Schlagwort: Indie Pop

Villagers

Villagers – The Sunday Walker EP

Selten landet jeder für ein Album geschriebener Song auch tatsächlich auf dem fertigen Longplayer. Ausschussware ist Alltag, wird gerne als B-Seite oder Bonus-Material verbraten, verschimmelt vielleicht sogar komplett im Archiv. Nach den Aufnahmen zu „The Art Of Pretending To Swim“ blieb Conor O’Brien auf vier Villagers-Tracks sitzen, welche ihre eigene Geschichte zwischen Verlust, Erkenntnis, Empathie und Isolierung erzählten. Etwas über ein Jahr später sind diese nun als „The Sunday Walker EP“ erhältlich.

Weiterlesen
City At Dark

City At Dark – City At Dark

Vor zwei Jahren verbreiteten City At Dark erstmals ihre düstere Vision von zeitgemäßiger Populärmusik. Damals nannten sich die Wiener Künstlerin Laura Landergott und der israelische Gitarrist Yair Karelic noch RÁN. Unter aktuellem Namen ließ man sich in der Hauptstadt Berlin nieder, spielte auf diversen Festivals und vertiefte den eigenen Entwurf von Raum und Klang durch Psychedelic, Indie, Wave und sogar ein wenig Post Punk. Das Debütalbum heißt wie die Band und geht im besten Sinne an die Substanz.

Weiterlesen
Patrick Watson

Patrick Watson – Wave

Die Art und Weise, wie sich Patrick Watson seiner Musik annähert, verzaubert immer wieder aufs Neue. Fragile Ansätze, gefühlvoll klassische Instrumentierung und brachliegende Emotionen begleiten den Chamber-Pop des 40jährigen Kanadiers. Seit dem letzten Album sind ungewöhnlich lange viereinhalb Jahre ins Land gezogen. Watsons Schlagzeuger verließ die Band, seine Mutter starb und seine Beziehung ging in die Brüche. Es war wie eine überdimensionale Welle, die ihn immer wieder umwarf. Diese „Wave“ versucht sich nun aus seelischen Untiefen herauszuziehen und zurück zum Glück zu finden.

Weiterlesen
Stefanie Schrank

Stefanie Schrank – Unter der Haut eine überhitzte Fabrik

Es hat sich angedeutet. Und es ist gut, dass es so gekommen ist. Die bildende Künstlerin Stefanie Schrank, unter anderem als Bassistin von Locas In Love bekannt, hat eine Soloplatte aufgenommen. Beinahe drei Jahre arbeitete sie an geheimnisvollen, maschinell anmutenden Songs, die irgendwo zwischen Elektronik, Popmusik, Arthouse und Indie-Chic andocken. Der Titel fasst das Geschehen prima zusammen: „Unter der Haut eine überhitzte Fabrik“.

Weiterlesen
The Bland

The Bland – Beautiful Distance

Seit der Auflösung von The Soundtrack Of Our Lives 2012 klafft eine große Lücke im psychedelisch-folkigen Pop-Bereich, welche nun The Bland füllen könnten. Die schwedischen Landsleute sind zwar nicht ganz so rockbar wie ihre Vorväter, verstehen sich dafür ebenso auf charmante 60s-Referenzen und unverschämt eingängige Songperlen der hymnischen Art. Nach zwei durchaus spannenden Alben mutet „Beautiful Distance“ nun wie der große Durchbruch an.

Weiterlesen
Vampire Weekend

Vampire Weekend – Father Of The Bride

Nach dem Release von „Modern Vampires Of The City“ und dem Ausstieg von Produzent und Multi-Instrumentalist Rostam Batmanglij wurde es um Vampire Weekend geraume Zeit ruhiger. Wobei das, im Nachhinein betrachtet, eigentlich nicht so ganz richtig ist – einerseits arbeite Mastermind Ezra Koenig konstant an neuer Musik, andererseits wurde er bei manchen Songs von Batmanglij unterstützt, man blieb sich freundschaftlich verbunden. Fünf Jahre nach der letzten Platte steht nun „Father Of The Bride“ in den Läden – eingängig, überlang und ziemlich ambitioniert.

Weiterlesen
Helgi Jonsson

Helgi Jonsson – Intelligentle

Eine viel zu lange Pause geht zu Ende. Wobei, untätig war Helgi Jonsson seit dem Release von „Big Spring“ im September 2011 nun keineswegs. Er produzierte und schrieb mit seiner Frau Tina Dico, spielte außerdem Posaune für so unterschiedliche Künstler wie Sigur Rós, BOY und Philipp Poisel. Eine kleine EP diente 2016 als Lebenszeichen, nun ist der Isländer wieder auf Albumlänge zurück. „Intelligentle“ liegt tiefe Einblicke in die Seele des Musikers, Familienvaters und Naturmenschen frei.

Weiterlesen
Ten Fé

Ten Fé – Future Perfect, Present Tense

Manchmal geht es nur um den einen großen Moment, diese wunderbare Melodie, diesen zeitlosen Song – Ten Fé haben sich solchen Pop-Erfahrungen verschrieben, auch wenn sie, streng genommen, nichts mit gängigem Mainstream-Sound zu tun haben. Die Briten um Ben Moorhouse und Leo Duncan, die bereits bei Real Fur zusammenspielten, arbeiten mit Indie- und Britpop-Erkenntnissen, selbst ein Hauch von Madchester umweht ihr zweites Studioalbum „Future Perfect, Present Tense“.

Weiterlesen

At Pavillon – Believe Us

Seit vier Jahren als eine der heißesten österreichischen Indie-Aktien gehandelt, setzen At Pavillon Vorschusslorbeeren nun endlich auch im Album-Format um. Das Quartett mit Wurzeln in Österreich, Deutschland, Iran und Tansania versteht sich auf Indie Pop mit dezent synthetischen Untertönen und intelligenten Texten. Immigration, Xenophobie, Gender Equality, Scheuklappen und Flucht sind nur einige der Themen, denen sich „Believe Us“ widmet.

Weiterlesen

Mnevis – Episodes

In der aargauischen Provinz sagt man Mnevis Kultstatus nach. Seit zehn Jahren drängen die Schweizer immer wieder an die Oberfläche für einige wenige Konzerte, auf Platte gebannte Musik ist jedoch Mangelware. Dass es erst jetzt zum Debütalbum kommt, passt ins Bild, doch das ist dafür eine richtig starke Nummer geworden. „Episodes“ schubst seine Pop-Visionen durch Indie- und Electro-Welten, begleitet vom geschickten Aufbrechen gängiger Songstrukturen und konsequenten Um-die-Ecke-Denken.

Weiterlesen

Wir verwenden Cookies. Cool?