Schlagwort: Hard Rock

The Standstills

The Standstills – Shockwave

Ob sie nun Rock retten oder ’nur‘ das nächste große Duo sind, wird die Zeit zeigen. Tatsächlich bringen The Standstills einiges an Power und Euphorie mit. Das Ehepaar Renée Couture und Jonny Fox aus Ontario in Kanada stand unter anderem mit Rival Sons, Seether, Pop Evil und Eagles Of Death Metal auf der Bühne, veröffentlichte zudem ein in der Heimat bejubeltes Debüt und greift nun den Rest der Welt an. „Shockwave“ ist laut, druckvoll und bis obenhin voll mit dicken Riffs und mächtigen Singalongs, die Royal Blood mittlerweile vermissen lassen.

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Orango

Orango – Mohican

Globale Ereignisse legten Orango komplett lahm. Eigentlich hatte man bereits Material für drei weitere Alben geschrieben, konnte sich aber nicht treffen. Zudem fiel der Re-Release von „Battles“ mit dem Lockdown zusammen, sodass aus der erhofften Tour nichts wurde. Als man sich doch wieder im Proberaum fand, floss der norwegische Southern Rock. Sogar für Soloplatten vorgesehenes Material wurde umgearbeitet, einfach um wieder frisch durchstarten zu können. Diese schwere Zeit hört man „Mohican“ zu keiner Zeit an und erhält stattdessen Orango in gewohnt starker Form.

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Nikki Lane

Nikki Lane – Denim & Diamonds

Nikki Lane hatte genug. Nach drei Alben und unzähligen Konzerten blieb die ‚Highway Queen‘ gerne zuhause. Auf neue Musik hatte sie keine Lust, der Tour-Alltag fehlte ihr ebenso wenig – stattdessen arbeitete sie unter anderem mit Spiritualized und Lana Del Rey. Dann tauchte plötzlich Josh Homme auf. Aus langen Telefonaten in der Isolation entwickelte sich der Drang, gemeinsam Musik zu machen. Lane hatte ein paar Songs auf der hohen Kante, Homme produzierte, die prominente Backing-Band umfasste Mitglieder seiner Queens Of The Stone Age, der Arctic Monkeys und Autolux. „Denim & Diamonds“ schlägt abermals die Brücke zwischen Rock, Country und Americana.

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Scream Of The Butterfly

Scream Of The Butterfly – The Grand Stadium

Willkommen in der Hochphase des Rock! Scream Of The Butterfly verstehen sich vornehmlich auf Vintage- und Retro-Sounds, die in den 60s und 70s Hochkonjunktur hatten, um gelegentliche Grunge- und Alternative-Konzepte ergänzt. Die erst 2016 gegründeten Berliner bereiten aktuell ihre Tour durch Großbritannien vor und werden mit Sicherheit auch ihre Heimat bald beehren. Im Gepäck haben sie „The Grand Stadium“, ihr bereits drittes Album. Von Richard Behrens (Live-Sound-Engineer von Kadavar) gemixt, wartet eine wuchtige und zugleich eingängige, vielschichtige Zeitreise auf Freunde klassischer Töne.

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Ian Blurton's Future Now

Ian Blurton’s Future Now – Second Skin

Der kanadische Rock-Veteran Ian Blurton ist seit den 80ern wichtiger Teil der nordamerikanischen Musikszene, spielte unter anderem bei C’mon, Change Of Heart und Public Animal, und produzierte so illustre Acts wie The Weakerthans und Cursed. Nebenher macht er selbst Musik, zuletzt 2019 auf seiner ersten Soloplatte „Signals Through The Flames“. Für den Nachfolger holte sich Blurton eine Band um Mitglieder von Blue Rodeo und City And Colour ins Boot. Ian Blurton’s Future Now, so der Name des neuen Halb-Solo-Projektes, widmen sich auf „Second Skin“ der weitläufigen Rock-Geschichte der 70er Jahre.

