Schlagwort: Hard Rock

Jayler

Jayler – Voices Unheard

Vier junge Menschen spielen klassischen Rock im Geiste der späten 60er und 70er Jahre und finden sich urplötzlich Schulter und Schulter mit alten Helden sowie einer gesunden Portion Hype wieder. Was wie Greta Van Fleet 2.0 klingt, hat seinen Ursprung in den englischen West Midlands. Video-Aufnahmen einer Open-Mic-Night-Performance in einem Pub brachten Sänger James Bartholomew und Gitarrist Tyler Arrowsmith 2021 zusammen, seither beste Freude. Ricky Hodgkiss und Ed Evans vervollständigten Jayler, schon bald trat man im Vorprogramm des viel zu früh verstorbenen Phil Campbell auf, eine erste EP fand regen Anklang. Mit dem Debütalbum „Voices Unheard“ geht es demnächst auf Bühnen mit Deep Purple, Sammy Hagar und Guns N‘ Roses.

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All Them Witches

All Them Witches – House Of Mirrors

Eine Zeit des Zweifels liegt hinter All Them Witches, die mitunter die vergleichsweise lange Pause von gut fünfeinhalb Jahren seit dem letzten neuen Album erklärt. 2024 verließ Robby Staebler, Drummer und Gründungsmitglied, die Band. Christian Powers sprang für Live-Aktivitäten ein und wurde letztlich fix ins Line-up integriert. Bereits beim zweiten gemeinsamen Gig spürte man wieder so etwas wie Leben in der Band, so Gitarrist und Sänger Ben McLeod. Die Liebe zur Musik wurde erneut entfacht, „House Of Mirrors“ ist das packende Ergebnis und macht die beim Schreiben und Spielen gefundene Chemie hör- und greifbar.

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Hysterese

Hysterese – Hysterese

Understatement bleibt das Motto von Hysterese. Keine großen Worte, keine Werbung, wenig Social-Media-Aktivität und Minimalismus bei der Benennung ihrer Alben zeichnen das Quartett aus Tübingen seit seienr Gründung 2009 aus. Ihre letzte Platte hat mittlerweile knapp fünf Jahre auf dem Buckel, auch der Nachfolger verzichtet auf einen Titel. Die Musik soll für sich sprechen, und das gelingt einmal mehr. „Hysterese“ (das fünfte Album, das den Namen der Band trägt) erweitert den Sound ein weiteres Mal, spielt mehr und mehr mit klassischeren Alternative- und Hard-Rock-Mustern, bleibt dem Punk in verschiedenen Spielarten treu und schielt gerne mal in Richtung Heavyness.

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Myrath

Myrath – Wilderness Of Mirrors

Vielerorts werden Myrath immer noch dem Progressive Metal zugeordnet – selbst Wikipedia beharrt hartnäckig auf diesem Eintrag. Dabei hat das tunesisch-französische Quintett spätestens mit „Shehili“ den Kurs endgültig Richtung Symphonic Power Metal korrigiert, ohne jedoch ihren ungemein spannenden orientalischen Einschlag zu verlieren. Genau diese Wurzeln waren es, die den Sound der Band stets so besonders machten. Auf dem 2024 erschienenen Vorgänger „Karma“ wurde dieser Ethno-Fokus jedoch zugunsten einer klareren Power-Metal-Kante zurückgefahren, was in der Fanszene für Diskussionsstoff sorgte. Das dieser Tage erscheinende Album „Wilderness Of Mirrors“ steht dementsprechend unter besonderer Beobachtung: Es wird verdeutlichen, in welche Richtung sich Myrath musikalisch entwickeln.

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Axel Rudi Pell

Axel Rudi Pell – Ghost Town

Manche Dinge im Leben sind so beständig wie die Gezeiten – und im deutschen Heavy Rock gehören Axel Rudi Pell definitiv dazu. Wer eine Platte des Wattenscheider Quintetts um den namensgebenden Saitenhexer kauft, weiß exakt, was er bekommt: klassischen Hard Rock mit epischen Melodien und einer ordentlichen Prise Ritchie-Blackmore-Gedächtnis-Vibes. Man könnte es als unerschütterliche Treue zum eigenen Stil bezeichnen oder nicht ganz zu Unrecht kritisieren, dass sich die Diskografie seit der Jahrtausendwende so nahtlos aneinanderfügt, dass man so einige Songs beliebig austauschen könnte. Mit „Ghost Town“ bringt Pell nun bereits sein 23. Studioalbum an den Start und beweist einmal mehr, dass er von seinem bewährten Rezept auch im Jahr 2026 keinen Millimeter abweicht.

