Schlagwort: Indie Pop

Dream Wife

Dream Wife – So When You Gonna…

Ihr vor zwei Jahren erschienenes Debütalbum war ein Volltreffer, nun bauen Dream Wife auf dem Achtungserfolg auf. Das in London ansässige, britisch-isländische Gitarrentrio traft mit seinem punkigen und doch eingängigen Sound sowie weiblichen, queeren und non-binären Themen den Nerv der Zeit. Support-Slots für Garbage und The Kills, eigene Headliner-Slots und die Verwendung ihrer Songs in diversen Serien, unter anderem „Orange Is the New Black“, sollten folgen. Der Nachfolger „So When You Gonna…“ klingt insgesamt ein wenig eingängiger, ohne sich auch nur im Geringsten ein Blatt vor den Mund zu nehmen.

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Hinds

Hinds – The Prettiest Curse

Bislang waren Hinds eine sympathische, kleine Lo-Fi-Band mit Händchen für kurzweilige Melodien und selbstbewusste Indie-Breitseiten. Davon rücken die vier Spanierinnen nun zumindest ein klein wenig ab. Man wollte die musikalischen Schwingen ausbreiten und hörte vor sowie nach jeder Sessions zur neuen Platte ein anderes Album. „The Prettiest Curse“ zeigt sich eine Spur poppiger, vielschichtiger und größer, mit greifbarem Mut zu instrumentalem Tiefgang. Schließlich, so Ana Perrote, habe man bereits zwei reduzierte Werke mit Bühnen-ähnlichem Sound eingespielt, also warum sich abermals wiederholen?

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Maple & Rye

Maple & Rye – For Everything

Schon wieder eine Folk-Band aus Schweden, möchte man sagen. Ist es die wunderschöne Natur? Sind es die zahlreichen Dichter und Denker, die selbst Mando Diao zu einer entsprechend gelagerten Platte inspirierten? Maple & Rye betonen die zentrale Rolle der emotionalen Ebene. Das Quartett aus der Metal-Hauptstadt Göteborg schreibt über eigene Gefühlswelten und lässt die Musik den Rest tun. Wohin die Reise geht, zeigt sich immer erst im Laufe des Songwritings, der Aufnahmen. „For Everything“ erweist sich als kurzweiliges Debütalbum zwischen Realität und Fantasiewelt.

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Kevin Krauter

Kevin Krauter – Full Hand

Vor zwei Jahren machte Kevin Krauter erstmals auf sich aufmerksam. Der junge Singer/Songwriter aus Indiana mit einem Händchen für anspruchsvolle Pop-Klänge schwamm sich auf „Toss Up“ frei und legte den Grundstein für das, was jetzt auf „Full Hand“ deutlich erwachsener und (selbst-)kritischer klingt. Krauter setzt sich mit seinem religiös geprägten Elternhaus, der eigenen Sexualität und wachsendem Selbstvertrauen auseinander – eine Art innere, persönliche Inventur in zwölf Kapiteln.

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Pictish Trail

Pictish Trail – Thumb World

Wenn er nicht gerade britischen Talenten als Inhaber von Lost Map Records eine spannende wie vielfältige Plattform gibt, widmet sich Johnny Lynch von der kleinen schottischen Insel Eigg seiner packenden One-Man-Show Pictish Trail. Irgendwo zwischen Pop, Electro, Folk und Indie angesagt, sind seine DIY-Tracks kleine Perlen, die mit ihren kuriosen Geschichten und noch schrägeren Soundcollagen zuletzt Support-Slots für Belle & Sebastian und KT Tunstall oder den Publikumspreis beim Scottish Album of the Year Award einbrachten. „Thumb World“ gibt sich nun noch eigentümlicher und eingängiger.

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Surma

Surma – Surma

Surma ist einer der interessantesten portugiesischen Musikexporte der letzten Jahre. Die 23-jährige One-Woman-Band, wohl am ehesten mit Zola Jesus oder Austra vergleichbar, umgibt sich bevorzugt mit einer Pluralität an Instrumenten und mischt verschiedenste Stilrichtungen wild durcheinander. Ihr Debütalbum „Antwerpen“ spielte mit Indie, Electronica, Jazz, Pop, Rock und Ambient, um nur einige Ansätze zu nennen. Parallel zu ihren ersten Asien-Konzerten veröffentlicht sie nun eine brandneue EP, schlicht „Surma“ betitelt.

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Villagers

Villagers – The Sunday Walker EP

Selten landet jeder für ein Album geschriebener Song auch tatsächlich auf dem fertigen Longplayer. Ausschussware ist Alltag, wird gerne als B-Seite oder Bonus-Material verbraten, verschimmelt vielleicht sogar komplett im Archiv. Nach den Aufnahmen zu „The Art Of Pretending To Swim“ blieb Conor O’Brien auf vier Villagers-Tracks sitzen, welche ihre eigene Geschichte zwischen Verlust, Erkenntnis, Empathie und Isolierung erzählten. Etwas über ein Jahr später sind diese nun als „The Sunday Walker EP“ erhältlich.

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City At Dark

City At Dark – City At Dark

Vor zwei Jahren verbreiteten City At Dark erstmals ihre düstere Vision von zeitgemäßiger Populärmusik. Damals nannten sich die Wiener Künstlerin Laura Landergott und der israelische Gitarrist Yair Karelic noch RÁN. Unter aktuellem Namen ließ man sich in der Hauptstadt Berlin nieder, spielte auf diversen Festivals und vertiefte den eigenen Entwurf von Raum und Klang durch Psychedelic, Indie, Wave und sogar ein wenig Post Punk. Das Debütalbum heißt wie die Band und geht im besten Sinne an die Substanz.

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Patrick Watson

Patrick Watson – Wave

Die Art und Weise, wie sich Patrick Watson seiner Musik annähert, verzaubert immer wieder aufs Neue. Fragile Ansätze, gefühlvoll klassische Instrumentierung und brachliegende Emotionen begleiten den Chamber-Pop des 40jährigen Kanadiers. Seit dem letzten Album sind ungewöhnlich lange viereinhalb Jahre ins Land gezogen. Watsons Schlagzeuger verließ die Band, seine Mutter starb und seine Beziehung ging in die Brüche. Es war wie eine überdimensionale Welle, die ihn immer wieder umwarf. Diese „Wave“ versucht sich nun aus seelischen Untiefen herauszuziehen und zurück zum Glück zu finden.

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Stefanie Schrank

Stefanie Schrank – Unter der Haut eine überhitzte Fabrik

Es hat sich angedeutet. Und es ist gut, dass es so gekommen ist. Die bildende Künstlerin Stefanie Schrank, unter anderem als Bassistin von Locas In Love bekannt, hat eine Soloplatte aufgenommen. Beinahe drei Jahre arbeitete sie an geheimnisvollen, maschinell anmutenden Songs, die irgendwo zwischen Elektronik, Popmusik, Arthouse und Indie-Chic andocken. Der Titel fasst das Geschehen prima zusammen: „Unter der Haut eine überhitzte Fabrik“.

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