Schlagwort: Folk-Rock

Matt Costa

Matt Costa – Yellow Coat

Mit seinem charmanten Auftreten und einem Strauß sympathischer Songs konnte sich Matt Costa schnell ein veritables Publikum aufbauen. Einst von No Doubt-Gitarrist Tom Dumont entdeckt und gefördert, veröffentlichte der 38jährige Kalifornier bislang vier Alben sowie unzählige Kleinformate. Die letzten beiden Jahre verbrachte er fast durchgehend auf Tour, zudem ging eine fast ein Jahrzehnt andauernde Beziehung in die Brüche. „Yellow Coat“ befasst sich mit diesem Herzschmerz, auch wenn man das vielleicht nicht immer gleich hört.

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Laura Jane Grace

Laura Jane Grace – Stay Alive

Viel Zeit zum Schreiben, wenig Möglichkeit für tatsächlichen Ertrag: Die Corona-Pandemie traf natürlich auch die Musikwelt heftig. Laura Jane Grace wollte nach einer Tour im März mit Against Me! ins Studio gehen, um Songs aufzunehmen, an denen sie zwei Jahre gearbeitet hatte. Und plötzlich ging nichts mehr. Nach anderthalb Monaten konnte sie sich aus der Schockstarre befreien und stellte fest, dass diese Tracks unbedingt aufgenommen werden mussten. So landete „Stay Alive“ vor wenigen Tagen als Überraschungsalbum ohne große Vorankündigung und stellt zugleich wohl Graces erstes echtes Solowerk dar, obwohl sie sich selbst nicht ganz so sicher ist. Nur eines betont sie augenzwinkernd: Es ist KEIN Akustik-Album.

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Elvis Perkins

Elvis Perkins – Creation Myths

Was war eigentlich vor dem ersten Album? Tatsächlich schrieb Elvis Perkins bereits vor seinem Debüt „Ash Wednesday“ einige Songs, die jedoch bestensfalls als Demos oder Open-Mic-Performances überlebten. Nach einer Soundtrack-Arbeit 2017 („The Blackcoat’s Daughter“, ein Film seines älteren Bruders Oz) ergab sich ein Fenster, bevor es zurück ans Songwriting gehen sollte. Perkins kramte im Archiv, grub neun Schätze aus und nahm diese neu auf. „Creation Myths“ wirft einen Blick zurück auf die Anfänge, aufgenommen mit modernem Auge.

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Bright Eyes

Bright Eyes – Down In The Weeds, Where The World Once Was

Vor neun Jahren schickte Conor Oberst seine Bright Eyes in eine inoffizielle Pause. Fortan widmete sich der einstige König von Saddle Creek verschiedensten Projekten, reanimierte die krachigen Desaparecidos und veröffentlichte unter eigenem Namen. 2017 trafen sich Oberst, Mike Mogis und Nate Walcott bei einer Feier, man beschloss erneut gemeinsame Sache zu machen. In einem großen Jubiläumsjahr – 20 Jahre „Fevers And Mirrors“, 15 Jahre Doppelschlag „Digital Ash In A Digital Urn“ und „I’m Wide Awake It’s Morning“ – besinnen sich Bright Eyes auf ihre Wurzeln und nehmen zugleich alles mit, was diese Band so spannend macht. „Down In The Weeds, Where The World Once Was“ dreht die Uhr zurück und blickt doch nach vorne.

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NOFX vs. Frank Turner

NOFX vs. Frank Turner – West Coast vs. Wessex

NOFX und Frank Turner kennen sich bereits seit geraumer Zeit, sind einander freundschaftlich verbunden und wollten eigentlich dieses Jahr gemeinsam auf Tour gehen. Das klappte aus bekannten Gründen nicht; ein zweites, von Fat Mike angestoßenes Projekt erblickt nun allerdings doch das Tageslicht. Auf „West Coast vs. Wessex“ covern sich NOFX und Frank Turner gegenseitig – jeweils fünf Songs, jeweils älteres Material und natürlich ordentlich umgekrempelt.

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Sammy Brue

Sammy Brue – Crash Test Kid

Darf man einen 19jährigen ungestraft als Wunderkind bezeichnen oder gibt das Aua? Sammy Brue dürfte das ziemlich egal sein. Der junge Amerikaner veröffentlichte sein Debütalbum, als er noch zur High School ging, und tourte zuletzt mit Michael Kiwanuka und der Marcus King Band um die Welt. Nun landet der Americana-, Folk- und Alternative-Hoffnungsträger mit seiner zweiten Platte. „Crash Test Kid“ befasst sich mit der, wie Brue es nennt, „Scheiße“, die alle weltweit durchmachen müssen, und plädiert für die Übernahme durch eine neue, junge Generation.

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Mt. Joy

Mt. Joy – Rearrange Us

Nach einem Berg im Valley Forge National Historical Park in Pennsylvania benannt, landeten Mt. Joy vor zwei Jahren mit einem Paukenschlag. Ihr selbstbenanntes Debütalbum entpuppte sich als charmante Wundertüte zwischen Indie, Alternative, Folk und Americana, zwei US-Radio-Hits und über zwei Millionen Hörer auf Spotify waren die Folge. Seit vergangenem Oktober veröffentlicht das Quintett aus Los Angeles bereits fleißig neue Songs, die nun in „Rearrange Us“ münden.

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Joe Volk + Naiare

Joe Volk + Naiare – Primitive Energetics

Der Stoner- und Psych-Veteran Joe Volk holt ein weiteres Mal aus. Manchen mag der Brite von seiner Zeit bei Conga und Crippled Black Phoenix bekannt sein, tatsächlich widmet sich der Wahlschweizer mit seiner Band Naiare seit geraumer Zeit Düsterfolk der besonders aufwühlenden Art. Doomig, psychedelisch, ein wenig bluesig und durchaus rockbar, arbeiten sich Volk und Konsorten ein weiteres Mal zur Oberfläche vor. „Primitive Energetics“ klingt in etwa so, wie es der Titel vermuten lässt.

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Disq

Disq – Collector

Zu Beginn des neuen Jahrtausends war Saddle Creek DIE ultimative Talenteschmiede für die lokale Szene von Omaha, Nebraska. Hier machten Conor Oberst (Bright Eyes, Desaparecidos) und Tim Kasher (Cursive, The Good Life) ihre ersten Schritte, später öffnete man sich für Bands außerhalb der Heimatstadt (Two Gallants, Rilo Kiley, The Thermals). Disq haben das Potenzial, sich in diese illustre Riege einzureihen. Das Quintett aus Madison, Wisconsin, allesamt zwischen dem Ende der Teens und den frühen Zwanzigern angesiedelt, veröffentlichte vor vier Jahren bereits ein Kleinod in Eigenregie. Dem Schülerband-Status entwachsen, widmet sich das Debütalbum „Collector“ einem überaus bunten musikalischen Mix.

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