Schlagwort: Indie Pop

ME REX

ME REX – Megabear

Bei manchen Platten wünscht man sich, sie würden nie zu Ende gehen. ME REX haben das verstanden und ein endloses Album aufgenommen. 2015 als Solo-Wohnzimmerprojekt von Myles McCabe gegründet, entwuchs die mittlerweile vierköpfige Indie-Band schnell den vier Wänden ihres Songwriters und brillierte unter anderem mit der Doppel-EP „Triceratops / Stegosaurus“ im vergangenen Jahr. Ihr Debütalbum heißt „Megabear“ und legt das gute, alte „Choose your own adventure“-Büchlein auf den musikalischen Shuffle-Modus um.

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Mieke Miami

Mieke Miami – Montecarlo Magic

Als Sabine Mieke Wenzl in der elterlichen Plattensammlung auf „Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band“ stieß, war es um sie geschehen. Sie studierte später Saxophon, Klavier und Querflöte in Berlin, wohnt inzwischen in Luckenwalde, arbeitet aber nach wie vor in der Hauptstadt als Lehrerin und Komponistin. Und eben als Musikerin, denn unter dem Pseudoynm Mieke Miami schreibt sie herrlich eigenwillige, kunstvolle Songs mit poppigem und elektronischem Einschlag. Das Faible für die Beatles ist ihr geblieben, doch „Montecarlo Magic“, so der Titel von Miamis zweitem Album, hat damit wenig zu tun.

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Trunky Juno

Trunky Juno – Good Dog

Aktuell scheint der Trend junger Sänger zu Lo-Fi- und Soft-Pop-Klängen zu gehen. Neben Los Retros, boy pablo und Dayglow bewegt sich nun Trunky Juno in diesem Feld. Zu den Einflüssen des Sängers und Songwriters aus dem Nordosten Englands zählen unter anderem die Flaming Lips und Father John Misty, der Sound ist euphorisch und verschmitzt. Dahinter verbirgt sich gutes Storytelling, gepaart mit gefühlsbetonten Texten, die nicht selten nostalgische Bereiche ansprechen. Genau das schafft Junos neueste EP „Good Dog“ hervorragend.

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Dayglow

Dayglow – Harmony House

Sein erstes Album schrieb Sloan Struble noch im Studentenwohnheim, mittlerweile ist der Mastermind von Dayglow 21 Jahre alt, hat die akademische Karriere hinter sich gelassen und begleitet seine nächsten Schritte im noch jungen Leben mit dem passenden Soundtrack. Auf dem zweiten Album „Harmony House“ geht es ums Erwachsenwerden und um Veränderungen. Als Vollzeit-Musiker setzt sich Struble aktuell ausgiebig mit solchen auseinander und erkennt, dass dahinter ein gewisser Reiz steckt. Um diese Erkenntnis sowie um Beobachtungen seiner sich erneuernden Umgebung drehen sich auch die elf neuen Tracks.

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Man On Man

Man On Man – Man On Man

Liebe ist alles, sangen einst Rosenstolz, und damit wäre dieser Text bereits mit dem ersten Satz an die Wand gefahren. Auch das ist Kunst. Man On Man sind hingegen einfach nur toll, denn das wunderbare Paar spricht sich für die Schönheit der Liebe aus, für Body Positivity und für die Kraft, die nur aus dem Gemeinsamen entstehen kann. Joey Holman (Holman) und Roddy Bottum (Faith No More, Imperial Teen) überlebten das vergangene Jahr gemeinsam, verloren ihre Mütter, verloren Jobs und saßen auf gepackten Umzugskartons. Als sympathisches Doppel verpassen sie archetypischer Queer- und Gay Music mit dem schlicht „Man On Man“ betitelten Album eine Frischzellenkur.

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Low Island

Low Island – If You Could Have It All Again

Was tun, wenn man gute Ideen hat, aber keine anständige Plattenfirma findet? Man nimmt die Dinge einfach selbst in die Hand! Low Island veröffentlichten seit ihrer Gründung im Jahr 2016 mehrere spannende EPs, vielseitig wie eingängig. Für den nächsten großen Schritt setzte die Band aus Oxford auf ihre Macher-Qualitäten und gründete einfach ein eigenes Label. Komplette kreative Freiheit führte in ein kleines Studio im ländlichen Frankreich, wo „If You Could Have It All Again“ eingespielt wurde. Das erste Album der Briten wirkt nach den sehr abwechslungsreichen Kleinformaten angenehm homogen und fokussiert, ohne dabei an Eingängigkeit einzubüßen.

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Benny Sings

Benny Sings – Music

Tim van Berkestijn ist wohl einer der bekanntesten Unbekannten im weiten Alternative-Pop-Feld. 1999 nahm der Niederländer den Bühnennamen Benny Sings an, damals noch als Bassist von Abstract Dialect. Seit 2003 veröffentlicht van Berkestijn Soloalben und gilt zudem als beliebter Songwriter, Produzent und Kollaborateur für so unterschiedlische Musiker wie Mayer Hawthorne, Mac DeMarco und Rex Orange County, an dessen Platin-Single „Love Is Easy“ er mitwirkte. Davon komplett unbeeindruckt, landet nun bereits das achte Studiowerk, schlicht und ergreifend „Music“ genannt.

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The Reds, Pinks And Purples

The Reds, Pinks And Purples – Uncommon Weather

Der überaus umtriebige Glenn Donaldson präsentiert neue Musik seines aktuell umtriebigsten Projektes – das passt wie Arsch auf Pop-Weisheit. The Reds, Pinks And Purples ist der Name der aktuellen DIY-Spielwiese des Bay-Area-Rock-Veteranen, der in so illustren Bands wie The Art Museums und The Skygreen Leopards spielte. Mit seinem neuesten Schauplatz nimmt er eigene Pop-Weisheiten fast komplett in Eigenregie auf und spielt nahezu alle Instrumente selbst ein. „Uncommon Weather“ ist bereits das dritte Studioalbum, nur ein halbes Jahr nach „You Might Be Happy Someday“ landend.

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Oxford Drama

Oxford Drama – What’s The Deal With Time?

In ihrer polnischen Heimat konnten sich Oxford Drama bereits einen Namen machen. Das Duo um Małgorzata Dryjańska und Marcin Mrówka versteht sich auf ein breites Pop-Spektrum, das von Indie und Dream bis zu Electro und Synthie sowie einer dezenten Portion Rock reicht. Zwei Alben erschienen bereits, zudem spielte man auf diversen Festivals. Der dritte Longplayer „What’s The Deal With Time?“ lädt nun auf eine Reise ein, wo die Dinge zugleich neu und vertraut erscheinen. Genau das trifft auch auf den Sound des Duos zu.

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Schorl3

Schorl3 – Sprudelpop

Spritzig, erfrischend, Schorl3: Wortspiele sind bei diesem Bandnamen, der natürlich selbst ein solches ist, vorprogrammiert. Die drei Hamburger gibt’s erst seit vergangenem Jahr, seither erschienen gleich mehrere tolle Singles. Für die beiden Produzenten Hans & Hans und Singer/Songwriter LMO geht es um ein komplett eigenes Ding, dass sich sowohl von gängigem Indie Pop als auch von Mainstream-Ansätzen abgrenzt. So halten Funk, RnB und etwas Disco Einzug in den bekömmlichen, zumeist überaus tanzbaren Mix. Die bisherigen Releases und ein wenig neues Material finden nun auf der EP „Sprudelpop“ – zugleich Überschrift für den Schorl3-Sound – zusammen.

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