Schlagwort: Indie Pop

Vampire Weekend

Vampire Weekend – Father Of The Bride

Nach dem Release von „Modern Vampires Of The City“ und dem Ausstieg von Produzent und Multi-Instrumentalist Rostam Batmanglij wurde es um Vampire Weekend geraume Zeit ruhiger. Wobei das, im Nachhinein betrachtet, eigentlich nicht so ganz richtig ist – einerseits arbeite Mastermind Ezra Koenig konstant an neuer Musik, andererseits wurde er bei manchen Songs von Batmanglij unterstützt, man blieb sich freundschaftlich verbunden. Fünf Jahre nach der letzten Platte steht nun „Father Of The Bride“ in den Läden – eingängig, überlang und ziemlich ambitioniert.

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Helgi Jonsson

Helgi Jonsson – Intelligentle

Eine viel zu lange Pause geht zu Ende. Wobei, untätig war Helgi Jonsson seit dem Release von „Big Spring“ im September 2011 nun keineswegs. Er produzierte und schrieb mit seiner Frau Tina Dico, spielte außerdem Posaune für so unterschiedliche Künstler wie Sigur Rós, BOY und Philipp Poisel. Eine kleine EP diente 2016 als Lebenszeichen, nun ist der Isländer wieder auf Albumlänge zurück. „Intelligentle“ liegt tiefe Einblicke in die Seele des Musikers, Familienvaters und Naturmenschen frei.

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Ten Fé

Ten Fé – Future Perfect, Present Tense

Manchmal geht es nur um den einen großen Moment, diese wunderbare Melodie, diesen zeitlosen Song – Ten Fé haben sich solchen Pop-Erfahrungen verschrieben, auch wenn sie, streng genommen, nichts mit gängigem Mainstream-Sound zu tun haben. Die Briten um Ben Moorhouse und Leo Duncan, die bereits bei Real Fur zusammenspielten, arbeiten mit Indie- und Britpop-Erkenntnissen, selbst ein Hauch von Madchester umweht ihr zweites Studioalbum „Future Perfect, Present Tense“.

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At Pavillon – Believe Us

Seit vier Jahren als eine der heißesten österreichischen Indie-Aktien gehandelt, setzen At Pavillon Vorschusslorbeeren nun endlich auch im Album-Format um. Das Quartett mit Wurzeln in Österreich, Deutschland, Iran und Tansania versteht sich auf Indie Pop mit dezent synthetischen Untertönen und intelligenten Texten. Immigration, Xenophobie, Gender Equality, Scheuklappen und Flucht sind nur einige der Themen, denen sich „Believe Us“ widmet.

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Mnevis – Episodes

In der aargauischen Provinz sagt man Mnevis Kultstatus nach. Seit zehn Jahren drängen die Schweizer immer wieder an die Oberfläche für einige wenige Konzerte, auf Platte gebannte Musik ist jedoch Mangelware. Dass es erst jetzt zum Debütalbum kommt, passt ins Bild, doch das ist dafür eine richtig starke Nummer geworden. „Episodes“ schubst seine Pop-Visionen durch Indie- und Electro-Welten, begleitet vom geschickten Aufbrechen gängiger Songstrukturen und konsequenten Um-die-Ecke-Denken.

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dodie – Human

Mit mehreren Millionen Subscribern und Spotify-Streams sowie einer EP in den britischen Top 10 gilt Dodie Clark nicht umsonst als eine der größten Pop-Hoffnungen der letzten Jahre. Die 23jährige aus Enfield, London versteht sich als Singer/Songwriterin mit einem Ohr für gute Melodien und einem Sinn für Handgemachtes. Was einst mit Cover-Versionen auf YouTube begann, schlägt längst Wurzeln in eigenem Material. „Human“ ist bereits ihre dritte EP.

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The 1975 – A Brief Inquiry Into Online Relationships

Um eines mal gleich klarzustellen: The 1975 sind keine 70er-Retro-Rockband und klingen auch in keiner Hinsicht nach jenem Jahrzehnt. Das Quartett aus Manchester, das sich nach der merkwürdigen Datierungsweise im Tagebuch eines alten Beat-Musikers benannt hat, begann in den Gründungstagen zwar als Punkband, entwickelte sich aber schon auf dem Debütalbum in Richtung Pop-Rock mit starken 80er- und 90er-Referenzen. Wobei die Musikrichtung der Band ohnehin nicht in Stein gemeißelt scheint, denn wo das letzte, in mehreren Ländern die Spitze der Charts erreichende Album „I Like It When You Sleep…“ noch stark an die 80er-Revival-Welle angelehnt war, wagt man auf „A Brief Inquiry Into Online Relationships“ den Sprung in die stilistische Breite und ins Experimentelle.

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Albert Luxus – Diebe

Bis dato dürfte der Name Albert Luxus selbst der breiten Indie-Öffentlichkeit noch weitestgehend unbekannt sein. Matthias Albert Sänger und Andreas Kiwitt hatten 2009 und 2011 bereits zwei englischsprachige Platten in Eigenregie auf den Markt gebracht, widmeten sich dann jedoch anderen Projekten (u.a. Wellness und When People Had Computers). Im Frühjahr diesen Jahres durfte es endlich wieder luxuriös werden – nun auf Deutsch, leicht verspielt und mit einem Hauch von Nostalgie ausgestattet. Auf die EP folgt nun das Debütalbum „Diebe“.

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ClickClickDecker – Am Arsch der kleinen Aufmerksamkeiten

Bei ClickClickDecker geht es gerne mal ein wenig gemütlicher vor sich – nicht nur auf Platte, sondern auch dazwischen. Fast fünf Jahre vergingen seit „Ich glaub dir gar nichts und irgendwie doch alles“, der erste Chart-Einstieg in der Bandgeschichte. Von Untätigkeit kann aber keine Rede sein, wie alleine schon ein Blick auf die diversen Nebenschauplätze zeigt. Nun ist das Trio um Tausendsassa Kevin Hamann mit dem sechsten Studioalbum zurück, das natürlich wieder einen klingenden Namen trägt: „Am Arsch der kleinen Aufmerksamkeiten“.

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Villagers – The Art Of Pretending To Swim

Nach dem hochspannenden, reduzierten „Darling Arithmetic“ wollte Conor O’Brien wieder einiges anders machen und zum deutlich bunteren Sound der ersten beiden Villagers-Alben zurückkehren. So schloss er sich in ein kleines Dachgeschosszimmer ein und nahm fast die gesamte Platte dort auf. „The Art Of Pretending To Swim“ bemüht sich nicht nur um Rückbesinnung, sondern möchte auch einiges anders machen. Unter anderem halten erstmals Samples Einzug.

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