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Octopuss

Octopuss – A Nut For A Jar Of Tuna

Manche sind big in Japan. Octopuss erfreuen sich hingegen in China großer Beliebtheit, tourten dort bereits zehnmal, spielten auf großen Festivals und in Fernsehshows, die mehr als 70 Millionen Zuseher erreichten. Hierzulande ist das italienische Trio, das unter anderem für Deep Purple und die Scorpions eröffnete, kein ganz so großer Name, doch das könnte sich nun ändern. Die mittlerweile in Los Angeles ansässige Band wurde in den legendären Shangri-La-Studios von allerlei Prominenz mit zig Platin-Auszeichnungen aufgenommen und abgemischt. Tatsächlich hört man „A Nut For A Jar Of Tuna“ das professionelle Umfeld sowie die langjährige Live-Erfahrung deutlich an.

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Samavayo

Samavayo – Payan

Es braucht Lautstärke, es braucht Aufmerksamkeit, es braucht ein dickes Wachrütteln. Das Ende ist bei Samavayo stets nah und kennt verschiedenste Ausprägungen. Ob das Ende vom Guten oder vom Schlechten, von der Menschheit oder gar dem Planeten – für Anfänge ist es zu spät. Dafür scheint das Trio seinen Sound nach eigener Auskunft gefunden haben, nach 22 Jahren und mittlerweile sieben Platten. „Payan“ findet neue Klarheit mit mehr Heavyness, Prog-Esprit und kanalisierter Wut. Musikalische Vielschichtigkeit kollidiert mit deutlichen Worten und einer prominenten Gästeliste, u. a. mit Mitgliedern von Elder, Stoned Jesus, Coogans Bluff und Greenleaf.

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Goodbye June

Goodbye June – See Where The Night Goes

Verstärker raufdrehen und durchstarten: Nach zwei miesen Jahren wollen Goodbye June endlich wieder feiern, und wer kann es ihnen verübeln? Neben der Pandemie sorgte der verheerende Nashville-Tornado im Jahr 2020 für den Drang, sich endlich aus dem Tief zu befreien. War „Community Inn“ bereits ein mächtiges Rock-Statement, so drückt das US-Trio nun so richtig auf die Tube. „See Where The Night Goes“ stürzt sich kopfüber in eine wilde Nacht und lässt sich treiben. Bluesiger Hard Rock mit Southern-Einflüssen bleibt das kraftvolle Steckenpferd der drei Cousins.

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Small Jackets

Small Jackets – Just Like This!

Die endlose Saga der plattenlosen Small Jackets scheint nun endlich überwunden. Tatsächlich liegt das letzte Album bereits stolze acht Jahre zurück. Mittlerweile konnten sich die italienischen Rocker nach gefühlt konstanter Unbeständigkeit endlich ein solides Line-up sichern, das seit kurz nach dem Release von „IV“ gemeinsam unterwegs ist. Nicht nur das, musikalisch beschreitet man andere Wege. Ging es auf dem letzten Werk noch vornehmlich darum, so heavy wie möglich zu klingen, bemüht „Just Like This!“ Blues, Roots, Desert und generell mehr Lässigkeit. Das Konzept geht auf.

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Spidergawd

Spidergawd – VI

Was lange währt, wird endlich … veröffentlicht? Tatsächlich hatten Spidergawd ihr sechstes Album bereits im September 2020 aufgenommen und abgemischt, mit Brynjar Takle Ohr einen zweiten Lead-Gitarristen engagiert, der auch gleich gemeinsam mit Per Borten führend am Songwriting beteiligt war. Bloß der Release ließ ordentlich auf sich warten, wohl auch in der Hoffnung, endlich auf Tour zu gehen. Das scheint noch ein wenig zu dauern, und so wird „VI“ zum vorweihnachtlichen Geschenk, das den auf „V“ eingeschlagenen Weg mit vermehrten Metal- und NWOBHM-Anteilen fortsetzt.

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