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Motorpsycho

Motorpsycho – The Gaia II Space Corps

Das Unerwartete hat bei Motorpsycho einmal mehr Hochkonjunktur. Wohin sie die kreative Reise mal eben zieht, weiß man vorher nur selten – mal akustisch und verspielt, dann psychedelisch, krautig und möglichst ausladend. Eine relativ direkte, trocken rockende Platte servieren die Veteranen aus dem hohen Norden aber selten. Allerdings gefielen ihnen Tracks wie „Stanley (Tonight’s The Night)“ und „The Comeback“ von ihrem jüngsten Album so gut, dass diese direkt als Vorlage des Nachfolgers dienen durften. „The Gaia II Space Corps“ wirkt so unmittelbar und gitarrenlastig wie lange nicht, ohne jedoch komplett aus dem Rahmen zu fallen.

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Weedpecker

Weedpecker – V

Eine Zeit starker, einschneidender Veränderungen liegt hinter Piotr Dobry. Der Mastermind von Weedpecker erkannte, dass nichts für die Ewigkeit bestimmt ist, dass selbst die schönsten Dinge ganz plötzlich und unerwartet verschwinden können. Dobry konnte und kann dieses Gefühl selbst nicht so richtig beschreiben und versucht es auf dem neuesten Album seiner Band zu verarbeiten. Die gut fünf Jahre Wartezeit auf „V“ zogen sich vielleicht, dafür machten sich die sehr detailorientierten Arbeiten über mehrere Monate und in mehreren Studios nach einem kompletten Jahr Songwriting und Demo-Aufnahmen hörbar bezahlt.

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Wicked Smile

Wicked Smile – When Night Falls

Harte Klänge aus Down Under – wer bei diesem Stichwort immer noch ausschließlich an AC/DC oder Airbourne denkt, hat die Entwicklung der letzten Jahre schlichtweg verschlafen. Längst haben Metalcore-Größen wie Parkway Drive und Northlane die internationale Bühne erobert, während Formationen wie Be’lakor im Death Metal- oder The Butterfly Effect und Ne Obliviscaris im Progressive-Bereich weltweit für Aufsehen sorgen. Doch auch im klassischen Heavy Metal-Sektor liefert Australien regelmäßig hochkarätige Exporte. Aktuellstes Beispiel: Wicked Smile. Markierte ihr Debüt „Wait For The Night“ bereits ein beachtliches Ausrufezeichen, geht die Truppe aus Melbourne mit ihrem neuen Werk „When Night Falls“ nun endgültig in die Vollen.

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Gluecifer

Gluecifer – Same Drug New High

Riffs galore mit Ankündigung: 2005 verabschiedeten sich die norwegischen Rocker Gluecifer nach einer ausgedehnten Abschiedstournee, mit einem stattlichen Vermächtnis an Musik und dem einen oder anderen Nachfolgeprojekt im direkten Anschluss. 2018 feierte das Quintett ein Comeback in Fast-Kernbesetzung (einzig Peter Larsson am Tieftöner ist neu dabei), nun gibt es tatsächlich noch einmal neues Material. „Same Drug New High“, das erste komplette Studioalbum seit über 21 Jahren, zeigt eindrucksvoll, warum Gluecifer zu den wichtigsten Scandi-Rock-Vertretern Ende der 90er und Anfang der 2000er zählten, und weiterhin verdammt relevant bleiben.

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Drink The Sea

Drink The Sea – Drink The Sea I & II

Ein guter Geist schwebt über dem Doppel-Einstand einer prominent besetzten Band, und ist doch leider nicht mehr her: Hinter Drink The Sea stecken verschiedene Musiker, die unter anderem mit Mark Lanegan zusammengearbeitet hatten. Am Start sind Duke Garwood, Alain Johannes (u. a. Queens Of The Stone Age), Peter Buck (R.E.M.), Barrett Martin (u. a. Screaming Trees) sowie Multi-Instrumentalistin Lisette Garcia. Musikalisch bewegt man sich durchaus im Geiste der legendären Reibeisen-Stimme, von transzendentalen und angenehm globalen Einflüssen begleitet – bluesig, wüst, mit Alternative- und sogar Folk-Chic ausgestattet. Zu Beginn gibt es gleich ein Doppelalbum, „Drink The Sea I“ und „Drink The Sea II“, innerhalb 14 Tagen separat erschienen.

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