, um mit der neuen Lebenssituation klarzukommen. Nun wagt Sparhawk eine Kehrtwende und nahm gemeinsam mit der befreundeten Band Trampled By Turtles aus seiner Heimat Duluth im US-Bundesstaat Minnesota auf. „Alan Sparhawk With Trampled By Turtles“ klingt folkig, intim und ringt doch weiterhin um Fassung.

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Mt. Joy

Mt. Joy – Hope We Have Fun

Der sympathische Aufstieg von Mt. Joy setzt sich fort. Nach einer mächtigen Headliner-Tour durch Europa und Nordamerika, von einem ausverkauften Gig im legendären Madison Square Garden gekrönt, ging es an den Nachfolger von „Orange Blood“. Und dieser stand im Zeichen dieser langen gemeinsamen Reise, im Guten wie im Schlechten, mit zahlreichen Highlights und persönlichen Aufs und Abs. „Hope We Have Fun“ ist die Überschrift der letzten Jahre und symbolisiert Zusammenhalt, in 13 eindrücklichen Kapiteln über eine verrückte Welt und den eigenen Mikrokosmos festgehalten.

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Companion Songs

Companion Songs – The Time We Hold

Gemeinsam (musikalisch) aufgewachsen, inzwischen wieder eng verbunden: Marco Mlynek und Max Andrzejewski kennen sich seit ihrer Jugend, spielten zusammen in ersten Bands, bevor sich erst einmal die kreativen Wege trennten. Während der Pandemie entstand letztlich Companion Songs, von Mlyneks ersten Skizzen bis hin zur Umsetzung mit Jazz-Drummer Andrzejewski. Zwei Releases gingen in allerlei Richtungen, bewegten sich aber noch in (überwiegend) instrumentalen Gefilden. „The Time We Hold“ nennen sie ihr ‚erstes komplettes Song-Album‘, jetzt mit mehr Fokus auf Gesang und Mut zu neuen Ideen.

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